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Hundeforum Der Hund
Fiona01

Mensch-Tier-Gräber

Empfohlene Beiträge

Am 10.1.2019 um 20:04 schrieb denny:

Und dann haben wir da noch die Kirche.

 

Wenn ich als Atheist das ganze religiöse Gedöns auf dem Friedhof ertragen muss, dann müssen die Religiösen halt auch mein Köterchen ertragen. 

Ich verstehe nicht, warum den kirchlichen Interessen oft anscheinend per se ein höherer Stellenwert eingeräumt wird, als allen anderen. Dem einen ist halt das Holzkreuz wichtig, der andere möchte seine Playstation auf dem Grab stehen haben. Da ist für mich nichts davon objektiv wertiger. 

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vor 1 Stunde schrieb gebemeinensenfdazu:

Das liegt doch aber nur an widerlichen Reglements, dass alles möglichst einheitlich aussieht und noch nicht einmal Fotos erlaubt sind, furchtbar unindividuell, so sehr dass dann Firmen beauftragt werden mit "Wartungsaufgaben". Dabei könnte das so anders sein, wie eine wechselnde Ausstellung, auch digitale Komponenten könnten dafür sorgen, dass die Person präsent wird, wenn man sich ihr nähert usw.

Und an der Sache im Thema greift auch schon wieder die Standardardisierungswut- anstatt alle geliebten Tiere bei der Person zu lassen.

 

Ich war jetzt schon 17 Jahre nicht mehr auf Friedhöfen. Keine Ahnung, wie der in meinem Heimatort mittlerweile aussieht. Bis dahin war dort kein Einheitsbrei. Jeder konnte die Gräber so gestalten, wie er wollte.

Bis zur Auswanderung bin ich meiner Oma zuliebe zum Friedhof gegangen oder gefahren - um ihr zu helfen. Für mich hatte das eher etwas von Scheinheiligkeit (sorry, gibt bestimmt auch Ausnahmen). Die meisten pflegten die Gräber halt nur, damit die Leut nix sagen können.

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Meine Tante - so das Gerücht in der Familie - hat sich vor ein paar Jahren nachts auf den Friedhof geschlichen, um ihr Kaninchen zu Omas Füßen zu beerdigen.  

Nachher kam raus, es war nur auf der Wiese daneben. Aha. :D

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(bearbeitet)

@Lique Oft gehören die Friedhöfe den Kirchen, und die machen dann auch die entsprechende Satzung. Wir haben hier keinen Friedhof der nicht in Kirchenbesitz ist. 

 

Hier ist auch Individualität sehr verpönt. 

Es ist nicht immer nur Scheinheiligkeit. Sicher spielt die soziale Kontrolle auf vielen Friedhöfen eine große Rolle, aber als meine Schwiegermutter starb waren meinem Schwiegervater die Besuche dort sehr wichtig. Und die Pflege des Grabes gab ihm das Gefühl, etwas für sie tun zu können. 

Ich bin überhaupt kein Friedhofsgänger, aber jeder trauert anders. Und vielen helfen diese starren Konventionen, sie geben Sicherheit in einer Ausnahmesituation. 

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(bearbeitet)

Ich bin schon ein wenig irritiert von eurer Beschreibung von Friedhöfen.

Bei uns gibt es Bilder am Grab, entweder mit Rahmen aufgestellt oder kleine Passbilfchen an den Grabstein montiert, sogar eines mit dem Gesicht der Verstorbenen in den Grabstein gemeißelt. Wirklich sehr hübsch gemacht.

 

Ob Engel, Steinplatte, Steinchen, metallische Gegenstände, Lampen, Kerzenständer, Büsche, Blumen, Efeu, ein Kindergrab hat sogar tatsächlich ein technisches kleines Gerät (ich muss gestehen ich weiß nicht was das ist aber es hat Knöpfe und ungefähr Nintendoform ist aber keiner) ....

Man kann die Gräber doch wirklich individuell gestalten, solange man innerhalb des eigenen Grabes bleibt. 

 

Die Gräber meiner Verstorbenen haben viele viele Engelfiguren und verschiedenste Kerzenständer darauf. Hat ganz persönliche Gründe. Das hat so kein anderes, aber noch nie hat sich auch nur einer beschwert und selbst wenn wäre es mir völlig egal. Mein Angehöriger meine Entscheidung. So viel Anstand anderen das Grab so gestalten zu lassen wie sie es möchten auch wenn es einem selbst nicht taugen würde darf man ja doch noch verlangen. Aber vlt denke ich nicht kurios genug. Mir ist jedenfalls noch nie ein Grab untergekommen bei dem ich gedacht habe "das geht zu weit".

 

Das einzige was passiert ist und mich wirklich wütend gemacht hat, war einmal ein Diebstahl (Engel vom Grab bei uns, bei anderen kamen Blumen weg oder anderes). Und einmal hat irgendein Tier an den Gräbern gebuddelt. 

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vor 50 Minuten schrieb Siobhan:

@Lique Oft gehören die Friedhöfe den Kirchen, und die machen dann auch die entsprechende Satzung. Wir haben hier keinen Friedhof der nicht in Kirchenbesitz ist. 

 

Das für sich genommen, stört mich enorm. So wie hier auch die meisten Kindergärten in Kirchenhand sind.  Wenn man mit der Kirche nichts zu tun haben will, hat man es echt schwer. 

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Und wie viel Geld die dafür vom Staat und damit vom Steuerzahler bekommen, da ist die Kirchensteuer ein Pups dagegen. Mensch, jetzt reg ich mich wieder auf.

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Dann muß man sich woanders beerdigen lassen, auf dem nächsten städtischen Friedhof, oder Seebestattung, oder Friedwald, oder...

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Werde ich auch. Heißt aber dann, dass ich zB nicht bei meiner geliebten Oma liegen werde. 

Zum Glück hab ich keine Kinder, mit den Kindergärten ist es ja noch schwieriger.

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(bearbeitet)

@KleinEmma 

Doch, es gibt feste Maße, vorgeschriebene Einfassung und feste Massgaben- ein Stein ist Pflicht und auch bei der bepflanzung gibt es massive Einschränkungen, z.B. darf man keine Bäume oder-wer's mag- Gemüse anpflanzen, obwohl das vielleicht zu der Person gepaßt hätte. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten, wie man so einen Ort gestalten könnte, so dass er die Person spiegelt.

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