Jump to content
Hundeforum Der Hund
BVBTom

Ruhe lernen - blödsinn oder sinnvoll?

Empfohlene Beiträge

So ist es. Wir sind neulich einem Mann begegnet, den Fricco immer ziemlich heftig angebellt hat (und der dann über diesen "unmöglichen Hund" gemotzt hat). Hab die Leine kürzer genommen, dass er diesem Mann nicht zu nahe kommen kann, ganz an den Rand vom Weg gegangen "puuhh, das wird ja heiter" ... aber nix, Fricco hat weiter rumgeschnüffelt und sich nicht für diesen bösen Mann interessiert.

 

Ob es wohl daran lag, dass dieser Fricco nicht angeglotzt hat? Ich vermute, dass er das sonst immer gemacht hatte.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich glaube ja nun nicht, dass es ein Patentrezept gibt nach dem Motto "Übertrage deine Ruhe auf den Hund und der macht alles richtig".

Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass @BVBTom dies meint. ;)

 

@Fricco Das ist es, was wir immer machen, wenn's eng zu werden droht.

Ich vergrößere die Distanz zum Objekt, das aufregend zu werden verspricht und verstreue oftmals kleine Leckerlis im Gras.

Enya sucht diese eifrig und ich bleibe dabei ganz ruhig :D. Das klappt sehr gut.

Beim Weitergehen ist die Luft dann so weit 'raus, dass Enya nicht einmal wie verrückt die Spur des anderen Hundes nachschnüffeln muß.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Als Minos jung war, war er mit vielen Sachen überfordert und nervös (er kam depriviert zu uns).

Manchmal habe ich mich dann mit ihm irgendwo hingestellt und mir vorgestellt ein Baum zu sein. Ich habe meine Atmung angefangen zu kontrollieren und ruhig zu atmen, bin ganz still gestanden und irgendwann setzte sich der zuvor nervöse und hibbelige Minos hin. Dann hatte sich die bei mir eingekehrte Ruhe tatsächlich auf ihn übertragen. :)

Ansonsten und wenn er panisch wurde, bin ich aber auch rückwärts mit ihm gegangen und zwar so lange, bis er die Situation aushalten konnte. (bei Pferden wurde er z. B. panisch). Dann bin ich runter zu ihm, habe ihn umarmt und ruhig auf ihn eingeredet.

Das sind so zwei Beispiele, die mir gerade einfallen.

 

Was mich gewundert hat, aber da fehlte unserer Fly vielleicht auch die Präsenz?, sie, als wirklich ruhiger und ausgeglichener Hund konnte Minos alleine nicht beruhigen. 

 

Was mir noch zum hektisch sein vor dem Start eines Spazierganges einfällt, das war hier auch lange Thema. Auch wenn ich beide Hunde erst hab absitzen lassen und ruhig angeleint habe, sobald die Tür aufging war es mit der kurz eingekehrten Ruhe vorbei. 

Aber gut, spazieren gehen ist toll, spannend, macht Freude, ist sowohl aufregend, als auch - nach einiger Bewegungszeit - entspannend, also darf man da auch mal aufgeregt sein. Da unterscheide ich aber auch zwischen aufgeregt und gestresst, weil ich das noch mal unterschiedlich sehe. 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ein bisschen hibbeln, wenn es zum Spaziergang gehen soll, finde ich ganz normal. Fricco rennt erstmal ein paar Runden im Haus, sobald ich nach Schuhen und Jacke greife. Ich bleibe dann an der Tür stehen und halte das Geschirr so, dass er einfach nur den Kopf durchstecken muss, macht er dann auch.

 

Wenn ich sage: "Du nicht, ich geh allein", hört er damit auf. Aber das wäre ja gelogen, es soll ja zum Spaziergang gehen.

 

Sind wir dann im Hof, weil es mit dem Auto zu einem Wäldchen in der Nähe geht, hopst er schnell noch ein paar Runden rund ums Auto, bevor er in seine Box springt. Diese Freude, dass es losgeht, muss erstmal in Bewegung umgesetzt werden. Das finde ich auch in Ordnung so.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Fricco genau so bei Wega.

