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Hundeforum Der Hund
BVBTom

Ruhe lernen - blödsinn oder sinnvoll?

Empfohlene Beiträge

Keine Ahnung ob es das Thema schon mal gab, gerne würde ich es aber mal anstossen wollen, da es für mich sehr wichtig ist

und ich das so oft vielen HH sage.

 

Gerne möchte ich ein paar Beispiele dazu auch nennen.

 

Thema anleinen, Tür, Gassi gehen. so oft habe ich dieses Thema hier. Ich sehe dann oft einen aufgeregten Hund, einen HH der in einer Tour redet, ja , jetzt geht es raus, ja langsam, gleich gehts los, Hund auf 100, Halsband oder Geschirr schnell drum gemacht und Tür auf, Hund raus und Gas. Ich frage mich dann oft, warum macht man das so.

Ich sage dann fast immer, bleib doch mal ruhig, warum fährst du so hoch und pusht deinen Hund damit. Macht das doch mal langsam, Ruhe lernen.

 

Thema ersten male Freilauf, klar HH ist oft nervös, was ist wenn der Hund dann weg ist, weg läuft, nicht wieder kommt, auf die Jagd geht, tausend schlimme Szenen sind im Kopf.

Auch hier bin ich eher der Ruhepol, sage oft, nun bleib doch erst mal stehen, ganz ruhig, tief atmen, was soll denn hier auf dem Feld passieren, bring doch erst mal Ruhe jetzt rein, atme tief durch, lein deinen Hund ab, hab jetzt mal Mut und Vertrauen und schick ihn dann mal los, oder wir gehen jetzt einfach mal weiter. Warum so hektisch, fast panisch, warum soll der Hund denn abhauen, er hat es doch gut bei seinem HH. Mal Ruhe rein bringen.

 

Thema andere Hunde, warum haben hier so viele Panik und warum kennen dadurch so viele Hunde gar keinen hündischen Kontakt. Klar braucht man eine geeignete Wiese, Fläche, Strand, was auch immer. Aber auch hier habe ich oft das Gefühl, dass viele denken, jetzt gehts aber erst mal los, beissen Blut, volles Programm. HH ist schon 10 Minute vorher auf 100, Hund folgt dann der Aufgeregtheit. Warum nicht da treffen, Hund erst mal sitzen oder stehen lassen, mal in Ruhe alles ansehen, auch die anderen Hunde, dann mal in Ruhe ableinen, wenn es klappt mal noch etwas beim HH bleiben, dann mal los, und wenn sie direkt los rennen, was solls, warum hier nicht mal ganz entspannt sein, die Hunde mal Hunde sein lassen, die machen das schon.

Ruhe rein bringen und keine Höllenszenarien im Kopf haben. o.K. das Thema sollte man evtl. begleiten, nicht jeder und alles passt zusammen. Ich muss aber gestehen, ich hatte hier noch nie ein Problem. Ganz im Gegenteil, die meisten sagen, das klappt ja, hätte ich nie gedacht, ich hatte immer so viel Angst davor, schau mal die rennen sogar zusammen und spielen, wie schön ist das denn, ich finde das irgendwie komisch muss ich gestehen. Ist doch irgendwie völlig normal das sich Hunde kennen lernen und sich im Freilauf bewegen und dadurch Ihren Stress und Energielevel mal richtig frei laufen, die Muskeln dafür nutzen wofür sie auch da sind. Und wenn sich manche nicht so abkönnen, gehen die sich doch in der Regel aus dem Weg dann.

 

Könnte das jetzt weiter schreiben, Futter geben mit Anspannung und nicht mit Ruhe, anleinen ableinen irgendwie immer ganz fix, Hundekontakte jeglicher Form, warum nicht hier in aller Ruhe das aufbauen.

