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Stinki

Reagiert beim Training ängstlich

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Hallo zusammen,

 

bin etwas ratlos und hoffe auf hilfreiche Tipps.

Hab seit einem halben Jahr einen sehr aufgeweckten und sozialen (Menschen, Hunde weniger) Chihuahua-Zwergspitz (7J, männl., nicht kastriert).

 

Er ist ein zuckersüßer, sehr verschmuster Zeitgenosse und meine absolute Nr. 1.

Ich bin daher sehr bemüht ihm DAS Hundeleben zu ermöglichen.

 

Leider ist mein Stinki schnell gelangweilt und gleichzeitig rel. schwer zu beschäftigen.

Im Sommer waren wir viel unterwegs - tlw. insgesamt zw. 2,5 - 4 Std. (Auf 3x), aber bei Schnee und Temperaturen um den Gefrierpunkt, tu ich ihm das nicht an (aktuell 3x 0,5 Std. Gassi/Spazieren).

Er springt mich dann auch an nach dem Motto; Klogang erledigt, wir können schon heim.

 

Nun ist es so, daß er beim (Beschäftigungs)Training immer unsicher bis ängstlich reagiert (Ohren zurück bis hin zu unterm Sessel verstecken), weil er offensichtlich nicht versteht, was die olle Tante von ihm will. Das würd ich ihm gern nehmen - eben um ihn beschäftigen zu können und auch das eine oder andere Kommando zu lernen.

Davon abgesehen, daß er keine Angst haben braucht. Wenn er was Neues nicht ausführt, sag ich ihm "alles ok, stinki. Du mußt dich nicht fürchten" und halt ihm meine Hand hin...dann kommt er auch gleich wieder schmusen - angstfrei.

Und dann belass ich es dabei.

Würd mich aber doch sehr für uns beide freuen, wenn ich ihm die Angst nehmen und ihm was beibringen kann.

Dann könnt ich zB Quietschi verstecken und ihn suchen schicken...eben beschäftigen.

 

Was er schon von Anbeginn konnte: Sitz, Warte/Steh, Nein/Pfui, Pfote geben, Komm.

 

Was ich ihm gern beibringen würde: Platz, Such/Bring, ruhige Begegnung mit anderen Hunden, Kommandos auch bei Ablenkung (eben andere Hunde) durchführen.

 

Zu hause beschäftigen schaut also folgendermaßen aus: Schnüffelteppich, mit Quietschi spielen, schmusen.

Nun dauert das vielleicht jeweils 10 Min. Dann wieder die große Langeweile, viele tiefe Seufzer, vor lauter Schlafen...nicht mehr schlafen können, umher wandern, erwartungsvolles "Anstarren".

In der Whg kann man leider nicht viel rumlaufen..

Er ist übrigens durchgecheckt und kerngesund.

 

Quietschi kann ich ihm zwar "wegnehmen" und schmeißen, ich muß es mir dann aber schon holen - inkl. "Kämpfen"/Ziehen ;).

Schnüffelteppich kann ich auch nicht mehrmals tgl machen, weil er schnell zunimmt.

Was zb Unsicherheit in ihm auslöst ist, das Hütchenspiel. Er schmeißt dann alle um (meist, daß mit Leckerli zuletzt) oder keines und schaut mich unsicher an.

Wie ich ihm Platz beibringen soll, weiß ich auch nicht. "Such" scheint er nur im Zusammemhang mit Schnüffelteppich zu verstehen (er scheint mir etwas untalentiert bzgl. Schnüffeln und dürfte auch etwas schlecht sehen..manches Mal liegt das Leckerli vor ihm und er findet es nicht bis ich direkt hinzeige).

 

Wie kann ich meiner kuschelmuschel helfen?

 

Danke schon mal f eure Tipps!

 

Lg

Christine

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Hm keine Ahnung, ich bespasse meinen Hund nicht so - klar mal ein paar Tricks, aber kein Muss-Programm... ich würde mich mal mit Clickern auseinandersetzen wenn du Spass an sowas hast, vielleicht ist ein gänzlich neuer Aufbau für ihn nicht so bedrohlich, denke mal, daß er früher bestraft wurde für "ungehorsam", meine Uschi hat zu Anfang so reagiert, wenn ich sie überfordert habe und/oder sie was nicht verstanden hat.

