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Hundeforum Der Hund
KleinEmma

Buch: (Keine) Menschlichkeit in der Tiermedizin

Empfohlene Beiträge

vor 4 Minuten schrieb benno0815:

Würde mich wundern, wenn das jemand freiwillig einnimmt

 

Da gibt es genug!

 

 

(Ich verfolge auf fb 'die lockere schraube', da hat es massenhaft Dokus darüber

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Zitat

Behörden in Amerika, Kanada, Frankreich und Deutschland warnen schon lange vor MMS. Dort wurden nach Einnahme von MMS unerwünschte Wirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall, Nierenversagen, Verätzungen der Speiseröhre sowie Atemstörungen durch Schäden an roten Blutkörperchen beobachtet.

Zitat

Hamburg - Seit Monaten wurde ein vermeintliches Wundermittel über das Internet intensiv beworben und über dubiose Online-Shops verkauft: "Miracle Mineral Supplement", kurz MMS, es soll gegen allerhand Leiden gleichzeitig helfen - Krebs, MS, Autismus, Alzheimer.

Doch die "Wunder-Mineralienergänzung" ist gefährlich. Sie besteht aus Natriumchlorit (nicht zu verwechseln mit Natriumchlorid, also Kochsalz) und einer Zitronensäure-Lösung als "Aktivator". Werde beides vermischt, entstehe Chlordioxid, ein giftiges Gas mit stechendem, chlorähnlichem Geruch, berichtet das das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Chlordioxid diene als Bleichmittel von Papier und zur Desinfektion von Trinkwasser und verursache schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. MMS ist kein offizielles Arzneimittel, es gibt keine Zulassungsstudien, die die Sicherheit und Wirkung attestiert hätten.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/mms-bfarm-stuft-es-nach-zulassung-als-bedenklich-ein-a-1017455.html

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Schrader ist auch der Überzeugung, die Zahl an Hunden mit Kreuzbandrissen, Arthrose u.a. hat deshalb so gravierend zugenommen, weil gleichzeitig immer mehr Hundehalter Fertigfutter füttern (von Mitte der 60er Jahre an). 

Zitat

Diese Auffassung vertrat auch der schon genannte Hamish Denny aus Schottland. Er meint, dass die Ursache für die meisten Kreuzbandrisse nicht etwa das berühmte "Mauseloch" war, in der der Hund getreten war. Untersuchungen der Universität Edinburgh hatten ergeben, dass seit 1970 gemeldete Kreuzbandrisse im gesamten Großraum United Kingdom Entzündungen zur Ursache hatten, wobei sich meist eine Arthrose im fortgeschrittenen Zustand zeigte.

Das Auftreten von Kreuzbandrissen (und natürlich auch von Meniskusentzündungen und -zerstörungen) hatte eine Ursache: Seit Mitte der 60er Jahre wurden Hunde in ganz England vorwiegend mit Fertignahrung aus Dosen und Tüten ernährt.

Die Hersteller von Hunde- und Katzennahrung schweigen. Ihre Umsätze steigen bis heute gigantisch. In Deutschland ernähren mehr als 80% aller Hundehalter ihre "Lieblinge" mit Fertignahrung. Die Zahl der gelenkkranken Tiere stieg ebenso - gigantisch.

 

Dazu wird eine Behandlungsmethode beschrieben, die sich Laterale Fixation nennt. Er eckt ja scheinbar auch deshalb an - bei den Tierärzten - , weil er die Preise der TÄ als zu hoch ansieht. Irgendwo im Netz (sowie auch im Buch) findet man Vergleiche: Seine Preise für beispielsweise OPs und dagegen die üblichen Preise der meisten TÄ. 

 

Zitat

Unter Kreuzbandoperation versteht man die chirurgische Erneuerung des vorderen und/ oder des hinteren Kreuzbandes im Kniegelenk unter Beseitigung von Gewebetrümmern.

Kreuzbandrisse kommen bei Hunden und Katzen immer häufiger vor, und die Veterinärmedizin weist inzwischen 45 Methoden auf, die ein Tierarzt in seiner Praxis zur Anwendung bringen kann.

