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Hundeforum Der Hund
Ani

Was tun, wenn Besuch verbellt wird?

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Huhu ihr lieben.

 

Nun muss ich meine erste Erziehungsfrage stellen. Von der vorherigen Hündin war ich doch sehr verwöhnt, da sie einfach extrem pflegeleicht war.

 

Seit knapp 3 Wochen wohnt unsere Mudi Mischlingshündin bei uns. Sie ist 2 Jahre alt und hat in einem ungarischen Tierheim gelebt, bevor sie nach Deutschland in eine Pflegestelle kam, von der wir sie übernommen haben.

 

Bei uns hat sie sich sehr schnell eingewöhnt und ist sehr auf uns fixiert. Mit ihr irgendwo hingehen ist ebenfalls kein Problem. Sie ist bei manchen Menschen skeptischer, bei anderen läuft sie freudig drauf los und lässt sich anfassen.

 

Nun haben wir ein paar Situationen, die uns irritieren bzw wissen wir nicht wie wir reagieren und das am besten lösen können.

 

Wir hatten am Wochenende Besuch und Csuda ist mit mir zum Bahnhof um meine Mutter abzuholen. Draußen war alles okay. Bei uns zuhause hat sie dann meine Mutter angeknurrt und gebellt. Ich habe ihr gesagt, dass alles okay ist und das nur unser Besuch ist. Später am Abend ist sie, als meine Mutter nur durch das Wohnzimmer gegangen ist, auf sie los und hat ihr ins Bein gezwickt.

 

Mein Gedanke war dass sie ihr Revier verteidigen möchte, doch einige Tage vorher war meine Schwiegermutter da und da hat Csuda nichts gemacht, da war es völlig okay, dass jemand anders in der Wohnung war.

 

Allerdings ist Csuda vorher im Auto ausgeflippt als meine Schwiegermutter eingestiegen ist. Da hat sie sich allerdings schnell wieder beruhigt.

 

Was bedeutet denn dieses Verhalten? Beschützt sie uns oder ihr Revier? Und wie können wir solche Situationen künftig für alle angenehmer gestalten, denn wir wollen ja nicht jeden Besucher vergraulen 

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(bearbeitet)

Mudis sind ziemliche Allrounder, sie hüten , bewachen und beschützen (und Ratten jagen können sie auch).

Ob es nun an der Person lag, dass sie sich auffälliger/unentspannter verhielt oder daran, dass der Hund täglich mehr ankommt und selbstsicherer wird läßt sich schwer sagen- vermutlich beides.

Ritualiseren hilft. Baut Teamwork auf. Ganz klare deutliche Abläufe, behalte dabei aber deinen Hund an deiner Seite, kommentiere, lobe und belohne viel. Sie darf Besuch im Auge behalten- aber bei dir, gib ihr laufend positives Feedback, und beobachte sie, nicht, dass sie in einem unbemerkten Moment meint,einspringen zu müssen.. Du musst sie relativ viel anleiten, evtl. mit Hausleine- sie muss sich erstmal daran gewöhnen.

Meinem Hund ist es sehr wichtig anfangs zu beschnuppern, um sich ein Bild zu verschaffen, das macht es ihr viel leichter.

Ansonsten Besuch freudig ankündigen, hund mitnehmen, bei dir lassen und anleiten. wenn das nicht geht mit Trenngitter arbeiten, damit sie beobachten kann und viel Belohnen (das machst du- der Besuch darf höchstens mal einen Keks werfen).

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Vielleicht ist sie auch zusätzlich verwirrt, wenn Menschen an falschen Orten sind. Bei der Rasse könnte das doch sein. Sie weiß dann nicht mit der Person umzugehen. Anleiten - schon bevor sie meint eingreifen zu müssen - finde ich eine gute Idee. Das schafft Sicherheit. 

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Danke für eure Antworten. 

 

Nun muss ich nochmal blöd nachfragen: was genau bedeutet anleiten? 

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vor 17 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Ganz klare deutliche Abläufe, behalte dabei aber deinen Hund an deiner Seite, kommentiere, lobe und belohne viel. Sie darf Besuch im Auge behalten- aber bei dir, gib ihr laufend positives Feedback, und beobachte sie, nicht, dass sie in einem unbemerkten Moment meint,einspringen zu müssen.. Du musst sie relativ viel anleiten, evtl. mit Hausleine- sie muss sich erstmal daran gewöhnen.

