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Hundeforum Der Hund
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Ruhe lernen - blödsinn oder sinnvoll?

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@Meins ich denke, der Hund und sein Erziehungsstand spielen eine entscheidende Rolle :) ich hab einen nervösen Junghund im Alter von 13 Monaten, der noch viel lernen muss. Ihn ständig zu beschränken bringt bei uns mehr Stress und somit mehr Misserfolg als Erfolg. Ich finde es aktuell unnötig, den Hund abzurufen wenn er 50m einem Vogel hinterherrennt und dann wieder zu mir kommt (übrigens: er rennt trotzdem den Tauben in der Stadt nicht hinterher) - er jagt (bisher recht erfolglos) auch Mäuse am Wegrand und soll mir ebenfalls recht sein. Impulskontrolle brauch ich in anderen Situationen genügend. Natürlich mag ich auch nicht, dass er im Unterholz außer Sicht verschwindet aber ein Pfiff reichte und er tauchte auf. Warum soll ich also diesen Hund (und mich) ständig stressen und seine geringe Frustrationstoleranz ausreizen statt mit der vorhandenen zu arbeiten?

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Vertrauen ist für mich die Basis, nur dann kann ich Gelassen sein.

 

Ich hab hier ja eine Rasse sitzen bei der man in Dauerschleife 2 Dinge gesagt bekommt: 

- der muss dauernd beschäftigt werden ODER

- das erste Jahr muss er nur eines lernen: RUHE RUHE RUHE

 

Meiner läuft seitdem er bei mir ist viel im Freilauf, er kann dort tun und lassen was er will, zumindest soweit es seine Sicherheit nicht gefährdet oder die anderer (sprich er soll rankommen wenn Radfahrer, Autos, Jogger, andere Hunde kommen und Tieren hinterher soll er auch nicht).

Sonst kann er gerne mal 200 Meter Gas geben und lossprinten, Wege erkunden gehen etc.

Er hat da schon viel Freiraum auch in Bezug auf Hundebegegnungen. 

Ich lasse da tatsächlich schon vieles "unter sich" klären, ausser natürlich ein Halter wünscht keinen Kontakt.

Ich finde nur so kann er es richtig lernen. Das Leben ist kein Ponyhof und ich kann ihn nicht vor allen doofen Dingen auf der Welt schützen. Er lernt aber wiederum nur damit umzugehen, wenn er auch in Situationen kommt in denen er checken kann wie er sich am besten Verhalten sollte, damit das Leben ein Ponyhof wird.

Ich habe immer alle Antennen draussen und achte sehr stark auf ihn und auch auf Reaktionen anderer Hunde. Nehme meinen somit auch raus, wenn ich merke der andere Hund will nicht und der Halter merkt das nicht und meint "der will spielen" während er sich steif hinterm Besitzer versteckt.

 

Im Büro und zu Hause herrscht ohnehin viel Ruhe, da einfach nix los ist. Keine Kinder, ich bin 4 Tage die Woche alleine da. Daher wird geschlafen oder rumgelegen oder auch mal mit sich selbst beschäftigt.

Ich persönlich finde meinen Border für sein Alter (11 Monate) und "Rasse" schon sehr entspannt. Aber er ist und bleibt eben ein junger Rüde und hat dementsprechend auch einfach ne Menge Pfeffer im Hintern und grandiose Ideen.

Große Ansprüche stelle ich nicht an ihn. Kein perfektes Leine laufen, da reicht es mir momentan wie es aktuell ist (leichter Zug ist quasi immer auf der Leine, aber da reicht 1 Finger zum halten), Rückruf sollte klappen in jeder Situation und das tut es auch. Alles andere sind nette Beigaben die er oft gut ausführt und manchmal eben nicht. 

 

Je weniger ich von ihm verlange umso entspannter ist er auch. Er rennt dann nicht in einer dauernden Erwartungshaltung durch die Gegend (und wie viele andere Hunde mit ner Menge WTP möchte er diese ja auch gerne erfüllen - endet irgendwie in einer Dauerschleife aus Frust & Stress für beide).

 

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vor 19 Stunden schrieb gatil:

Effie war so eine Type, die mit viel Getöse sich sehr wichtig machte. Fremden Hund freudig begrüßen mit durchgedrücktem Rücken und steilem Schwanz, Schnuppern hinten und vorne, Kopf über Rücken schieben, Aufsteigen. Da war die Geduld beim anderen meist zu Ende. Da griff ich denn schon vorher ein. Blut ist da eigentlich nie geflossen. Nur in wenigen Situationen musste ich wirklich aufpassen - s.o.. Und natürlich wenn der andere Hund ernsthaft einstieg. Da hatte ich sie aber meist schon unter dem Arm.

Man lernt seine Pappenheimer kennen.

 

Auch da würde ich mich hüten, noch in den Rücken zu grabschen und Schmerz aufzulösen. Geschirr und Hausleine wären da für mich persönlich erste Wahl.

