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Hundeforum Der Hund
Rav_en

Hund flippt aus / Heimkommen

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Liebe Polar-Gemeinde, 

 

Die Antworten auf meinen letzten Beitrag, waren allesamt super Augenöffner. Daher folgendes:

 

Normalerweise arbeite ich ca 4 mal die Woche außer Haus. Wenn ich nicht da bin, passt meine Mum auf die Kleine auf. Wobei ich eigentlich schon Hauptbezugsperson bin. 

 

Jedenfalls ist es jedes mal, wenn ich von der Arbeit zurück komme so, dass die Lana total ausflippt. Ich freu mich ja auch sie zu sehen, und wenn es nur das wäre, dann wäre alles in Ordnung. 

 

Es ist jetzt aber so, dass sie stundenlang total aufgedreht ist. Ich muss ja am nächsten Tag wieder früh raus, und wäre dann eigentlich gern vor 12 Uhr im Bett. 

 

Jetzt ist es aber so, dass die Lana  stundenlang bis spät in die Nacht total aufgedreht ist. Hab schon alles, was mir eingefallen ist versucht. Stundenlang Gassi gehen, im Dunkeln spielen (was auch eher suboptimal ist), ins Körbchen schicken, was zum Kauen usw. Es hilft alles nichts. Sie ist auf 180 und bis sie wieder runterkommt um zu schlafen ist es halb eins. 

 

Bei meiner Mum ist es nicht so. Wenn die nach Hause kommt, freut sie sich zwar auch, kann aber dann auch wieder schlafen gehen. 

 

Grundsätzlich ist sie ein etwas hibbeliger Hund, und sie ist ja erst ein halbes Jahr alt. Aber irgendwie muss sie sich doch beruhigen. 

 

Es hängt wirklich mit dem nach Hause kommen zusammen, denn wenn ich den ganzen Tag mit ihr bin, ist sie (meistens) ganz ruhig und ausgeglichen. Auch wenn ich für nur ein paar Stunden das Haus verlasse, ist alles in Ordnung. Aber jedesmal wenn ich von der Arbeit komme ist es immer gleich. Dabei ist sie nicht mal allein zu Hause. 

 

Habt ihr Ideen? 

 

 

 

 

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Hmm, Gassi gehen und spielen sind ja Aktivitäten, die eher geeignet sind, einen Hund aufzudrehen. Klar macht das auch müde, aber vermutlich ist deine Nala ohnehin völlig drüber und dann ist das eher so wie mit kleinen Kindern, die komplett übermüdet sind aber trotzdem noch aufdrehen. 

 

Kannst du sie „runterkuscheln“? Das klappt bei meiner ganz gut, quasi in den Schlaf kuscheln/streicheln. 

 

Was bei bei meiner auch klappt: Tricks abrufen. Erst was mit Action, um die Energie abzubauen und dann über Tricks immer weiter runterfahren, am Ende ist bei uns das „Platz“ kombiniert mit „Warte“ und dann wird ganz ruhig gelobt und ich setzt mich gechillt daneben. 

 

Was du noch bzw. zusätzlich/ergänzend versuchen kannst, ist auf ein Ruhewort zu konditionieren. Immer wenn deine Nala völlig tiefenentspannt irgendwo rumliegt, so richtig entspannt, kurz vorm einschlafen im Grunde, dann sagst du mit ganz ruhiger sanfter Stimme ein Markerwort für das entspannen (bei uns ist es ein langgezogenez „ruuuuuhig“). Zieh das ne ganze Weile durch (wir haben das mehrere Wochen gemacht), immer wieder mal sagen, wenn sie entspannt ist. Ich habe meine Hündin mit diesem Markerwort mehrere Male in den Schlaf geredet und während sie schlief das auch noch ein paar Mal wiederholt (angeblich sollen ja Menschen auf diese Weise im Schlaf lernen können, vielleicht klappt’s auch bei Hunden :D). Wenn man das lange genug gemacht hat, dann kann man das Markerwort einsetzen um den Hund zu beruhigen, er ist dann darauf konditioniert, so dass der Körper sich automatisch entspannt, wenn der Hund das Markerwort hört. Funktioniert im Grunde genauso wie die Sache mit dem Clicker (Pawlowscher Reiz). 

