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Hundeforum Der Hund
Zurimor

Mäuseln

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vor einer Stunde schrieb Estray:

dass sie sich so festgebuddelt hat, dass ich zwischenzeitlich mit den 3 anderen Hunden nach Hause fahren konnte, ohne dass sie auch nur Notiz davon genommen hätte. Sie hat jeden Spaziergang Mäuse gefangen und gefressen. 

Sie verträgt keine Mäuse, bekommt davon Bauchweh und muss nachts raus, um Gras zu fressen. 

Das verstehe ich alles sehr gut. Aber dann ging es dir vor allem um die unerwünschten Konsequenzen für deinen Hund, oder? Ich kann es verstehen, dass du das dann nicht zugelassen hast.

 

Das alles ist hier nicht so. Mäuse werden nicht gefressen. Gefangen wird alle Jubeljahre mal eine. Buddeln findet nur in Ansätzen statt (sonst unterbreche ich das). Er kommt immer mit. Meistens mäuselt er, während ich das kleine Feld umrunde, dann ist er fertig. Ich hatte noch nie das Problem, dass ich ihn da nicht weggekriegt habe.

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Ich zumindest kann es auch verstehen, wenn man es nur den Mäusen zuliebe unterbindet- idealerweise umlenkt, sofern das geht.

Meine kann sehr gut buddeln, würde sie auch ausgiebig tun, aber ich habe da aus allen Gründen auch etwas dagegen. Sie macht das in erster Linie aus Neugierde und um was zu finden. Idealerweise Fressbares, noch besser GUTE Bälle. Sie kaut in der kalten Jahreszeit auch oft auf Wurzeln rum. Die findet sie dann gezielt nach einmal Grasnarbe Aufreißen.

Sie hat im Garten auch schonmal eine Flexi ausgebuddelt, die verloren geglaubt war. Kausnacks werden auch im Garten verbuddelt.

Tiere sind natürlich interessant und neue Tiere sind immer erstmal Verdachtsmoment erweckend, da werde ich gerufen.

Ich glaube sie würde sich da wesentlich mehr Abenteuer suchen, auch was die Hetzjagd angeht, wenn ich nicht so viel mit ihr machen würde. KÖNNEN tut sie das, sie ist extrem reaktionsschnell, sehr wendig und auch schnell, nicht umsonst jagen viele Dobis mit einigem traurigen Erfolg.

Es gibt einige Hunde, bei denen kann man versuchen umzulenken, die jagen wirklich hauptsächlich aus Neugier und Langeweile und sind auch anderen Actionsportarten gegenüber aufgeschlossen.

Ich finde, man sollte das wenigstens einmal versucht haben, ob das nicht doch funktioniert.

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vor 8 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Ich finde, man sollte das wenigstens einmal versucht haben, ob das nicht doch funktioniert.

Was denn z.B.? 

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vor 37 Minuten schrieb Freefalling:

Aber dann ging es dir vor allem um die unerwünschten Konsequenzen für deinen Hund, oder? Ich kann es verstehen, dass du das dann nicht zugelassen hast.

 

 

Ähm nein, ich schrieb doch, dass mir die Mäuse von Herzen leid tan. 

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Meine Terriemix Hündin hat auch schon mal die ein oder andere Maus erwischt. Ich finde das nicht toll, mir tun die Tiere leid. 

 

Ich benutzte aber auch eine Lebendfalle, als wir mal eine Maus hatten, und trug die Maus dann aufs Feld. Ich könnte auch nie eine Maus zu einer Schlange ins Terrarium setzen.  

 

Jeder hat eine andere Einstellung und Hemmschwelle.

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vor 3 Stunden schrieb Tina+Sammy:

Maya ist kein Hund vom Urtyp *g*

 Aber ich kenne keinen anderen Hund, der so viele Mäuse erlegt und gefressen hat 😕

Sammy hat in 13 Jahren eine Maus gefangen und war so erfreut über seinen Erfolg, dass die Maus abhauen konnte :D

 

Maya schafft es auf Spaziergängen in Feld und Wiesen auch schon mal 5-10 Mäuse zu erwischen.

Und sie ist nicht gezielt auf der Suche.

Sie trippelt so aufm Weg lang, springt zur Seite und wieder raus.

Spreche ich sie an und sie reagiert nicht, weiß ich: die knackt und frisst gerade.

Nun sind wir ja eh meistens im Wald unterwegs, da sind keine/wenige Mäuse.

 

Wie schafft ihr es, bei großen Hunden das Fressen der Maus zu unterbinden?

Maya beißt 1x drauf und schluckt die ab.

Regelmäßige Kotproben zeigen: Würmer hatte sie noch nie.

 

Mit Stolz oder Freude erfüllt mich das nicht...

Mir tut die Maus leid, sie ihr Leben wohl gerne länger genossen hätte.

Vielleicht verhungern unter der Erde gerade Mäusebabys?!

 

 

 

 

Genau wie deine Maya macht Linnie das auch - kurzer Hüpfer und zack kommt sie mit ner Maus wieder raus. Trauriger Rekord waren mal 8 gefangene Mäuse bei einem ca. 45minütigen Spaziergang (davon nur knapp 30 Minuten Feldmark) im Spätsommer 2017. Von diesen 8 Mäusen hatte sie die ersten 5 gefressen. Sie fängt natürlich nicht ständig derartig viele Mäuse, zwischendurch fängt sie auch wochenlang gar keine. Trotzdem, sie ist schon recht erfolgreich als Mäusejägerin. Vermutlich wäre sie das auch sonst bei anderer Beute. Von dem Rebhuhn, das sie angeleint aus der Luft geholt hat, habe ich ja, glaube ich, schon mal berichtet...

