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vor 4 Minuten schrieb black jack:

 

... danke, jetzt verstehe ich deinen Beitrag. Ich finde es gut, wenn man selbst entscheiden kann, ob man es sich zutraut, ein Kind mit einer Behinderung anzunehmen. Ich selbst hätte mich damals sicher für eine Abtreibung entschieden, da ich mein ganzes Leben (Studentin) hätte total umkrempeln müssen und das hätte ich nicht gewollt. Ich finde, dass man diese Entscheidungen jeder Frau selbst überlassen und niemanden verurteilen sollte, der sich gegen ein Kind mit einem Handicap und für eine Abtreibung entscheidet.

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Für mich ist   Spätabtreibung das Thema. 

Ein lebensfähiges Kind zu töten  .....

 

weil es nicht den eigenen  Erwartungen entspricht....

Wenn ich  im 8.Monat mich  gegen das Kind entscheide ,darf ich es töten  ?

 

Im Mutterleib  ist es ok ,ausserhalb  Totschlag,warum  ?

 

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Ich denke, dass man gerade bei solchen Themen auf sachliche und ausgewogene Informationen Bezug nehmen muss. Ein Fötus ist für mich und auch im juristischen Sinne noch kein Kind/Mensch. Ich weiß, das hört sich gefühllos an, ist es aber für mich nicht. Ich kenne die hoch emotionalen und teils sehr aggressiv geführten Diskussionen um dieses Thema seit der Stern - Aktion "Ich habe abgetrieben" (1971) und ich weiß auch, dass diese sensible und für mich nur individuell lösbare Thematik/Problematik, zu der natürlich der Staat die Rahmenbedingungen schaffen muss, häufigen Missbrauch durch radikale Gruppierungen erfährt. 

Schau mal hier, da ist unter Island nicht von 8 Monaten die Rede, es gibt ein ganz anderes Zeitlimit:

http://abtreibung.at/wp-content/uploads/2009/04/Pages-from-abbruch_in_eu-1.pdf

 

https://www.nzz.ch/international/abtreibung-bei-down-syndrom-risiko-island-im-zentrum-einer-ethik-kontroverse-ld.1314645

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Frauen  sollten es tatsächlich  selbst entscheiden. 

Das aber manches Leben schon vorab  geringer geschätzt wird ist für mich das Thema. 

 

Die Grenze ist für mich definitiv  überschritten wenn es um lebensfähige Babys geht. 

 

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Wenn ich kurz den historischen Kontext zum isländischen Thema beisteuern darf: Island hat sich im Zuge der im Jahr 999 oder 1000 (mehr oder weniger einstimmig) angenommenen Christianisierung einige Sonderrechte ausgehandelt. Eines dieser Sonderrechte war, dass das Aussetzen von (behinderten) Kindern nicht durch die Kirche verfolgt wurde. Was aus heutiger Sicht selbstverständlich zu verurteilen ist, muss man im damaligen Kontext aber anders sehen. Es war für die, die arbeiten konnten, schon schwer, die Winter auf Island zu überleben und man hatte nicht die Kapazitäten, behinderte Kinder mit durchzubringen. Soweit ich weiß hatte diese Sonderregelung mindestens bis ins 19. Jahrhundert bestand, vielleicht sogar länger. Es gibt ein schönes Buch zu dem Thema, "Schattenfuchs" von Sjón. Eines meiner Lieblingsbücher!

Wenn man um diesen Hintergrund weiß, ist es vielleicht zumindest etwas verständlicher, dass die Isländer(innen) ein anderes kulturell gewachsenes Verhältnis zu diesem Thema haben. Man muss das nicht gut finden, aber es ist eine Sache, über die wir aus unserem eigenen kulturellen Kontext vorsichtig sein sollten, ein Urteil zu fällen.

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Diesen Zusammenhang  verstehe ich  wirklich nicht. 

Willst  damit  erklären  es ist nachvollziehbar  da kulturell bedingt ?

 

 

Im übrigen  gab es in ganz Europa  schlimme  Hungerkatastrophen....

jetzt  bin  ich erstmal  geschockt  😟

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Der Zusammenhang ist einfach der, dass man in Island über sehr, sehr lange Zeit (bis ins letzte Jahrhundert hinein) nicht die Möglichkeit hatte, behinderte Kinder über den Winter zu bringen. Es geht da nicht um einzelne Hungerkatastrophen sondern um den ganz "normalen" Wahnsinn, auf einem Eisblock im Atlantik zu überleben. Dadurch, dass die Kindesaussetzung durch die Kirche geduldet wurde - im Gegensatz zu hier bei uns - hat sich ein anderes Verhältnis zum Umgang mit behinderten Kindern entwickelt. In dem von Dir verlinkten Artikel (der übrigens grottenschlecht und fehlerhaft übersetzt ist) wird suggeriert, dass es sich um ein neues Phänomen handelt, dass es in Island keine behinderten Kinder gibt. Das ist aber nicht so. Es gab schon immer sehr wenige, die überlebt haben. Darum geht es auch in dem Buch, das ich oben empfohlen habe. Das ist auch nicht meine persönliche Sicht der Dinge, ich wollte nur die Info zu Island ergänzen. Hier bei uns war das schon immer anders, es war von Seiten der Kirche nicht erlaubt, Kinder auszusetzen.

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Für mich ist es ein sehr  konstruiertes Argument. 

Früher waren Verbrechen sozial  nicht geächtet,völlig  ok.

Deshalb  Verständnis ....ist geschichtlich  begründet??????

Vergewaltigung,Pädophile,Schläge usw

 

 

Die Idee  wenn  wir schon  vorgeburtlich  selektieren wird alles  schön  ,ist nah an dem was im 2. Weltkrieg passierte.

 

Im übrigen  arbeite ich  mit  Kindern und Jugendlichen mit Behinderung. 

 

Von aktuelle ca 30 (stationär) hat einer Trisomie 21.

Die Person  hat  mit Sicherheit  die größte Option allein zu wohnen. 

 

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Ivy hat lediglich den historischen Hintergrund erläutert.

 

In manch anderen Ländern ist Abtreibung  oder Verhütung oder auch Adoption wegen religiöser/historischer/kultureller Gründe teilweise überhaupt verpönt/illegal. 

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Für mich hat Abtreibung oder deren Verbot immer mit Frauenrechten zu tun.

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