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Hundeforum Der Hund
TheColor

Jammern bei anderen Hunden

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Ist das Quietschen wirklich so nervtötend?

Oder ist es etwas, was ihr als jenseits eines Normalzustandes anseht (weil andere Hunde eben nicht quietschen)?

 

Warum gewöhnt man einem Hund, der so auf eine sehr besondere, eigene Art redselig ist, dieses Besondere ab?

Welche Norm, ab wann Qietschen, Reden oder MÖMÖMÖÖÖÖ nicht mehr "normal" ist,  wird denn da angesetzt?

Man könnte sich über diese besondere Art - wie oben beschrieben - der Kommunikation auch freuen.

 

Phoebe redet, brummelt, quietscht und bellt, wenn es raus geht und ich mit der Leine komme. Ich finde es supersüss und würde nie was dagegen machen. Nur hysterisches überdrehtes Kläffen ist verboten.

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Denkst du ich sage, das ist nervtötend, weil ....?

 

Ja ist es! Es ist bellen in der Tonlage einer Klingel (in sehr schrill). Und er nutzt es maximal. Das Fiepen WÄRE erträglich, wenn nicht klar ist, was kommt, wenn er seinen Willen nicht bekommt. 

 

Übrigens KANN er ganz normal bellen. Daran merkt man, wann es quengeln ist und wann er z.b. Bescheid gibt, dass jemand ins Haus kommt. 

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vor 19 Stunden schrieb TheColor:

 

Genau Lesen hilft. Aber du musst nicht so überheblich sein. Und leider ist da auch nichts hilfreiches dabei, als viele unnütze Vorwürfe.

 

Ich bin nicht überheblich. Mir scheint mit: 'Genau lesen hilft' liegt die Karte bei Dir.

Wahrheiten sind manchmal ärgerlich und unbequem.

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Diese Verzweiflung, wenn man an dem Weg, den man sich erhofft, immer intensiver weiter arbeitet, um ein Problem zu lösen, und es trotzdem nicht hinbekommt, kenne ich auch bei einem Hund. Man gibt sich Mühe, strengt sich an, aber nichts an dem Problem wird besser. 

Da kann meiner Meinung nach viel mehr helfen, komplett umzudenken. 

Wie klingt das Fiepen, Jammern, hohe Bellen bei Deinem Hund? Wirklich immer nur fordernd? Oder gestresst, hilflos, verwirrt, überfordert?

In Hundeschulen lernen wir, wie wir einen "angenehmen Hund" bekommen. Schön brav an der Leine laufend, sofort herkommen beim Rufen, nicht betteln, zu Hause brav entspannt auf der Decke liegen usw. Das ist alles wichtig und nützlich natürlich auch für den Hund. Ein enspannter Hund ist sicherlich glücklicher als ein gestresster Hund. Was geben wir dem Hund dafür? Schöne Spaziergänge, Freilauf, Schnüffeln dürfen, wo er möchte, Spielen mit anderen Hunden, gutes Futter, Körbchen usw. 

Hunde sind hochsoziale Tiere mit ungemein feiner Kommunikation. Sie wollen auch mit uns Menschen kommunizieren. Sie wollen die Menschenwelt verstehen lernen, damit sie sich mit uns zurecht finden. Sie wollen auch gerne im Alltag von uns verstanden werden. Vielleicht kann Dein Hund noch nicht immer gut einschätzen, was Du gerade tun möchtest, wo es hingeht, wenn Ihr rausgeht, ob der Trecker dahinten gefährlich ist, oder warum wir vor einer Ampel stehen bleiben. Erkläre es ihm. Konzentriert und klar. Versuch Dich in ihn hineinzuversetzen, was er Dir draußen oder drinnen mit seinem Gefiepe sagen möchte. Macht ihm etwas Angst? Sag ihm, warum es nicht bedrohlich ist. Freut er sich? Freu Dich mit. Bellt er andere Hunde an? Weich mit ihm in einem Bogen aus. 