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vor 8 Minuten schrieb pixelstall:

meine Uschi hat zu Anfang so reagiert, wenn ich sie überfordert habe

 

So sehe ich das auch.

 

vor 2 Stunden schrieb Stinki:

Er ist ein zuckersüßer, sehr verschmuster Zeitgenosse und meine absolute Nr. 1.

Ich bin daher sehr bemüht ihm DAS Hundeleben zu ermöglichen.

 

Bemühe dich mal um eine objektive Einschätzung der Situation aus Hundesicht!

Der Hund ist völlig genervt von dir! Und du verstehst noch nicht mal die Signale, die dir das mitteilen wollen.

 

DAS Hundeleben besteht aus 16-18 Stunden schlafen, dösen, ruhen. Und in der restlichen Zeit ... naja, schau'n wir mal ... Jedenfalls ist kein derartiges Bespassungsprogramm deinerseits erforderlich.

 

Stell dir vor, ein dir völlig unsympathischer Mensch drückst dir einen sabbernd schmatzenden Kuss auf die Wange (sehr beliebt bei alten Tanten). So toll finden es Hunde, wenn Menschen mit ihnen "kuscheln" und sie durchknuddeln. Das sind übergriffige Liebesbekundungen, die aus Hundesicht schon einer Vergewaltigung sehr nahe kommen.

 

vor 2 Stunden schrieb Stinki:

halt ihm meine Hand hin...dann kommt er auch gleich wieder schmusen - angstfrei.

 

Sicher, dass du mit deiner Einschätzung richtig liegst?

"Hand hinhalten" kann auf Hunde sehr bedrohlich wirken. Dein Hund kommt nicht schmusen, sondern er zeigt Beschwichtigungssignale! Und das ist alles andere als angstfrei.

 

Komm mal zur Ruhe ... 

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vor 2 Stunden schrieb Stinki:

Wie ich ihm Platz beibringen soll, weiß ich auch nicht.

 

Hinlegen lassen mit dem ausgewählten Kommando. Zunächst daneben stehen bleiben und Leckerli, wenn er eine Weile liegen bleibt. Dann schrittweise entfernen, immer wieder mit Leckerli bestätigen, wenn er eine Weile liegen bleibt. Wird meist schnell verstanden.

 

"Such" muss man noch viel kleinschrittiger aufbauen. Zu Anfang ca. 5-6 Schritte, und in jedem Fußabdruck ein Leckerli, im letzten den Jackpot.

 

Ach ja, noch etwas, höchstens 3-4 Einheiten am Stück, und die letzte sollte erfolgreich sein, damit er beim nächsten Mal gleich wieder Freude daran hat.

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Wenn Du mit ihm tricksen möchtest dann guck dir wirklich mal das Clickern an, da wird sehr kleinschrittig aufgebaut. 

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vor 9 Stunden schrieb DerOlleHansen:

Stell dir vor, ein dir völlig unsympathischer Mensch drückst dir einen sabbernd schmatzenden Kuss auf die Wange (sehr beliebt bei alten Tanten). So toll finden es Hunde, wenn Menschen mit ihnen "kuscheln" und sie durchknuddeln. Das sind übergriffige Liebesbekundungen, die aus Hundesicht schon einer Vergewaltigung sehr nahe kommen.

Es gibt sicher Hunde für die das so ist.  Aber allgemeingültigkeit hat das nicht. Es  gibt sie durchaus, die Hunde die gerne geknuddelt und bekuschelt werden. Ich hab hier zwei davon.

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Wenn du drinnen ständig was mit ihm machst, steigert das nur seine Erwartungshaltung. Ich finde es gut, dass du ihn auch drinnen beschäftigen willst. Aber reduziere das auf vielleicht 1-2 Mal am Tag. Und in der restlichen Zeit lässt du ihn ruhen. Am Anfang mag das eine Umstellung für euch beide sein. Beschäftige dich selbst, lass ihn ruhig dabei sein. Wenn er zu dir kommt, kannst du mit ihm nebenbei reden oder kurz streicheln. Aber diese Dauerbespaßung muss aufhören. 

 

Hast du ein Mäntelchen für ihn? Aktuell ist es ja noch nicht soo kalt (zumindest bei uns). Ich finde das durchaus noch Chi-tauglich.

