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Hundeforum Der Hund
BVBTom

Ruhe lernen - blödsinn oder sinnvoll?

Empfohlene Beiträge

vor 2 Minuten schrieb KäptnKörk:

Die Wahl des passenden Hundes wäre ein gutes eigenes Thema,

denke ich.

 

Das wäre wirklich ein gutes eigenes Thema und dazu gehört auch Selbstreflexion - und Ehrlichkeit gegenüber sich selbst. 

 

Wenn Hund und Mensch einfach nicht zusammenpassen - kann das manchmal trotzdem ein Team werden, wird es aber meistens nicht. Damit werden wohl beide Parteien nicht besonders happy sein - und einer von beiden muss sich zurücknehmen und seine Bedürfnisse in die Tasche packen. Gar nicht gut. 

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vor 2 Stunden schrieb Estray:

 

Ich hab mal gelernt, dass genau ein Griff im Fell am Hintern / hinteren Rückenbereich, zubeissen auslöst und man das nie machen sollte. Hinterbeine hochheben, dann öffnet sich die Schnute. 

 

Das stimmt.

Wenn es um einen wirklichen Hundekampf geht. Mit Beschädigungsabsicht. Da muss man sehr viel vorsichtiger sein mit so einer Aktion.

 

Effie war so eine Type, die mit viel Getöse sich sehr wichtig machte. Fremden Hund freudig begrüßen mit durchgedrücktem Rücken und steilem Schwanz, Schnuppern hinten und vorne, Kopf über Rücken schieben, Aufsteigen. Da war die Geduld beim anderen meist zu Ende. Da griff ich denn schon vorher ein. Blut ist da eigentlich nie geflossen. Nur in wenigen Situationen musste ich wirklich aufpassen - s.o.. Und natürlich wenn der andere Hund ernsthaft einstieg. Da hatte ich sie aber meist schon unter dem Arm.

Man lernt seine Pappenheimer kennen.

Bei uns zuhause im Wald blieb sie sehr oft an der Leine, bis ich die Sache mit Hilfe einer Trainerin, nach der ich lange gesucht habe, im Griff hatte. Dann war es draußen und zuhause kein Problem mehr. Abseits ihres Territoriums sowieso nicht.

 

 

Die beiden Hündinnen- Mutter und Tochter - untereinander kämpften sehr ritualisiert mit gegeneinander Hochstellen, Zähne aneinander schlagen, abwenden, runtergehen, weggehen. Das konnte man in der Regel laufen lassen. Ein Eingriff ließ es eher eskalieren.

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vor 6 Stunden schrieb KleinEmma:

Die Freude, der gemeinsame Spaß kommt meiner Meinung nach bei vielen deutschen Hundehaltern zu kurz. Na klar soll es Spaß machen und hoffentlich ist jeden Tag viel Freude anwesend. 

 

Ääähhh.... bitte??

Ich bin jetzt gerade aus dem Politik Faden hierher gekommen. Wahrscheinlich fällt mir deshalb diese Wendung auf, die ich unter anderen Umständen wohl einfach so hingenommen hätte. ;)

"Der deutsche Hundehalter" - was bitte soll das sein? :think:

 

Nebenbei bemerkt kenne ich einige spanische HH, bei denen eine Menge Spaß vorherrscht. Aber nicht für den Hund. Für den schon mal gar nicht.

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vor 31 Minuten schrieb Renegade:

 

Ääähhh.... bitte??

Ich bin jetzt gerade aus dem Politik Faden hierher gekommen. Wahrscheinlich fällt mir deshalb diese Wendung auf, die ich unter anderen Umständen wohl einfach so hingenommen hätte. ;)

"Der deutsche Hundehalter" - was bitte soll das sein? :think:

 

Nebenbei bemerkt kenne ich einige spanische HH, bei denen eine Menge Spaß vorherrscht. Aber nicht für den Hund. Für den schon mal gar nicht.

 

Da fühlt sich jemand auf den Schlips getreten :) Tief durchatmen :D

 

Ich weiß nicht, wie oft du Kontakten zu Reisenden hast. Wir kennen ganz ganz viele, die z.B. im Ausland leben oder viel durch sämtliche Länder reisen. Und wir selbst sind auch nicht nur in Spanien unterwegs.

 

Es ist nicht schön, aber die deutschen Hundehalter haben ihren Ruf weg, sorry. Auch hier bei uns sind deutsche Hundehalter /Touris nicht mehr so gerne gesehen. Gab und gibt zu viele Vorfälle, sehr unschöne Vorfälle.