Ich kann es ihr wirklich nicht übel nehmen, dass sie sich jedesmal so freut, wenn wir spazieren gehen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Es gibt aber auch die andere Seite - Leni lässt sich gar nicht von meiner Hektik anstecken. Wobei ich da zwei Formen sehe, einmal die, wo man einfach selber wegen irgendetwas unter Strom steht und hektisch ist, das aber nicht auf Lernerfolge oder die Umsetzung von Kommandos beim Hund bezieht, der also nicht wirklich etwas damit zu tun hat. In solchen Situationen bleibt Leni ganz ruhig und hält sich dezent im Hintergrund. Die andere Form ist meines Erachtens die, wo man hektisch, unsicher, ungeduldig oder nervös im direkten Umgang mit dem Hund wird. Da kann ich nur sagen, dass da ein ängstlicher Hund ein guter Lehrmeister ist :). Da geht es nämlich nur mit Ruhe und Geduld. Leni ist immer erstarrt, wenn ich mit irgend etwas doch zu schnell war. 

Ich persönlich kann besser mit ängstlichen Hunden, da bringt mich nicht viel aus der Ruhe. Ich werde dagegen schnell angespannt bei einem "wilden Feger".

Wäre zum Beispiel auch eine Überlegung wert, BEVOR man sich einen Hund anschafft.

Bin ich eher ungeduldig, Grobmotoriker oder sehr extrovertiert? Oder zurückhaltend, ängstlich oder dünnhäutig?

Gehört natürlich einiges an Selbstreflexion zu. 

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 14 Minuten schrieb NannyPlum:

Ich persönlich kann besser mit ängstlichen Hunden, da bringt mich nicht viel aus der Ruhe. Ich werde dagegen schnell angespannt bei einem "wilden Feger".

Wäre zum Beispiel auch eine Überlegung wert, BEVOR man sich einen Hund anschafft.

Bin ich eher ungeduldig, Grobmotoriker oder sehr extrovertiert? Oder zurückhaltend, ängstlich oder dünnhäutig?

Gehört natürlich einiges an Selbstreflexion zu. 

 

Räusper.... wenn man das im Vorfeld immer so genau wüsste. ;)

Natürlich gibt es Rassen, denen man Aufgedrehtheit unterstellt und welche, die als geborene Schlaftabletten gelten.

So im Allgemeinen....

Aber auch da kann man gewaltig überrascht werden.

Und bei Mischlingen wird  die Frage ob eher ruhig oder lebhaft, dann endgültig zum Ratespiel.

Es sei denn, man hat nicht mit Welpen oder Junghunden, sondern einem erwachsenen Hund zu tun.

 

Am Ende des Tages muß man sich arrangieren...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 59 Minuten schrieb NannyPlum:

Ich persönlich kann besser mit ängstlichen Hunden, da bringt mich nicht viel aus der Ruhe. Ich werde dagegen schnell angespannt bei einem "wilden Feger".

Wäre zum Beispiel auch eine Überlegung wert, BEVOR man sich einen Hund anschafft.

Bin ich eher ungeduldig, Grobmotoriker oder sehr extrovertiert? Oder zurückhaltend, ängstlich oder dünnhäutig?

Gehört natürlich einiges an Selbstreflexion zu. 

 

Find ich einen guten Punkt. Es hat seinen Grund warum ich z.B. keinen Husky genommen hab, die sind mir zu hibbelig. :D

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Renegade

Mmh, ich denke schon, dass man gewisse Persönlichkeitszüge auch bei einem jungen Hund erkennen kann. :)

Ich würde es aber auch auf körperliche Merkmale beziehen, zum Beispiel die Größe. Bei einem sehr kleinen Hund hätte ich immer Angst, dass ein Hundekontakt gefährlich werden könnte und wäre deutlich  unentspannter als jetzt bei Leni's Größe. Deswegen käme ein sehr kleiner Hund für mich eher nicht in Frage. Umgekehrt könnte es sein, dass ich bei einem sehr großen Hund ständig in Sorge wäre, dass er einen kleinen verletzen könnte. Beides hat mit meiner Persönlichkeit zu tun, da ich eher besorgt statt unbesorgt bin.

 

Wenn man  diesbezüglich  eine Idee von sich selber hat, könnte das bei der Suche nach dem richtigen Hund hilfreich sein.