 

Bin ich da alleine, liegt es an unserer hektischeren Zeit, können wir selber gar nicht mehr zur Ruhe kommen, liegt es daran? Mir geht das oft selber auf den Nerv, dass ich das so oft sage, allerdings hören es die HH ja meist zum ersten mal, aber ich sage das jede Woche so oft.

Bei manchen Situationen setze ich mich einfach auf den Boden und lasse die Hunde erst mal kommen, riechen, Kontakt aufnehmen etc. auch da höre ich oft, hab ich noch nie gemacht mich einfach nur mal da hin gesetzt. Oder im Wald einfach mal auf den Baumstamm etc.

 

Komme mir beim schreiben irgendwie merkwürdig vor. Muss man wirklich heute Ruhephasen lernen? Kein Hochleistungssportler pusht permanent, er baut seinen Körper auf, regeneriert sich, baut Ruhephasen ein um auf einen gewissen Punkt dann Hochleistung abzurufen. so in der Art sollte es doch sein, oder sehe ich das völlig komisch?

 

Würde mich über eure Meinungen dazu sehr freuen, Danke schon mal vorab.

 

 

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(bearbeitet)
vor 12 Minuten schrieb BVBTom:

Keine Ahnung ob es das Thema schon mal gab

;)

Aber du hast andere Teilaspekte angesprochen.

Wegen Rausgehen Klar darf sich der Hund freuen. Da Vorbereitung zum Rausgehen unter 1 Minute dauert , weiss ich auch keinen Grund , warum man da bremsen soll. Habe ich nie gemacht. Wenn doch mal was dazwischengerät, sage ich "warte-ich muß nur noch..."- kein Problem. Hund kann sich darauf verlassen, daß wir rausgehen.

Ich halte nichts vom Maßregeln vor dem nach Draußen Treten- würde hier nur für unnötige Anspannung sorgen.

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(bearbeitet)

Aber du scheinst den Hundehalter zu meinen...

Eigentlich werde ich automatisch ruhiger, wenn mein Hund unruhig ist.

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Hihi, das finde ich ja mal richtig gut. Sonst geht es beim Thema nämlich darum, dass der Hund Ruhe lernen soll. Bei deinem Beitrag lese ich aber etwas ganz anderes heraus: Nicht der Hund muss das in erster Linie lernen, sondern der Hundehalter. Klasse! 

 

Und da sage ich ganz klar: Ja! 

 

Das ist auch kein Thema, das man einmal lernt und ewig drauf hat. Durch verschiedene Erfahrungen kann es mit der Ruhe nämlich vorbei sein und dann heißt es wieder: Ruhe lernen, mal tief durchatmen, andere Gedanken bewusst hervorrufen. 

 

Cooles Thema. Bin gespannt auf die ruhige Diskussion :D 

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vor 15 Minuten schrieb KleinEmma:

Nicht der Hund muss das in erster Linie lernen, sondern der Hundehalter. Klasse! 

 

wenn du das so schreibst, genau so ,Danke, fühle mich gerade irgendwie  ertappt, denn:

 

irgendwie arbeite ich immer mit dem HH zuerst, der Hund kommt irgendwie erst später dazu, wahrscheinlich sehe ich dadurch oft vieles aus einem ganz anderen Blickwinkel.

Viele Themen sind dann ja gar keine Themen mehr, da der HH es anders angeht. Darürber muss ich mir jetzt in der Tat Gedanken machen.

Habe auch bei meiner kl. Geschichte mit dem Hund an der Tür erheblich mehr mit dem HH geredet und ihn verändert, als mit dem Hund.

 

Aus diesem Grund empfinde ich dann die Zusammenarbeit mit HH, Hund und dazu einem Hundetrainer evtl. oft so einfach, 

 

 

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Berufsbedingt hab ich die Ruhe weg. Was soll mich schon aus der Fassung bringen?