 

Anfangs hat Linnie die Mäuse meistens gefressen (die wurden dann von der Futterration abgezogen). Mittlerweile ist das die absolute Ausnahme - wir tauschen. Im Moment, wo sie noch weniger Futter/Schonkost bekommt, weil sie krank ist (aber schon wieder Hunger hat wie ne Große) würde sie eine gefangene Maus aber wohl fressen.

 

Würmer hatte Linnie auch noch nie. Anfangs hatte ich genau deswegen Angst, habe jedes Kothäufchen nach verdächtigen Anzeichen untersucht und wollte gerade aus Angst vor Krankheiten unbedingt die Mäuse tauschen. Mittlerweise bin ich gelassener und denke, dass ein gesundes Immunsystem erstmal viel wegsteckt. Trotzdem wird ab und zu entwurmt (zum Beispiel nach einer mäusereichen Spätsommersaison) und sie wird auch jährlich gegen Leptospirose geimpft. 

 

Wenn Linnie die Maus nicht mit dem ersten gezielten Sprung erwischt (da hab ich keine Chance schneller zu sein), dann kann ich mittlerweile erkennen, ob es "falscher Alarm" ist (dann lasse ich sie buddeln/schnuppern/suchen) oder ob da wirklich noch eine Maus in unmittelbarer Nähe, ggf. unter der Erde ist (dann versuche ich sie abzulenken, klappt mittlerweile ziemlich gut). Linnie bekommt die gleiche Belohnung für das Tauschen wie für das vorzeitige Aufgeben der Jagd: Wir machen Jagdersatzspiel, ein Stück rennen, Leckerlie werfen und hinterher flitzen, Leckerlie verstecken und erschnuppern und natürlich wird sie "gefeiert". Das hat sie mittlerweile verstanden und wenn sie nicht mit dem ersten Sprung zum Erfolg kommt, dann gibt sie mittlerweile recht schnell auf - sie weiß, dass sie für die Party mit uns nicht die Beute anschleppen und uns überlassen muss, sondern dass das Ablassen von der Beute zum gleichen Erfolg führt. Es gibt aber auch Tage, da ist das Jagen einfach das wichtigste und keine Ablenkung interessant genug, keine Belohnung eine wirkliche Alternative. Einen Nicht-Jäger werden wir aus ihr wohl auch nie machen. Ist auch nicht meine Ambition, damit würde ich ihr Wesen brechen. Mein Ziel ist es, ihr Jagdverhalten soweit lesen/beeinflussen zu können, dass ich ihr möglichst viel und möglichst regelmäßigen Freilauf bieten kann.

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Vögel aus der Luft fangen kann Maya auch. 🙈

 

Sie ist ganz zu Anfang, als sie bei mir war, absolut gezielt die Böschung im Wald hoch gerannt, hat die Vögel aufgescheucht und sich einen aus der Luft gegriffen.

Beim ersten Mal dachte ich noch an Zufall.

Am nächsten Tag dann nicht mehr.

Das habe ich ihr allerdings verboten.

Das ist eine Jagd, die über mehrere Sekunden hinweg geht. Die kann man abbrechen.

Einen Hüpfer an den Wegesrand nicht unbedingt 🤷‍♀️

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Der Post war in "Der Gute-Hund-Thread". Sie ist ja auch ein guter Hund im Sinne von gut in dem was sie tut. Und ich kann mich auch mit ihr freuen über ihren Erfolg.  Darüber, daß sie ihre Fähigkeiten verbessert, ihre Jagdstrategien verfeinert, erfolgreicher wird in ihrem Handeln. Man stelle sich einfach mal eine Wildvogelauffangstation vor, dort freut man sich natürlich, wenn der gesundgepflegte Jungfalke lernt zu jagen. Dabei geht es nicht um die tote Maus oder das tote Kaninchen, sondern das Tier, das seine Fertigkeiten entwickelt. Nun kann man natürlich wieder argumentieren, das ist aber ein Wildtier und kein Haustier, die Freude ist aber prinzipiell die gleiche.

Man kann auch zu dem Schluß kommen, daß die Vorteile für den Hund die Nachteile für die Mäusepopulation überwiegen. Ist schade für die einzelne Maus, aber die Mäusepopulation wird dadurch kaum Schaden nehmen. Zumal die Mäuse in unserem Fall liegen bleiben und bisher waren sie am nächsten Tag auch immer weg, wird sich irgendein Tier wohl drüber gefreut haben.

Ich persönlich finde es übrigens eher positiv wenn man seinen Hund weitgehend so akzeptieren kann wie er ist und nicht erstmal 50% seines Wesens ändern muß, damit man mit ihm zufrieden ist. Ich kann akzeptieren, daß mein Haustier auch ein Raubtier ist.

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vor 14 Minuten schrieb Zurimor:

Ich kann akzeptieren, daß mein Haustier auch ein Raubtier ist.

 

Beutegreifer. Meine Hunde rauben nix. :) 

 

Minyok: "Doch, Tuuli raubt meine Wubbas! smilie_tra_176.gif.0fb3b4895849ec69752dd9505babac7e.gif"

 

so weit

Maico

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vor 6 Minuten schrieb mikesch0815:

 

Beutegreifer. Meine Hunde rauben nix. :) 

 

Minyok: "Doch, Tuuli raubt meine Wubbas! smilie_tra_176.gif.0fb3b4895849ec69752dd9505babac7e.gif"

 

so weit

Maico

 

Du kennst Madame nicht, die hat schon ganze Käsestücke geraubt.  Und wenn sie Gelegenheit hat stiehlt sie auch!

Uns außerdem wäre bei Beutegreifer das schöne "...tier" - "....tier" am Ende weggefallen, gefällt mir stylistisch viel besser als mit Beutegreifer. ;)

 

 

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