 

 

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vor 16 Minuten schrieb Freefalling:

Aber diese Dauerbespaßung muss aufhören.

 

:danke

 

vor 40 Minuten schrieb Ferun:

Es gibt sicher Hunde für die das so ist.  Aber allgemeingültigkeit hat das nicht.

 

Sicher, denn was ist schon allgemeingültig. ;)

Aber man tut sich und vor allem dem Hund einen Gefallen, wenn man zunächst davon ausgeht, dass dieses Zwangsbekuscheln nur dem Menschen dient. Wer dann seinen Hund zu verstehen versucht, wird auch merken, wenn er eine "Schmusebacke" ist - und vor allem, welche Art der Zuwendung er angenehm findet. 

Hier wurde schon mehrmals ein Video verlinkt, das ich als Beispiel mal wieder hervorkrame:

 

 

 

Na, mal ehrlich, wer hätte es ohne Zeitlupe und Kommentar erkannt?

 

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doppelt gepostet...

 

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Ich seh ja den Unterschied zu "als ich ihn vom Tierheim holte" und jetzt.

Mir sind Beschwichtigungssignale durchaus bekannt. Die gabs zu Beginn zur Genüge - insofern bin ich mir sicher zu sehen und zu hören, wann er kuscheln will.

Es gibt da zweierlei Geräusche: ja ich will kuscheln klingt dann fast wie schnurren. So wie ne alte Filter-Kaffemaschine :D. Leicht grunzend...macht er auch beim Gassi gehen.

Ich will jetzt meine Ruh hat einen eigenen Klang den ich durchaus verstehe und ihn dann eben in Ruhe lasse. Ein Geräusch wie jedes Kind machen würde, wenn es was nicht will...also leise raunzend.

Da lass ich ihn dann gleich, weil zwingen will ich ihn zu nichts.

 

Bespaßung:

Ich seh einfach, daß der Hund unterlastet und gelangweilt ist.

Es ist mir auch bekannt, daß Hunde viel schlafen und das ist auch gut so.

Aber seitdem wir nicht mehr so lange spazieren gehen, merke ich einfach, daß er "unrund" ist.

Ich denke bei Mensch wie Hund gibts einfach welche, die mehr Auslastung brauchen als andere. Verallgemeinerungen sind da meiner Meinung nach Fehl am Platz und ignorieren die Individualität eines jeden einzelnen.

 

Es ist zb so, daß ich seeehr viel (liegend) am Handy und Laptop bin und dann kommt der Sir schon mal und setzt sich auf meine Brust nach dem Motto "bitte jetzt wieder mit mir beschäftigen". Da ich die Zeit habe, komm ich dem gern nach. Die Umsetzung ist aber durchaus noch ausbaufähig.

Das mit den Klickern werd ich mal probieren.

 

Wäre ich meinem Hund unympathisch, würde ich das schon erkennen.

Ich seh schon, wenn man Hund Angst hat, neugierig oder angespannt ist, wenn er mich um den Finger wickeln will, seine Ruhe haben oder spielen will etc.

Hab mich durchaus viel mit der Thematik bzw ihm beschäftigt und wir wissen jetzt wie der andere tickt. Natürlich hat es seine Zeit gebraucht.

Zb hat er sich anfangs unterm Sessel versteckt, wenn ich im Sommer im Schlafzimmer mit Handtuch auf Mückenjagd ging. 

Mittlerweile weiss er aber, es betrifft ihn nicht (armes Kerlchen, was der wohl schon beim Vorbesitzer erlebt hat) und hilft mir mittlerweile die Biester zu eliminieren :).

 

Aber ein paar Schlaue (die meist alles schlecht machen müssen - kenn ich übrigens von mir selbst :D) wird es immer geben.

 

Insofern werde ich es weiterhin so machen, wie im letzten halben Jahr und meinen Hund einfach weiterhin lesen (lernen) und umgekehrt.

Wir haben uns in den 6 Monaten sehr weiterentwickelt und ich gehe davon aus, daß es weiter so gehen wird.

 

Danke nochmal für Eure Anteilnahme!

 

P.s. Von Dauerbespaßung kann auch nicht wirklich die rede sein - ich beobachte einfach und probiers halt immer wieder mal. Aber genau 1x am Tag ;)

 

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