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Hundeforum Der Hund
sabse0802

Junghund kommt nicht zur Ruhe

Empfohlene Beiträge

Liebe Community,

 

meine Freundin und ich sind seit Anfang Dezember stolze Frauchen eines nun etwa 5 Monate alten Rüden-Mischlings aus dem polnischen Tierschutz. Er entwickelt sich prächtig und zahnt gerade extrem. Einige Kommandos beherrscht der kleine Mann bereits.

 

Nur leider ist es so, dass er, vor allem wenn er mit mir allein ist, nicht zur Ruhe kommt. Bis nachmittags ist meine Freundin mit ihm allein, da gibts keinerlei Probleme. Er nimmt sich seine Ruhezeiten ausgiebig, dreht nicht durch o.ä.

Wenn ich dann nachmittags bis abends allein mit ihm bin, dreht sich das Ganze komplett um... Er kommt überhaupt nicht mehr zur Ruhe, versucht mich ständig mithilfe von Bellen, Beißen (in Hände, Füße, Möbel) zum Spielen (?) zu animieren.. bis er nach Stunden dann doch in den Schlaf fällt. Ich vermute mal, das Problem liegt bei mir. Ich weiß nur leider nicht mehr, wie ich es angehen kann.. Von ignorieren, bis hin zum Nein sagen etc. habe ich alles probiert.

Mittlerweile habe ich fast schon Angst mit ihm allein zu sein, weil ich weiß, dass ich terrorisiert werde.. ich weiß auch, er kann scheinbar nicht anders... deswegen hoffe ich umso mehr, dass ihr vielleicht wertvolle Tipps für mich habt.

 

Wir gehen am Sonntag auch das erste Mal zur Hundetrainerin, falls diese Frage aufkommen sollte.

 

 

Danke!

 

Liebe Grüße

Sabrina

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vor 33 Minuten schrieb sabse0802:

Er kommt überhaupt nicht mehr zur Ruhe, versucht mich ständig mithilfe von Bellen, Beißen (in Hände, Füße, Möbel) zum Spielen (?) zu animieren.. bis er nach Stunden dann doch in den Schlaf fällt. Ich vermute mal, das Problem liegt bei mir. Ich weiß nur leider nicht mehr, wie ich es angehen kann.. Von ignorieren, bis hin zum Nein sagen etc. habe ich alles probiert.

Klar will der spielen.

Das Beissen lenkt man am besten um auf ein Zerrspielzeug. Dann lernt er, wo er reinbeissen darf. Ruhig Abbrechen, sofort Zerrspielzeug (am besten Beisskissen) anbieten und dann weiterspielen. Du frustrierst ihn bisher und bist ziemlich unberechenbar, er steigert sich ins endlich Spass haben wollen weiter hinein, das stresst ihn.

Wie sieht denn euer Alltag aus? Unterforderung und einseitige Überforderung können fördern, dass sich der Hund in der Weise abreagiert. Ausserdem macht ihn das Zahnen fertig.

Hat er genug Kauspielzeuge?

Im Allgemeinen hilft ein klar strukturierter Tagesablauf, klare Trennung von Spiel-und Ruhephasen, regelmässiger Freilauf und Artgenossenkontakt, ausreichend Input mit Schnüffeln und gleichmäßiger Bewegung, Kaugenstände und Ruhe Bewahren.

Der Hund ist völlig normal.

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Dass der Hund normal ist, habe ich ja auch wie oben zu sehen, nicht in Frage gestellt.

Kauspielzeuge/-alternativen hat er genügend. Diese reiche ich ihm auch immer sofort, wenn er anfängt.

 

Der Alltag sieht wie folgt aus:

 

je nachem wann ich zur Arbeit muss, entweder gegen 5.30 oder 7 Uhr kurze Gassirunde, dann bekommt er seine erste Mahlzeit und schläft danach.

danach nochmal Gassi (länger, je nachdem ob sein Spielkamerad Zeit hat, spielen mit ihm), Ruhe, 2. Mahlzeit. Dann komme ich gegen 16 Uhr nach hause und spiele mit ihm,  gehe danach mit ihm raus. Danach erst einmal keine Aktivität, später dann ein Kommando üben (aber nicht jeden Tag), in Abständen von 2-3 Stunden auf jeden Fall nach draußen. Gegen 20 Uhr dritte Mahlzeit, danach Ruhe (theoretisch), und gegen 22/23 Uhr ins Bett nach kurzer Gassirunde.

Schnüffelspiele machen wir auch.

 

Was genau kann ihn denn frustrieren? und warum bin ich unberechenbar? .. Genau diese Punkte möchte ich ja gern verstehen, weil mir ehrlich nicht klar ist, was ich anders mache als meine Freundin.

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@gebemeinensenfdazu Dass der Hund normal ist, habe ich ja auch wie oben zu sehen, nicht in Frage gestellt.

Kauspielzeuge/-alternativen hat er genügend. Diese reiche ich ihm auch immer sofort, wenn er anfängt.

