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HansMueller

Eilt: Planloses Markertraining mit Angsthund

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Bräuchte eilig etwas Hilfe. Jemand erzählte auf Facebook, daß er nach unzählig vielen Trainern morgen auf Rat unseres aversiven Dorftrainers als letzten Ausweg das Training mit der Wasserflasche beginnt. Auf Nachfrage erklärte er, daß er Markertraining nur vom Dogdance kennt und hat mich eingeladen ihm zu zeigen wie man bei seinen Problemen markert, obwohl ich ausdrücklich darauf hinwies, daß ich keine Ahnung habe. Besser ich, als die Wasserflasche dachte ich und habe zugesagt. Über das konkrete Problem weiss ich bislang nur folgendes:

 

Zitat

"Meine 3 Jahre alte schüchterne Schäferhundmischlingsdame aus Bulgarien bekommt schnell Angst. Sie möchte alles und jeden kontrollieren. Jeder der sich schneller bewegt als sie es möchte wird durch mahnendes Zwicken gemaßregelt. Ausserdem regt sie sich immer viel zu schnell auf und nimmt immer alles viel zu persönlich. Wenn Fremde in der Nähe sind und versehentlich Lärm machen oder wenn Essen in Reichweite ist und jemand der nicht vom Rudel ist danach greift, hat sie die Personen auf dem Schirm und ich muss sie fortan vor meinem Hund beschützen. Das selbe Verhalten legt sie auch bei Hunden/Katzen an den Tag. Diese Probleme treten in bestimmten Situationen auf. Auf Hunderunden oder Tiermessen gab es noch nie ein Problem. Da begrüßt sie jeden freundlich. Ich denke weil da nicht auf die Idee kommt das jemand von ihr was möchte. Es sind gewisse Situationen in denen sie reagiert."

 

Ich nehme meinen Hund nicht mit. Ich werde der Hündin wohl Angst machen, wenn ich mich irgendwie falsch bewege (und selbst bissel Angst kriegen, wenn sie nach mir schnappt). Ich werde das eigentliche Problem nichtmal im Ansatz erkennen oder gar lösen können, aber ich müsste in kürzester Zeit schon irgendwie einen kleinen Erfolg haben, weil er sonst direkt mit ihrem Wasserflaschen-Training beginnt, weil er keine Zeit mehr verlieren will.

 

Eine Idee ist, daß ich mit der Hündin auf etwas Distanz kurz einen eigenen kleinen Marker aufbaue (Marker+Futter, Marker+Futter, Marker+Futter) und dann immer wenn ich mich "falsch" bewege zu markern, damit ich mich hoffentlich recht schnell falsch bewegen darf, weil dann ja Leckerlis fliegen.

 

Habt ihr bessere Ideen/Tipps?

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Maulkorbtraining?

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vor 45 Minuten schrieb NeoGuinness:

weil er sonst direkt mit ihrem Wasserflaschen-Training beginnt, weil er keine Zeit mehr verlieren will.

 

Versuche ihm klar zu machen, dass ein furchtsamer, verunsicherter Hund, der durch Schreck/Strafe eingeschüchtert und noch mehr verunsichert wird, durch diese Methode das "Fehlverhalten" evtl. noch stärker zeigen kann. Aus Schnappen kann Beißen werden, aus Zwicken eine echte Attacke.

Dieser Hund braucht jemanden, der ihn a) beschützt und b) ihm liebevoll und geduldig zeigt, welches Verhalten in welcher Situation angemessen und in Ordnung ist.

 

Von wem kommt denn der von dir zitierte Text? Ich mag nicht glauben, dass ein schüchterner, ängstlicher Hund maßregelt, kontrolliert und ermahnt. Ich könnte mir eher vorstellen, dass sie verzweifelt versucht, Einfluss auf Geschehen zu nehmen, die ihr unheimlich oder unverständlich sind. Ist aber nur eine Vermutung und -wie immer- eine Frage der Sicht auf den Hund. Wohlwollend oder missgünstig.

