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Hundeforum Der Hund
Rav_en

Freilauf + Gassi (beim Junghund)

Empfohlene Beiträge

Hallo, 

 

Ich habe eine jetzt schon sechs Monate alte Pinscher-Bulldoggen Dame. Als sie zu mir kam, war ich erst einmal überrascht wie aufmerksam die Kleine war. 

 

Sie war so aufmerksam, dass ich sie mit 13 Wochen schon von der Leine lassen konnte. Sie war auch immer, mit einem Enthusiasmus beim ersten Hier da, dass ich der Zukunft sehr entspannt entgegen blickte. 

 

Jetzt ist sie ein halbes Jahr alt, ich kann sie momentan nur mit der Schleppleine frei laufen lassen. Als Belohnung, nimmt sie nur Spielzeug oder Stöckchen. WENN sie aber an der Leine ist, dann ist sie absolut unaufmerksam. Zieht auch wieder an der Leine und ignoriert mich komplett. 

 

Wenn sie an der Schleppleine ist, ist erstaunlicherweise die Aufmerksamkeit in 99% der Fälle da. 

 

Habt ihr eine Idee, wie Gassi gehen an der Leine für uns wieder entspannter ablaufen kann? Mich macht das fertig, ständig motzen zu müssen, weil es wieder so schlimm ist. Der Unterschied zu früher ist jetzt nur, dass die Kleine mein Schimpfen total ignoriert. Zwar macht sie dann meistens das was ich sage, aber sie schaut mich dabei weder an, noch ist die aktuelle Lustlosigkeit nicht zu übertreffen. 

 

Ich hatte eigentlich das Gefühl, dass wir eine sehr gute Bindung haben. Aber momentan lässt mich das wirklich daran zweifeln :(. 

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Die junge Dame ist in die Pubertät gekommen. Mit schimpfen wirst du nichts erreichen können.

 

Versuch, die Frechheiten nicht allzu ernst zu nehmen, mach dich interessant, das wird besser funktionieren.

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Hallo und herzlich Willkommen im Polar,

 

es wird immer mal wieder Phasen geben, in denen dein Hund dich hinterfragt und das, was du gerne möchtest, nicht für sooo wichtig hält. Dazu kommt dann vielleicht auch ein gewisser Sturkopf, den meine Tierärztin immer liebevoll Charakterkopf nennt. ;)

 

Übst du denn im Moment nur das Bei-Fuß-laufen, oder macht ihr auch mal lustige Sachen, albert herum, turnt über Baumstämme, macht Suchspiele etc.? Dann würde ich das jetzt öfters einbauen, damit ihr viel Positives macht, was euch Beiden Spaß macht. Irgendwann ist deine Lütte dann auch wieder bereit zu kooperieren. :) 

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Und was ist für einen Hund in der Pubertät interessant, wenn er an der Leine ist? (Leckerlis jedenfalls nicht.)

 

Aktuell spielen wir viel und die Kleine ist auch total dabei, aber dafür müssen wir erstmal in den Park (und zurück) . 

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vor 27 Minuten schrieb Rav_en:

Hallo, 

 

Ich habe eine jetzt schon sechs Monate alte Pinscher-Bulldoggen Dame. Als sie zu mir kam, war ich erst einmal überrascht wie aufmerksam die Kleine war. 

 

 

Sie war so aufmerksam, dass ich sie mit 13 Wochen schon von der Leine lassen konnte. Sie war auch immer, mit einem Enthusiasmus beim ersten Hier da, dass ich der Zukunft sehr entspannt entgegen blickte. 

 

Jetzt ist sie ein halbes Jahr alt, ich kann sie momentan nur mit der Schleppleine frei laufen lassen. Als Belohnung, nimmt sie nur Spielzeug oder Stöckchen. WENN sie aber an der Leine ist, dann ist sie absolut unaufmerksam. Zieht auch wieder an der Leine und ignoriert mich komplett. 

 

Wenn sie an der Schleppleine ist, ist erstaunlicherweise die Aufmerksamkeit in 99% der Fälle da. 

 

Habt ihr eine Idee, wie Gassi gehen an der Leine für uns wieder entspannter ablaufen kann? Mich macht das fertig, ständig motzen zu müssen, weil es wieder so schlimm ist. Der Unterschied zu früher ist jetzt nur, dass die Kleine mein Schimpfen total ignoriert. Zwar macht sie dann meistens das was ich sage, aber sie schaut mich dabei weder an, noch ist die aktuelle Lustlosigkeit nicht zu übertreffen. 

 

Ich hatte eigentlich das Gefühl, dass wir eine sehr gute Bindung haben. Aber momentan lässt mich das wirklich daran zweifeln :(. 

 

 

Mit 13 Wochen ist das kein "können " :)

 

 

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vor 2 Stunden schrieb Rav_en:

Habt ihr eine Idee, wie Gassi gehen an der Leine für uns wieder entspannter ablaufen kann? Mich macht das fertig, ständig motzen zu müssen, weil es wieder so schlimm ist.

