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Hundeforum Der Hund
Zurimor

Mäuseln

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vor 36 Minuten schrieb Lique:

Dabei berücksichtige ich eben auch, dass der allererste Beitrag hier ursprünglich aus dem "gute Hunde"-Thread kommt.

 

DAS ist eigentlich das Problem. Dass Hunde auch mal Mäuse erwischen (Airedales sind berüchtigt dafür, mal eben schnell "im Vorbeigehen" eine Maus zu erhaschen), ist einfach so. Das aber als "toll" herausstellen, finde ich nicht so prickelnd.

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vor 10 Stunden schrieb Holo:

 

Ich bin nur bei Wühlmäusen wirklich streng.

 

Denke mal, du meinst Spitzmäuse ;) Die auch keine richtigen Mäuse sind, sondern zu den Insektenfressern (wie Igel und Fledermaus) gehöhren und die auch nicht schmecken, weswegen ihr Tod wirklich absolut unnötig ist denn ein Hund wird - anders als ein Fuchs zB ) nicht lernen dass Spitzmäuse eklig schmecken und sie in Zukunft meiden, sondern immer wieder springen und reinbeißen.

 

Im Grunde könnte man Hoffnung haben, denn Scully hat immerhin gelernt, Frösche und Kröten nicht anzurühren - aber Spitzmäuse sind vermutlich einfach zu "mausig" und daher schwerer zu unterscheiden?

 

 

Ich lasse Scully buddeln, ich lasse Higgins buddeln, ich ließ Lemmy buddeln. Und wenn eine Maus gefressen wird, dann versuche ich zwar das Fressen zu verhindern, (Ansteckung mit Krankheiten und Würmern) aber sterbe weder tausend Tode noch begebe ich mich in eine moralische Selbstkasteiung oder weine mich in den Schlaf.

 

Ist das nun Doppemoral, dass ich einigen Tieren mehr "Wert" beimesse als anderen? Ja, na logo.

 

Ich werte ja auch Menschen die weiter weg von mir leben weniger hoch als die, die in meiner Stadt leben, und Menschen in meinen Freundes- oder Verwandtenkreis sind mir näher als Menschen die nur in meiner Straße leben, und manche Schicksale rühren mich mehr als andere, egal wie fremd mir die Menschen sind.

Lerne ich sie besser kennen, und sei es nur durch ein Buch oder eine Doku, können mir auch Menschen aus komplett anderen Regionen der Erde enorm nahe gehen - teilweise dann näher als mein Cousin zB.

Das ist absurd :D Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass vielen das ähnlich geht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man ohne psychisch Schaden zu nehmen alles und jeden auf der Welt gleich hoch "bewerten" kann. Man könnte natürlich alles auf Null bewerten was nicht man selber ist, also allen anderen Lebewesen keinerlei Wert beimessen.Dann wären alle gleichwertig (nämlich Null) Da wären wir dann aber auch wieder beim psychischen Schaden ;) 

Ich habe sogar eine persönliche Werteskala für Bäume.... (das mag man nun auch als psychisch verdächtig einstufen ... :D

 

 

tl:dr

Ich lasse meine Hunde buddeln und die ein oder andere Maus fressen/töten, und ich finde das nicht schlimm.  Ratten übrigens dürfen auch getötet werden! Sofern es freie Ratten sind, natürlich!

Maulwürfe, Spitzmäuse, Katzen, Rehe, Wildschweine etc nicht. Das ist sicherlich doppelmoralisch, stört aber sicher nicht meinen Schlaf.

 

Wenn jemand das anders sieht und anders handhabt, ist das auch ok. 

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vor 6 Minuten schrieb Lemmy:

Ich habe sogar eine persönliche Werteskala für Bäume.... (das mag man nun auch als psychisch verdächtig einstufen ... :D

 

 

Yup, definitv  😁

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vor 14 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Beim Schutzdienst- ja da muß man ganz klare Linie fahren von Anfang an- dürfte früher schwieriger gewesen sein, aber ein positiv aufgebauter Schutzienst, der allein auf Beutefang basiert ist heute wesentlich leichter zu finden als noch vor einem Jahrzehnt. Für Huskies müßte man den aber grundlegend umbauen- da gebe ich dir recht.:D Schon allein mit Bellen haben die es nicht so...

 

Zumindest mit Malamutes sollte man auf keinen Fall eine Schutzhundeausbildung machen: 

"Keinesfalls solltest Du mit ihm eine Schutzhundeausbildungmachen. Denn der Malamute ist überaus menschenfreundlich und durchaus ein richtiger Schmusehund mit Beißhemmung. Nach solch einer Ausbildung wäre er jedoch verwirrt und dadurch schwer steuerbar und durchaus gefährlich."