Seit undenklichen Zeiten wenden wir die Laterale Fixation an. Hierbei wird das Kniegelenk unter Narkose geöffnet und nach sorgfältiger Entfernung aller Gewebstrümmer geschlossen. Die Laterale Fixation geschieht von außen: Ein starker Kunststofffaden wird so eingezogen, dass die ursprüngliche Position beider Beinknochen im Knie wieder hergestellt wird. Sollte das Implantat - aus welchen Gründen auch immer – mal reißen (was selten vorkommt), kann man es erneuern, ohne das Gelenk zu öffnen.

Eine wirklich überzeugende Methode – vor allem durchaus sozialverträglich und sehr erfolgreich.

Auf Wunsch führen wir auch die TPLO, die TTA oder besser noch die CWCO durch. Aber das sind eigentlich Eingriffe für Leute, die es toll finden im Tennisklub zu erzählen, wie viel Geld sie für ihren Hund beim Tierarzt gelassen haben.

Die komplette Kreuzbandoperation kostet bei uns zwischen 260 und 320 € zuzüglich Narkose und Mehrwertsteuer.


Tierärztliches Institut für angewandte Kleintiermedizin
Tierärztliche Gemeinschaft für ambulante und klinische Therapien
Dirk Schrader I dr. Steven-F. Schrader I dr. Ifat Meshulam I Rudolf-Philipp Schrader

 

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Ich frag Tierärzte immer, ob sie das bei ihrem eigenen Hund genauso machen würden. Bis jetzt habe ich immer ein "ja, da führt kein Weg dran vorbei " oder ein "ich würde auch x in Betracht ziehen, aber das ist sehr teuer" bekommen. 

 

Generell bin ich gegenüber "Nestbeschmutzern" vorsichtig. Wird einen Grund haben, warum die nicht zu den coolen Kids gehören. 

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Das Problem mit Büchern wie diesem: Was bringt es uns Hundehaltern? Wir alle sind Laien. Wer nicht Medizin studiert hat, wird im Fall der Fälle nicht wissen können, welche Behandlung nun die bessere wäre. 

 

Als Emma den Beinbruch hatte, konnten wir entscheiden: Metallschiene und Schrauben oder das teurere spezielle Kunststoff. Uns wurden die Vorteile des Kunststoffes erklärt und natürlich haben wir dann dieses Material gewählt (würde ich auch heute wieder tun). Ob das nun alles stimmt? Das muss ich einfach glauben. Aber, wir hatten zumindest die Wahl. 

 

Bei Milo hätte ich gerne eine Alternative zumindest zum Antibiotika gehabt. Die gibt es bestimmt, nur ich bekam keine genannt. Doch: Kollodiales Silber. Nun sind wir aber Laie und wir waren uns sehr unsicher, ob das wirklich eine Alternative wäre. Letztlich schluckt er nun Antibiotika + Ypozane. Hoffen wir mal, dass es eine gute Entscheidung war. 

 

Das Buch wird mich nicht weiterbringen. Und wen fragt man, wenn man nach Alternativen sucht? Tierärzte, Heilpraktiker...beide haben ihre Sichtweisen und sicherlich auch ihre Geldbeutel im Kopf.

 

Nun können wir uns alle weiterbilden, Bücher verschiedener Richtungen lesen usw., aber wenn es drauf ankommt, der Hund also krank ist - würde ich mich nicht trauen, eigenständig eine Behandlung durchzuführen, also ohne Hilfe von "Experten". Experten in Anführungsstrichen weil: Weiß ich, ob sie sich weiterbilden oder sich nur auf das Wissen stützen, das sie sich während des Studiums angeeignet haben?

 

Ich finde es weiterhin schwierig. 

Und zu den Kosten: Da haben wir auch schon gravierende Unterschiede festgestellt. Z.B. damals unser Kater, Harngrieß. 2 x ist es passiert, dass er morgens reinkam und sich vor Schmerzen kugelte. Beide Male natürlich sonntags. Tierarzt 1: 450 Euro nur für den Sonntag. Tierarzt 2: 100 Euro für den Sonntag. Die gesamte Behandlung mit Aufenthalt von mehreren Tagen in den Praxen war von den Kosten her ein Unterschied von mehreren 100 Euro. 

