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Hundeforum Der Hund
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Der Maulkorb - Pro und Contra

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Angeregt durch die Diskussion in einem anderen Thread habe ich mich gerade gefragt, was eigentlich für oder gegen den Gebrauch eines Maulkorbs sprechen könnte. Ich hätte jetzt die (naive?) Vorstellung, dass ich bei einem Hund, der beispielsweise kritisch mit Menschen (gerade innerhalb der Familie) agiert, ein gutes Maulkorbtraining absolviere, ihm dann das Ding im Alltag aufsetze und abends wieder abnehme. Routinemäßig. An einer Stelle im Thread las ich so etwas wie "kein Vertrauen", wenn der Hund den Maulkorb trägt. Das klang irgendwie negativ. Klar ist das eine persönliche Bewertung, aber ich würde den Gebrauch eines Maulkorbs bei einem Hund, der Menschen/Hunde angeht, als  Management und einen lösungsorientierten Schutz der Umwelt ansehen. Vor allem, wenn parallel am Verhalten des Hundes gearbeitet wird. Auch wenn mir im Alltag ein mir unbekannter Hund mit Maulkorb begegnet, bewerte ich das überhaupt nicht negativ und frage bei Interesse nach den Gründen.

 

Wie sehr ihr das? Welche Gründe gibt es für den Maulkorb, welche dagegen?

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Der Hund meiner Eltern hat auch sehr häufig einen Maulkorb auf. Was uns aufgefallen ist, dass sie scheinbar irgendwie ihr Freude am Laufen dabei verliert. Sie ist eigentlich sehr lauffreudig und läuft am Pferd mit. Sie spielt auch mit anderen Hunden und benutzt dazu ihr Maul. Das kann sie mit Mauli nicht und ist irgendwie unglücklich darüber. Auch scheint ein entspanntes Schnüffeln nicht so ungehindert zu sein. Nuja, sie ist damit einfach nicht so lebensfroh.

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Hund 1 von mir trägt jedes Mal einen Maulkorb wenn wir über den Hof laufen (also von der Haustür bis raus aus dem Tor) . Denn hier auf dem Hof leben sehr viele Katzen und sie würde jede Katze töten an die sie ran kommt. 
Sie ist auf dem Hof mit kurzer Leine gesichert aber trotzdem hat sie es schon einmal geschafft sich eine Katze zu packen. Das Risiko gehe ich nicht noch einmal ein. 

 

Auch wenn sie an 20 Katzen "problemlos" vorbei läuft kann sie bei Katze 21 trotzdem ganz plötzlich in die Leine gehen und sie sich packen. 
Ja, ich vertraue ihr dabei nicht, weil ich weiß, wie sie tickt. 

Mit Maulkorb brauche ich keine Angst haben also bin ich entspannter. Das merkt sie auch. 

 

Würde ich einen Hund haben, der Menschen beißt würde ich auch lieber zu viel als zu wenig sichern. 
 

Wichtig ist wirklich, dass der Maulkorb für den Hund nichts negatives ist. 

 

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Selbst mit bestem Training findet es sicher kein Hund toll, den ganzen Tag einen Fremdkörper im Gesicht zu tragen.
Hätte ich einen Hund, der ein Problem mit Menschen im gleichen Haushalt hat, würde ich ihn im Rahmen eines vernünftigen Managements so oft es geht aus der Situation herausnehmen. Es ist ja nicht nur das Tragen eines Maulkorbes, der Hund muss sich permanent in Impulskontrolle üben, das erzeugt wahnsinnig viel Stress.
Ein Maulkorb ist ein Instrument zur Absicherung, am besten wäre es, dass der Hund den Korb trägt, wenn er ein entsprechendes Training bekommt, d.h. wenn gezielt an Auslösern gearbeitet wird. Ich finde es überhaupt nicht gut, dem Hund stundenlang einen Maulkorb zuzumuten, weil man keine Zeit oder Möglichkeiten hat, ihn aus solchen triggernden Situationen herauszunehmen, das ist unfair dem Hund gegenüber.
 

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@Nuka Das ist auch ein Dobi oder?

vor 29 Minuten schrieb Nuka:

Sie spielt auch mit anderen Hunden und benutzt dazu ihr Maul. Das kann sie mit Mauli nicht und ist irgendwie unglücklich darüber. Das kann sie mit Mauli nicht und ist irgendwie unglücklich darüber. Auch scheint ein entspanntes Schnüffeln nicht so ungehindert zu sein. Nuja, sie ist damit einfach nicht so lebensfroh.

