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Hundeforum Der Hund
Alyfee

Sexualverhalten von kastrierten Rüden

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Angeregt durch eine Aussage aus einem anderen Thread, stelle ich mir gerade die Frage, wie sich eure kastrierten Rüden verhalten, wenn eine läufig Hündin in der Nähe ist. 

 

Mein Dani wurde früh kastriert. Ich schätze mit ca. 10 Monaten, kurz bevor er zu mir kam. Er war jedenfalls noch nicht ausgewachsenen. 

 

Trotzdem ist er sexuell interessiert an Hündinnen. Er schuffelt und flemt, wenn er läufige Hündinnen riecht. Er war auch schon der Hündin meiner Freundin drauf. 

Wir dachten, naja der ist ja kastriert, die können wir ruhig zusammen laufen lassen. Aber er war drauf, unerfahren wie er ist, hat das wohl ziemlich weh getan. Zum Glück ist beiden nichts passiert. 

 

Ich hatte auch Notfall mäßig mal eine läufige Hündin bei mir zu Hause. Dani war so durch, dass er irgendwann ins Schlafzimmer lief und völlig erschöpft eingepennt ist. 

 

Ich lese immer wieder, daß man den Hunden durch die Kastration den Sexualtrieb nimmt, kann das so aber selbst nicht bestätigen. 

Wie sieht das bei euch aus? 

 

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Habe das hier mal gefunden, sehr interessant und klingt fast wie Deine Beschreibung, würde ich behaupten:
>

Eingriff in das Hormonsystem

Besonders skeptisch sehen Verhaltensforscher Frühkastrationen: „Bei früh kastrierten Tieren sorgt der Wegfall der Hormone für einen Entwicklungsstopp im Gehirn, da während der Pubertät durch den Hormonschub die Hirnarchitektur umgebaut, die Leitungsgeschwindigkeit der Axone verbessert und neue Verschaltungswege geschlossen werden“, weiß Dr. Udo Gansloßer. „Nehmen wir einem Hund noch vor diesem Stadium die Geschlechtsorgane, findet diese Hirnentwicklung nicht oder nur abgeschwächt statt, es kommt zu einer permanenten Verjugendlichung.“ Werden die Keimdrüsen erst später im Hundeleben entfernt, können Hunde aber meist ihr normales Sexualverhalten ausbilden. So kommt es dazu, dass Rüden nach ihrer Kastration weiter den dreibeinigen Stand beim Markieren zeigen oder auch weiterhin decken, wenn sie es vorher einmal gemacht haben. Eine Verhaltenskorrektur, wie sie sich viele Hundehalter von einer Kastration erhoffen, bleibt deshalb oftmals aus.<
Quelle: https://dogs-magazin.de/wissen/basics/kontrollierte-fortpflanzung-das-sexualverhalten-des-hundes/
Wusste
ich SO auch noch nicht...

Unseren Calvin hatten wir spät kastrieren lassen, er bekam immer mehr Probleme mit der Prostata und hatte Schmerzen.

Und danach war Sex überhaupt kein Thema mehr bei ihm..
Auch unsere Candy haben wir erst kastrieren lassen als sie immer mehr gesundheitliche Probleme bekam. Bei der war es dann doch eher mal so das danach das Testosteron mit ihr durch ging und sie "poppversuche" machte. Wo man wirklich den Eindruck hatte es wäre sexualbedingt..

Alle anderen kamen aus dem Tierschutz schon kastriert zu uns.
Der Einzige der Hin und wieder mal, beim zocken/toben, aufreiten wollte war unser Benji, aber das war nie so als wenn er wirklich Sex haben wollte.
Man muss immer das große Ganze sehen...das machte den Unterschied zwischen Benji und Candy
https://www.kompetenzverbundprohund.de/2016/05/23/gründe-für-s-aufreiten-bei-hunden/

https://wissen-hund.de/aufreiten-zu-oft-missverstanden/?cn-reloaded=1

 

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Femo wurde auch früh kastriert. “Verjugendlichung“ trifft es ganz gut. Er ist sexuell schon interessiert, wenn auch eher unbeholfen und nicht so hartnäckig. Mit läufigen Hündinnen kann ich ihn nicht frei laufen lassen. Man kann aber schon an der Leine zusammen unterwegs sein, er hat dann schon noch alle Sinne beisammen. 

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Denny war bereits kastriert, als Luzie bei uns einzog. 

Während ihrer Läufigkeiten war er komplett durch den Wind. Wir haben Luzie dann auch kastrieren lassen, weil sein Verhalten für beide Hunde, vor allem aber für ihn, 

 

Er schnüffelt heute schon gerne an läufigen Hündinnen, macht aber keine Anstalten, aufzureiten. 

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Dass die Entwicklung bei Frühkastraten eine andere ist, wusste ich schon. Dani benimmt sich auch jetzt, mit fast vier Jahren ziemlich welpenhaft, obwohl er schon Erwachsener geworden ist. 