 

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vor 9 Stunden schrieb Rav_en:

Hab schon alles, was mir eingefallen ist versucht.

 

Vielleicht hast du mit den verschiedenen Aktionen ungewollt eine aufgeregte Erwartungshaltung einkonditioniert.

Der Hund hat gelernt: wenn sie von der Arbeit kommt, passiert total viel Action, dementsprechend flippt sie innerlich.

 

Oder, wie Annali schon vermutete, totale Übermüdung. Und nach müd kommt bekanntlich blöd.

Was macht sie denn, während du arbeitest?

 

Andere Möglichkeit, dass sie, wenn du arbeiten bist, Ängste aussteht -ist das möglich?- und lange braucht, um diesen emotionalen Stress zu verdauen.

 

Wir können hier nur spekulieren, erzähl doch mal noch genauer.

 

 

 

 

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Ich habe die Erfahrung gemacht, das sogenannte Rituale, also Handlungn,die sich immer gleich wiederholen, viel helfen.

 

Zum Beispiel ist mein Ramse jeden Morgen schier unglaublich begeistert, wenn ich aufstehe.

Er wollte mich am Anfang fast umwerfen vor Kontaktbedürfnis, drehte sich,sprang und rannte mir in die Beine.

Schubste Lucie weg.....

 

ich habe mich steif vor ihn gestellt, keine Reaktion,bis er ruhig wurde.

Dann macht er Sitz, ich lasse mir Lucie dazu und dann wird einer links und einer rechts bestreichelt.

(sobald einer ausflippt,wird er weggeschickt).

Dann Handzeichen für Schluss,mit der entsprechenden Körperhaltung.

 

 

Und Ramse holt sich sofort sein Knabbergeweih, um sich hin zu legen und zu knabbern.

 

Also im Prinzip wie alle vorher schrieben, etwas finden,dass Hund beruhigt und runter fährt.

Bei Ramse ist es das "auf wasrumkauen können".

 

Diese Geweihstangen helfen ihm sehr,um runter zu fahren.

Aber er braucht auch unbedingt die für ihn verlässlichen Abläufe.

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Hallo, 

 

Schön, dass ihr das mit dem Markerwort erwähnt. Das hat gestern nämlich zum ersten (und dann gleich zum zweiten Mal) geklappt..auch wenn in einem anderem Kontext. Juhu. 

 

Aber bis das Markerwort für Ruhig sitzt, wird ed wohl wieder eine Weile dauern. 

 

Wenn meine Mutter auf die Kleine aufpasst, gibt sie ihr zu fressen, geht mit ihr raus und ist mit ihr meistens auch im selben Raum. An manchen Tagen, sagt meine Mutter auch noch dazu, dass der Hund hundemüde ist, weil sie viel miteinander unternommen haben. Nur kann ich davon echt nix sehen wenn ich heim komme. Wärs jemand anderes, würde ich - nach dem was ich sehe - auch glatt in Frage stellen, dass der Hund überhaupt gefordert wird. 

 

Verlustängste hat sie auch nicht, denn sie weiß dass ich wieder komme. Am Anfang hat sie wenn ich gegangen bin immer ein paar mal geheult, war dann aber still. Dafür fällt die Begrüßung wenn man wieder da ist eben sehr stürmisch aus. Aber vielleicht ist es für sie ja wirklich schlimm, wenn ich so lange nicht zu Hause bin? Denn sie ist schon sehr anhänglich und läuft mir meistens hinterher. Wenn ich sie an meinen freien Tagen mitnehme, macht sie abends immer einen sehr zufriedenen Eindruck. 

