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Hundeforum Der Hund
Renegade

Das "Halti" - Funktionsweise, Vor-/Nachteile?

Empfohlene Beiträge

vor 3 Minuten schrieb KleinEmma:

... versuche mir gerade die Praxis vorzustellen. So ganz begriffen habe ich das scheinbar immer noch nicht. Ich stelle mir jetzt einen Hund vor, der sich bei Hundesicht aufbäumt, bellt, nach vorne springt und zieht. Nun kommt genau deshalb das Halti zum Einsatz. Also, mh, wenn der jetzt sein Theater aufführt, zieht sich das das Teil automatisch zu? Wäre der mit Halti sanft zu lenken, bräuchte es doch kein Halti. Vielleicht stehe ich auch aufm Schlauch.

Der Grund ist schon richtig, der Zeitpunkt des Einsatzes aber viel zu spät. Ziel des Haltis ist die Kontrolle und den Führanspruch des Menschen durchzusetzen.

 

Weil dies aber zu kurz und zu einseitig gedacht ist kann das Halti nur als unterstützendes Instrument mit sorgfältiger Handhabung bei der gesammten Therapierung gesehen werden.

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vor 25 Minuten schrieb DerOlleHansen:

 

Ja klar, solche Riemen um Mund und Nase nehmen total die Anspannung raus ... :wacko:

 

Einfach mal das ganze aus Sicht des Hundes betrachten ...

 

So war es nicht gemeint... ich hab echt über die Formulierung nachgedacht, beim ersten Kaffee war mehr nicht drin.

 

Die Anspannung des Halters, dieses "das klappt sowieso nicht", war damit gemeint... der HH übermittelt nicht mehr so viel Anspannung an den Hund, durch ein neues Hilfsmittel (kein "das klappt sowieso nicht" sondern ein "mal gucken wie es damit läuft), das kann dann Türen öffnen und den Weg für ein neues Training (ohne Halti) ebnen.

Hoffe, so kommt besser an, was ich meinte :)

 

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Da ich von den Haltis keine Ahnung habe, kenne leider diese Batterie Halsbänder hier zugenüge, keine Ahnung ob das vergleichbar ist, wäre aber ein eigenes Thema, habe ich noch recht viele Fragen eigentlich.

 

Ich finde es schon mal super, das viele berichten, dass sie es auch mal benutzen oder benutzt haben und damit Erfolg hatten, das von Benno geschriebene kann ich gut nachvollziehen, danke dafür.

 

Dennoch würde mich der Titel noch sehr interessieren. Funktionsweise insbesondere.

 

Dient es dazu, das ich den Kopf dann zu mir drehen kann, also mit leichtem ziehen, oder wie muss ich das verstehen?

Ich hole dann den Hund damit aus dem "Tunnel" aus der Situation? Ist es so richtig oder völlig falsch mein denken.

 

Dann wäre es für mich ein wenig mit Halsband und Leine zu vergleichen. Führe ich dort, gibt es keinen Ruck und keine Problem, zerre ich daran rum, oder rucke zurück, wird es dem Hund schaden auf Dauer, physisch und psychisch.

 

Welchen direkten Vorteil gibt es nun? Ich kann mit weniger eigener Kraft den Hund leichter verändern in der Richtung? Dient es dazu?

 

Und eins möchte ich aber noch los werden. Gewicht des Hundes und des HH sind für mich völlig sekundär. Das Argument 45 kg leichte Frau führt 65 kg schweren Hund, zieht bei mir irgendwie so gar nicht. Warum führen Kinder mit 20 kg oft einen riesen Hund ganz einfach, es liegt nicht an der Masse. Dann ist vorher leider viel schief gelaufen mit dieser Übung.

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vor 7 Minuten schrieb BVBTom:

Dient es dazu, das ich den Kopf dann zu mir drehen kann, also mit leichtem ziehen, oder wie muss ich das verstehen?

Ich hole dann den Hund damit aus dem "Tunnel" aus der Situation? Ist es so richtig oder völlig falsch mein denken.

 

So zumindest verstehe ich das Halti...

und eben so, wie ich es vorhin geschildert habe, in dem Fall dann mehr für den HH als für den Hund.

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Darauf richtete sich ja mein Beitrag. Dass es nur bei ganz bestimmten HH "Sicherheit" vermittelt. Bei mir wäre das genau umgekehrt, weil ich viel zu angespannt wäre, weil es ihm wehtun könnte.

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@BVBTom Nun ja das Halti wurde dafür entwickelt den Hund zu lenken, ähnlich dem Pferdehalfter. In England gibt es eine Hundetrainer der das Halti direkt an einer Flexileine und auch am Fahrrad benutzt. Der Mann hat einige Bücher auf den Markt gebracht . Der Name fällt mir gerade nicht ein.

 

Die Arbeitsweise mit dem Halti (durch kurze Impulse an der Leine den Hund anzusprechen) habe ich mal bei Baumann gesehen und bei einem seiner Ableger erlernt.

 

Zwischen den beiden Anwendungsarten liegen Welten (brutal bis sanft) im Bereich der aversiven Handlung

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@AnjaBla 

 

dein Beitrag kann ich gut verstehen, da es oft ein Schlüssel zum Erfolg ist. Oft ist man irgendwie festgefahren, verspannt, gefrustet, das gilt es zu durchbrechen.

 

Das ist ja oft auch bei Hundetrainern, Schulen, Vereinen so, da übernimmt manchmal jemanden einfach so den Hund und manche Probleme scheinen verflogen zu sein, wie kann sowas sein. Liegt oft genau da dran, andere Ausstrahlung, Körperhaltung, Eindeutigkeit. Problem ist dann nur, der HH ist dann noch gefrusteter danch, zumindest so meine Erfahrung in meinem Umfeld, also dieser Weg führt oft nicht zum Ziel.

 

@gebemeinensenfdazu ich glaube das ginge mir genau so, dennoch ist es vielleicht ein Weg für manche Kombi die auch zum Erfolg führen kann, keine Ahnung.

 

Vielleicht gibt es ja jemanden, der gute Erfahrungen gemacht hat und es schildern mag, wenn es nur für eine gewisse Zeit ist um ein"Problem", oder wie Benno schön geschrieben hat, erst mal überhaupt einen Zugang zu bekommen, zu lösen, würde es mich interessieren.

 

Ich möchte nicht verschweigen dass ich große Bedenken habe, sonst würde ich das wahrscheinlich ja kennen und nutzen, aber man lernt immer auch dazu.

 

 

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vor 9 Minuten schrieb BVBTom:

Liegt oft genau da dran, andere Ausstrahlung, Körperhaltung, Eindeutigkeit.

 

Daran ließe sich doch arbeiten. Körperhaltung verändern, Körperspannung erhöhen, selbst auch eindeutig sein ... aber dann müsste man sich wohl eingestehen, dass es an einem selbst liegt und nicht am Hund.

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Nachtrag der Man heisst:   Roger Mugford

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Nochmal was zum „zuziehen“: das Ding zieht sich nicht komplett zu und hält dem Hund die Schnute zu, falls das jemand glaubt. 

Für mich ist es - richtig angewandt etc. - tatsächlich ein Hilfsmittel, in bestimmten Situationen Unterstützung für Halsband und Leine

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