 

Aufreiten aus Jux und Dollerei macht er auch manchmal, das meine ich aber nicht mit Sexualverhalten. 

Das sind "Trockenübungen" dabei ist auch sein Glied nicht draußen. 

 

Bei dem Vorfall mit der Hündin meiner Freundin, wollte er wirklich decken. Er war drauf, ich habe ihn abgerufen und als er zu mir kommen wollte, haben beide Hunde geschrien und sein Glied war voll ausgefahren, mit Knoten. 

Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet, sonst hätte ich die beiden machen lassen. Ich weiß, dass man Hunde beim Deckakt nicht trennen darf, war mir aber wirklich nicht im klaren darüber, dass es einer war. 

 

Er ist durchaus noch ansprechbar und wenn die Hündin nicht direkt in der Nähe ist, läuft er der Spur auch nicht nach. Es ist also schon abgeschwächtes Verhalten. Ist die Hündin aber direkt bei uns, dann denkt er an nichts anderes mehr. 

Im Vergleich zu dem unkastrierten Rüden einer Bekannten ist das wirklich schwach ausgeprägt, ihr Rüde frisst dann nicht mehr, jammert tagelang und ist nur noch der Spur der Hündinnen hinterher. 

 

Trotzdem dachte ich, ein Kastrat, vor allem ein Frühkastrat, wäre sozusagen ein Asexuelles Wesen. Jedenfalls habe ich das so oft gehört und auch immer mal wieder gelesen. 

 

Die Reaktionen meiner Bekannten sind auch ähnlich. "Ich dachte, der sei kastriert" Ja, ist er... Aber...und dann weiß ich nichts dazu zu sagen,außer den flapsigen Spruch. 

 

 

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Der Köterlig ist jetzt 8 ahre alt. Er wurde mit etwa 3 -3,5 Jahren kastriert. Dass er kastriert ist scheint er aber nicht zu wissen.... Zähneklappern, sabbern, lecken, drübermarkieren, großes Interresse an "seinen" Hündinnen wenn sie läufig sind, bzw. auch kurz davor, etc. Probleme macht uns das aber keine. Er ist immer sehr höflich und flirtet super rücksichtsvoll! Er würde aufreiten - wenn die Hündin das zulässt! Aber er lässt sich brav abrufen. Er ist zum Glück nicht gestresst deshalb. Daher ist gemeinsamer Freilauf etc. kein Problem. Auch wenn er aufreiten wollte und ich ihn abrufe, geht alles normal weiter - ohne geringste Anzeichen von jeglicher Art von Stress etc. Sein Interesse finde ich völlig ok, Riechen, Markieren, Flirten das darf er gerne völlig ausleben. Klappt problemlos.

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Kastration hat nicht viel mit dem Geschlechtstrieb zu tun:

Zitat

Dem Mythos zum Trotz können kastrierte Männer durchaus Sex haben.

Dass Männer ohne Hoden nicht nur zeugungs-, sondern auch unfähig zum Geschlechtsverkehr sind, entstammt dem Mythos entmannter Haremswächter aus 1001 Nacht. Den Eunuchen (das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet „das Bett bewachen“) wurde allerdings neben den Hoden auch noch der Penis entfernt.

https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/sexualitaet/sexlexikon/der-entmannte-mann_aid_6545.html

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Muss nicht, kann aber. Kenne ausreichend Rüden die sich nach der Katration kaum bis überhaupt nicht mehr für die Damenwelt interessieren. Auch auffällig beim Rüden einer Bekannten; Sobald der Kastra-Chip ausläuft ist er extrem interessiert und muss unbedingt drauf. Mit aktuellem Kastra-Chip gar nicht......

 

Habe beides schon erlebt.

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Gibt nen schönen Satz "man schneidet die Eier ab aber nicht das Hirn raus" 😉

Mein Hund wurde mit etwa 2,5 Jahren kastriert, er zeigt das komplette Verhalten und das sehr ruhig und charmant. Da muss aber auch die Chemie stimmen, wir haben schon läufige Hündinnen getroffen, da hat er Hallo gesagt und ist weiter gelaufen. Bei anderen fängt er das Werben an ...

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Meine beiden Kastraten sind schlimmer als der intakte Rüde.

 

Fino frühkastriert mit 10 Monaten und Naikey kastriert mit 1,5 Jahren zeigen wenn man sie lässt das volle Programm. Dabei stressen sie sich empfindlich mehr als Newton.

 

Mit Newton hab ich im Gegensatz zu Naikey und Fino nie läufige Hündinnen gemieden. Er hat von Anfang an gelernt mit läufigen Damen auszukommen ohne sein Hirn zu verlieren. Ich vermute das ist der Grund für das unterschiedliche Verhalten.

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