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Hundeforum Der Hund
Zurimor

Mäuseln

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Bisher habe ich auch nur stumm gelesen .Manchmal traut man sich hier ja nicht mehr, sich zu Wort zu melden.

Drei meiner Hunde hatten wenig bis kein Interesse an Mäusen .Buddy hatte schon ein  paar Zufallsfänge in seinen fast 9 Jahren, da er sonst absolut kein Jäger ist und immer Freilauf hat , ist das kaum zu vermeiden .

Unsere Zigeunerin ist da ein anderer Fall. Erstens musste sie sich wahrscheinlich als Junghund selber ihre Nahrung suchen. Zweitens werden Pulin ( nicht Puli , serbische Hütehunde ) unter anderem auch zur Mäuse und Rattenjagt genutzt, sie leben ja nicht im Haus sondern sollen den Hof von schädlichen Nagern befreien .

Da sie meist an der Leine ist, kann ich sie zu 99 Prozent vom Töten abhalten. Allerdings gehört sie auch zu denen, die unvermittelt in die Wiese springen, zupacken und mit drei Bissen runterschlingen .Da ich sie nicht nur an einer 1 m Leine halten möchte, passiert das .

Das finde ich auch nicht besonders toll, aber ich kann damit leben .

Im Freilauf hatte ich kurzfristig sogar versucht mit einem aversiven Mittel das Mausen zu unterbinden. War Madame aber egal und ich fand es eigenlich auch nicht in Ordnung .

Also sage ich ihr sie soll weiterlaufen, manchmal rennt sie allerdings nach geraumer Zeit wieder zurück und hört dann nicht für zwei Pfennig auf den Rückruf . Wenn ich sei wegschicke und ein Loch wieder zubuddle , kann es vorkommen das sie versucht mir in den Schuh zu beissen .

Für Emmi ist es kein lustiges Spiel, soviel ist sicher .

 

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Man muss doch immer auch vom Hund ausgehen.

Unabhängig davon, ob das Mäuseln einem selbst passt, oder nicht.

Meinen erlaube ich es nicht - ich lenke ab - weil sie eine Fixierung darauf bekommen könnten und dann ein "normales" Leben nicht mehr uneingeschränkt möglich ist. Würde ich vielleicht mit einem Hund vergleichen, der Balljunkie ist. Nicht erstrebenswert. Da muss man andere Sachen liefern.

Ist es aber für den Hund ein wirkliches Bedürfnis, dass, wenn ich ihm die Möglichkeit dazu nehme, er andere Unarten entwickelt bzw. in seinem "Hundsein" total eingeschränkt wird - dann würde ich es ihm - wenn er ansonsten mit mir ein "normales" Leben führt - erlauben. Mit Versuchen, einen Ersatz dafür zu finden.

 

Meine würden sich hochpuschen. Natürlich wird es aber auch Hunde geben, die dies beruhigt.

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vor 12 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Das heißt doch nicht, daß er von ihr Sitz Platz bleib etc. abverlangt. Der Hund läuft im Schnitt ca. 100m HINTER dem Typ am Fahrrad und er wartet regelmäßig auf ihn. Der Hund jagt nur nicht. Würde hier auch dazu führen, dass der Hund eingestuft würde. Er läßt ihn jedes Mal mit anderen Hunden interagieren und ruft nur selten. absolut gechillt- nix mit DSH- Erwartungen. Er hätte auch gerne wieder einen zweiten, die Frau wehrt sich nur dagegen.

Das Fahrrad dient nur dazu, selber nicht laufen zu müssen. Die Frau fährt nie allein mit dem Hund Rad, der Hund wäre weg. Der Mann bleibt oft genug in 200m Entfernung stehen und wartet, da wäre genug Zeit zu jagen. Das ist es nicht.

Warum wird das Jagen denn automatisch so hoch eingestuft, wenn die Nahrungsaufnahme gesichert ist? Bei dem Hund läuft das doch, unglücklich wirkt er nicht, mein Hund mag ihn sehr gerne., Wäre es besser den Hund dann dauerhaft an der Leine zu haben? Ich glaube nicht, da kann er ja noch nicht einmal richtig mit Artgenossen interagieren.

Es gibt Huskies ( und Jagdhunde) mit Jagdtrieb und ohne. Wie bei jeder anderen Rasse auch.  Ich pers kenne einen Husky(mix) der in UO-Prüfungen regelmässig mehr Punkte abräumt als Schäferhunde.  Scheint dem Kerl sogar Spaß zu machen, sich in Sekundenbruchteilen ins Platz plumsen zu lassen. 

 

Jeder Hund hat sein eigenes Gesamtpaket aus genetischer Veranlagung, Sozialisation, eigenen Erfahrungen und Erziehung. Ich finde das Beschränken auf Rassemerkmale versus "ich kenne aber Hunde der Rasse, die" , wenig zielführend. Rassemerkmale können hilfreich sein, um das Verhalten eines Hundes besser einordnen zu können. Mehr aber auch nicht. 

 

Ich finde hier passt der Vergleich Hunde und Kinder ganz gut. Du kannst jedes Kind innerhalb einer Familie genau gleich erziehen....raus kommt meist trotzdem etwas ganz anderes. 

