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Hundeforum Der Hund
Mark

Das Leben - Zufall, Wunder oder was?

Empfohlene Beiträge

Bin darauf gestoßen, dass der Schweizer Mathematiker und Physiker Marcel Goly berechnet hat, dass die Wahrscheinlichkeit einer zufälligen Entstehung selbst des einfachsten lebendigen Proteins bei 1 zu 10 hoch 450 liegt.

 

Der Leiter der Universität von Utah Frank Salisbury berechnete die Wahrscheinlichkeit der Existenz eines gewöhnlichen DNA-Moleküls auf 1 zu 10 hoch 600.

 

Der englische Astronom Sir Fred Hoyle und der Astrobiologe und Mathematiker Chandra Wickramasinghe schätzten die Chance auf weniger als 1 zu 10 hoch 40000, auf der Basis der Anzahl bekannter Enzyme, von deren Notwendigkeit für das Leben man weiß, und der Wahrscheinlichkeit ihrer zufälligen Entstehung.

 

Vielleicht können die mathematisch besser aufgestellten user die Wahrscheinlichkeiten mal einordnen. 

 

Ist das letztlich das Fazit, was der Chemiker und Nobelpreisträger Ilya Prigogine zieht, nämlich, dass die statistische Wahrscheinlichkeit, dass organische Strukturen und die äußerst genau harmonisierenden Reaktionen, die lebende Organismen auszeichnen, durch Zufall entstehen könnten“, bei "null" liegt?

 

Und was ist die Konsequenz daraus?

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vor einer Stunde schrieb Mark:

Ist das letztlich das Fazit, was der Chemiker und Nobelpreisträger Ilya Prigogine zieht, nämlich, dass die statistische Wahrscheinlichkeit, dass organische Strukturen und die äußerst genau harmonisierenden Reaktionen, die lebende Organismen auszeichnen, durch Zufall entstehen könnten“, bei "null" liegt?

 

Ohne Mathematiker zu sein, kam mir dazu der Gedanke, dass ja auch die Zeit eine gewisse Rolle spielen dürfte, wenn man diese "unwahrscheinliche" Entstehung z.B. eines einfachen Proteins betrachtet.

 

In der angenommenen einen Milliarde Jahren zwischen Entstehung der Erde und des ersten Lebens (man vermutet, Bakterien in der Tiefsee in der Nähe heißer Quellen) hat es irgendwann mal geklappt, das könnte durchaus einer Wahrscheinlichkeit von  1 zu 10 hoch 450  entsprechen?!

 

vor 1 Stunde schrieb Mark:

Und was ist die Konsequenz daraus?

 

Dazu möchte ich Max Frisch zitieren. Wir nisten in einem Zufall.

 

Wir kreisen irgendwo.

Zum Bewusstsein kommt, wie gering eigentlich die Zone ist, die den Menschen ernährt und gestaltet; schon kommen die letzten Matten, schon beginnt die Vereisung. Zweitausend oder dreitausend Meter genügen, und unsere Weltgeschichte ist aus.

[...]

 

Die vielleicht einzig vorkommende Gunst von Umständen, die irgendwo im Weltall ein menschliches Geschlecht ermöglicht hat, liegt als ganz dünner Hauch in den Mulden, und es genügt die geringste Schwankung der Umstände; eine Vermehrung des Wassers, eine Verdünnung der Luft, eine Veränderung der Wärme. Unser Spielraum ist nicht groß.

 

Wir nisten in einem Zufall, dessen empfindliche Zuspitzung, wenn sie uns manchmal zum Bewusstsein kommt, beklemmend wird, zugleich begeisternd. Die Menschheit als Witz oder als Wunder; die paar Jahrtausende, die sie haben mag, sind nichts gegenüber der Unzeit, die sie umgibt, und dennoch mehr als diese Unzeit.

 

Was es heißt, diesem Augenblick anzugehören-

 

Max Frisch, Tagebücher

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(bearbeitet)

Menschen haben kein Gespür und kein Gefühl für Wahrscheinlichkeiten. Und vermeintlich unwahrscheinliches wird letztlich schnell "wahrscheinlicher", wenn man entsprechende Rechenmodelle benutzt. Ein Gefühl dafür bekommt man dennoch kaum.

 

Menschen haben auch kein Gespür für geologische oder gar astronomische Zeiträume und Entfernungen, und die allermeisten verstehen dann auch nicht, das auch diese Begriffe relativ sind.

 

Wäre die Erde 24h alt, gäbe es die Menschheit eine knappe Sekunde. Von dieser Sekunde wäre sie unter einer Nanosekunde in jenem Bereich dessen, was sie historisch von sich überblickt, als quasi ab Pyramiden bis heute.

Erschreckend lange Zeit passierte aus heutigem Wissen auf diesem Planeten überhaupt nix. 

 

Menschen haben kein Gefühl für exponentielles Wachstum. Auch das Leben und dessen Komplexität ist exponentiell verlaufend (und macht ab und an mal einen hammergenialen "Komm, wir radieren alles aus und fangen neu an" Ansatz, https://de.wikipedia.org/wiki/Massenaussterben )

 

so weit

Maico

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Wenn man bedenkt, daß nicht nur an einem Ort immer wieder neue Verbindungen enstanden sondern weltweit millionenfach und einige Milliarden Jahre Zeit waren ist das gar nicht so unwahrscheinlich.