Zitatquelle: https://m.markt.de/ratgeber/rassehunde/alaskan-malamut/

 

Wie fügt man ein Zitat ein am Handy? Gibt da anscheinend keine Option.

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Oh , da haste ja ne ganz sichere Quelle... Laß dir keinen Bären aufbinden. Auch ein Malamute ist bestimmt in der Lage zwischen einem Hetzärmel und Herrn Schmidt zu unterscheiden (bzw. zwischen einer Bushaltestelle und einem Hundeplatz) , genauso wie er in den Lage ist, zwischen einem Ball und einem Elefanten zu unterscheiden, allein weil man Elefanten selten wirft... Kannst ja mal nachlesen, wie so ein Beuteaufbau geht, dann weißt du, warum das Quatsch ist (der mich ein bißchen an die Frauen von der Wiese erinnert).

( Man könnte in der Logik auch folgern: "Wo ist die Beisshemmung bei Mäusen und anderm Wild"...)

 

Und dass es der Maus egal sei ob Hund oder Bussard, glaube ich wohl am wenigsten.

Da war in der Sekunde kein Bussard, da war ein Hund. Hätte er in dem Moment nicht gejagt, hätte sie länger, veilleicht sogar ganz lange gelebt und keine bestialischen Schmerzen erleiden müssen.

Vielleicht war sie nur auf den Bussard konzentriert und hat den Hund übersehen. Zwei Bedrohungen sind gefährlicher als eine- oder?

Dir wäre auch nicht egal, ob zwei Axtmörder an jeweils einem Ausgang des Ganges stehen oder nur einer dadurch versperrt würde.

 

 

Speziezistische Süffisanz- damit habe ich meine Probleme. Ich bin sicher auch Speziezistin. Ich entwurme, ich hindere Zecken an der Nahrungsaufnahme, ich töte Kopfläuse, entwurme bei Befall und spüle Blattläuse mit dem Gartenschlauch ab, ich fahre sogar Auto und nehme die Kollision etlicher Mücken in Kauf. Natürlich ziehe ich da Wertlegungsgrenzen- wirklich ohne Verluste ist mir mit zu vielen Einschränkungen verbunden. Aber ich versuche doch soweit möglich zu minimieren.

Ich habe keinen offenen Getreidespeicher und lege Fallen aus, sondern verpacke den Kram im Schrank, dann brauche ich auch keine Fallen.

Die Einschränkung, meinen Hund aufwändiger beschäftigen zu müssen und dadurch weniger Zeit für Anderes zu haben, nehme ich in Kauf, das kann ich leisten.

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Schwieriges Thema - hab mich nun durch alle Seiten gekämpft, uff. Ich hab mich auch an Zurimors Beitrag gestört - eben weil er/ sie sich freut, wenn Suhna Mäuse erlegt. 

Dort, wo wir im Sommer oft in der Bretagne sind, laufen früh morgens viele ältere Franzosen mit ihren Jagdhunden. Die Hunde jagen und töten Kaninchen - man findet dann auch öfter mal beim späteren Spaziergang getötete Kaninchen. Ich freue mich nicht darüber. Das Gebiet ist ein Naturschutzgebiet und dort wird nicht geschossen. Es gibt aber keine Füchse und dort auch keine Greifvögel. Dementsprechend ist die Masse an Kaninchen. Also wird es scheinbar so gelöst, dass früh morgens die Jagdhunde jagen dürfen.

 

Bei uns im Campo leben Ratten und Mäuse rund herum - hier ist halt überall Natur. Als wir noch unseren Kater hatten, war das nie ein Problem. Die Mäuse und Ratten blieben dem Haus fern. Dann gaben wir den Kater ab und ein Hund des Nachbarn sorgte dafür, dass es hier gar keine Katzen mehr gab: Er tötete alles, Katzen, kleine Hunde und Welpen (herrenlose), Füchse, sogar einen Dachs. 

Und dann brach die Mäusen- und Ratteninvasion aus. Sie waren überall, vermehrten sich ganz munter und bis dahin konnte ich mir tatsächlich nicht vorstellen wie das ist, wenn man diese Tiere im Haus, aufm Dach und überall hat. Das war nicht lustig, wenn einem beim Aufziehen der Besteckschublade ne Maus anglotzt und alles voll gepisst und geschissen ist. Wir haben hier genug Greifvögel und Schlangen. Aber Greifvögel kommen nicht ans Haus, in den Garten. Seitdem wir keine Katze mehr haben, hatten wir aber Schlangen im Garten - die haben übrigens auch dafür gesorgt, dass die Zahl der Frösche im Teich nicht zu hoch wurde. Natur ist voll gemein.