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vor 18 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Ja aber hier wird behauptet, daß von diesem Hund nun DSH Verhalten gefordert würde. Wenn der durchschnittliche DSH-Halter so mit seinem DSH umgehen würde, fände ich das sehr erleichternd.

 

Ich finde kein typgerechtes Leben für die einen Nordischen.

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vor 17 Minuten schrieb Loba:

Wenn ich sei wegschicke und ein Loch wieder zubuddle , kann es vorkommen das sie versucht mir in den Schuh zu beissen .

Für Emmi ist es kein lustiges Spiel, soviel ist sicher .

 

Kenn ich auch, nur dass mir Akuma in die Arme gebissen hat. 

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@Hoellenhunde: Was verstehst du nicht? 

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vor 38 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Ja aber hier wird behauptet, daß von diesem Hund nun DSH Verhalten gefordert würde.

 

Wer behauptet das? 

 

so weit 

Maico 

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@Eifelkater Sicher- aber ganz verstehe ich den Bezug nicht auf mein Geschriebenes- dass der Halter bei diesem einen Hund, der durchaus viel Jagdinteresse mitbringt, die entscheidende Rolle spielt.

Großer Unterschied ist auch, daß sich der Typ auf seinen Hund konzentriert trotz der Entfernung, während die Frau meist zu zweit unterwegs ist und sich mit einer anderen Frau unterhält, die wiederum einen artgenossenunverträglichen Hund dabei hat, was dem Husky verwehrt, andere Hunde zu treffen. Diese Bedürfnisse "Zusammen unterwegs sein" und Artgenosseninteraktion werden bei ihr weniger bedient.

@mikesch0815Körk kam mit dem Vergleich an und ich finde den sehr unpassend für den Mann.

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Ich hätte beim Mäuse fangen die Befürchtung, dass es irgendwann nicht mehr nur bei Mäusen bleibt. Irgendwann ist es dann das Kaninchen, die Katze, das  Reh und wohl möglich irgendwann rollerfahrende Kinder. 

 

Ich habe in meinem Bekanntenkreis zwei Hunde, einen Jagdhund Mix und einen Husky Mix, denen das Jagen erlaubt wurde. Auch mit der Begründung, dass es dem Hund so Spaß macht und ne artgerechte Beschäftigtung wäre. 

Beide Hunde haben mittlerweile Fahrradfahrer aus dem Sattel geholt und hetzen laufenden Kindern nach. 

 

Was bei Mäusen und Kaninchen noch akzeptiert wurde, wird mittlerweile zum Problem und gefährlich. 

 

Das muss natürlich nicht bei jedem Hund so ausarten, ich würde das aber ganz genau im Blick behalten. 

 

Mein Hund ist tatsächlich zu tollpatschig, um zu jagen. Er hatte einmal einen Maulwurf im Fang, da hat er sich so erschrocken, dass er ihn gleich wieder fallen lassen hat. 

Der Maulwurf war aber schon halb tot, anders hätte er ihn gar nicht bekommen. 

 

Ich wäre auch nicht glücklich, wenn mein Hund andere Tiere töten würde. 

Meine erste Hündin war passionierte Jägerin. Damals hatte ich noch keine Ahnung, wie man damit umgeht und so hatte sie einige Tierchen auf dem Gewissen. 

Heute würde ich das wohl umlenken wollen. Ich habe mich auch bewusst gegen einen Jagdhund entschieden, obwohl ich z. B. Setter wahnsinnig toll finde. Aber die Zeit, die ich für eine Jagdersatzbeschäftigung aufbringen müsste, habe ich im Moment nicht. 

 

Was den moralischen Aspekt angeht... 

Natürlich bewerten wir leben unterschiedlich. Ich auch. Ich fange Fliegen wenn möglich lebend und setze sie raus. Fruchtfliegen allerdings, werden mit einer Schale gefangen und sterben dann. Mücken werden auch getötet genauso wie Zecken. 

Ich würde meines Lebens nicht mehr froh, wenn ich ständig mit der Moralkeule durch die Welt laufe, und jedes noch so kleine Lebewesen betrauern würde, dass durch mich zu Tode kommt. Ameisen, Fliegen, Käfer auf die man drauftritt. 

Ich überlege immer... Kann ich das bis in allerletzte Konsequenz durchleben. Kann ich das nicht, muss ich Kompromisse finden, mit denen ich leben kann. 

Also achte ich darauf, bewusst so wenig wie möglich andere Lebewesen zu töten. Damit kann ich leben. 

 

Aber das ist meine Moralvorstellung und ich werde mich hüten, sie als allgemeingültig zu betrachten oder sie jemanden überzustülpen. 

Oder jemanden als schlechteren Menschen zu betrachten, weil er eine andere Definition hat. 

 

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Ich  bin  einfach  nicht stolz  das mein Hund  XY ach wie toll jagd.

 

Klar passiert es ,aber Hurra  schrei ich deshalb nicht  .

 

 

Ich zitiere mich einfach nochmal selbst. 

Eine  Bitte  habe ich auch  ich  finde hier keinen Beitrag mit  Moralkeule ,liegt wohl an der Interpretation. 

Kann  jemand  bitte ein konkretes  Bsp nennen  ?

 

 

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