 

Beispiel: Im Oktober standen wir mit unserem WoMo auf einem Stellplatz direkt am Strand. Da wohnt ne Bekannte von uns, die ich besuchen ging. Also ging ich mit freilaufender Emma, wie immer, über den Strand. Da saß ein spanisches Paar mit Cocker, der auch frei lief. Sie sehen mich und ich sehe nun mal nicht spanisch aus und kam zudem noch vom Stellplatz. Sie rufen ihren Hund, ich leine daraufhin Emma an. Sie fragen, ob ich Deutsche bin. Ich sage ja. Sie halten ihren Cocker zwischen sich. Ich sage: Ich wohne aber hier schon 17 Jahre. Das Paar: Aaah ok. Und sie ließen ihren Cocker wieder frei.

 

Spanien ist kein Vorzeigeland in Sachen Tierhaltung. Das wird jeder wissen. Aber die Spanier, die mit ihren Hund ganz normal umgehen, deren Hunde tägliche Spaziergänge bekommen etc., sind in der Regel sehr locker - und ihre Hunde ebenso.

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Zitat

Es ist nicht schön, aber die deutschen Hundehalter haben ihren Ruf weg, sorry. Auch hier bei uns sind deutsche Hundehalter /Touris nicht mehr so gerne gesehen. Gab und gibt zu viele Vorfälle, sehr unschöne Vorfälle.

 

Nö, @KleinEmma- auf den Schlips getreten fühle ich mich nicht.

Ich mag nur solche Verallgemeinerungen nach Nationalitäten gar nicht. (und viele haben sich eben im Politik Faden explizit dagegen ausgesprochen!)

 

Wir sind vlt. nicht solche Kosmopoliten in Sachen Hund wie ihr ;), aber wir konnten auch schon in unterschiedlichen Ländern unsere Erfahrungen (wörtlich gemeint) machen.

Gute und schlechte. Seit vielen, vielen Jahren.  Und ich werde mich hüten, darauf gründend zu sagen: So isses.

 

Wie du ja weisst, sind wir ebenfalls regelmässig und lange in Spanien. Ich könnte dir viele Beispiel nennen, auch gute und schlechte aus unserem Erfahrungshorizont.

Aber die gibt es hier in D auch. Oder in Frankreich, oder in Portugal, oder in Holland, oder in ....

 

Nun ja, womöglich gibt es ja bei euch an der Costa Cálida (stimmt das ?) eine besondere Spezies: "der deutsche Hundehalter".... :D

Ich werde "bei uns" in der Axarquía die Augen offenhalten.

Werde ich fündig, ich schreib's - versprochen! :)

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vor einer Stunde schrieb Renegade:

Die Freude, der gemeinsame Spaß kommt meiner Meinung nach bei vielen deutschen Hundehaltern zu kurz. Na klar soll es Spaß machen und hoffentlich ist jeden Tag viel Freude anwesend. 

 

Guck mal, hab das Zitat, das du gewählt hast, nochmal zitiert. Und eiverpiepsch, was steht denn da: Ein "viele" vor den deutschen Hundehaltern. 

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ich bin derzeit gehandicapt (ein Arm lahmgelegt). Freilauf fällt tageweise aus, wenn ich gehe nehme ich Begleitung mit und ich meide andere Hunde. Ich habe so die Möglichkeit einiges zu beobachten. 

 

1. Der Hund ist entgegen der Meinung meines Umfelds (Auslastung!) ruhiger wenn auch im Freilauf eine ganz andere Hausnummer an Energiepaket - er powert extrem, ist aber dabei konzentrierter (Er lässt sich aus vollem Lauf abrufen, von Spuren abrufen, schaut regelmäßig nach uns, bewegt sich nach Lust und Laune größtenteils in einem Radius von bis zu ca. 50m, dann wird geschaut und kurz gewartet).