Ich habe einen Belltie, ähhhh Sheltie. Der meldet absolut alles. Mit hoher Stimme in höchsten Tönen. Auch einen neuen Gartenzwerg, der da gestern noch nicht stand. Das ist eine zum Bellen gezüchtete Rasse. Ich bedanke mich bei ihm und schätze für ihn den Grad der Gefährlichkeit ein. Und augenblicklich ist er zufrieden und entspannt sich. 

Probiere es doch mal geduldig aus. Es kostet nichts außer ein bisschen Zeit und Geduld. Was Ihr beide (!) dafürbekommt, ist eine Beziehung. Das ist ein Riesenunterschied zur Erziehung in "Programmierweise" einer Maschine. 

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vor 21 Stunden schrieb TheColor:

@Nebelfrei

 

Ja. Mit er ist mein Collie gemeint. 

 

Ich verstehe dein Argument. Aber das hatte ich ja probiert, bis es gar nicht mehr ging. Er hat sich dann bockend in die Leine geworfen.

Es gibt ja unterschiedliches jammern. An mich gerichtet so etwas wie "Hast du DAS gesehen? " " Spiel mit mir", dann sage ich Nein und es ist Ruhe. 

Problematisch ist das fest Gaffen. Geht das zu lange, bin ich Luft und ich komme in nett mit Stimme oder Keks nicht mehr zu ihm durch. D.h. ich muss ihn mindestens anpuffen, was nicht fest sein muss, aber ich nicht gut finde. Er entscheidet dann selbstständig. Und beim nächsten mal entscheidet er noch viel schneller selbstständig. Bei ignorieren, potenziert sich also Das Problem.

 

Je nach Situation reagiere ich unterschiedlich. Ich fasse es nur nicht, das seine Lösung IMMER quasseln ist. Und er sonst eben sehr leichtführig ist und da beinahe reagiert wie man es von Border collies oder Aussies kennt. 

 

"Hast Du das gesehen?" ist doch ein wunderbarer Ansatz. Reagier doch darauf und sag ihm, dass Du das auch gesehen hast. 

Das "Fest gaffen" ist für die Hunde ganz wichtig. Sie lernen dabei, andere Hunde, Menschen, Autos usw. einzuschätzen. Das machen Wölfe auch. 😉 Du bist deswegen "Luft", weil Du nicht darauf eingehst. 

Und "ignorieren" halte ich für die untauglichste Form von Kommunikation. Sei froh, wenn er das nicht von Dir lernt!

 Ich lese gerade "die Weisheit der Wölfe" von E. Radinger. Unglaublich, wie sie die Erziehung der Welpen seitens der Wolfseltern beschreibt. Unglaublich, die Gelassenheit und Großzügigkeit der Leittiere. Und die Klarheit, mit der sie Grenzen setzen…

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@Julika

Besser ist es ja schon geworden. V.a. indem ich ihm Alternativen biete (arbeiten) und nicht immer mitmischen lasse. Wobei er gerade letzteres nicht einsieht. 

Da sagst du was, was er mir sagen will. Inzwischen kenne ich ihn ja schon etwas besser ... Hmm ... 

Vieles klappt gut. Beim melden von Menschen im Haus - läuft. Das ist gruslig - läuft....

 

Was total anstrengend ist: Ich MUSS da mit spielen, ich muss da hin. Egal ob Hund, Katze, Futter. Er kann auch total wegen Futter ausrasten.

 

Dennoch finde ich es gut mir bewusst zu machen, dass er nicht nur nervt, sondern mir tausend Dinge mitteilt. Und sogar sehr explizit ist, wenn  ich gut zuhöre.

 

Was mache ich denn am besten mit dem quengelnden Collie- Kind, das sich auf den Boden wirft, weil es da hinten mit spielen will? Was ist darauf deiner Meinung nach eine gute Reaktion? 

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@TheColor

 

Ich habe das immer davon abhängig gemacht, was der Grund für den junghündischen Nervenzusammenbruch war. Wenn unsere hoffnungslos überdreht war, hab ich sie getragen bis wir an einer ruhigeren Stelle waren. Wenn Sie einfach spielen wollte und Energie los werden musste, bin ich entweder mit ihr zu den anderen Hunden gegangen oder habe ihr alternativ ein Spiel mit mir angeboten. 