 

Der Alltag sieht wie folgt aus:

 

je nachem wann ich zur Arbeit muss, entweder gegen 5.30 oder 7 Uhr kurze Gassirunde, dann bekommt er seine erste Mahlzeit und schläft danach.

danach nochmal Gassi (länger, je nachdem ob sein Spielkamerad Zeit hat, spielen mit ihm), Ruhe, 2. Mahlzeit. Dann komme ich gegen 16 Uhr nach hause und spiele mit ihm,  gehe danach mit ihm raus. Danach erst einmal keine Aktivität, später dann ein Kommando üben (aber nicht jeden Tag), in Abständen von 2-3 Stunden auf jeden Fall nach draußen. Gegen 20 Uhr dritte Mahlzeit, danach Ruhe (theoretisch), und gegen 22/23 Uhr ins Bett nach kurzer Gassirunde.

Schnüffelspiele machen wir auch.

 

Was genau kann ihn denn frustrieren? und warum bin ich unberechenbar? .. Genau diese Punkte möchte ich ja gern verstehen, weil mir ehrlich nicht klar ist, was ich anders mache als meine Freundin.

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Hallo,

Wer ist denn die Hauptbezugsperson bei euch? 

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Wie lange sind die Gassizeiten und was macht ihr da? Reizarme oder reizdichte Umgebung? Bleibt er dazwischen alleine?

Auf jeden Fall würde ich möglichst das Spielen nach draussen verlegen, keinesfalls erst Spielen und dann nach draußen- klarer Trennen.

Ein "Kommando " üben dauert macimal eine Minute in dem Alter, das kann man zwischendurch einstreuen, aber das ist keine "Trainingseinheit". Also- das sollte Spass bedeuten und einmal richtig ausgeführt reicht- auf keinen Fall dauernde Wiederholungen. Das stresst.

Wahrscheinlich stresst ihn auch, dass deine Freundin nicht da ist und er sucht sich Ablenkung. Dann versucht er mit dir zu spielen, aber du ignorierst ihn entweder oder sagst "Nein" ohne ihm irgendwelche Alternativen zu bieten. Gut möglich, daß der Hund noch gar nicht weiss, was Nein bedeutet. Auf jeden Fall weiss er nicht, was er stattdessen machen soll, was seiner Motivation entspricht. Wenn du ihm zeigst , wo er reinbeissen darf und wann er definitiv mit dir spielen darf (z.B. draußen) bist du berechenbarer.

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Wie ist es denn, wenn ihr beide da seid, also z.B. an freien Tagen? Merkt ihr da auch Unterschiede? Behandelt euer Hund deine Freundin anders als dich? Habt ihr für ihn vielleicht unterschiedliche "Aufgaben"? (z.B. ist einer eher der Spiel- und Raufkumpel und der andere fürs Futter zuständig?). Ist einer von euch die Hauptbezugsperson?

 

Andere Idee: Habt ihr mal die Möglichkeit, die Zeiten zu tauschen (ggf. auch an einem freien Tag)? Also, dass du vormittags mit ihm alleine bist und deine Freundin nachmittags? Vielleicht hat es ja auch etwas mit der Tageszeit zu tun und er hat nach nem Vormittag Ruhe einfach typischerweise nachmittags seine wilde Zeit und ist aufgekratzt...

 

Gibt es vielleicht irgendwelche anderen möglichen Auslöser? Also z.B. ein Nachbar der nachmittags Heim kommt und dann immer Musik hört, wo den Kleinen vielleicht die Bässe in den Wahnsinn treiben,... Oder ne Waschmaschine oder ein Trockner, die irgendwo laufen und Geräusche machen, mit denen er nicht klarkommt? 

 

Schmerzen/Unwohlsein ausgeschlossen? Bekommt er z.B. mittags anderes Futter/Kauartikel, die vielleicht Blähungen und Bauchweh am Nachmittag auslösen können?

 

So, mehr Ideen hab ich spontan erstmal nicht. Vielleicht berichtest du noch mal vom Verhalten eures Kleinen, wenn ihr beide da seid.

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vor 1 Minute schrieb Freefalling:

Hallo,

Wer ist denn die Hauptbezugsperson bei euch? 

 

Das ist schwer zu sagen. Eigentlich denke ich wir beide sind es, allerdings hat er vor meiner Freundin mehr Respekt oder sieht sie mehr als Führungsperson an (denke ich). Aber wenn wir beide da sind, kommt er viel zu mir, sei es zum Kuscheln/spielen oder ähnliches.

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vor 1 Minute schrieb sabse0802:

 

Das ist schwer zu sagen. Eigentlich denke ich wir beide sind es, allerdings hat er vor meiner Freundin mehr Respekt oder sieht sie mehr als Führungsperson an (denke ich). Aber wenn wir beide da sind, kommt er viel zu mir, sei es zum Kuscheln/spielen oder ähnliches.

 

Es ist auch möglich, dass er von deiner Freundin "eingeschüchtert" ist und sich lieber zurückhält und mit dir alleine sein Wahres Ich zeigt.

 

Gibt es denn bei dir und deiner Freundin Unterschiede im Umgang mit ihm? Arbeitet ihr mit positiver Verstärkung (also Belohnung für gewünschtes Verhalten) oder auch mit Strafe (damit meine ich jetzt alles was der Hund als blöd empfinden könnte, also kann durchaus auch schon ein scharf ausgesprochenes "Nein" bedeuten - je nachdem wie sensibel euer Hund ist).

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