 

Minyok: "Eigentlich nennt man das Phlegmatie und nicht Ruhe! smilie_denk_46.gif.9e8b018d5433a351e0880257955ec132.gif"

Tuuli: "Geht schon in Richtung Wachkoma! coffee_girl_vishenka.gif.b68101f902fef9de4baf965998c4af84.gif"

 

Aber irgendwie stimmt das schon etwas, das sich die eigene Unruhe auf den Hund übertragen kann. Meine Nachbarin hier in der Strasse ist hochemotional, hat eine durchdringende Stimme und ihr Hund ist genau so...

 

so weit

Maico

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@gebemeinensenfdazu 

 

Danke, irgendwie blöd von mir das so neu aufzumachen, Danke dir, aber in der Tat meine ich das komplett anders, dass wird mir jetzt wirklich erst so bewusst.

 

Ich meine in der Tat den Menschen, für mich liegen hier oft die Themen. Der HH ist nervös, er hat evtl. Angst den Hund von der Leine zu machen, er macht sich die Gedanken, er überträgt es evtl. auf seinen Hund.

 

Ich trainiere keine Hunde, ich beeinflusse das Verehalten des HH und somit die Reaktion des Hundes. Ganz ehrlich sind die Hunde für mich sehr neutral in der Betrachtungsweise, ich frage mich immer, warum reagiert der Hund denn jetzt so wie er es tut, was macht der Mensch hier evtl. falsch. Wie und warum hat der Mensch es dem Hund so beigebracht.

 

Muss meine Sichtweise jetzt echt mal hinterfragen und es von außen betrachten. Warum mache ich das so, ist es sinnvoll, habe ich einen völlig falschen Blickwinkel, warum sehe ich das so wie ich es beschreibe, ist das der Punkt warum manche Dinge einfach anders laufen, ist es aber wirklich sinnvoll.......

 

Echt komisch gerade, werde viel darüber nachdenken jetzt!

 

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Ich vermute, das ist auch ein gesellschaftliches Dingen. Also, was ich so erlebe ist: Hier in Spanien wird es als ganz normal angesehen, dass Hunde bellen. Dann bellen sie halt. Das bringt keinen auf die Palme. Es findet auch keiner schlimm, wenn ein Hund nicht 100% hört/ gehorcht. Dann isses halt so (natürlich nur, wenn der Hund nicht aggressiv ist. Das würde natürlich niemand lustig finden). 

 

In der Bretagne ist es mir auch schon oft aufgefallen, dass viele Dinge viel gelassener gesehen werden. Und, es ist mir dieses Jahr an mir aufgefallen, wie deutsch ich doch bin :D Emma hatte sich mal kurz zur Pöblerin entwickelt (aus Gründen, die ich verstehe), wenn sie angeleint war. Die französischen Hundehalter reagierten lächelnd, lächelnd + Achsel zuckend oder mit freundlicher Ansprache an den Hund darauf. Und ich? Mir war es innerlich peinlich - kurze Zeit. Dann nahm ich mir die Franzosen zum Vorbild und schon war es gar kein Pöbeln mehr, sondern einfach eine Reaktion meines Hundes.

 

Deutsche haben ja oft dieses Perfektionsstreben. Alles muss bestens funktionieren - also auch der Hund. Da ists mit der inneren Ruhe flott vorbei, wenn Hund nicht der Bedienungsanleitung entspricht. 

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vor 29 Minuten schrieb BVBTom:

Bin ich da alleine,

 

vor 33 Minuten schrieb BVBTom:

liegt es an unserer hektischeren Zeit, können wir selber gar nicht mehr zur Ruhe kommen, liegt es daran?

 

Ja, das ist ein wesentlicher Grund.

 

vor 29 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Da Vorbereitung zum Rausgehen unter 1 Minute dauert , weiss ich auch keinen Grund , warum man da bremsen soll.

 

Kann ja in der kalten Jahreszeit schon mal länger dauern ...

So wie der Hund beim "Start" drauf ist, so wird der Spaziergang werden - hektisch und aufgedreht oder ruhig und "gesittet".