 

2. Was ich dabei aber auch beobachte: meine Begleitung ist stets sehr überbesorgt (Hund verschwindet hinter einer Hecke aus unserem Blickfeld - sofort nervös. Hund tauchte ohne Zutun ein paar Sekunden später wieder auf. Hund verschwindet im Waldstück einer Spur folgend - sofort extrem nervös. Ein kurzer Pfiff gefolgt von Ruf, der eigentlich unnötig war und ein paar Sekunden später tauchte Hund aus dem Unterholz auf. Hund rennt einem jagenden Falken hinterher - kleine Bemerkung am Rande: der Falke war irre toll zu beobachten :) - der Falke fliegt nach oben weg und Hund dreht um. warum also nervös sein? Der Hund war eindeutig mit uns und nicht alleine unterwegs, da läuft er nicht weg und wird schon auch kein Reh reißen. Abgesehen davon sichere ich mich etwas ab mit seiner Marke - diese klimpert ja und so weiß ich, dass er nicht weit weg ist auch wenn ich ihn nicht sehe ;)). Dieser Übersorge macht früher oder später den Hund zunehmend kirre.  

 

3. Diese Nervösität überträgt sich aber gerne auch auf mich. Ich versuche dann einerseits, meine Begleitung daran zu hindern, sinnlos zu rufen oder den Hund ständig anzusprechen. Andererseits krieg ich plötzlich auch mehr Sorge, was alles passieren könnte und versuche den Hund durch sinnlose Kommandos zu kontrollieren (der ist ja aber eigentlich schon aufmerksam und kontrolliert unterwegs). Als Folge von beiden Varianten meines Verhaltens wird auch der Hund unsicher und schwieriger zu handhaben.  

 

4. Allgemein stelle ich fest, dass „unsichere“ Personen dazu neigen, den Hund ständig anzusprechen, Kommandos zu wiederholen, schnell zwischen leise und laut zu wechseln,  dem Hund in jeglichen Situationen Aufmerksamkeit zu widmen und meine Interaktion mit dem Hund zu unterbrechen (über letzteres könnte ich Romane schreiben, aber anderes Thema). Ergebnis ist stets ein hochgedrehter Hund. 

 

5. ich bin auch nicht perfekt, grundsätzlich eher hibbelig als tiefenentspannt und manchmal verlange ich zu viel im falschen Moment. Aber trotzdem klappt es irgendwie mit unserem Hund. Dauert eben länger ;)  

 

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vor 2 Stunden schrieb KleinEmma:

 

Guck mal, hab das Zitat, das du gewählt hast, nochmal zitiert. Und eiverpiepsch, was steht denn da: Ein "viele" vor den deutschen Hundehaltern. 

 

Als ob das jetzt den entscheidenden Unterschied machen würde... :D

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vor 1 Minute schrieb Renegade:

 

Als ob das jetzt den entscheidenden Unterschied machen würde... :D

 

Es ist nicht nur meine Erfahrung. Ich bleibe dabei, dass es große Unterschiede gibt.

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vor 3 Stunden schrieb Bable:

Was ich dabei aber auch beobachte: meine Begleitung ist stets sehr überbesorgt (Hund verschwindet hinter einer Hecke aus unserem Blickfeld - sofort nervös. Hund tauchte ohne Zutun ein paar Sekunden später wieder auf. Hund verschwindet im Waldstück einer Spur folgend - sofort extrem nervös. Ein kurzer Pfiff gefolgt von Ruf, der eigentlich unnötig war und ein paar Sekunden später tauchte Hund aus dem Unterholz auf. Hund rennt einem jagenden Falken hinterher - kleine Bemerkung am Rande: der Falke war irre toll zu beobachten :) - der Falke fliegt nach oben weg und Hund dreht um. warum also nervös sein? Der Hund war eindeutig mit uns und nicht alleine unterwegs, da läuft er nicht weg und wird schon auch kein Reh reißen. Abgesehen davon sichere ich mich etwas ab mit seiner Marke - diese klimpert ja und so weiß ich, dass er nicht weit weg ist auch wenn ich ihn nicht sehe ;)). Dieser Übersorge macht früher oder später den Hund zunehmend kirre.  

 

 

Du würdest es als sehr verspannt sehen, wenn man das alles nicht möchte? Ich möchte eigentlich garnicht, dass mein Hund Vögel hinterhergeht.  Auch wenn er vermutlich kein Reh reißen würde, tausche Reh gegen Katze o.s.ä , die Würde der locker erwischen. Im Wald, auch da hat meiner die Arschkarte, er muss auf dem Weg bleiben, ich ruf ihn vorher bevor er im Unterholz verschwindet.

Mein Hund soll seine Freiheiten haben, aber nicht auf Kosten anderer Lebenwensen. Manchmal hört sich für mich einfach so an " Leinen los und jeder darf was er möchte" . Falls ich das falsch verstanden habe...bitte ich um Nachsicht

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