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Gerade gelesen. Im Großen und Ganzen stimme ich zu. Aber ich glaube nicht, dass immer alles nur vom Besitzer abhängt. Die Hundemutter spielt sicher eine Rolle, wie der Welpe auf bestimmte Situationen reagiert usw. 

 

Dass der Hund den Besitzer spiegelt, das glaube ich auch. Irgendwie wird da ja der "gebrauchte" Hund vergessen. Der wird ebenso geprägt sein - von Erfahrungen etc. Aber: Was wird er spiegeln? 

 

https://www.kosmo.at/der-hund-ist-der-spiegel-seines-besitzers/?fbclid=IwAR3VCzQ_ZlUezNl9bp5ml1uzwSRqP27nf4r3hE_IN2TN1lRnmWGtAG1tI_c

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vor 4 Minuten schrieb KleinEmma:

Irgendwie wird da ja der "gebrauchte" Hund vergessen.

 

Finde ich interessant.

Wir hatten, ausser Wega, ja immer Hunde aus 2. Hand, jeder hatte eine Vergangenheit, nicht immer eine gute.

Aber alle haben sich in Nullkommanix auf die neue Situation eingestellt. Natürlich blieb was von der Vergangenheit zb Angst vor Schuhen und Männern.

Dennoch, die Vergangenheit ist vorbei und jetzt ist das Leben.

 

Sehr weise, die Hunde!

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.... Hund ist der Spiegel der Besitzer....

Da alle meine mittlerweile 5 Hunde im Laufe der Zeit sehr unterschiedlich waren, glaube ich das nicht.

 

Oder doch?

Schön wär´s!

Denn meine Hunde momentan sind wunderbare komplikationslose Wesen. Nur einmal ein kleiner Hang zur Hysterie - wo ich doch so pragmatisch bin.

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vor 1 Stunde schrieb Nebelfrei:

 

Finde ich interessant.

Wir hatten, ausser Wega, ja immer Hunde aus 2. Hand, jeder hatte eine Vergangenheit, nicht immer eine gute.

Aber alle haben sich in Nullkommanix auf die neue Situation eingestellt. Natürlich blieb was von der Vergangenheit zb Angst vor Schuhen und Männern.

Dennoch, die Vergangenheit ist vorbei und jetzt ist das Leben.

 

Sehr weise, die Hunde!

 

Kimba blieb bis zum Lebensende aggressiv gegenüber Artgenossen. Lucky behielt zeitlebens seine Angst vor Stöcken. Also alles aus der Vergangenheit geht nicht weg, zumindest nicht bei jedem Hund.

 

 

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@KleinEmma Nein, nicht alles, muss ja auch nicht, ist halt ein Teil von ihnen, aber sie nehmen die neue Situation an.

 

Natürlich gibt es auch extrem traumatisierte Hunde, aber wir hatten nie solche, nur solche die eben auch schlechtes erlebt haben.

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vor 1 Stunde schrieb Nebelfrei:

Nein, nicht alles, muss ja auch nicht, ist halt ein Teil von ihnen, aber sie nehmen die neue Situation an.

 

Das stimmt, da gebe ich dir recht.

 

Jetzt im Moment sehe ich, dass Emma mich total spiegelt... Sie schleppte gerade ihren gefüllten Napf aufs Bett 😳. Aber ok, ich setze mich auch gerne abends gemütlich ins Bett, lese im Forum und hab etwas zu essen neben mir stehen :D 

 

 

Nee, im Ernst jetzt (weg mit dir, du albernes Ich). Was ich mit den gebrauchten Hunden meine ist: Wenn jetzt jemand einen solchen Hund aufgenommen hat, dann hat ja dieser Hund schon seine Persönlichkeit geformt sozusagen. Wie viele von diesen Hunden mögen dann den neuen Besitzer spiegeln? Oder spiegeln die meisten dieser Hunde eher ihre eigenen vergangenen Erlebnisse?

 

...vielleicht denke ich auch viel zu kompliziert :D 

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Noch was, bevor meine Gedanken wieder verschwinden.

 

Also, ich glaube schon, dass Hunde uns spiegeln. Nur, sie sind ja nicht nur Spiegel ihrer Menschen. Sie haben halt ihre eigene Persönlichkeit und die zum Teil schon mit auf die Welt gebracht.

 

Somit glaube ich nicht, dass der Mensch alles beeinflussen kann. 

 

Wir haben jetzt ein Paar kennengelernt, die einen Akita-Rüden haben. Das schöne Tier ist 5 Jahre alt und war wohl schon als Welpe nicht so ganz nett zu anderen Hunden. Es fiel halt auf, wie er mit anderen Hunden umging.

Davor hatten sie einen Aktita-Rüden, der zu jedem Lebewesen einfach nur freundlich war. Somit dachten sie: Holen wir uns wieder einen Aktika - die sind ja so freundlich. 

Gleicher Züchter. 

 

Also, alles spiegeln sie wohl nicht. Der verlinkte Text liest sich für mich so, als würden wir Menschen uns nur verändern müssen und schon klappt alles mit dem Hund. So extrem sehe ich das nicht.

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