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Hundeforum Der Hund
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Unsicherheit in gewissen Situationen / Büro

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Hallo Zusammen,

nachdem ich nun eine Weile mitlese, musste ich mir doch einmal selbst einen Account machen und um euren Rat fragen.
Ich hoffe es wird ist nich zu lange, möchte jedoch das ganze recht genau beschreiben.

Mein Rüde Coop, etwas über ein Jahr alt und ein Labrador, ist in gewissen Situationen unsicher und versucht dann mit Bellen und leiserem Knurren irgendwie aus der Situation zu kommen. Auf der Straße/Wiese etc. interessieren ihn Menschen recht wenig und zeigt das Verhalten auch überhaupt nicht. Wenn wir uns mit fremden Leuten unterhalten, ignoriert er diese erstmal aber danach geht er dann doch meistens hin und hat gerne Aufmerksamkeit und kurze Streicheleinheiten aber dann reicht es ihm auch. Bei bekannten Leuten ist er sofort dabei holt sich seine Streichler ab und geht dann wieder die Umgebung erkunden oder sitzt neben uns. Ansonsten geht er sehr selbstbewusst durch den Alltag. Laute Geräusche, Ungewohntes und fremde Hunde alles kein Problem und keine Unsicherheiten, haben da recht viel Arbeit in der Welpenzeit reingesteckt und er war auch von Natur aus recht unbeeindruckt von vielem.

Nun zu dem eigentlichen Problem. Ich habe das Glück ihn mit ins Büro nehmen zu können. Mit den Kollegen und Kolleginnen mit denen ich in einem Büro sitze ist alles klein Problem, er ist freudig, hat Vertrauen etc. macht etwas seinem Alter entsprechend Unsinn im Büro und geht gerne auf Entdeckungstour aber das ist auch in guten Grenzen :D. Nur sobald er Kollegen die aus den anderen Büros zu uns kommen oder man sich in dem Aufenthaltsraum trifft ist ehr sehr unsicher und weiß nicht recht wie er reagieren soll. Meine Beobachtung bisher ist, dass er so neugierig ist und erst einmal hinmöchte und gerne mit den Kollegen interagieren würde, doch sobald er die Aufmerksamkeit bekommt ist er irgendwie zu unsicher mit der Situation und steht dann im Konflikt zwischen begrüßen, freuen und Überforderung, was derjenige denn jetzt von ihm wollen könnte. Dies kommentiert er dann mit Bellen und leiserem knurren/brummen und kommt irgendwie nicht aus der Situation von alleine raus. Meist passiert dies wenn die Kollegen an unserer Tür klopfen oder einfach öffnen und ins Büro kommen, eher weniger aber auch, wenn wir uns im Aufenthaltsraum treffen.
Auf dem Gang oder draußen findet er es  manchmal sogar viel angenehmer die Begegnungen und freut sich dann. Ich hab das Gefühl dort weiß er eher wie er das ganze handhaben kann. Auch gegen Abends jetzt wo es dunkel wird findet er es auch manchmal gruselig, wenn jemand an der Bürotür vorbeiläuft (sind durchsichtig) und meldet dann, dass wird aber immer besser. Wenn wir in andere Büros gehen und er nicht wieder total im Fokus steht ist ihm alles egal, er schaut rum und kümmert sich nicht um die Kollegen.

Nun frage ich mich,wie wir das ganze trainieren/verbessern können. Ich würde mir wünschen, dass er das Bewerten weniger als seine Aufgabe sieht und lernt wie ich ihn in den Situationen unterstützen kann. In letzter Zeit trainieren wir insgesamt recht viel um die Bindung noch weiter zu stärken und um das ganze als Junghund weiter zu festigen.

