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Hundeforum Der Hund
Caro73

Seltsames Spielverhalten

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Unsere beinahe 8 Monate alte Mischlingshündin hat ein eigenartiges Spielverhalten. Wenn Sie mit anderen Hunden spielt, egal welcher Größe, dann versucht sie permanent ihnen irgendwie "auf den Kopf zu hauen".. also sie hüpft praktisch mit den Vorderpfoten immer in Richtung Kopf/Hals, als ob sie sie mit den Pfoten kratzen möchte - oder springt auch wild über die Hunde drüber.. Ich als Laie empfinde das Verhalten als übergriffig, distanzlos und wenig höflich den anderen Hunden gegenüber - aber ich habe keine Ahnung, wie ich ihr Spielverhalten ändern könnte. Gott sei Dank hat sie noch keine wirklich schlechten Erfahrungen damit gemacht, also die anderen Hunde haben dies bisher immer "über sich ergehen lassen".. oder höchstens mal kurz geknurrt.

 

Sie ist grundsätzlich ein freundlicher Hund, der immer noch wild auf Kontakt ist, d.h. sie beißt nicht, knurrt nicht usw., will einfach nur rumtollen, aber trotzdem verstehe ich dieses komische Spielen nicht.

 

Könnt Ihr mir Tipps geben oder es mir erklären?

 

Dankeschön

Caro

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Klingt für mich nach spielaufforderung. Nichts Ungewöhnliches. Aber je nachdem wie groß dein Hund ist, würde ich vor allem bei kleinen Hunden eingreifen, wenn sie zu wild wird. Das kann sonst in die Hose gehen. Wenn andere Hunde drauf eingehen ist doch alles gut :) sie ist noch jung. Vermutlich in der Pubertät, da testet man auch gerne mal aus. Ein gutes Auge ist wichtig, damit die Situation nicht kippt. Wenn du das Gefühl hast, andere Hunde sind genervt, nimm sie aus der Situation raus.

Wenn du Hunde findest, die das spielverhalten super finden, kann man sich ja auch ruhig mal öfter zum spazieren gehen verabreden. Bei jüngeren Kandidaten habt ihr da wahrscheinlich mehr Glück, wenn sie noch so viele hummeln im Hintern hat.

Ansonsten... locker bleiben :)

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Also seltsam ist das Verhalten ganz und gar nicht. Für viele Hunde eher normales Spielverhalten. "Unhöflichkeit" als  Vervhaltensbeschreibung von Hunden,  ist ein Begriff der sich da überhaupt nicht eignet. Das ist ein völlig abstrakter menschlicher Begriff, der bei Hunden völlig fehl am Platz ist.

Übergriffig und Distanzlos passt da schon eher, macht aber nur Sinn im Kontext mit dem jeweils anderen Hund. Signalisiert der andere, dass das O.K. ist, ist es eben O.K. Distanzlos  und übergriffig wird es erst, wenn Dein Hund mögliche Signale des anderen, ihm "Raum zu lassen" oder aufzuhören dauerhaft ignoriert. Wir reden immerhin  von Tieren, zu deren absolut normalen, sozialen Verhalten es gehört, die Nase an die Analdrüsen anderer Hunde zu "kleben", wenn man sich kennen lernen will. 

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Lieben Dank für Eure Antworten! Ich dachte ein junger Hund würde sich z.B. bei älteren/größeren Hunden respektvoller verhalten und erst mal unterwürfig sein - davon ist meine weit entfernt. Wie gesagt, die bisherigen Spielfreunde haben das toleriert, wenn sie einer maßregelt, dann hört sie, nach nochmaligem Versuch, auch auf und bei kleineren Hunden ist sie viel vorsichtiger im Spielverhalten. Sie erscheint immer ziemlich selbstbewusst, wenn sie mit ihren 45 cm wie ein Flummi über einen Beauceron Rüden hüpft... und ihm die Ohren dabei abschlabbert.. So schnell kann der gar nicht schauen... 😉 Sie ist eher der quirlige Flitzetyp... Irgendjemand meinte mal, dieses mit den Vorderpfoten angehen und umklammern (Hals) wäre ein sehr dominantes Verhalten... da war ich verwirrt. Noch dazu, weil ich keinen anderen Hund kenne, der so spielt.

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Wenn sie sich von anderen Hunden Maßregeln lässt, ist alles in Ordnung. Wenn sie oft genug das Feedback bekommt, dass sie nervt, wird sie ihre Strategie anpassen. 

Ich hab mal ein Foto angehängt, auf dem zwei Hunde das gleichzeitig versuchen... 