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vor 6 Minuten schrieb Juline:

Versuche ihm klar zu machen, dass ein furchtsamer, verunsicherter Hund, der durch Schreck/Strafe eingeschüchtert und noch mehr verunsichert wird,

 

vor 7 Minuten schrieb Juline:

Dieser Hund braucht jemanden, der ihn a) beschützt und b) ihm liebevoll und geduldig zeigt, welches Verhalten in welcher Situation angemessen und in Ordnung ist.

 

Um es nochmal ganz deutlich zu betonen ... ;)

 

 

 

vor 8 Minuten schrieb Juline:

Ich mag nicht glauben, dass ein schüchterner, ängstlicher Hund maßregelt, kontrolliert und ermahnt.

 

Ich auch nicht.

Mir scheint, der Hund wird völlig falsch verstanden und ihm fällt so langsam nichts mehr ein, um diesen "blöden Menschen" klarzumachen, was er eigentlich will.

Wenn dann noch Frust dazu kommt, wird er reagieren wie jeder, der verärgert und frustriert ist - also Vorsicht vor den unweigerlichen Konsequenzen, falls sich nicht SOFORT etwas ändert! :o

Die typische Reaktionen wird dann sein: "Wie konnte das nur passieren?"

 

Ich empfehle: Halterwechsel! (falls du mit deinem lobenswerten Einsatz nichts erreichen kannst)

 

 

Ein genereller Tipp:

  1. Mach nur ganz wenig, ganz ruhig, ganz langsam. Lass den Hund kommen.
  2. Vermutlich ist es besser, den Halter erstmal fortzuschicken!!! Sag ihm, du möchtest zunächst 30 min allein mit dem Hund sein.

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Nur mit Worten werde ich nicht weit kommen, auch wenn ich es versuchen werde.
Aber selbst wenn ich morgen den wahren Grund für das Verhalten herausfinden würde, könnte ich das Training nicht entsprechend anpassen. 
Ich brauche eine konkrete Idee, um das Verhalten morgen direkt zu verhindern oder zu unterbrechen. 

Und meiner eigenen Erfahrung nach könnte das mit einem Markersignal klappen. 

Er behauptet ein Markersignal (Clicker) zu haben, aber manche glauben ja, daß Marker die Belohnung ersetzen. 

Also werde ich im Zweifelsfall schnell einen richtiges Markersignal aufbauen müssen. 

Soweit ich weiss, geht das ja recht schnell, wenn man es nur für einen kleinen Vorführeffekt brauch, oder? 

Aber was genau soll ich dann vorführen? Meine konkrete Idee habe ich oben geschildert. 
Ich bräuchte mit dem aktuellen Wissensstand eine bessere Idee. 

Und vielleicht Tipps wie ich mich verhalten sollte. Zum Beispiel sie nicht anzuschauen, langsam und berechenbar bewegen, nicht auf sie zugehen, sondern zu mir kommen lassen, etc. Bislang habe ich mich bei Hundebekanntschaften nur nach Bauchgefühl verhalten. Vielleicht sollte ich in diesem Fall etwas mehr beachten. 

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 Ich finde es gut, dass du helfen willst ... Aber wenn du keine Ahnung von der Methode hast, wirst du vermutlich nur schlechte Werbung machen. Ich kann nicht empfehlen so zu tun, als ob.

Versuch das Verhalten mit den Besitzern zu analysieren und mach deutlich, wie wichtig ein guter Trainer ist und biete an bei der Suche nach einem guten Trainer zu helfen.

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vor 12 Minuten schrieb DerOlleHansen:

Mir scheint, der Hund wird völlig falsch verstanden und ihm fällt so langsam nichts mehr ein, um diesen "blöden Menschen" klarzumachen, was er eigentlich will.

 

Was könnte der Hund denn wollen? Abstand?

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vor 7 Minuten schrieb NeoGuinness:

Und vielleicht Tipps wie ich mich verhalten sollte.

 

Das ist vollkommen vom Hund abhängig. Das macht nun mal den guten Trainer aus: Er erkennt das Problem Verhalten und reagiert ENTSPRECHEND. Und 'schnell' funktioniert beim (gutem) Training nicht.

Wer sagt, dass der Hund Kekse nimmt? Meiner hat mir 2 Monate lang beim Training diverse Kekse vor die Füße gespuckt. Lass da lieber jemanden dran, der Ahnung hat und unterstützte bei der Suche danach ...

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