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Hundeforum Der Hund
Mammalia

Hund als " Therapie Hund " anerkennen lassen

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Hallo zusammen!

Da ich schon seit längerem alles mögliche versuche um Information zu erhalten und bisher keinerlei Erfolg hatte, hoffe ich das mir hier geholfen werden kann.

Es ist etwas schwierig zu erklären.

Seit März diesen Jahres leide ich unter Panikattacken, Angstzuständen, plötzlich auftretende Weinkrämpfe. Mir ist es absolut nicht möglich das Haus ohne Begleitung zu verlassen, leider beschränkt sich die wirklich hilfreiche Begleitung auf zwei Menschen ( mein Männe und mein Sohn ) und einen Hund.

Von unserem bunten Rudel eignet sich nur die kleine Pepper ( französische Bulldogge ) die mit ca. 4 Jahren im Juni diesen Jahres bei uns eingezogen ist. Seit der ersten Minute an ( als ich sie abholte ) besteht eine Bindung zwischen uns die unerklärlich ist. 

Sie spürt Panikattacken bei mir bevor ich sie realisiere und versucht sie im Keim zu ersticken durch stupsen an meiner Hand ( Bein, Fuß, Kopf, alles wird genommen was gerade erreichbar ist ), oder leichtem knabbern an meinen Fingern oder Ohren wenn sie dran kommt. Wenn ihre " Maßnahmen " nicht helfen, legt sie sich ganz ruhig auf mich drauf und steht diesen Zustand mit mir gemeinsam durch, gleichgültig wie schlimm. Sie ist immer mein Schatten und begleitet mich im gesamten Haus. Ihr entgeht nicht die kleinste Bewegung von mir. 

Mit ihr kann ich auch ohne weitere Begleitung spazieren gehen und meine Therapietermine regelmäßig einhalten. Wenn wir unter Menschen sind und mich eine Panikattacke überfällt stellt sie sich vor mich oder sucht einen Ort der möglichst menschenleer ist.

Falls ich beim Spaziergang durch Panik oder regelrechte Todesangst die Orientierung verliere, braucht es nur das Kommando " nach Hause " und sie führt mich auf dem direkten Weg. Sie gibt mir eine Art Sicherheit. An guten Tagen ( wenn ich mich konzentrieren kann ) reicht es mich auf sie zu konzentrieren, die damit verbundenen Ablenkung ausserhalb des Hauses verhindert oft Panikattacken und Angstzustände.

Die anderen Fellnasen spüren natürlich während eines Spazierganges ebenfalls sofort wenn etwas nicht stimmt, nur die Reaktionen sind knifflig. Die Kaukasin stellt sich wie ein Bollwerk vor mich und lässt niemanden in meine Nähe ( teilweise zieht sie dabei die Lefzen so hoch, das eine Zahnwurzel Behandlung ohne Probleme gehen würde ) abgesehen davon, das sie mit Menschen nicht sonderlich kompatibel ist. Das Riesenbaby Spiky stellt sich ebenfalls vor mich, reagiert auch sehr oft wie die kleine Maus, ist aber durch seine Vergangenheit als stetiger Begleiter noch nicht geeignet ( Angsthund der zurück springt wenn er sich erschrickt und sobald etwas unheimlich ist, schwupps sofort hinter Frauchen verstecken ) und unsere alte kleine Dame ähnelt einer Katze- sie liegt am liebsten nur vorm warmen Ofen und schläft.

Natürlich gibt es noch viele andere Gründe warum Pepper mein " Therapie Hund" ohne Ausbildung ist.

Mir kann hier niemand sagen wie ich sie als solchen " anerkennen " lassen kann bzw. das Sonderrecht erhalten kann sie wirklich überall mitnehmen zu dürfen ( öffentliche Gebäude etc. )

Ordnungsamt, Veterinäramt, Therapeutin, Hausarzt, Google, Rentenversicherung, Krankenversicherung... Alles abgegrast und niemand weiß etwas genaueres, ist nicht zuständig oder der Weg über eine Ausbildung zum Therapie Hund. 