 

Ich hab mich auch schon oft ganz ruhig hingestellt, damit sich die Kleine nicht so aufregt, aber es hilft echt nicht. Auch in den Schlaf kuscheln hilft nicht. Ich hab ihr eine zeitlang was zum kauen besorgt, und habe das jeden Abend gegeben. Aber der Hund lässt sich so auch nicht abspeisen. Momentan ist es so, dass ich sie zur schlafenszeit in ihrem Körbchen anbinde und sie dann von selbst ruhig wird. Aber ist ja nur eine Übergangslösung sein. 

 

Wenn es nicht der Kontext, mit dem von der Arbeit kommen ist, hört sie ja von alleine und geht auch ins Körbchen wenn ich sie schicke. Aber wenn ich ins Bett will und arbeiten war, ist alles anders. Nach den Feiertagen, werde ich mir eure Ideen zu Herzen nehmen und schauen was sich davon umsetzen lässt. 

 

Ich muss noch dazu sagen, dass sie schon diese pinschertypische Hibbeligkeit hat. Wenn sie heute relativ ausgeglichen und gelassen ist, dann haben wir das trainiert. Nur bei dem von der Arbeit kommen, mag es einfach noch nicht klappen.. 

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Nachtrag: man muss dazu sagen, dass der Hund seine Zeit gebraucht hat um meine Mum zu akzeptieren. Aber inzwischen verstehen sich die beiden ganz gut. Wenn sie aber vor meinem Zimmer steht, zeigt mir das der Hund noch durch (kurzes) Bellen an. Das ist auch nicht angenehm. Da sich meine Mutter ja auch um den Hund kümmert und die Kleine auch lieb hat. 

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Heute kam ein Brief von der Hausverwaltung wegen Lärm. Schon der Zweite. :(

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vor 5 Stunden schrieb Rav_en:

Heute kam ein Brief von der Hausverwaltung wegen Lärm. Schon der Zweite. :(

 Macht sie denn so einen Lärm? 

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Ohje, das hatte ich hier auch. Auch im ähnlichen Alter. Der Hund überdrehte abends regelrecht und ich war irgendwann fertig mit meinen Nerven :( inzwischen (ca. 1 Jahr alt) herrscht hier Abends meist Ruhe. Begrüßungen fallen nach wie vor noch zu stürmisch aus und auch bei Besuch fällt es ihm noch schwer, entspannt zu bleiben. Beides war aber schon schlimmer. 

 

Da unsere einen Nachbarn sehr lärmempfindlich und die Wohnungen hellhörig sind, kann ich mir gut vorstellen wie du dich fühlst, wenn der Hund hochdreht. Man verzweifelt regelrecht.  Das spüren die Hunde und kommen erst recht nicht zur Ruhe :( 

 

Ich arbeite ehrlich gesagt mit Kauen zum Stressabbau (kauwurzel, ich halte sie fest: 1. beginnt er so nicht, sich in das Kauen reinzusteigern 2. vermeide ich so Lärm) und time-out. Auch jetzt noch, wenn er sich hochdreht. Jegliche anderen Versuche, ihn zu beruhigen führen dann bei uns nur zur weiteren Überdrehtheit. 

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Ja, sie rennt dann wie wild durch die Wohnung. Und hüpft wie eine Kanone überall drauf und dann wieder runter. Sie ist sonst auch richtig gut für Hundesport geeignet. Springt über die Tischbeine usw. 

 

Wobei die letzten zwei Tage viel besser waren. Ich fahr jetzt früher auf die Arbeit, bin dementsprechend eine Stunde früher da. Ignoriere sie beim Heimkommen, geh nochmal lange mit ihr raus. Und wenn wir zurückkommen, dann gehen wir erstmal in die nicht sonderlich große Küche, wo sie nicht wie wild herumrennen kann.  

 

Sie ist schon manchmal ganz schön stressig, aber ein wirklich herrlicher Hund. 

 

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