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Jemand, der MMS empfiehlt, kann ich nicht ernstnehmen. 

 

Und vorsichtig bin ich immer bei Menschen, die ein bestehendes System kritisieren, gleichzeitig aber selbst Produkte anpreisen, die den Kunden das Geld aus der Tasche ziehen. 

 

Kritisches Denken halte ich für sehr wichtig. Sicher gibt es am Tierärztewesen einiges zu kritisieren. 

Allerdings habe ich das Gefühl, Kritik und Wahn verschmelzen immer mehr. 

Und Manche versuchen, aus der Verzweiflung der Menschen, eigenes Kapital zu schlagen. 

Dein Hund ist unheilbar krank? Hier kauf MMS das heilt alles. Damit das wirkt, brauchst du aber noch einen Selbstheilungskurs, dann brauchst du nie wieder zum Doktor gehen... usw. 

 

Der Herr tritt auch auf dem Spirit of health Kongress auf. Ich denke, der ist mit Vorsicht zu lesen. 

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Mh, das sehe ich anders. Es gibt viele bestehende Systeme, die längst überholt sind. Spirit of Health Kongress kenne ich  - glaube ich -nicht. Generell finde ich Kongresse über alternative Methoden interessant. Es gibt mehr, als innerhalb des Tellerrandes. 

 

MMS stehe ich auch mehr als kritisch gegenüber, würde das weder selbst nehmen, noch meinem Tier verabreichen. Aber: Hier bei uns sind Antibiotika und Cortison die Allheilmittel. Eins von beiden wird immer verschrieben und wenn es nur prophylaktisch ist. Impfungen: Empfehlung hier ist, alle Impfungen jährlich. Also, so ganz gesund ist das auch nicht, was TÄ (Ärzte allgemein) verordnen oder empfehlen. 

 

 

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Zu den Futterzusätzen kann ich wenig sagen, dazu kenne ich mich zu wenig aus.

 

Meinem Hund hat Schraders Klinik ein besseres Leben ermöglicht, ich habe mich dort auch mit dem Senior unterhalten. Ja, er ist speziell und ich muss nicht alles gut finden - aber an vielen Punkten muss ich ihm auch Recht geben...

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ich sehe die übermäßige Gabe von Antibiotika und anderen Medikamenten in der Medizin ( sowohl Tiermedizin als auch Humanmedizin) auch kritisch. Das ist definitiv ein Problem unserer Zeit. 

Trotzdem bin ich die Erste, die bei einer Halsentzündung Antibiotika für den Hund verlangt. Wahrscheinlich würde der Hund auch ohne überleben. 

 

Wenn ich oder der Hund Medikamente bekommen, dann Google ich so lange bis ich genau verstanden habe, was es ist und wie es wirkt. Genau dasselbe mache ich auch mit Blutbildern.

Mit allem außerhalb der Schulmedizin tue ich mich schwer ( sicher kann man bei einer Erkältung auch mal einen Kamillentee trinken). 

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@Hellskitten,du bist scheinbar im Forum die einzige, die diesen Tierarzt kennengelernt hat. Wir anderen können uns somit kein so gutes Urteil bilden wie du. Schön, dass er deinem Hund helfen konnte.

 

@Holo, ich informiere mich auch immer, frage auch andere Tierärzte, bevor ich irgendwas gebe. 

Alternativen verwende ich auch. Nur in einigen Fällen traue ich mir das auf eigene Faust nicht zu. Da ist die Angst etwas falsch zu machen größer. .. obwohl ich das auch mit Schulmedizin habe.

 

Bei Emmas Bein, an dem sich ständig wieder Beulen mit Lymphe bildeten, zuckten die Tierärzte nur die Schultern. Eine junge Tierärztin behandelte dann mit Infrarot und zeigte mir, an welchem akuprressur Punkt ich massieren musste. Jetzt sind die Beulen Geschichte.

 

Es bilden sich ja auch nicht alle Tierärzte weiter. Diese junge Tierärztin ist mit Leidenschaft bei der Sache und bildet sich schon alleine aus eigenem Interesse weiter. Und Gott sei Dank auch mit Alternativmedizin

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