Ausbildung gestaltet sich schwierig, da sie vermutlich über 4 Jahre alt ist und ich auch nicht sicher bin ob meine Möglichkeiten ausreichen.

Sie lässt mich langsam wieder etwas selbständiger werden.

Vielleicht gibt es hier Erfahrungen oder Ideen was ich machen könnte.

Entschuldigung für den wahnsinnig langen Text.

Vielen lieben Dank im voraus!

 

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vor 21 Minuten schrieb Mammalia:

... oder der Weg über eine Ausbildung zum Therapie Hund.

 

Soweit ich weiß, ist das auch die einzige Möglichkeit. Das ist verdammt teuer und in der Ausbildungsstätte, in der eine Freundin von mir war, haben sie auch nur Hunde mit Papieren genommen (in diesem Fall wurde die von ihr selbst als Welpe ausgesuchte Hündin, die auch bei ihr lebte, als Anfallswarnhund ausgebildet). Ich kenne noch eine Ausbildungsstätte für Assistenzhunde in Dänemark, die nehmen ebenfalls nur Hunde mit Papier (werden dort ausgebildet und kommen dann "fertig" zu ihren neuen Besitzern). Ich weiß nicht, ob das generell so ist, es scheint aber verbreitet zu sein. Davon, dass man den Hunde "einfach anerkennen" lassen kann, habe ich noch nie gehört. Das geht wohl nicht so ohne Weiteres.

 

Sieh es positiv, dass die Hunde Dir so viel helfen. Das machen sie doch mit oder ohne Stempel gut.

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Ist die Bezeichnung "Assistenz-" bzw. "Therapiehund" den offiziell geschützt? Wen nicht, wäre vielleicht eine Möglichkeit, den Hund ein Geschirr/ Halstuch mit einer solchen Bezeichnung tragen zu lassen und dir von deinem Therapeuten eine schriftliche, offizielle Bescheinigung ausstellen zu lassen, dass dieser Hund dich aus therapeutischen Gründen begleiten sollte. Bei Nachfrage in Geschäften/Lokalen usw. könntest du dann die Bescheinigung vorzeigen. Ich halte es für ziemlich wahrscheinlich, dass das in vielen Örtllchkeiten ausreichen könnte. Wichtig wäre, dass der ausstellende Therapeut Psychotherapeut oder zumindest Psychologe ist.

 

 

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Es gibt offizielle Assistenzhunde, wie z.B. Blindenführhunde, die man dann überall mit hinnehmen darf. Anfallswarnhunde fallen auch in diese Kategorie. Die tragen ggf. Westen mit entsprechenden Markierungen und haben auch Papiere, die sie als ausgebildete Assistenzhunde ausweisen (nach einer teuren Ausbildung, die man im Fall von Anfallswarnhunden meistens selbst bezahlen muss). Während Assistenzhunde einzig und allein ihren Besitzern auf verschiedene Art helfen, verbinde ich mit Therapiehund eher diejenigen, die von ihren Besitzern zur Therapie von anderen eingesetzt werden, z.B. von Psychologen (so eine hab ich auch im Freundeskreis, die bildet ihren Hund selbst aus, hat aber neben Psycho auch bei Frau Dr. FedPet studiert, sie sollte qualifiziert dafür sein). Eine andere Bekannte macht Besuche im Hospiz mit ihrer Hündin. Sie hat, soweit ich weiß, keine besondere Ausbildung dafür, zählt aber ihrer Tätigkeit nach auch zu den Therapiehunden. Therapiehunde darf man nicht grundsätzlich überall mit hinnehmen. Je nach Kommune bekommt man vllt. Steuererlass oder -ermäßigung für sie, aber sonst haben sie keinen besonderen rechtlichen Status, soweit ich weiß.