Meine Idee war es die Kollegen etwas einzuspannen, mal jeden Tag etwas beim Training zu helfen, damit wir gezielt an dem Arbeiten können, was diese auch gerne machen würden.
Nun stell ich mir Fragen wie, soll einfach jeder der Eintritt draußen ein Leckerli mit reinbringen und ihm zuschmeissen, oder ihn lieber komplett ignorieren und er darf nicht hin (und muss auf seinen Platz) oder ignorieren, er darf aber hin?
Was mir dabei auch aufgefallen ist, dass beim Ignorieren die Unsicherheit manchmal recht schnell weicht und wenn derjenige sich dann setzt, all seine Neugier in Frust umschlägt und er dann durch eine andere Art Bellens Aufmerksamkeit fordert (aber das haben wir ihm Griff bzw. weiß er mittlerweile, dass er damit nicht weit kommt :D )

 

Eventuell habt ihr ein paar Tipps, wie ich hier noch weiter daran arbeiten kann oder eventuell ähnliche Erfahrung gehabt die ihr mit mir teilen könnt.
 

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Ich würde den Kollegen die nicht zu eueren Büro gehören sagen, das sie ihn ignorieren sollen. Wenn er damit klar kommt das er hingeht, aber dann nichts passiert, vielleicht gibt sich das eine Problem ja schon.

 

Wenn jemand rein kommt und er das nicht so toll findet, würde ich ihm beibringen, das er sobald jemand klopft oder rein kommt, auf seinen Platz gehen soll. Dann muss er sich damit nicht auseinanander setzen.

 

Eventuell gewöhnt er sich ja im laufe der Zeit an alle und auch daran, das ihm fremde Leute rein kommen.

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Meine Hunde gehen auch mit ins Büro.
Ich habe ihnen vom ersten Tag an beigebracht, das Interaktion mit irgendwelchen Leuten im Büro nur dann erlaubt und gewünscht ist, wenn ich sie dazu auffordere, oder freigebe. Ansonsten sollen sie auf ihren Plätzen liegen. Das Konzept habe ich auch von Beginn an meinen Kolleg*innen mitgeteilt.
Ich nehme sie auch nicht mit, wenn ich das Büro verlasse, sie müssen dort bleiben, wenn ich zu Kolleg*innen, Meetings oder sonst was gehe.
Es gibt ein paar Kolleg*innen, die regelmäßig kommen, um sie mal zu knuddeln, oder ein Leckerli vorbeibringen, das dürfen sie, aber ich kündige das an und dann können sie wieder auf ihre Plätze. Natürlich gehe ich auch mit ihnen raus und sie bekommen was zum Knabbern, Sikari schleppt auch immer ihr Stofftier mit.
Aber eigenständiges Rumhampeln will ich nicht.
Das hat zur Folge, dass beide Damen den allergrößten Teil der Schicht pennend verbringen und sie alles und jeden völlig ignorieren, der ins Büro kommt, es sei denn ich kündige Kollege XYZ an, der sie bespaßt und beknuddelt.
Das habe ich auch so mit mit meinen früheren Hunden gemacht und es hat immer super geklappt. Meine Chefs finden das auch super und die Kollegen auch.
Ein Hund aus einem anderen Büro belagert immer den gesamten Flur der Etage und das hat schon für viel Stress im Büro gesorgt, ich finde, sowas stört erheblich den Betriebsfrieden.

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Ich habe das neulich in einer Radiosendung gehört, wie jemand der als Kind sehr häufig und sehr unvorhersehbar geschlagen wurde nahezu verzweifelt nach Mustern gesucht hatte, auf denen diese Schläge basierten. und dass es Jahre gebraucht hat bis sie verstanden hatte, dass es schlichtweg kein muster gab, und keine ihrer Handlungen irgendeine Wirkung auf das Ausmaß der Strafe hatte.   Auf Hunde bezogen: Um diese Unsicherheit zu beenden werden Hunde vermutlich Muster erkennen, die in ihren Augen zu einem für sie klaren Ergebnis führen - also entweder Strafe oder keine Strafe. Und hier könnte einer der Gründe liegen, warum so schnell eine Fehlprägung eintritt, also ein Hund zB ein fahrendes Auto mit einem Wasserspritzer in Verbindung bringt, wenn doch sein Bellen gemeint war.   Da der Hund in diesem Level der Unsicherheit festhängt bis er ein Muster gefunden hat, wird er bevorzugt Muster suchen. 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      in Lernverhalten


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