 

Schritt 1: hör auf zu motzen, so machst du eurer beider Launen kaputt und die Zieherei nur schlimmer. Sie verknüpft deine schlechte Laune mit der Leine, wie soll sie da entspannt sein und locker neben dir laufen. Sei fröhlich :)

 

Schritt 2: verlang in der Pubertät nicht viel von ihr. In ihrem Kopf ist Matsche, das muss erst wieder sortiert werden.

 

Versuch es mit längerer Leine (ich hab für Leinengänge eine 3m-Leine, damit ist noch ein gewisser Bewegungsfreiraum vorhanden), mit flotten Richtungswechseln, mit Belohnungen, mit fröhlichem Gesäusel wenn es bzw. sie mal gut läuft.

 

Hast du sie am Halsband? Manche Hunde ziehen daran mehr, weil es am Hals unangenehm ist (ja, das ist paradox, aber Hunde "denken" anders als wir). Dann wäre ein Geschirr sicher besser.

Kann sie sich lösen auf dem Weg zum Park? Manche Hunde ziehen auch einfach weil sie dringend mal müssen.

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Ich habe die Leinenführigkeit so trainiert, dass es nur weiter ging, wenn mein Hund mich angeschaut hat und kein Zug auf der Leine war. 

 

Das sah mitunter merkwürdig aus, weil ich alle 10 Schritte stehengeblieben bin und hat auch oft das dreifache an Zeit gekostet, war aber nach kurzer Zeit gegessen. 

 

Und mit 6 Monaten kommt sie jetzt langsam ins Rüpelalter, da war bei uns auch Schleppleine angesagt. 

 

Geduld und Ruhe und Konsequenz. Sei für deinen Hund das tollste überhaupt, wenn das über Spielzeug funktioniert, dann nimm das beste Spielzeug zum Üben mit und gib es ihr nur dann. Zu Hause kommt es dann in den Schrank. 

 

Und mit Bindung hat das Verhalten gar nichts zu tun. Sie pubertiert eben gerade, Hormone sind stark. 😁

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vor 2 Stunden schrieb Alyfee:

Ich habe die Leinenführigkeit so trainiert, dass es nur weiter ging, wenn mein Hund mich angeschaut hat und kein Zug auf der Leine war. 

 

Das finde ich zu anstrengend, ganz ehrlich. Und das frustet alle Beteiligten. Ein Hund mit 6 Monaten hat alles im Kopf, aber nicht das Leinelaufen. Lieber ne längere Leine und Geschirr nehmen und zusammen Spaß haben. Fußgehen ohne Ziehen würde ich rein positiv aufbauen und nur meterweise abfragen, getrennt vom normalen Spazierengehen. Z.B. die letzten Meter bis zur Haustür. 

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In Frust soll das natürlich nicht ausarten, stimmt. Meiner war da tatsächlich ziemlich entspannt und wirklich gezogen hat er nie. 

 

Leinenführigkeit ist neben dem Rückruf für mich das Wichtigste gewesen, was mein Hund können soll. Hat bei uns ganz wunderbar funktioniert, aber ob das auch bei nem aufgeregten Jungspund klappt, weiß ich natürlich nicht. 

 

Und Fußgehen und nicht ziehen unterscheide ich auch. Wirkliches Fußgehen habe ich so trainiert, wie du sagst, immer nur Meterweise und mit positiver Verstärkung. Locker an der Leine laufen bedeutet für mich, die Leine hängt locker. Kann ja auch ne längere Leine sein. 

 

Mein Vorgehen klingt vielleicht strenger, als es tatsächlich war. 

 

Heute bin ich aber wirklich froh, Leinenführigkeit gut trainiert zu haben, das macht die Spaziergänge viel entspannter. 

 

Aber ich bin gespannt, wie andere das gemacht haben. Es gibt ja nicht nur einen Weg zum Ziel. 😉

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Ich kann dich total gut verstehen, dass es dich nervt den Hund anzumotzenn und dauernd korrigieren zu müssen. Ich mein fast , man muss für sich erstmal entscheiden wie ein Hund an der Leine auszusehen hat. Schon da definiert jeder seine Leinführigkeit anders. 

Es gibt HH die ihren Hund nur neben sich sehen wollen ev noch hinter sich. Den andern ist's grad egal,  hauptsache der Arm leiert nicht aus. 

Ich mein man sollte es nicht übertreiben, den Hund beobachten und ein bischen Gespür entwickeln um zu sehen wenn es dem Hund zuviel wird. Hund und Mensch sind keine Maschinen , an einem Tag klappt das 2 Minuten am andern 5 ... zumindest wenn man etwas achtsam mit seinem Hund leben möchte. HH die  ihren Hund mit allen Mitteln hinter sich halten möchten, beobachten da ev schlechter. 

 

 

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