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Hundeforum Der Hund
HansMueller

Eilt: Planloses Markertraining mit Angsthund

Empfohlene Beiträge

vor 15 Minuten schrieb TheColor:

Ich finde es gut, dass du helfen willst ... Aber wenn du keine Ahnung von der Methode hast, wirst du vermutlich nur schlechte Werbung machen. Ich kann nicht empfehlen so zu tun, als ob.

Versuch das Verhalten mit den Besitzern zu analysieren und mach deutlich, wie wichtig ein guter Trainer ist und biete an bei der Suche nach einem guten Trainer zu helfen.

 

Ich weiss wie man markert, bin aber mies in der Analyse von Hunden/Menschen. Ich bin froh, daß ich mittlerweile meinen eigenen Hund verstehe. Daher habe ich recht deutlich gemacht, daß ich keine Ahnung habe und er von mir nicht viel mehr erwarten kann, ausser einen kurzen Versuch mit dem Marker. Wenn das nicht klappt, werde ich zuschauen dürfen, wie er seinen Hund naß spritzt. Also ich habe vielleicht 10 Minuten Zeit ihm zu beweisen, daß es eine zweite Möglichkeit gibt "sie aus ihren Film zu reißen."

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vor 23 Minuten schrieb TheColor:

Wer sagt, dass der Hund Kekse nimmt?

 

Wenn nicht, habe ich keine Chance und die Wasserflasche kommt zum Einsatz, was in seinen Augen vermutlich bestens funktionieren wird und aus ihm einen weiteren Hundehalter macht, der aversive Methoden und Trainer anpreist. 

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Dass das mit der Wasserflasche funktioniert ist ja nicht mal sicher. Als mein Hund in der wildesten Pubertätsphase war, hab ich dies auch mal probiert.

 

Die Situation war: wir saßen friedlich im Außenbereich eines Restaurants. Nicht allzu weit entfernt tauchte plötzlich eine Katze auf. Natürlich hat mein Lümmelchen wütend und aggressiv? reagiert, an der Leine gezerrt, gebellt wie wild, war keiner Ansprache zugänglich, Leckerli *pöööh*. Dann kam die Wasserflasche zum Einsath: Nix, vermutlich dachte er "es regnet, was solls?", wahrscheinlicher aber war er derart auf die Katze fixiert, dass er das nicht mal bemerkte. Naja, wenn es eh nix nützt, Wasserflasche ade ...

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vor 4 Minuten schrieb Fricco:

Dass das mit der Wasserflasche funktioniert ist ja nicht mal sicher.

 

 

In diesem Fall funktioniert die Wasserflasche leider. Ist bislang das einzige was bei seiner Hündin funktioniert. Oder mit seinen Worten: "Inhalt des Trainings sind auf jeden Fall eine Wasserflasche und konsequentere Reaktion. Ich kann mir schon denken das jetzt viele wieder schreiben werden das sie nie mit Wasser trainieren wurden, aber ich muss ehrlich sagen das war die einzigste Möglichkeit sie aus ihrem Film zu reisen den sie gerade im Kopf hat." … "Alle Wege führen nach Rom und meiner ist eben dieser."

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Mein Hund ist ein ausgesprochen selbstbewusstes Kerlchen, insofern also eher das Gegenteil der geschilderten Hündin.

 

Mit ängstlichen Hunden sollte man das m.M.n. wirklich nicht mit solchen Methoden versuchen. Erfolgversprechender ist ganz sicher, solche Situationen tunlichst zu vermeiden und aus größerem Abstand begutachten lassen. Wenn es doch dazu kommt, versuchen abzulenken, womit auch immer, Leckerli, Spielzeug und versuchen möglichst unaufgeregt wegzugehen, begleitet von ruhig gesprochenen Worten.

 

Das hat im Übrigen letztlich auch bei meinem wütend übersprudelnden Hund geholfen. In den Situationen, wo er sich unvermittelt so aufgespult hatte, bin ich aufgestanden, hab gesagt: "Ach das ist bloß ne blöde Katze. Komm, wir gehen". Bei den ersten Malen natürlich nicht so leicht den zerrenden, bellenden Hund da weg zu bekommen, aber mit der Zeit ... inzwischen gibt es nur noch ein - zwei Mal ein empörtes "Wuff" und er steht (meistens) nicht mal mehr auf.

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Nachtrag: Ist die Situation erstmal entstanden, wird wohl auch ein Clicker nicht mehr wahrgenommen. Es wäre gut, die Situation vor dem Hund zu erkennen, und rechtzeitig zu reagieren. Da kann ein Clicker sehr hilfreich sein, wird aber auch nicht gleich bei dem ersten Versuch den gewünschten Erfolg erzielen.

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vor 1 Stunde schrieb NeoGuinness:

Was könnte der Hund denn wollen? Abstand?

 

Das kann man so auf die Schnelle und aus der Ferne natürlich nicht sagen. Dazu muss man den Hund beobachten und ganz behutsam eine vertrauensvolle Kommunikation (fast ohne Worte) aufbauen. Dann wird sich der Hund schon verständlich machen.

