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Hundeforum Der Hund
gebemeinensenfdazu

warum Hunde die letzten Sequenzen der Jagdverhaltenskette nicht mehr ausüben

Empfohlene Beiträge

Abgekoppelt von einem anderen Thema:

 

Interessanter als Nomadenvölker, die ihre Heuernte in der mongolischen Steppe durch mäusejagende Hunde absichern oder den Komplex einiger Hundehalter aufzuarbeiten, warum die Leute nicht so auf Rassen hängenbleiben  und sich erstmal individuell herantasten wollen, fände ich ja eine Diskussion darüber, warum das Töten und Fressen bei Hütehunden z.b. nicht mehr diesen Stellenwert hat.

Schmeckt es ihnen einfach nicht?

Haben sie festgestellt, daß die Hetzjagd dann aufhört und daß ihnen das zu langweilig ist?

Ist Ihnen das, was der Mensch bieten kann wichtiger und verzichten sie ihm zuliebe darauf?

Opportunismus oder Empathie?

Unterscheiden sie stark zwischen "eigenen " und Wild- tieren

usw. "Ist ihnen weggezüchtet" ist ja ziemlich inhaltslos- natürlich haben die noch Zähne und können beissen.

 

vor 17 Minuten schrieb KleinEmma:

 

Jo, das würde ich auch interessant finden. 

 

Emma ist ja nun kein Hütehund - also, ich weiß nicht, was sie ist. Sie ist: Eine Emma :D

 

Bei ihr ist es tatsächlich so, dass sie eher Spaß am Nachrennen hat. Auch immer nur kurz, nach wenigen Sekunden dreht sie wieder um und kommt zurück. 

Tiere die nur sitzen, stehen (oder liegen? :D ) werden beschnüffelt oder mal kurz angestupst. Bleiben z.B. im Frühling die Echsen auf ihrem Sonnenplatz sitzen, geht Emma höchstens mal gucken. 

In einem Jahr in Frankreich waren wir in einem Gebiet, in dem sehr viele kranke Kaninchen hockten oder nur seeehr langsam höppelten. Die hatten diese Krankheit, die manchmal um sich greift (vergesse den Namen immer wieder).  Für Emma ist das uninteressant, bzw. sie geht gucken, schnüffeln und manchmal stupst sie die vorsichtig an. Würden sie dann schnell weglaufen, würde sie nachrennen, aber nicht packen. 

 

Kimba, meine vorige Hündin, musste ich im Fall dieser Kaninchenkrankheit anleinen. Sie hätte jedes Tier gepackt und geschüttelt und das blitzschnell. Ok, vielleicht wäre das für diese kranken Tiere eine Erlösung gewesen. Die haben ja dann alle Körperöffnungen eitrig.

 

Bei Mäusen, Heuschrecken (diese großen Schrecken oder Stabheuschrecken oder auch Gottesanbeterinnen) oder kleinen Echsen ist es wohl eher das raschelnde Geräusch, das zum Springen in den Busch animiert. Die werden aber wiederum aufgenommen, mit weichem Maul und zu mir gebracht. 

Große Echsen - da weicht Emma zurück. Die bleiben ja auch manchmal stehen und reißen ihr Maul auf. Findet Emma wohl unheimlich.

 

Meine vorige Hündin fand nix unheimlich, was tierisch war. Das war alles zum Schütteln und Töten. 

 

Was Lucky war, wissen wir nicht. Anfangs im jungen Alter von 1 Jahr war er sehr dünn, als wir ihn übernahmen. Da sah er aus wie ein Galgo-Mix. Später sah er aus wie ein Weißer Schäferhund-Mix. Also keine Ahnung, ein Mischling halt. Er hat gar nichts mit Tieren gemacht. Weder gehetzt noch gebracht noch getötet - einfach nix. 

vor 17 Minuten schrieb Nasefux:

Klar differenzieren Hunde, was ihre Beute angeht. 

Es gibt Spielzeugbeute, leichte Beute ( z.b.Mäuse), unerreichbare  Beute, Beute für die sich der Kraftaufwand nicht lohnt, weil sie eh nicht erwischt wird, zu große Beute, wehrhafte Beute....

