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Politik

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vor 2 Stunden schrieb Nebelfrei:

 

Der Link von @Nebelfrei ist aktuell und vom 14.12.2018. Zitate daraus:

"Die Geschlechter sollen im Kulturzentrum strikt getrennt werden, und zwar auch schon Mädchen und Buben ab dem Alter von rund fünf Jahren, wie im Baugesuch festgehalten wird." - "Im Kulturzentrum ist ausserdem ein Internat für 20 Buben aus der Region geplant. Sie sollen die öffentliche Schule besuchen und im Heim Unterstützung in den Schulfächern sowie Lektionen in Religion und türkischer Kultur erhalten, wie der türkischstämmige VIKZ-Präsident Fehmi Yildiz erklärt."

 

Scheint sich nicht liberalisiert zu haben und wieso wird in der Schweiz türkische Kultur vermittelt? Dieser Link hier stammt aus dem Jahr 2008:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/islamismus-verfassungsschuetzer-sollen-vikz-beobachten-a-547860.html

In dem alten Artikel steht bereits:

"Die Marburger Islamwissenschaftlerin Ursula Spuler-Stegemann, auf die sich auch die Kölner Polizei beruft, urteilte bereits 2004 in einem Gutachten für das hessische Sozialministerium, VIKZ-Schülerheime seien "absolut integrationshemmend", dort würden Jugendliche in einen "strengstens scharia-orientierten" Islam "hinein-indoktriniert und gegen das Christentum und auch gegen den Westen ebenso immunisiert wie gegen unser Grundgesetz". Der VIKZ wies dies damals als "sachlich falsch" und "tendenziös" zurück."

 

Religionsfreiheit finde ich wichtig, aber ich finde, Religion sollte weitestgehend privat bleiben und sich an die staatlichen Gesetze halten. Islamische Konservative und Extremisten sind für mich das gleiche wie diese Rechten hier, auch wenn die noch keinen Religionsstatus angemeldet haben:

 

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Voelkische-Familien-aktiver-als-angenommen,voelkischesiedler100.html

Hier steht am 11.02.2018:

"In ihren Dörfern agieren die Familien mit völkischem Weltbild in der Regel unauffällig. Viele arbeiten im Gartenbau, als Zimmerleute oder in der Landwirtschaft. Ihre Höfe stellen Szene-Kennern zufolge einen wichtigen Rückzugsraum für Rechtsextreme dar. Unter anderem, weil hier in der Vergangenheit immer wieder Jugend-Lager und rituelle Feste stattgefunden haben. In Edendorf im Landkreis Uelzen etwa sollen völkische Siedlerfamilien im Frühjahr 2016 zu einem Volkstanztreffen eingeladen haben. Dieses gilt mit rund 200 Teilnehmern als das größte Treffen von Rechtsextremen in Norddeutschland."

 

Es kommen da also 200 Teilnehmer, wenn die Völkischen Siedler und Neonazis sich treffen. Ich will das nicht herunterspielen, aber ich bin nicht sicher, ob man die Gefahren, die von verschiedenen Extremisten und Religiösen jeweils ausgehen, wirklich richtig einschätzt. Zur Einweihung der neuen Moschee in Köln kamen Tausende inklusive Erdogan. Ich finde es auch sehr schwierig, da klare Grenzen zu ziehen zwischen privaten Glaubensrechten und Meinungsfreiheit, die unsere Verfassung ja erlaubt, und gesellschaftlich schädlichen Bewegungen, die verfassungsfeindlich sind.

 

Vielleicht helfen da nur Erfahrungen, die andere, uns ähnliche Gesellschaften schon vor uns mit Einwanderung und extremen Rechten gemacht haben? Politische Wortführer kommen natürlich immer mit Beispielen, die sie sich jeweils für ihre Diskussionszwecke herauspicken, tolle Integrationsbeispiele und schlimme Entwicklungen. Für mich sieht es aber wirklich so aus, dass der Islam hier bald die Mehrheit sein wird und ich habe keine Ahnung, ob das dann eine extreme Variante oder ein EU-Islam wird.