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Wichtig wäre ja, irgendwie "ne Lücke" im System zu finden, wenn eine offizielle Lösung nicht oder erst später möglich ist. Zumindest für den Übergang wäre das Geschirr + schriftliche Bescheinigung vielleicht eine Möglichkeit.

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Ich sehe gerade, das Thema ist wohl immernoch nicht so eindeutig geklärt. Hier wurde zugunsten der Besitzerin entschieden und die Krankenkasse musste die Ausbildung und den Hund bezahlen (allerdings rücktwirkend): https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-muensterland/video-urteil-krankenkasse-muss-assistenz-hund-bezahlen-100.html

 

Ob das hier inzwischen mal aktualisiert wurde, weiß ich nicht. Da geht es jedenfalls immer noch darum, dass Assistenzhunde überhaupt anerkannt werden. 😕

https://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2016/0701-0800/742-16(B).pdf?__blob=publicationFile&v=5

 

Ich weiß leider nicht mehr, wo meine Freundin die Ausbildung gemacht hat. Ich glaube, in Hamburg. Da hieß es jedenfalls, der Hund bekommt ein Zertifikat und darf dann überall mit hin.

 

@Mammalia Ich würde es vielleicht so angehen. Hol Dir einen Kostenvoranschlag von einer zertifizierten Ausbildungsstätte ein und reiche den zur Übernahme bei Deiner Krankenkasse ein. Die werden Dir vermutlich ersteinmal eine Ablehnung schicken. Je nach weiterem Verlauf würde ich mir einen fähigen Anwalt hinzuziehen, der das Ganze für Dich bei der Krankenkasse ins Rollen bringt. Alternativ bezahlst Du die Ausbildung selbst. Sofern der Hund denn auch wirklich geeignet ist (das wäre auch in einer zertifizierten Ausbildungsstätte ersteinmal festzustellen... vielleicht sollte man das auch zuerst machen, bevor man sich an die Krankenkasse wendet). Mich würde bei dieser Rasse leider auch die Überlegung umtreiben, inwieweit sie dem Ganzen körperlich gewachsen ist. Wenn sie jetzt 4 ist, ist sie vermutlich schon ca. 6, wenn sie die Ausbildung abgeschlossen hat. Was hältst Du von der Idee, Dich einmal beim eurem Tierarzt zu erkundigen, ob er sie für geeignet hält? Die Rasse ist ja leider für weitreichende gesundheitliche Probleme bekannt und Dir ist nicht damit geholfen, wenn Du sie fertig ausgebildet hast und sie gleich in Rente schicken musst, weil der Rücken nicht mehr mitmacht etc.

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Was ist, wenn du dich an dein zuständiges Veterinäramt wendest?

In NRW sind die bei den Kreisverwaltungen angesiedelt. 

Dieses Amt nimmt auch den Wesenstest vor.

 

Du brauchst ja nur eine Bestätigung von offizieller Seite. Wahrscheinlich kann dein behandelnder Arzt ein Attest über deine gesundheitlichen Beeinträchtigungen ausstellen.

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Ich glaube mit 'nur irgendeine Bestätigung' ist es nicht getan

 

Vielleicht findet sich hier etwas ---> https://www.dbtb.info

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Wenn der Hund jetzt schon alles “kann“, was er können soll, würde ich keine teure Ausbildung mehr machen. Ich würde vom Therapeuten einen Wisch ausstellen lassen, dass der Hund dir hilft, und dem Hund ein Halstuch o.ä. anziehen mit “Ich helfe Frauchen“ und dann gezielt fragen, ob er mit darf. Wenn nach dem offiziellen Dokument gefragt wird, kannst du ja ehrlich sagen, dass dein Hund das aufgrund des Alters nicht mehr machen konnte oder so etwas. Solange du nicht so tust, als sei er zertifiziert, finde ich das total ok.

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Therapiehund ist nicht geschützt. 

Im vorliegenden Fall geht es auch um einen Assistenzhund. 

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