Zumindest Hunde, die ernsthaft jagen wägen ab und sind nicht ganz so kopflos unterwegs, wie Hunde, die einfach nur Spaß am hetzen haben, oder Hunde mit null Impulskontrolle, die jedem Bewegungsreiz ob tot oder lebendig hinterherspringen. 

vor 10 Minuten schrieb KleinEmma:

 

Das fett Markierte kann ich unterschreiben. Das ist wirklich ein Unterschied. Emma ist dann kopflos unterwegs, wenn sie Lust auf Hetzen hat. Beim Mäuseln/ Heuschreckeln/ Echseln ist sie allerdings so konzentriert bei der Sache, dass sie ringsum alles vergisst. Aber auch wieder nicht so, dass sie nicht abrufbar wäre.

 

Meine vorige Hündin war überhaupt nicht kopflos unterwegs. Für sie war das eine ernste Angelegenheit. Vögel hat sie nicht gejagt. Das macht aber Emma, nicht immer, aber manchmal just for fun - bei Möwen oder wenn der Reiher über unseren Garten fliegt.

vor 13 Minuten schrieb Tyrshand:

Also meiner differenziert auch seit er nicht mehr jugendlich ist, sogar zwischen Amseln im Garten und Amseln nicht im Garten. Ersteres fängt er aus der Luft, zweiteres interessiert ihn seit Junghundealter nicht mehr.

 

Und PS. nein, ich finde es nicht gut, wenn er im Garten eine Amsel erwischt. Bei der ersten hab ich auch geweint!

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In Coppinger & Coppinger "Hunde" von 2002 steht dazu einiges. Müsste ich aber erst nochmal genau lesen bevor ich es zusammenfasse. Sind aber viele Seiten. 

 

so weit

Maico

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vor 13 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Große Echsen - da weicht Emma zurück. Die bleiben ja auch manchmal stehen und reißen ihr Maul auf. Findet Emma wohl unheimlich.

 

Meine vorige Hündin fand nix unheimlich, was tierisch war. Das war alles zum Schütteln

Das kann ich unterschreiben- auch wenn meine Hündin nicht zurückweicht, sondern offensiv vertreiben will.

Ich würde sagen sie hat andere Wichtigkeitskategorien.

Wichtigstes Merkmal ist immer "Freund oder Feind" bei Lebewesen. Entsprechend wird gehandelt. Freunde werden nicht gefressen und bei Feinden verhindert man, dass sie Freunde fressen. Das gilt für alle Lebewesen, die sie anhand von Verhaltensmustern unterscheidet und sie merkt sich da wirklich sehr viel (welcher flüchtige bekannte schonmal angeschrien hat z.B., ) und dieser schlechte Eindruck läßt sich auch nur schlecht wiedergutmachen

Individuen, die sich nicht beschnuppern lassen wollen sind prinzipiell suspekt- im Zweifel soll das Lebewesen abhauen (Beispiele wären Igel, Biber, Eichhörnchen etc.). Sie interessiert, was ich davon halte und berücksichtigt das auch, wenn dieses Individuum nicht wirklich etwas verbrochen hat.

Pferde und Kühe regen sie nicht auf.

Katzen wurden bisher mordend, weghuschend, mit Krallen verletzend und fauchend wahrgenommen, die findet sie deshalb generalisiert ätzend- Knurren, Verbellen, Verjagen.

 

 

Aber nix mit Töten oder Verletzen obwohl dieser Hund schon eliche Jacken, Bälle, Spielzeuge usw. zerfetzt hat. Ich glaube dieses "Nicht Wehtun-Dürfen" ist ziemlich fest verankert, da ist sie sehr sensibilisiert worden. wenn die Katze einen Vogel hatte, habe ich ersucht den Vogel zu befreien und die Katze laut zu verscheuchen- sie macht das auch so.

Ähnlich bei Streit oder nervigem Vater/Sohn Gerangel (was irgendwann kippt und dann in Streit und anschuldigung mündet)- da geht sie mit einem Machtwort dazwischen und trennt.

