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Hundeforum Der Hund
pixelstall

Noch unterstützend oder schon Zwang ?

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Erstmal vielen Dank für die Antworten.. Also Lotti kam mit 3 Wochen als Beschlagnahme mit Mutter und Geschwistern ins Tierheim, die Mutter griff die Welpen an, und ging dann schnell zurück, von da an saßen die wohl kurz auf PS bis die "selbstständig" Fressen konnten und dann im zugehangenen Innenzwinger, damit die Exbesitzer sie nicht finden, man hatte grosse Angst vor Gewaltätigkeiten. Zum Thema Sozialisation sagte man mir, man habe manchmal ein Radio laufen lassen damit die sich an andere Geräusche gewöhnen und wäre auf den Parkplatz vor dem Tierheim - bis zur befahrenen Strasse habe man es aber nicht geschafft... Ich holte Lotti dann mit 15 Wochen, beim ersten fahrenden Auto mit angeschalteten Scheinwerfern ging sie pissend und kotend eine 2-3m Böschung hoch. Es war sehr gut, daß Uschi damals noch lebte, die hat irre viel "vorgeturnt" Pferde Verkehr usw. Der TV war Anfangs auch eine Katastrophe, ebenso Fenster (wer die Zwingeranlage da kennt, versteht warum) Komplett Reizlos nicht -waren ja auch Geschwister da-  aber eben nicht Sozialisiert und ohne Mutter ohne Regulation. Lotti ist extrem Schreckhaft und Geräuschempfindlich (vor allem Klappern und alles über ihr) , unbekanntem Gegenüber grundsätzlich mißtrauisch, und eben sehr schnell (über das normale Maß hinaus) gestresst - inkl. 30cm Sabberfäden, Koten, Kotzen (Cortisoltyp)  Alles, was Geräusche macht oder umfallen könnte oder klappert wenn man es anstösst - geht garnicht, ausser einer Küchenmaschine (=Keksteig) und der Spülmaschine. 

 

Inwieweit man wirklich (Wie eine Trainerin) von Deprivation reden kann und inwieweit es da Graduelle Abstufungen gibt, ist das eine. Mich stiess die Behauptung, daß diese Hunde überhaupt nicht lernen könnten, was ich so nirgendwo finden konnte. 

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Stimmt -sind meist keine stoischen Hunde (bis auf zwei Schaulinienhunde, die ich kenne). An sich wurde sie von so nem DV Typ als nervenstark (für Dobiverhältnisse) eingestuft. Sie fährt schnell wieder herunter- aber sie löst eben auch schnell aus, um zu warnen, wenn man nicht rechtzeitig reagiert- niedrige Reizschwelle und hohe Motivation, im Territorium deutlich mehr und schneller.

 

Hab' nochmal nachgeblättert, sie sind mit 3 Wochen eingezogen worden. Im Link ist 3.-12. Woche angegeben. Unser TH ist ja schon echt nicht super, aber die Welpen von dort waren nicht depriviert. Soviel sollte ein TH leisten, die wissen doch, wieviel daran hängt.

Überschnitten!

Mit der Trainerin hat du schon recht- hätte mich auch sehr abgeschreckt.

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Schon schrecklich zu lesen, dass Sammy aufgrund Deprivation eingeschläfert werden sollte :(

 

Den Begriff habe ich hier im Forum zum ersten Mal gelesen. Meine Kimba ist schon über 5 Jahre tot (wuaaah, die Zeit rennt). Man hätte sie dort einordnen können.

 

Sie hat aber gelernt, nur viel viel viel langsamer als andere Hunde. Ich hatte hier keine Hilfe und wenn wir mal angebliche Hundetrainer trafen (man weiß ja nie obs stimmt, was Aussteiger so erzählen), hörten wir immer nur so was wie: Der würde ich mal zeigen, wo der Hammer hängt. Damit wäre aber alles nur viel schlimmer geworden. Sie sind ja irgendwie in ihrem Film gefangen. Bei Kimba blieben manchen Dinge bis zum Schluss. Nur musste ich ja keinen Wesenstest mit ihr ablegen. Da wäre sie auch durchgerasselt.

 

Ich hoffe, du findest den passenden Trainer.

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Was bei ihr evtl. noch reinspielt ist Epigenetik durch die Mutter- also dass deren schlechte Haltung/Verhaltensstörung etc. in den Trächtigkeits-und ersten Lebenswochenphasen noch nachwirkt. Es gibt da diesen blöden Begriff der "Wesensschwäche", ein wirklich ätzender Begriff, aber eine unsichere, schreckhafte, aggressive Mutter ist kein besonders guter Start ins Leben.

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vor 11 Stunden schrieb pixelstall:

Nach einem denkwürdigen Vorgespräch mit einer "premium" Trainerin (die ich hier selbstverständlich nicht nennen werde) bin ich etwas Konsterniert, und mag die Frage einfach mal weitergeben, die sich mir dabei so generell gestellt hat:

 

Bisher habe ich Lottis Gruseln so angegangen: Sie hat die Dinge die ihr suspekt waren angezeigt, und wir sind zusammen "gucken gegangen", danach waren diese Dinge dann nicht mehr gruselig.