Wenn sie willichnich Phasen hatte weil sie abends lieber schlafen wollte als die letzte Gassi Runde zu gehen, hab ich mich halt ans andere Ende der Leine gestellt und gewartet bis es ihr zu doof wurde ( sie hat weniger Geduld als ich) auf dem kalten Bürgersteig rum zu gammeln. 

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Erklär ihm, warum das jetzt nicht geht. Versprich ihm zuverlässig, wann es gehen würde, dass er mitspielen darf. Halte diese Versprechungen zuverlässig ein. Erklär ihm immer wieder, welche Menschen völlig ok sind im Haus. Bedank Dich fürs Melden. Das tun Hunde nun mal. Er muss doch erst lernen, Dir zu vertrauen. Unser Sheltie hat bspw längst begriffen, dass er im Hotel Menschen auf dem Flur nicht melden muss. Da sind eben welche. Die wohnen da auch.  Geht uns nichts an. 

Lass ihn in Ruhe schnüffeln statt immer zu arbeiten. Das finden Hunde toll. Es ist sehr anstrengend für sie und powert sie aus. Warum darf er nicht mitmischen? Es ist doch seine Runde?

Dieses Fiepen, weil er angeblich unbedingt irgendwo hinwill, habe ich bei meinem Hund auch lange missverstanden. Er will vielleicht dahin. Vielleicht will er Antworten, weil er etwas nicht einordnen kann? Vielleicht hat er Angst oder Stress? Vielleicht sieht er eine Notwendigkeit, dort etwas zu regeln. Lehre ihn, Dir zu vertrauen.

Diese andauernden Wiederholungen der Übungen aus der HS langweilen die Hunde irgendwann und frustrieren sie auch. Das machen Hunde untereinander auch nicht. Entdecke die Welt mit ihm. Das macht Spaß!!

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vor 36 Minuten schrieb Holo:

@TheColor

 

Ich habe das immer davon abhängig gemacht, was der Grund für den junghündischen Nervenzusammenbruch war. Wenn unsere hoffnungslos überdreht war, hab ich sie getragen bis wir an einer ruhigeren Stelle waren. Wenn Sie einfach spielen wollte und Energie los werden musste, bin ich entweder mit ihr zu den anderen Hunden gegangen oder habe ihr alternativ ein Spiel mit mir angeboten. 

Wenn sie willichnich Phasen hatte weil sie abends lieber schlafen wollte als die letzte Gassi Runde zu gehen, hab ich mich halt ans andere Ende der Leine gestellt und gewartet bis es ihr zu doof wurde ( sie hat weniger Geduld als ich) auf dem kalten Bürgersteig rum zu gammeln. 

 

So unähnlich mache ich es nicht. Nur ist eben deine Reaktion leider nicht etwas ruhiger zu werden, sondern hoch zu drehen. 

Beim Gassi spielt er nicht mit mir - dreht aber weiter hoch.

Spielen lassen - wir kommen an keinem Hund mehr vorbei.

Ziehen am der Leine lässt sich durch Ruhe lösen - ich bleibe stehen, bis ihm sein eigener Druck zu unangenehm wird. 

 

Und ich vermutete, dass sein fiepen dafür sorgt, dass er sich so richtig rein steigert, also auch physisch. Die Atmung und zittern kommen durch das fiepen.

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@Julika

 

Mit ignorieren war nicht Ignoranz gemeint. Das ist SEHR missverständlich ausgedrückt. Sondern du etwas wie du es verstehst. Mein grauer Kater ist ein Brüllaffe: Der schreit mich an und wenn ich mit ihm etwas plaudere (inc. Antworten vom KaterTier), wird es weniger. Der muss sich halt mitteilen ...

DAS habe ich auch mit dem Collie probiert und das Problem ist mmn. So entstanden. Und die Tonlage war ein bekräftigen, sondern ein ruhiges 'ist doch alles halb so schlimm'.

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