 

vor 31 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Ich halte nichts vom Maßregeln vor dem nach Draußen Treten

 

Es ist ein Unterschied zwischen "maßregeln" und "alternatives Verhalten aufzeigen"!

 

vor 38 Minuten schrieb BVBTom:

Thema andere Hunde, warum haben hier so viele Panik und warum kennen dadurch so viele Hunde gar keinen hündischen Kontakt.

 

Nach ein paar Begegnungen mit einer Hundehalterin mit Jack Russel an ständig strammer Leine und hektisch-unfähigem Mensch am anderen Ende habe ich die Frau mal angesprochen. Zwangsläufig hatten die Hunde dabei die Chance, sich zu beschnuppern. Die Frau zog dabei weiterhin hektisch an ihrem Hund. Ich habe sie beruhigt und ihr erklärt, was "Spannung auf der Leine" beim Hund bewirkt. Im Gegenzug erklärte sie mir, dass sie voller Ängste sei, was alles passieren könnte (Thema "Kopfkino"). Ich konnte ihr dann zeigen, das die ganze Zeit gar nichts passiert ist, die Hunde haben nur aneinander herumgeschnüffelt, fanden sich sogar sympathisch und wollten spielen.

Das ist ca. ein Jahr her. Inzwischen macht sie insgesamt einen ruhigeren Eindruck; auf jeden Fall erkennt sie uns von Weitem und lässt die Hundebegegnung gelassen zu.

Ich grüße nur kurz und gehe langsam weiter, rufe nach Pavel, damit er mir folgt. (er ist fast immer ohne Leine) Das mache ich, weil der Jack Russel immer noch sehr hektisch ist bei der Begegnung. Erst wenn er ruhiger reagiert, werde ich den Kontakt zeitlich verlängern.

 

Ich habe den Eindruck, dass es im Laufe der Jahre prozentual viel mehr Hundehalter gibt. (In meiner Kindheit gab es im Viertel 1 Schäferhund. Dann hat sich meine Tante einen  Dackel zugelegt, das war der zweite.) Damit steigt auch rein statistisch die Möglichkeit, dass Menschen einen Hund halten, die nicht so besonders "begabt" dafür sind,

Viel mehr Hunde bedeutet aber auch viel mehr Begegnungsstress für die Hunde und viel mehr mögliche "Revierkonflikte".

Bei den "unbegabten" Menschen sieht man so manche, bei denen man den Eindruck hat, es sei "Hopfen und Malz verloren". Bei anderen sieht es nur nach Hilflosigkeit aus. Da überlege ich mir ab und zu, ob ich die Leute anspreche (wie im obigen Beispiel) und ihnen Hilfestellung anbiete - soweit ich das leisten kann; aber man kann ja auch Empfehlungen geben für Bücher, Sendungen und auch für die Teilnahme an diesem Forum.

 

Wenn man sich eine der vielen Hunde-Fernseh-Shows ansieht, kann man leicht feststellen, dass es sich in der Mehrzahl der "Hundeprobleme" um Probleme der (unfähigen) Hundehalter handelt.

 

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vor 1 Minute schrieb DerOlleHansen:

 

So wie der Hund beim "Start" drauf ist, so wird der Spaziergang werden - hektisch und aufgedreht oder ruhig und "gesittet"

 

Kann ich gar nicht bestätigen. Da ich mich selbst jeden Morgen auf den Spaziergang freue, waren und sind meine Hunde auch immer aufgedreht, bevor es los geht. Emma kann es dann gar nicht erwarten, endlich rauszukommen - und ich mache dagegen genau gar nichts. Warum auch. Sie freut sich, warum soll ich ihre freudigen Gefühle dämpfen?

Wenn ich dann mit ihr losgehe, ist das Aufgedrehte vorbei. Dann wird ganz normal gegangen. 

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