 

Ich hatte der Trainerin folgendes Video geschickt:

 

 

 

Sie meinte dazu, daß Lotti das nur über sich ergehen lassen würde, und danach einfach nur erleichtert wäre, daß es vorbei ist, sie würde keine positive Verknüpfung mit dem Gruselobjetkt herstellen, sondern nur negative da sie von mir gezwungen würde, sich noch im Konflikt anzunähern. (Im Grunde würde ich damit die Unsicherheit  erst verursacht haben, denn deprivierte Hunde wären ja überhaupt nicht in der Lage zu lernen (das habe ich nachgefragt und sie meinte es exakt so) , und weil Lotti lernen würde wäre sie nicht depriviert und mein Umgang ursächlich)

 

Ich weiß, es ist eine "beliebte" Taktik eines bestimmten -imho ausgesprochen unangenehmen Menschenschlages- Hundehaltern erstmal ein maximal schlechtes Gewissen zu machen, um dann "ihre" einzig wahre Lösung zu verkaufen und so in eine Machtposition zu kommen. Als Hundetrainer meines Erachtes die schlechteste Taktik, die Kunden erstmal klein zu machen und alles, was von denen kommt wegzuwischen, das wiederspricht ja auch jeglicher Lerntheorie.

 

Zurück zur Ausgangsfrage: Ich sehe Hunde durchaus als mehr an als konditionierte Reizreaktionsmaschinen (-wenn man es nur nach diesem Schema sieht, ist ihr Standpunkt nachzuvollziehen) ABER sie sind ja auch Kontextlerner. Das Lotti den Weihnachtmann ( dessen Plastikgesicht sich hier noch durch die aufkommende Windböe gruselig bewegte, weswegen sie wegspringt) die nächsten 3x die wir an ihm Vorbei sind, nach dem anschnuffeln komplett uninteressant fand, zeigt mir zumindest, daß sie durchaus in der Lage ist, den als ungefährlich zu erkennen. Auch, daß sie sich erst rantraut, als ich vorgehe, und sich ihr Ausdruck bei Nahkontakt schon verändert, und daß sie ihm dann auch einfach den Rücken zudreht, und 1m neben dem "bösen" Ding abschüttelt, zeigt MIR daß sie ihn da nicht mehr als gefährlich einstuft.

 

Genau das hab ich dir beim allerersten Mal schon gesagt. 

Ich stimme der Trainerin zu. Der Hund kann motiviert werden, soll er, aber ich würde auf Abstand, in der Wohlfühlzone cersuchen zu gegenkonditionieren.

 

Außer dass deprivierte Hunde nicht lernen, da stimme ich nicht zu.

Sie können nur nicht einfach durch Gewöhnung lernen, dass etwas ungefährlich ist. Sie werden auch zeitlebens die Ängste nicht ablegen. 

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@Tina+Sammy

Wo seid ihr denn? Falls du einen Link hast, nähme ich den auch gern per PN.

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www.hundeschule-iserlohn.de

 

:)

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 das Gespräch des Trainers überzeugt mich auch nicht. 

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vor 57 Minuten schrieb Hoellenhunde:

Außer dass deprivierte Hunde nicht lernen, da stimme ich nicht zu.

Sie können nur nicht einfach durch Gewöhnung lernen, dass etwas ungefährlich ist. Sie werden auch zeitlebens die Ängste nicht ablegen. 

 

Jo, so wars bei Kimba auch. Wasserflaschen zum Beispiel. Die blieben für sie einfach Monster. Wenn die auf dem Boden standen, hat sie sich mit sehr großem Abstand hingelegt und die Flasche im Auge behalten.

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Ich persönlich würde die Kategorisierung von Lotti in "deprivierten hund" ja erst mal lassen.

Ich kannte den Begriff auch nicht, bis ich @Hoellenhunde 's Thread ein wenig verfolgt habe. 

Ich sehe ja viel Ähnlichkeit zu meiner (natürlich jetzt von weitem), die Ängste, massiver Stress... also bei Lotti.

Zu akuma habe ich gar keine Verbindung gesehen. Weil meine diese massiven Rückfalle nicht hat. Ebenso wenig, die unvorhergesehenen Auslöser. Ist es bei Lotti ähnlich?

Bei Lotti sehe ich viel Neugier  (was sehr positiv ist) und sie ist noch sehr jung. Ihr scheint ja  deutliche Fortschritte in einem Jahr gemacht zu haben  (was ich für einen sehr schlecht sozialisierten Hund keine lange Zeit finde)

Als solche würde ich sie an deiner Stelle annehmen. Es erfordert nicht weniger Sensibilität und Einfühlungsvermögen im Umgang. Holt euch aber vielleicht ein wenig aus der box. Auch bei Trainern. 

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