 

https://www.faz.net/aktuell/politik/muslimische-bevoelkerung-in-europa-laut-studie-vor-grossem-wachstum-15316728.html

30.11.2017: "Die Studie bestätigt Hinweise darauf, dass durch den Zuzug von Flüchtlingen und Migranten aus dem arabischen Raum der Islam in Europa weniger türkisch geprägt, sondern arabischer und damit konservativer werden dürfte. So stellten Syrer im Zeitraum 2010 bis 2016 die mit Abstand größte Gruppe unter den Migranten insgesamt (710.000 Personen). Unter den vier Hauptherkunftsländern befanden sich mit Marokko und Pakistan zwei weitere muslimische Staaten."

 

Der Islam extremer Prägung, egal aus welchem Land, stößt einem einheimischen, modernen Europäer sehr vor den Kopf. Mir scheint die Hauptfrage zu sein, was von unseren positiven Errungenschaften übrig bleibt, wenn die Einheimischen angehalten werden sich anzupassen statt umgekehrt den Eingewanderten klar zu vermitteln, dass Religion hier Privatangelegenheit ist und (wie ich finde), unbedingt bleiben sollte. Die bayerischen Kreuze haben z.B. in meinem Augen auch nichts in staatlichen Räumen verloren. In den USA haben die einzelnen Staaten ja eigene Gesetze, die oft ähnlich rückständig und unmodern sind, nur eben christlich. Da ist mir das Leben in Ländern EU auch lieber, noch jedenfalls.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Utah#Religionen

"Im Jahr 2012 waren etwa 62 % der Bevölkerung Mormonen; da die Religionszugehörigkeit in amerikanischen Volkszählungen aber nicht erfasst wird, sind genaue Daten hierzu nicht erhältlich. Utah ist damit einer von insgesamt nur fünf US-Bundesstaaten, in denen eine einzelne Religionsgruppe die absolute Mehrheit stellt. Die anderen sind die mehrheitlich katholischen Bundesstaaten Massachusetts, Rhode Island und New Mexico, sowie Mississippi, wo Baptisten die Bevölkerungsmehrheit stellen."

 

Wie könnten verschiedene Kulturen hier nun zusammen leben? Verschiedene Sorten Essen anzubieten oder Rücksicht auf Ramadanvorschriften zu nehmen mag ja noch niemanden stören (ich erinnere mal an Vegetarier und Veganer), aber wenn wir hier wieder die Rechte von Menschen einschränken, die wir doch schützen und gleich stellen wollten (Ausländer, eingewanderte Christen, einheimische Juden, Frauen, Homosexuelle, Behinderte, etc.), und uns damit behelfen, Gesetze nicht anzuwenden (siehe NSU, Linksradikale und Clankriminalität) dann geht das für mich zu weit. Warum gibt es nicht längst eine vernünftige Kindergartenbroschüre und Schulungen für Lehrer und verunsicherte Mitarbeiter, die den Umgang mit extremistischen Kindern aller Art vermitteln, egal ob politisch oder religiös? Den Zuwanderern, die sich hier nicht wohl fühlen, würde ich sagen: Wer es nicht ertragen kann, dass der Staat und die EU freiheitlich organisiert sind, muss dann eben wieder auswandern und auf anderen Kontinenten sein Glück versuchen. Freiheit muss man schützen. Das geht aber nicht mit blinder Toleranz und Zugeständnissen bei reinen Handelsgeschäften je nach wirtschaftlicher und strategischer Kräftelage. Hatte das nicht DE durchgesetzt, dass Südeuropa alle Asylanträge allein bearbeitet, damit wir hier kein Multikulti und unsere Ruhe haben? Auch unfair, genauso wie das Durchwinken zu uns jetzt.