Das ist total typisch und wäre hier nicht anders, von daher fällt diese Anti-Giftköder Massnahme aus. Vieleicht spielt ie doch eher niedrige Reizschwelle eine Rolle.

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Die Windhunde haben doch auch oft einen Maulkorb auf, wenn sie miteinander auf der Wiese rennen (Grund war, glaube ich, das Hetzen und die Verletzungsgefahr, weil sie so dünnes Fell haben und beim hetzenden Rennspiel gern mal in die Körper der anderen zwicken: https://www.galgo-hilfe.de/infos/ausstattung/maulkorb). Sie scheinen das zu kennen und den Maulkorb dann positiv mit Spaß und Laufen zu verknüpfen.

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Kann ich für mich gar nicht pauschal beantworten. Das kommt zum einen auf das hund-halter-Team an und auf den trainingsstand des Hundes. Grundsätzlich finde Ich, dass ein Hund mit der Neigung zum zwicken, beißen etc. bei nicht einschätzbaren Situationen gesichert werden muss. Das muss letztlich der Hundehalter entscheiden. Menschenmengen finde ich nach wie vor eine kaum händelbare Situation. Man kann seine Augen nicht überall haben. Ebenso Situationen in denen der Halter nicht permanent im Modus bleibt. Unachtsamkeit kann bei gewissen Kandidaten schwer nach hinten losgehen. 

Vertrauen finde ich enorm wichtig und ich bevorzuge natürlich einen Hund, der möglichst wenig Einschränkungen erfahren muss. Aber Hunde von denen eine gewisse "gefahr" ausgeht, müssen gesichert werden, wenn man nicht in der Lage ist Situationen zu händeln. 

Ich glaube es braucht sehr viel Managment, ein gutes Auge, intensive Arbeit. Aber dann kann man dem Hund auch Situation ermöglichen wo er nicht zwangsläufig gesichert werden muss. Es ist natürlich für den Hund durchaus schöner ohne Maulkorb  (auch wenn es positiv aufgebaut worden ist)

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vor 2 Minuten schrieb Laikas:

Die Windhunde haben doch auch oft einen Maulkorb auf, wenn sie miteinander auf der Wiese rennen (Grund war, glaube ich, das Hetzen und die Verletzungsgefahr, weil sie so dünnes Fell haben und beim hetzenden Rennspiel gern mal in die Körper der anderen zwicken: https://www.galgo-hilfe.de/infos/ausstattung/maulkorb). Sie scheinen das zu kennen und den Maulkorb dann positiv mit Spaß und Laufen zu verknüpfen.

Die machen ja auch eher selten Raufspiele- insofern ist der Fang eher verzichtbar- es geht vorrangig um das rennen. Das ist bei fangbetonter Spielweise ganz anders (bei der wird zwischendurch übrigens auch kurz das Ohr abgeleckt).

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Windhunde tragen einen Maulkorb, weil sie im Adrenalinschub des Rennens die Neigung haben, den anderen festzuhalten. Bei hohem Tempo und spitzen Zähnen ist das keine gute Idee und kann bei der dünnen Haut der Windhunde zu unschönen Verletzungen führen.
Wenn die Hunde im Adrenalinrausch sind, stören sie sich aber kein bißchen am Korb. Nach dem Rennen sind sie aber auch froh, wenn das Ding wieder abgemacht wird.

Nochmal, es ist ein situatives Hilfsmittel und nicht für einen Dauereinsatz gedacht und geplant.

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Peanut kennt den Maulkorb, einfach nur um ihn zu kennen. Im Alltag würde er in gewissen Situationen beißen, würde ich ihn nicht händeln können. Da trägt er aber keinen Maulkorb. Auch beim Tierarzt zum Beispiel... es könnte irgendwann Behandlungen geben, wo er einen braucht und da ist es, glaube ich, besser er kennt das schon. Auch habe ich irgendwie im Hinterkopf, dass ein Hund in öffentlichen Verkehrsmitteln eigentlich einen Maulkorb tragen muss (kann mich aber auch irren), die brauchen wir zwar aktuell nicht, aber irgendwann mag der Tag kommen...

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