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Hundeforum Der Hund
Zurimor

Mäuseln

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vor 4 Minuten schrieb mikesch0815:

 

Dann hab ich Halluzinationen und die Futterkrippen, die ich seit Jahrzehnten in unsren Wäldern sehe sind eine Fata Morgana... (ich bin strikt gegen Wildfütterung im Wald, füttere aber ganzjährlich Singvögel.)

 

so weit

Maico

Rehe töten  eher nicht,oder ?

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Bei uns füttert niemand Füchse, Kaninchen, Eichhörnchen und Enten. Das hindert sie aber nicht sie trotzdem abzuschießen. Oh noch ein Unterschied: das Wildtier muß sich regelmäßig davor fürchten abgeknallt zu werden und verliert regelmäßig seine Familie.

 

Aber Moment- wir waren bei Mäusen und bei Bussarden. Ich habe noch niemanden außerhalb eines Wildtierzoos einen Bussard füttern sehen. Mir ist auch kein Napf aufgefallen.

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vor 2 Minuten schrieb black jack:

Als Mensch kenne ich denn Unterschied. 

Deshalb feier ich meinen Hund nicht  wenn er lebende Tiere tötet.

 

Das ist richtig. Ich feier das auch nicht. Aber fühle mich auch nicht ganz wohl damit, meinem Hund so viel abtrainieren zu müssen. Also Emma jetzt nicht unbedingt. Die tötet ja nix - zumindest nicht mit Absicht. Versehentlich wird aber schon ab und zu mal eine Heuschrecke falsch gepackt und einmal hat sie in Frankreich nen Maulwurf geschüttelt. Ihr aber nun komplett zu verbieten, nach Mäusen oder Heuschrecken zu suchen? Das will ich nicht. Habe ich aber auch meinem Kater nicht verboten - und wie Katzen, die gut genährt sind, töten, das ist schon echt mega fies. 

 

Wäre Milo nun fitter und könnte besser sehen - da hätte ich auch wieder einen Jäger an der Leine. Seine Jagdlust ist immer noch stark vorhanden. 

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vor 2 Minuten schrieb black jack:

Rehe töten  eher nicht,oder ?

 

Liegt an ihrem bevorzugten Nahrungsmittel. Allerdings würden Bäume hier auch wieder meckern.

 

so weit

Maico

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Die Problematik besteht darin, dass man die "Natur" meist verklärt (schönfärbt). Die Natur ist aber letztlich nichts, was man bewundern kann oder sollte, denn Natur bedeutet in letzter Konsequenz, dass ein Lebewesen nur auf Kosten eines anderen überleben kann. Das gilt für Fleischfresser umso mehr.

 

Schmerzen, Angst, Altersgebrechen sind ein Produkt der Natur und werden keinesfalls durch Glücksmomente, egal wie viele man auch erlebt, aufgewogen. Das kann man sich immer erst dann vorstellen, wenn einen selbst genau diese Dinge treffen. Andernfalls fehlt jedem von uns die Empathie. Man kann sich glücklicherweise nicht einmal an die letzten unerträglichen Schmerzen, die man mal erlitten hat erinnern - so, dass man sie im Normalzustand nachempfinden könnte. 

 

Wenn es möglich ist, sollte man darauf achten anderen Lebewesen keinen Schmerz zuzufügen oder ihnen Angst zu machen. Das ist unglaublich schwierig, da wir ja jeden Tag Meister im Verdrängen sind. Wenn man eine Wurst im Supermarkt kauft, haben 98% längst vergessen, dass dahinter Tierquälerei steckt. Nur ein Beispiel von hunderttausend anderen.

 

Stellt sich die Frage, ob ich meinen Hund jagen lasse (was auch immer, ob Mäuse, Hasen etc.), um ihn artgerecht zu beschäftigen. Ich würde es nicht machen und halte das auch für abwegig. Bei meinen Hunden habe ich alle Bestrebungen in diese Richtung sofort unterbunden und zwar mit dem Willen, dass dies keine Option ist. Hätte ich eine andere Einstellung gehabt, wären alle tolle Jäger geworden. Vieles ist auch Einstellungssache, denn dann muss man sich nicht einbilden, dass sowas für den Hund artgerecht ist. Ein Hund selbst ist schon so weit weg von natürlicher Entwicklung (ohne Beeinflussung des Menschen), dass es darauf gar nicht mehr ankommt.