 

Also- für ausgeschlossen halte ich es nicht, daß sie sich etwas daran orientiert, was ihr vorgelebt wird. Da wo sie reinbeissen darf macht sie das mit voller Wucht und festen Griffen.

 

 

vor 37 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

sind nicht ganz so kopflos unterwegs, wie Hunde, die einfach nur Spaß am hetzen haben, oder Hunde mit null Impulskontrolle, die jedem Bewegungsreiz ob tot oder lebendig hinterherspringen. 

Das "Kopflose" würde ich gerne streichen. Ich glaube es ist einfach eine andere Motivation. Sie suchen die Herausforderung, die Schwierigkeit und haben Spaß an der Tätigkeit- wollen sich verbessern. Wenn sie die Beute haben und töten würde das Spiel aufhören und die Herausforderung wäre nicht mehr gegeben.

Bei meiner fehlt auch einfach der Appetit- sie findet rohes Fleisch nicht lecker.

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vor 9 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Das "Kopflose" würde ich gerne streichen. Ich glaube es ist einfach eine andere Motivation. Sie suchen die Herausforderung, die Schwierigkeit und haben Spaß an der Tätigkeit- wollen sich verbessern. Wenn sie die Beute haben und töten würde das Spiel aufhören und die Herausforderung wäre nicht mehr gegeben.

Bei meiner fehlt auch einfach der Appetit- sie findet rohes Fleisch nicht lecker.

 

Bei Emma ist es wirklich kopflos, wenn sie plötzlich von 0 auf 100 einem Kaninchen nachrennt. Dabei hat sie sich übrigens das Bein gebrochen. Sie tötet nicht, läuft auch nicht bis zum Abwinken nach. 

Rohes Fleisch frisst sie - allerdings nur Huhn. Rothühner tötet sie aber auch nicht.

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coppinger.jpg.46c019ecb45c636208a45ac85066f3b4.jpg

 

Hier mal eine kleine Tabelle aus Coppinger. Grob gesagt erklärt er es damit, das die einzelnen Sequenzen entweder früher oder später bei Hunden sich entwickeln, aber der Hund zu den jeweiligen Zeiträumen diese dann nicht mehr festigt.

Das ist wirklich sehr grob... das Kapitel nimmt viele Seiten ein.

 

so weit

Maico

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vor 12 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Also- für ausgeschlossen halte ich es nicht, daß sie sich etwas daran orientiert, was ihr vorgelebt wird. Da wo sie reinbeissen darf macht sie das mit voller Wucht und festen Griffen.

 

Das mag vielleicht bei deinem Hund so sein. Glaube aber, dass es in den meisten Fällen nicht so ist. Das hieße ja im Umkehrschluss: Jagende und tötende Hunde bekommen dies vorgelebt, sonst würden sie es nicht machen. 

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vor 2 Minuten schrieb mikesch0815:

coppinger.jpg.46c019ecb45c636208a45ac85066f3b4.jpg

 

Hier mal eine kleine Tabelle aus Coppinger. Grob gesagt erklärt er es damit, das die einzelnen Sequenzen entweder früher oder später bei Hunden sich entwickeln, aber der Hund zu den jeweiligen Zeiträumen diese dann nicht mehr festigt.

Das ist wirklich sehr grob... das Kapitel nimmt viele Seiten ein.

 

so weit

Maico

 

Beim Hütehund fehlen all diese Elemente? Er ortet, fixiert doch und pirscht sich auch an. 

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(bearbeitet)
vor 1 Minute schrieb KleinEmma:

 

Beim Hütehund fehlen all diese Elemente? Er ortet, fixiert doch und pirscht sich auch an. 

 

Tja, am besten einfach Buch kaufen und lesen. Er sieht es anders. (Und er hat viel mit Border Collies zu tun gehabt... Die sieht er aber als Treibhunde...)

 

so weit

Maico

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Minyok: "Hahaha... da fehlt aber was: RUMSE: Wünschen >> Bestellen >> Liefern lassen >> Auspacken >> Freuen smilie_op_013.gif.9a5caa6b9a07c4615a61bc0a2bc201a4.gif"

 

so weit

Maico

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Ok, hab mir das Buch mal auf meine Liste gesetzt.

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