Das bedeutet ja nicht, dass man sie haben muss, damit es gut läuft zwischen Hund und Mensch :)

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 1 Stunde schrieb NannyPlum:

Es gibt aber auch die andere Seite - Leni lässt sich gar nicht von meiner Hektik anstecken. Wobei ich da zwei Formen sehe, einmal die, wo man einfach selber wegen irgendetwas unter Strom steht und hektisch ist, das aber nicht auf Lernerfolge oder die Umsetzung von Kommandos beim Hund bezieht, der also nicht wirklich etwas damit zu tun hat. In solchen Situationen bleibt Leni ganz ruhig und hält sich dezent im Hintergrund. Die andere Form ist meines Erachtens die, wo man hektisch, unsicher, ungeduldig oder nervös im direkten Umgang mit dem Hund wird. Da kann ich nur sagen, dass da ein ängstlicher Hund ein guter Lehrmeister ist :). Da geht es nämlich nur mit Ruhe und Geduld. Leni ist immer erstarrt, wenn ich mit irgend etwas doch zu schnell war. 

Ich persönlich kann besser mit ängstlichen Hunden, da bringt mich nicht viel aus der Ruhe. Ich werde dagegen schnell angespannt bei einem "wilden Feger".

Wäre zum Beispiel auch eine Überlegung wert, BEVOR man sich einen Hund anschafft.

Bin ich eher ungeduldig, Grobmotoriker oder sehr extrovertiert? Oder zurückhaltend, ängstlich oder dünnhäutig?

Gehört natürlich einiges an Selbstreflexion zu. 

 

 

 

 

Oooh, hab schon gedacht, ich sei völlig unnormal und nie darüber geredet. Es geht mir genauso wie dir. Wilde Feger machen mich irre und nervös. Ängstliche Hunde oder sensible Hunde liegen auf meiner Wellenlänge. In sie kann ich mich prima hineinversetzen und für sie da sein, wenn sie mich brauchen. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • "Lass die Kleinen in Ruhe"

      Hier in unserer Ecke der Welt nimmt die Zahl der Hunde stetig zu, und ganz besonders die Zahl der kleinen und sehr kleinen Vierbeiner. Spock ignoriert kleinere Hunde meistens, nett ist er immer zu ihnen, aber sobald so ein Krümel Kontakt mit Spock hatte, findet dieser, dass andere größere Hunde, die auch mal schnuppern möchten, doch bitte weitergehen sollen. Dieses Verhalten wird augenscheinlich durch die Körpersprache mancher Winzlinge verstärkt, die bei Ansicht ei

      in Körpersprache & Kommunikation

    • Letzte Ruhe mit Hund

      http://www.t-online.de/lifestyle/id_74300570/braubach-und-essen-hier-sind-mensch-und-tier-auf-ewig-vereint.html   Wie findet ihr das? Ich könnte es mir gut vorstellen...   LG, Kerstin

      in Plauderecke

    • Junghund: Erst Ruhe, dann alleinebleiben?

      Hallihallo, ich habe schon viel in diesem Forum mitgelesen und auch einiges umsetzen können, habe jetzt aber doch noch eine Frage, die etwas individuelles ist.   Wir haben einen 8 Monate jungen Labradormischling, den wir mit 4 1/2 Monaten aus dem Tierschutz bekommen haben. Es ist für mich und meinen Partner der erste Hund. Daher sind wir noch recht unerfahren, haben aber recht viel gelesen.  Unser "Problem" ist folgendes: Milo hat Schwierigkeiten wirklich zur Ruhe zu kom

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Junghund kommt nicht zur Ruhe

      Liebe Community,   meine Freundin und ich sind seit Anfang Dezember stolze Frauchen eines nun etwa 5 Monate alten Rüden-Mischlings aus dem polnischen Tierschutz. Er entwickelt sich prächtig und zahnt gerade extrem. Einige Kommandos beherrscht der kleine Mann bereits.   Nur leider ist es so, dass er, vor allem wenn er mit mir allein ist, nicht zur Ruhe kommt. Bis nachmittags ist meine Freundin mit ihm allein, da gibts keinerlei Probleme. Er nimmt sich seine Ruhezeiten ausgiebi

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Hundeschule nach 10 Tagen Ruhe

      Hello   Von Carlo, meinen Labrador Rüden und mir habt ihr ja schon öfter gehört. Carlo ist mittlerweile anderthalb. Ich habe eine kleine Frage an euch. Carlo wurde am 03.01.19 kastriert (bevor sich jemand aufregt, es musste aus gesundheitlichen Gründen getan werden). So morgen kommen die Fäden raus. Auf Rath meiner TA ist er jetzt die kompletten elf Tage nur kurze Runden an der Leine marschiert. Kein Rennen kein toben kein Spielen. Heute waren wir dann das erste Mal wieder in der Hund

      in Junghunde

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.