 

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich Fluse das erste Mal zu einem Spaziergang im Wald mitgenommen habe. Diese krasse Jägerin, ohne Leine. Ich habe sie bewusst abgeleint, weil bei mir Jagen nie eine Option ist. Ich bin fast 2 Stunden unterwegs gewesen und alles war ok. Jagdversuche wurde direkt bei der ersten Fixierung unterbunden - nur mit deutlichen Worten und Körperhaltung, die auch die innere Einstellung spiegelt.

 

Schon erstaunlich, was eine Einstellung bewirkt, die man auch lebt und mit Überzeugung vertritt.

 

Am 31.12.2018 um 12:36 schrieb Zurimor:

Suhna hat heut auf einer Runde am Feld entlang gleich zwei Mäuse gefangen. Irgendwann muß ich mal ein Bild von ihr mit Beute im Maul machen, sie war so stolz auf sich. :)

 

 

Das ist ein Ausdruck von Freude und zwar ein ganz offensichtlicher, der für mich befremdlich ist. Kann ich so nicht nachvollziehen und würde ich nie tolerieren.

 

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vor 7 Minuten schrieb KleinEmma:

Versehentlich wird aber schon ab und zu mal eine Heuschrecke falsch gepackt und einmal hat sie in Frankreich nen Maulwurf geschüttelt. 

 

Da fällt mir ein, Suhna hat zweimal einen Maulwurf im Maul gehabt, beide haben überlebt. Die fand sie eher interessant als alles andere. Nun kann ich natürlich nicht beweisen, daß das Überleben der beiden Maulwürfe mit dem Mäuseln zusammenhängt, ausschließen würde ich es aber nicht.

 

vor 1 Minute schrieb Mark:

Das ist ein Ausdruck von Freude und zwar ein ganz offensichtlicher, der für mich befremdlich ist. Kann ich so nicht nachvollziehen und würde ich nie tolerieren.

 

Könnte daran liegen, daß du diesen stolzen Hund nicht gesehen hast. Dieser Moment bedeutete ihr die Welt und es war wirklich schön, sie so zu sehen. :)

 

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Oh ja, so sind sie die Dopaminflashs. Bei diversen Abhängigen auch immer so nett zu beobachten...

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Es gibt auch Hunde  die  völlig  glücklich schauen  wenn sie  eine Ladung  Scheisse  gefressen haben.....Würde ich deshalb trotzdem nicht unterstützen .

 

Ich denke nicht  Bedürfnisorientiert genug 😈

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Gerade eben schrieb black jack:

Es gibt auch Hunde  die  völlig  glücklich schauen  wenn sie  eine Ladung  Scheisse  gefressen haben.....Würde ich deshalb trotzdem nicht unterstützen .

 

Ich denke nicht  Bedürfnisorientiert genug 😈

 

Suhna darf Pferdeäpfel fressen. Sind inzwischen weitgehend uninteressant weil sie es darf.

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vor 2 Minuten schrieb Mark:

Ein Hund selbst ist schon so weit weg von natürlicher Entwicklung (ohne Beeinflussung des Menschen), dass es darauf gar nicht mehr ankommt.

 

Ich nehme jetzt nur mal diese Aussage heraus. Das stimmt einfach nicht. Nur ein Beispiel und zwar unser Nachbar, der bis vor einem Jahr 5 Hunde hatte. Die hatten immer Futter zur Verfügung, waren gut genährt und sie sind täglich jagen gegangen. Diese Hunde durften den ganzen Tag tun was sie wollten, liefen somit auch frei durch die Natur. 

Selbst die alte Hündin, die bis zum Tod ihres Frauchens als Schoßhund fungierte, ging mit auf die Jagd. Sie jagte eher Kleintiere wie Echsen. Der eine noch lebende Hund jagt nicht viel, hat sich aber aufs Panzerknacken von Schildkröten spezialisiert. Er frisst auch die Körperteile, an die er nach dem Knacken herankommt. Der eine nun tote Hund hat alles gejagt und getötet. Der andere nun tote Hund ging zwar alleine nie auf die Jagd, aber mit seinem Kumpanen dem Jägermeister ist er auch jagen gegangen.

 

Dagegen haben die drei Boxer in unserer Nachbarschaft nix gejagt. Hat sie einfach überhaupt nicht interessiert. Dafür laufen zur Zeit drei Galgos bei uns frei herum. Keine herrenlosen Hunde. Sie haben ein Zuhause, sind ebenfalls gut genährt - und sind jede Nacht in der Natur unterwegs und jagen, mit Erfolg. 

