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Hundeforum Der Hund
dogjubel123

Hund will nicht raus und macht seine Geschäfte in die Wohnung.

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Hallo,

 

ich weiß nicht ob ich hier richtig bin und ob man mir hier weiterhelfen kann aber so langsam weiß ich keine Möglichkeit mehr. 

Ich habe einen Hund in Pflege für 2 Wochen. Jetzt nur noch für eine Woche. Sie ist eine englische Bulldogge und 6 Jahre alt. 

Eigentlich eine total problemlose und brave Hündin. Nur seit Silvester will sie nicht mehr raus. Schon Tage davor gab es Probleme. Sobald sie ein Böller gehört hat, hat sie so lange gezogen bis sie wieder an der Tür war. Seit Silvester traut sie sich aber gar nicht mehr vor die Tür. Auch jetzt wo alles rum ist... Es ist total schwierig sie überhaupt vor die Tür zu bekommen. Geschweige denn sie auf die Wiese zu locken ist total viel Arbeit. Da sie zu lange nicht draußen war, hat sie ausversehen Pipi in unsere Wohnung gemacht. Gestern Abend waren wir kurz mit ihr draußen (nach 1h) da hat sie ganz bisschen Kacka und Pipi gemacht. Das war aber anscheind nicht genug denn gestern Abend hat sie als wir wieder drin waren direkt wieder Kacka gemacht und eben gerade nachts auch wieder Kacka und Pipi in die Wohnung. 

Obwohl sie so sehr muss bekommen wir sie nicht raus. Sie wehrt sich richtig und zieht so lange an der Leine. Mit Leckerlis zu locken ist auch nicht so einfach

 

Was Soll ich tun, dass sich das wieder ändert? Und dass sie vielleicht wieder problemlos rausgeht?

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Hallo im Forum!

Arme Maus! In Fremdbetreuung und Sivesterpanik ist eine fiese Mischung.

Ich glaube, daß das alles Zeit braucht, bis sie wieder sicherer wird. Eine schnelle methode, wie das sofort weggeht, gibt es glaube ich nicht, noch nicht einmal mit Psychopharmaka ginge das wahrscheinlich und deren Einsatz fände ich da deutlich zu krass.

Eigentlich finden die Panikhunde recht schnell in den Alltag zurück, wenn es länger aufgehört hat zu knallen. Der Hund hier hat das Problem, daß er das Geknalle wahrscheinlich mit der fremden Umgebung verknüpft hat. Er hat ja keine Vorstellung von "normal" bei euch, wenn du ihn nicht häufig betreut hast.

 

Ich würde möglichst wenig drängen, freundlich motivieren, das Selbstbewußtsein drinnen ein bißchen stärken mit Futtersuche und einer Menge Keksbelohnung und draußen für viele positive Erlebnisse sorgen. Vielleicht hilft ein befreundeter Hund, der mit euch geht, wenn sie Artgenossen mag.

Auf jeden Fall würde ich Druck herausnehmen und gucken, daß ich regelmäßig kurz nach drau0en gehe, damit sie genügend Gelegenheit hat sich trotz der Angst zu lösen. Vermutlich hilft es auch , mit ihr weit nach draußen zu fahren, am besten an Orte, wo sie auch sonst viel Positives erlebt hat.

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Die Leine würde ich in so einem Fall erstmal weg lassen. Der Grund liegt auf der Hand, denn wenn sie angst bekommt möchte sie sich ja zurück ziehen, kann sie dann aber nicht weil sie ja festgehalten oder noch schlimmer, weiter nach draußen gezogen wird. Sobald der Mensch anfängt an der Leine zu ziehen kann was nicht stimmen und läuft schief (meine Meinung).

Also ich würde so vorgehen:

Anziehen, Tür auf machen, raus gehen und Tür auf lassen so das Sie Dich oder besser euch draußen sehen kann. Vielleicht irgendwelche lustigen spiele dabei spielen - irgendwie entspannte, ausgelassene Stimmung körpersprachlich vermitteln bei dem was man macht, immer mal zu ihr schauen, lieb mit ihr reden...

Auch da kann man dann bestimmt beobachten wie sie mal ein paar schritte Richtung Tür macht und sich dann vielleicht wieder drei Schritte zurück zieht - was völlig in Ordnung ist.

Man kann dann noch bei den zwei schritten Richtung Tür positiv verstärken mit "Fein! Machst Du das!" und sich sichtlich freuen.

 

Das ganze mehrmals am Tag und ihr Zeit geben.

Die frage ist natürlich auch wie viel sie euch vertraut - weil ihr sie ja nur zur Pflege habt.

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Mit einem Besucherhund der Angst hat würde ich nie ohne Leine versuchen raus zu gehen.

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@Renesis Ui-und was ist, wenn es dann plötzlich nochmal knallt oder sonstwas und die Hündin draussen Panik bekommt und blind Los-anstatt reinrennt ? -Bei einem sicheren Garten würde ich das natürlich unterschreiben.

 

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Hallo, da du "nur" der Hundesitter bist, würde ich in jedem Fall erst einmal mit dem Besitzer besprechen, was du machst/machen kannst, nicht dass es da nachher noch Ärger gibt. :)

 

Ganz wichtig ist es jetzt, dass die Hündin erst mal wieder Sicherheit bekommt. Was du versuchen könntest wäre, ihr etwas anzuziehen, was wie ein Thundershirt wirkt: http://gestresster-hund.de/thundershirt/

Dazu könntest du ein auch ein altes T-Shirt oder einen Body zweckentfremden, es sollte allerdings ein Material sein mit Stretchanteil, damit das Shirt eng anliegt, wegen der Wirkung.

 

Ansonsten könntest du es vielleicht auch mit Eierlikör versuchen, ob sich das bei der Hündin angstlösend auswirkt und sie so erst einmal überhaupt wieder so gelassen wird, rauszugehen und sich zu lösen. Hierzu der Silvester-Artikel zum nachlesen: 

 

 

Das soll dir aber nur als Brücke dazu dienen, sie nach draußen zu bekommen. Die Normalität muss sich dann mit der Zeit wieder einstellen, wenn die Hündin merkt, dass das Geböllere vorbei ist und keine Gefahr mehr droht. 

Ansonsten fiele mir noch ein Begleithund ein, der Sicherheit vermittelt, aber den hast du sehr wahrscheinlich nicht zur Hand, weil es nicht dein Hund ist. 

 

 

 

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Also das mit dem Eierlikör hatten wir Silvester mit unserem Struppi und unserer Sissy gemacht, es hatte gut gewirkt...sie waren entspannter.
Stimme Fiona01 zu; Wenn Ihr Freunde/Nachbarn mit Hund habt, der locker ist, würde ich die einladen und dann gemeinsam mit denen raus gehen, vielleicht bringt das was !?

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Ich vermute, dass die Hündin dein Haus/deine Wohnung als sicheren Ort betrachtet, den sie nicht verlassen möchte, so, wie das bei Welpen häufig der Fall ist.

 

Wie schwer ist die Hündin? Kannst du sie tragen?  Wenn ja, würde ich mit ihr an eine Stelle gehen, bei der sie absolut keine Verbindung mehr zu deinem Haus hat. Die Leine würde ich ihr auch erst dann anlegen.

 

Armes Tier, da ist ja wirklich viel Angst im Spiel. Ich hoffe, du kannst ihr helfen.

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