 

Jetzt ist der Hund des Nachbarn tot und es schleichen sich allmählich wieder Katzen an. Mäuse und Ratten werden weniger bzw. ziehen sich zurück - sehr schön.

Allerdings reduziert sich mit den Katzen die Zahl an Echsen und auch Baby-Schlangen sieht man nur noch selten. 

 

Ich war übrigens so, dass ich jede gefangene Maus und Ratte (mit Lebendfalle) mit dem Auto weit hoch in die Natur gefahren und dort freigelassen habe. Wahrscheinlich habe ich für die Ernährung der Greifvögel, Ratten und Co. gesorgt. Ich hätte sie aber nicht mit diesen anderen Fallen töten können. So habe ich es im Grunde der Natur überlassen, was mit den Ratten und Mäusen geschieht.

 

Und zu den Hunden: Meine vorige Hündin war auch so, dass sie selbst angeleint mal kurz zur Seite sprang und mit Tier im Maul wieder zurückkam. Geholfen hätte ein Maulkorb. Das habe ich aber nicht gemacht. Lustig fand ich das nie und stolz hat es mich auch nicht gemacht. Aber ich habe es so gesehen, wie einige andere hier: Es ist ein Tier mit enormem Jagdtrieb (sorry: mit enormer Jagdmotivation). Alles abtrainieren? Ich glaube, das geht einfach nicht oder man muss ständig mit irgendeinem Ersatz durch die Gegend laufen und ich bin überzeugt, selbst das würde solche Hunde nicht von ihrer Passion abbringen.

 

Lucky hat gar nichts gejagt und getötet sowieso nicht. Emma hat wenig Jagdlust. Aber mäuseln tut sie auch gerne - bzw hier bei uns eher heuschreckeln. Ihre Motivation ist aber nicht das Töten, sondern das Bringen. Ich bekomme also öfter mal ne dicke Heuschrecke vor die Füße gesetzt - finde ich auch nichth immer lustig, dann die Tiere springen dann weg. Emma achtet nicht darauf, dass die Schrecke nicht in meine Richtung springen kann. So sieht man dann direkt zwei Schrecken vor Schreck wegspringen.
Ich könnte ihr natürlich auch das abtrainieren. Nur: Warum? Tausch ist bei dieser Sache bei ihr ein schlechtes Tauschgeschäft. Also z.B. statt eine Schrecke zu bringen (oder eine Schildkröte) einen Futterbeutel apportieren. Das macht sie höchstens einmal, findet das dann absolut sinnfrei und beim zweiten Mal bin ich diejenige, die den Futterbeutel holt. 

 

Wie gesagt macht mich das nicht stolz und ich finde es auch nicht lustig. Lieber wäre mir auch, dass mein Hund gar kein Interesse an anderen Tieren hat. Um so einen Hund zu bekommen, dürfte ich dann aber keinen Mischling mehr nehmen, zumindest keinen mit unbekannter Herkunft. Schwieriges Thema...

 

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Vor 27 Jahren fanden wir es auch ganz toll, den 1/2windigen auf einer großen umzäunten Brache "Hund" sein zu lassen..."der fängt ja eh nix", bis er was fing...daraus resultierte ein restliches Hundeleben an der Schleppleine. Will sagen: Man sollte sich gut überlegen, bei welchem Hundetypus und Individuum man welche Geister wie weckt, und ob man diese dann- wenn sie ausgewachsen sind, händeln kann. Lotti darf buddeln (was ich brav wieder zuschütte)  und mäuselt auch - und zwar geworfene Steinchen.

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vor 9 Stunden schrieb Zurimor:

Wie fügt man ein Zitat ein am Handy? Gibt da anscheinend keine Option

Doch, eigentlich schon. Ich bin fast nur mit Handy online.

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Am 2.1.2019 um 11:45 schrieb Estray:

Mäuseln kündigt sich durchaus an und darauf kann man Einfluss nehmen, wenn man selbst auf Sendung ist und den Hund lesen kann. 

Meine Hunde waren auch extreme Mäusejäger und das habe ich verhindert und sie wollen oder wollten sich auch nicht beerdigen, weil sie dieser Beschäftigung nicht mehr nachgehen durften. 

 

Das ist sehr schön für dich.

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Mein Hund durfte sich am Mäusefangen üben und kann das perfekt. Damit wurde andere Beute kanalisiert und auch das Mäuseln geht immer mehr zurück.

 

Er wägt ab, ob sich das Jagen lohnt. Da er gut gefüttert ist und weiß wie man erfolgreich jagt, ist er sehr viel zuverlässiger als andere jagdpassionierte Hunde, denen es verboten wird. Akuma verfällt einfach nicht in den kopflosen Zustand, was ihn lenkbar macht.

 

Dafür darf er Mäuse fangen, die dann der Storch oder Reiher frisst. 

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