 

Nein, schön finde ich das nicht. Diese Beispiele, von denen ich noch mehr auf Lager habe, sollten nur aufzeigen, dass nicht alle Hunde weit weg von der natürlichen Entwicklung sind. 

 

Natur ist schön und unschön. Wenn ich z.B. einen Adler bei uns sehe, der Schildkröten aufnimmt und aus der Höhe auf Felsen fallen lässt - dann finde ich den Adler schön, aber die Schildkröte tut mir sehr leid. Der Adler hat bei uns genügend Tiere, die er mit einem Griff töten könnte. Aber ihm gefällt scheinbar der Geschmack der Schildkröten.

Wenn ich bei uns im Teich sehe, wie eine Schlange einen Frosch verschlingt - schön ist das nicht, für den Frosch, für die Schlange aber schon. Manchmal schnappen sich die Schlangen einen viel zu dicken Frosch und müssen den wieder freilassen. Der dicke Frosch lebt dann noch, so ein paar Stunden. Dann findet man ihn tot vor. Die Schlange hat halt zugebissen und der Frosch starb länger als nötig. 

 

Ich habe die Ratten und Mäuse, die bei uns im Haus und auch im Wohnmobil waren, mit Lebendfalle in die Natur transportiert. Es wird nur ein kleiner Teil überlebt haben. Die erste Ratte, die ich in die Natur setzte, klammerte sich an meine Jeans. Beim zweiten Mal bin ich flott zum Auto gelaufen, damit sie nicht noch ein drittes Mal an meiner Hose hängen konnte. Später erfuhr ich, dass dies junge Ratten machen. Armes Tier.

Eine andere Ratte hatten wir an einer Brücke bei uns in der Natur ausgesetzt. Sind dann mit dem Auto weiter hochgefahren. Mein Mann öffnete die Türe und hatte nicht daran gedacht, dass Emma alles zurückbringt. Sie ist also sofort zurückgelaufen und kam mit lebender und unverletzter Ratte im Maul wieder zu uns. Die Ratten sind also scheinbar erstmal total desorientiert und lassen sich von nem Hund fangen, der wirklich nicht besonders jagdbegabt ist. Für andere Tiere mit geschicktem Jagdtalent sind sie also ein gefundenes Fressen. 

Was tun, wenn Mäuse und/ oder Ratten Überhand nehmen? Empathie den Vortritt geben und sie im Haus oder Wohnmobil leben und wohnen lassen? Direkt töten? Gift? 

 

Mir tat alles leid: Die Tiere zu fangen und einfach wegzubringen und zu erleben, wie sie da erstmal desorientiert auf der Stelle hocken (oder sich ans Hosenbein krallen). Mir hätte es aber euch leid getan, sie mit anderen Fallen töten zu müssen. Mit ihnen gemeinsam in einem Raum zu wohnen - da hatte ich dann eher Mitgefühl mit uns :D

 

Zurück zum Hund: Ich freue mich nicht über Tiere, die mein Hund tötet, ob mit Absicht oder ohne. Mit Emma habe ich geübt, dass sie bei Tieren wie Hasen nur guckt, statt nachzurennen. Funktioniert auch prima - zu etwa , was soll ich sagen, 95 %. Das Nachlaufen scheint Freude zu bereiten oder nen Adrenalin-Kick. Manchmal rennt sie trotzdem los. Nicht schön für das Kaninchen - denn es weiß ja nicht, dass Emma es nicht töten wird. 

Nun müsste ich sie immer anleinen, damit sie nicht ab und zu nem Kaninchen nachrennt. Nö, das mache ich nicht. 

 

Wir halten uns Tiere und die müssen schon ganz viel wegstecken und sich abtrainieren und umformen lassen, damit sie in unser Leben passen. Es sind und bleiben aber Tiere. Und die Empathie ist bei mir vorhanden - bei Wildtieren und auch bei meinem Hund. Zumindest sollen sie noch ein bisschen Tier sein dürfen. 

 

Empathie hatte ich auch mit den Tieren, die ich in Käfigen hielt. So bekam ich hier Zwergpapageien geschenkt, denen man den Hals umdrehen wollte. Selbst in großer Voliere, die wir bauten, führten sie kein natürliches Leben. Deshalb gibts bei mir keine Tiere mehr in Käfigen. Auch habe ich Mitgefühl - und Mitleid - mit Katzen, die nur im Haus oder in der Wohnung leben dürfen oder mit Kaninchen, die nicht draußen leben und dort durch die Gegend hoppeln dürfen. 

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