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Zitat

Höflichkeit

 

Die Höflichkeit oder Zivilisiertheit ist eine Tugend, deren Folge eine rücksichtsvolle Verhaltensweise ist, die den Respekt vor dem Gegenüber zum Ausdruck bringen soll. Ihr Gegenteil ist die Grobheit oder Barbarei.

Sozial gehört sie zu den Sitten, soziologisch zu den sozialen Normen. Das Wort hat sich aus dem Begriff „höfisch“ entwickelt, das die Lebensart am frühneuzeitlichen Hof bezeichnete.

 

Ich finde Hunde können höflich sein. Respekt gegenüber anderen ausdrücken? Können sie. Rücksichtsvoll sein? Ebenfalls. Sympathie, Aufmerksamkeit und Neugierde gegenüber anderen zeigen? Dito. 

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Das ausschlaggebene Wörtchen ist "Zivilisiertheit". Hunde sind weder höflich noch zivilisiert. Sie zeigen instinktbehaftetes oder erlernte Verhaltensmuster. Wie sich ein Hund gegenüber Artgenossen verhält, bzw. wie er lernt was bestimmte Verhaltensweisen andeter Hunde bedeuten, regelt die sog. Sozialisation. Der Begriff Höflichkeit impliziert ein aktuelles,  gesellschaftlich anerkanntes Allgemeinverhalten, dass sich auf rein abstrakter Ebene bewegt. Was höflich ist, bestimmt die jeweilige Gesellschaft und auch der Kulturkreis. Was wir als höflich ansehen, kann in einer anderen Zeit, aber auch schon in einem anderen Land eine üble Beleidigung sein.

 

Hunde besitzen ein derartiges Abstraktionsvermögen nicht. Ihr Sozialverhalten ermöglicht das Zusammenleben um Rudel, bzw.  in der Gemeinschaft. ABER ein Hund , der z.B. einen offensichtlich unterlegenen dominiert, weil es geht,  ist nicht unhöflich. Er ist Hund. Ebenso wird ein Hund nicht deshalb zur Seite gehen, weil ein älterer kommt. Bestenfalls ist es (aus Sicht von Hunden) seitens des Unterlegenen "unhöflich" sich nicht entsprechend unterzuordnen. Denn auch das zu lernen gehört zu einer vernünftigen Sozialisation. 

 

Das mag sich kleinkariert anhören. ABER eins der grössten heutigen Probleme im Umgang mit Hunden, ist die 1:1 Übertragung menschlicher Denkweisen auf tierisches Verhalten.

 

Ein Grossteil der "Hundeprobleme" liessen sich vermeiden, wären sich die HH bewusst, dass sich tierische und menschliche Verhaltens-, bzw. Denkweisen gravierend unterscheiden Nur die menschliche Interpretation sorgt dafür,  dass man aufgrund ähnlicher Resultate, auf eine ähnliche Denkweise schliesst.

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vor 27 Minuten schrieb Herdifreund:

Das ausschlaggebene Wörtchen ist "Zivilisiertheit". Hunde sind weder höflich noch zivilisiert.

Nein, ist es nicht. "Zivilisiertheit" ist in dem Kontext nur ein anderer Begriff für "Höflichkeit".

Was "Zivilisiertheit" bzw. "Höflichkeit" beinhaltet wird im Folgenden erläutert und all das können auch Hunde.

Das hat nichts mit Instinkt oder erlerntem Verhalten zu tun, wenn man so argumentieren möchte könnte man auch beim Menschen alles als erlernt oder instinktbehaftet abtun. Es hat auch nichts mit Vermenschlichung zu tun. Ich finde es vielmehr falsch, Tieren Fähigkeiten abzusprechen, die sie durchaus haben. Auch bei Hunden gelten je nach Rasse, Lebensumständen, Vertrautheit unterschiedliche Maßstäbe. Hunde, die sich gut kennen gehen anders miteinander um als einander fremde Hunde. Ein Hund kann z.B. einem ihm fremden Hund gegenüber höflich sein und sein Verhalten steuern.

Dudendefinition des Begriffs Höflichkeit: https://www.duden.de/rechtschreibung/Hoeflichkeit

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Machen die Irren hier auch, die sind aber auch beide sehr jung (16 und 7 Monate) und leben zusammen, nur daß Lotti grade erntet, was sie gesäht hat, weil das Fellteil immer größer und größer wird *ups*, und jetzt alle Techniken, die sie ihr beigebracht hat, gegen sie verwendet *dumdidum*

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Genau wie auf den Bildern!! Also doch nicht völlig neben der Spur? Naja, wie gesagt, die meisten älteren Hunde lassen es einfach über sich ergehen und sind entspannt dabei. Wenns einem zu viel wird, gibt's ein deutliches "Wuff" und dann geht meine auch auf Abstand... Danke an alle!

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