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Ach, meine Frau ist Mathematikerin (was für den Partner übrigens nicht immer so einfach ist),

aufgrund der langen Dauer der Entstehung ist die Existenz lebender Organismen gar nicht sooo unwahrscheinlich,

und durchaus berechenbar,

habe ich erklärt bekommen.

Viel unwahrscheinlicher seien viele Spezialisierungen und Verhaltensweisen in der Tierwelt,

die erdgeschichtlich gesehen, relativ schnell entstanden seien. Der Schwänzeltanz der Bienen, um nur ein

Beispiel zu nennen. Durch weitere Forschungen in der Epigenetik wird sicher noch Vieles erklärt werden

können, was bislang eher als Wunder bezeichnet wurde.

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Maico hat vermutlich recht, dass Menschen Wahrscheinlichkeiten nicht einschätzen können und vielleicht auch aus dem Bauch heraus fernab von "Gut und Böse" liegen.

 

Offenbar halten Wissenschaftler bei Wahrscheinlichkeiten von 1 zu 10 hoch 110 oder geringer das Eintreten eines Ereignisses für so unwahrscheinlich halten, dass es unmöglich ist.

 

Obige Wahrscheinlichkeiten liegen so wie es ausschaut deutlich darunter.

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Dort wo Wasser ist, kann sich auch Leben bilden. Das gilt nicht nur für den Planeten 'Erde',

außerdem haben wir viele Erden. Einzeller hat man auch schon gefunden, die gerade das

durchmachen, wo wir heute sind. Gemessen an der langen Entstehungszeit kann ich mir

Wahrscheinlichkeits Formeln  vorstellen, aber es sind alles nur Berechnungen und gigantische

Zeiten außerhalb menschlicher Vorstellungskraft.  Wissenschaftler gehen davon aus, dass wir

da oben noch Zeitgenossen haben und es nur eine Frage von Zeit ist, bis wir sie treffen.

Insofern übertrifft so etwas jede Mathe-Formel und Wahrscheinlichkeit und wenn ich an mein

nächtliches Erlebnis denke, als ich von Arbeit kam und über die Dörfer mit Auto unterwegs war

und der 'Himmel' mich begleitete, war ich froh dieser Situation entkommen zu sein. Wollte schon

die NASA anrufen, aber die glauben es eh nicht oder sie waren es sogar selbst.

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Leben ist Wunder. Warum kann man es nicht einfach dabei belassen?

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Am 21.1.2019 um 18:58 schrieb KoerberBasil:

Leben ist Wunder. Warum kann man es nicht einfach dabei belassen?

 

Weil nicht jeder an einen bärtigen Mann im Himmel glaubt.

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(bearbeitet)

Als jemand, der seit dem Abi mit Mathe auf Kriegsfuß steht (vorher übrigens immer einsen geschrieben in Mathe und Physik), finde ich Herrn Lesch zum Thema Wahrscheinlichkeiten toll. Ich glaube, sogar ich hab es verstanden. Hätte ich den mal als Mathelehrer gehabt.. was aus mir alles hätte werden können *lol*
 

https://www.youtube.com/watch?v=n9nK1tQPJKQ

 

(Wieso funktioniert die Video-Einbindung schon wieder nicht?)
 

Ich habe eine ganz gute Vorstellung von Zeiträumen, meinem Studium sei dank, aber keine Ahnung, ob man hier nun von Zufall sprechen sollte oder nicht. Warum eigentlich nicht? ;) Die Natur steckt voller Überraschungen und ist voll von unendlich vielen Dingen und Zusammenhängen, von denen wir heute noch nicht einmal etwas ahnen. An bärtige Alte Männer mit übernatürlichen Fähigkeiten glaube ich nicht. Ich bin mir aber auch dessen bewusst, dass das, was wir heute für den letzten Schrei in der Forschung halten noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist - mit großer Wahrscheinlichkeit zumindest. *hrhr*

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Februar 2016: Magendrehung Okt. 2013 – Feb. 2016: Diverse Impfungen, Entwurmungen und Behandlungen von Schnittwunden u.a. Wunden z.T. auch mit Antibiotika   August 2016: Ankunft bei mir – erste oberflächliche Untersuchungen ergaben keine Auffälligkeiten, außer sehr schlechte Zähne, die man im Auge behalten sollte August 2016 – Februar 2017: In der Folgezeit immer wiederkehrender Durchfall, Fressunlust – diverse Kotprofile brachten keine Erkenntnisse. Hin und wieder leichtes humpeln – vorläufige Diagnose: Probleme im Schultergelenk (links), ggf. auch Hüfte – mehr wäre mit Röntgen zu erkennen gewesen, war damals aber aufgrund ihrer Angst schlicht nicht möglich bzw. nur unter Narkose – für solche Maßnahmen war mir das Humpeln aber nicht akut genug Durchfall und Fressunlust waren durch den Versuch vieler verschiedener Futtersorten irgendwann im Griff Februar 2017: Beginn mit Verhaltenstherapie wegen einiger „Probleme“, die wir allein nicht hinbekommen haben. 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