 

Sind Wanderungsbewegungen ein Naturgesetz oder lassen die sich steuern? Man kann sie steuern und das sollte man auch. Australien und andere Industrienationen schotten sich ab und überlassen den restlichen Ländern die Lösung. Man könnte Flüchtlinge aber auch fair auf alle UNO-Mitglieder verteilen. Aber wir schaffen nicht mal die EU zusammenzuhalten. Deshalb bin ich für DE eher für eine Abschottung mit einer differenzierten Einwanderungspolitik mit klaren Integrationsvorgaben an die Einwanderer. Ich glaube, ich würde sogar für einen deutschen EU-Exit stimmen. So sehr ich manche kapitalistischen Auswüchse hier hasse (für die es schon Lösungen gab), ich mag dieses System in DE, wenn ich mich mal weltweit so umschaue. Das sollte man erhalten.

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vor 8 Stunden schrieb black jack:

Wir werden  zufällig in irgendeine Region geboren  und daraus werden irgendwelche  wirren Gedanken,Regeln usw abgeleitet. 

 

 

Ich denke eher, dass man in eine Kultur hineingeboren wird, die religiös geprägt ist. Die Religion geben dann die Eltern, die ihren Säugling taufen lassen. Er ist dieser Situation völlig passiv ausgesetzt, man könnte ihn auch gleich in eine politische Partei oder vielleicht einen Sportverein anmelden :lol:. Es spricht aus meiner Sicht sehr vieles dafür, dass sich ein Mensch erst als bewusst denkendes und handelndes Wesen freiwillig für eine Religion entscheidet oder auch nicht.

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vor 4 Stunden schrieb Nebelfrei:

Diese auch @black jack? Ist ja nicht weit weg von dir

 

 

 

Nebelfrei  ,natürlich nicht....aber ich hätte  auch kein Bock auf ein AFD Büro,Scientology,Mormonen......

 

 

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Ich auch nicht.

Die normalen sind doch nie ein Problem, egal welcher Religion oder was auch immer. Aber bei den Extremisten, egal welchen, darf, und soll man was sagen, ohne gl37ch als intolerant oder schlimmer abgestempelt zu werden

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Nur kann man ja sagen  "keine Extrmisten "

So zu tun  als ob die einen  bedrohlicher wären als andere  , .....einfach Quatsch. 

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Breyvik fällt mir spontan ein...77Tote (oder?)

Wie hätte man es verhindern können  ?

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Für mich ein Unterschied zwischen Einzeltätern und Leuten, die organisiert sind

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Nach langer Zeit habe ich hier noch einmal den Thread weiterverfolgt und musste oft wirklich, wirklich hart schlucken. Besonders weh tun mir gerade (neben unsystematischen, willkürlichen Verquickungen religiöser, kultureller und politischer Sphären, die aber ja leider, obgleich sie oft jeder Logik entbehren, auch viele mediale Diskussionen prägen) aburteilende Kommentare über fremde Religionen, die offenbar aus purer Uninformiertheit resultieren. Dazu also ein kleiner Denkanstoß von mir, vielleicht kann der eine oder andere ja doch etwas damit anfangen...

 

 

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Übrigens: Ich habe die zentralen Schriften der drei großen abrahimitischen Religionen, also Tora, Bibel und Koran, mal sorgfältig hintereinander gelesen. Das öffnet wirklich Augen und erschließt einem Welten! Kann ich nur empfehlen! Vielleicht ja auch sehr passend als ein sinnvolles Weiterbildungsprojekt zum Advent?...

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Ist ja wahrscheinlich aus dem AT, da geht es wild zu. Im NT haben "wir" ja zum Glück die Bergpredigt.😉

Ich habe nicht so den Einblick ob die Mehrheit der Muslime den Koran ähnlich sehen wie Katholiken die Bibel. Wenn das jemand liest, dann eher nur als Geschichtenbuch.

Mein Eindruck.

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