 

Die Aussagen des Zitats sind sehr diffus ... Ich glaube nicht, dass die Person, die das gesagt hat, sich mehr als oberflächlich mit dem Hund auseinandergesetzt hat. Vielleicht ist die Person auch relativ talentlos mit Hunden - das ist ja nicht schlimm, man muss es nur erkennen, ehrlich genug sein, sich das einzugestehen und die Konsequenzen daraus ziehen.

 

Eine/n sehr guten Trainer/in empfehle ich auch. Die/der muss in der Lage sein, aus dem Verhalten des Hundes auf die Fehler des Halters zu schließen.

 

Ein Schäferhund ist - wie der Name schon sagt - ein Schaf-Hüte-Hund. Dazu hat man ihm die entsprechenden Eigenschaften angezüchtet.

Er hat natürlich auch Schutzhund-Eigenschaften, wie ja auch im Zitat beschrieben wird.

 

Kann es sein, dass der Hund unterfordert ist? Dass ihm keine Beschäftigung angeboten wird, bei der er seine natürlichen Anlagen ausleben darf?

Es fiele mit solcher Beschäftigung auch leichter, dem Hund klar zu machen, worum er sich nicht kümmern braucht, weil Mensch das übernimmt.

Schäferhunde gelten ja als willig zur Zusammenarbeit - wenn aber keiner mit ihm arbeiten will, dann sucht er sich eben selber was: Katzen jagen, Essen beschützen ...

Aber er kann anbieten, was er will: was ihm aus Hundesicht einfällt, findet Mensch alles doof ...

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Habe im Halbschlaf einen einfacheren Plan geschmiedet: 

 

Ich lasse sie langsam auf mich zukommen – soweit wie der Hund noch ruhig bleib – und umkehren wenn der Hund unruhig wird. Ruhiges Verhalten soll er sehr oft loben/markern, unerwünschtes Verhalten ignorieren. Damit sollte die Grundstimmung von beiden schonmal sehr viel positiver als sonst sein. 

 

Dann werde ich mit genügend Abstand behutsam ohne zu reizen Leckerlis/Spielzeuge vor/neben sie werfen und langsam den Reiz steigern. Wenn das Problem nicht zu groß ist und der Hund sich über die Leckerlis/Spielzeuge freuen kann, werden meine "falschen" Bewegungen positiv verknüpft und am Ende hoffentlich auch ohne Leckerlis/Spielzeuge eine freudige Reaktion gezeigt. Bingo. 

Wenn das Problem größer ist, hatte ich vermutlich sowieso keine Chance, aber wenigstens die Gelegenheit einen kleinen ersten Einblick in positives Training zu geben und kann ihn vielleicht doch noch davon überzeugen es mit einem neuen Trainer zu versuchen, weil ich ja keine Ahnung habe und mein Versuch sowieso zum Scheitern verurteilt war.

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vor 4 Stunden schrieb Fricco:

Ist die Situation erstmal entstanden, wird wohl auch ein Clicker nicht mehr wahrgenommen.

 

Meinen Hund habe ich mit meinem ersten laienhaft aufgebauten Markerwort aus Situationen rausholen können in denen er als Labbi selbst Schnitzel vor der Nase nicht wahr nahm. Daher habe ich schon ein wenig die Hoffnung, daß sein Hund reagiert, wenn er mal testweise reinclickert. Damit allein hätte ich schon bewiesen, daß es neben der Wasserflasche eine zweite bessere Möglichkeit gibt. 

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vor 1 Stunde schrieb NeoGuinness:

 

Meinen Hund habe ich mit meinem ersten laienhaft aufgebauten Markerwort aus Situationen rausholen können in denen er als Labbi selbst Schnitzel vor der Nase nicht wahr nahm. Daher habe ich schon ein wenig die Hoffnung, daß sein Hund reagiert, wenn er mal testweise reinclickert. Damit allein hätte ich schon bewiesen, daß es neben der Wasserflasche eine zweite bessere Möglichkeit gibt. 

Markerworte muss man aber auch erst langsam aufbauen. Das funktioniert nicht nach einem Tag. Der Hund muss doch erstmal verstehen, was der Clicker oder das Makerwort bedeutet. 

 

Deiner Beschreibung nach klingt es für mich so, dass der Besitzer unbedingt möchte, dass der Hund tut, was er will. Gleichzeitig versteht er aber nicht, was der Hund eigentlich ausdrückt und welche Bedürfnisse er hat. 

Ohne Verständnis für den Hund und ohne zu begreifen, wie Hunde Situationen verknüpfen, wird kein Training Erfolg haben. 

 

Wenn der Hund nur in bestimmten Situationen so reagiert, ist es wichtig, die Situationen zu beobachten und herauszufinden, was sie von anderen unterscheidet und dann gezielt an den Ursachen anzuknüpfen. Das dauert und bedarf Geduld und Konsequenz. 

 

Wer dieses Wasserflaschending eingeführt hat, ist mir auch schleierhaft. Mir laufen in letzter Zeit viele HH mit Flaschen über den Weg. Einige konnte ich überzeugen, den Mist zu lassen. 

Gern mit der Aussage, ob ich Ihnen das nächste Mal, wenn sie etwas sagen, was mir nicht gefällt, Wasser ins Gesicht kippen soll. Ohne Erklärung, warum. 

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