Meinem Hund ist es sehr wichtig anfangs zu beschnuppern, um sich ein Bild zu verschaffen, das macht es ihr viel leichter.

Ansonsten Besuch freudig ankündigen, hund mitnehmen, bei dir lassen und anleiten. wenn das nicht geht mit Trenngitter arbeiten, damit sie beobachten kann und viel Belohnen (das machst du- der Besuch darf höchstens mal einen Keks werfen).

Ich denke, das alles. Kontrollierter Kontakt.

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Verbal anleiten, immer wieder den Hund ansprechen und Feedback geben, damit er weiss was gerade zu tun ist und was er gut macht- immer dann, bevor irgendetwas passiert (z.B. bevor der Besuch aufs Klo geht usw.) oder er sonstwie Fokus aufbaut- natürlich nicht, wenn er sich dösen gelegt hat.

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Ah okay, danke. Das heißt, der Besuch muss dann genauso mitmachen. Keine unerwarteten Handlungen, aufstehen usw

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hat Dein Hund einen , aus seiner Sicht sicheren Rückzugsort?

Mein Hund , wenn ich Besuch bekomme, darf sich immer auf seinen sicheren Patz zurück ziehen.

"Darf" ist so eine Sache!! ich schicke ihn hin, aber er nutzt diese Plätze auch gerne von sich aus zu Zurückziehen.

Er darf sich aus dem Geschehen heraus ziehen.Ich regel alles.

Dort liegen seine Knabbersachen, kauen beruhigt Hunde ungemein.

Bevor fremde Menschen oder meine Enkelmädchen sich in mein Auto setzten, müssen sie meinen Hund laut begrüßen.

So ein"hallo Ramse, ich bins" und dann gibt es Leckerli.

Eine stimmlich Begrüßung, ehe sie seinen Raum betreten.

 

Ramse ist nicht ängstlich, aber super unsicher, er weis eben nicht, was in Ordnung ist und wo er sichern muss.

Also gebe ich ihm die Sicherheit vor.

 

Er hat so meine Enkelmädchen nicht als bedrohlich kennen gelernt, ganz im Gegenteil.

Immer wenn wir alle ruhig saßen, für ihn alles überschaubar wurde, durfte er dazu.

Ohne grooße Aufmerksamkeit, einfach so, ruhig, er bestimmte die Kontaktaufnahme,ohne Bedrängt zu werden.

(kein anschauen, kein streicheln usw, erst, wenn er es einfordert)Und viel Leckerlis.

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Zusätzlich noch ein Gedanke : dem dicken hat es geholfen, ein Besuchsfreies Zimmer zu haben. Wenn er sich mit dem Besuch bekannt gemacht hatte, und alle zur Ruhe gekommen waren, haben wir ihn darein gebracht (er maßregelt Besuch auch gerne oder fühlt sich von Ihnen bedroht). Da konnte er dann das Ganze Zimmer kontrollieren (war ja keiner da) und in Ruhe dösen. Heute Dackelt er da automatisch hin, wenn ihm Besuch zu viel wird. 

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(bearbeitet)

Ich habe (auch) einen Hund, der sehr intolerant gegenüber allen Menschen ist, mit denen er nicht schon "Ewigkeiten" zusammenlebt, und der insgesamt ein sehr menschendistanzierter Kerl ist. Für mich hieß (und heißt) das seit seinem Einzug mit damals bereits 8 Jahren, dass ich Begegnungen managen muss (ich kenne ihn schon viel länger, so dass das mit mir gut funktionierte). Zu Beginn (und heute noch, wenn der Besuch jünger als 12 oder hundephobisch ist) hieß das: Cuqui muss ggf. draußen bleiben oder in ein ruhiges Zimmer. Heute (als Senior von 13) heißt es immer noch: Erst wenn der Besuch entspannt sitzt, kann er mal gucken kommen. Und der Besuch kriegt "3-A-Verbot": Nicht ansprechen, nicht anstarren, nicht anfassen! Und ich sorge dafür, dass er nach kurzem Schnuppern wieder seinen Rückzug antreten kann. Und, das wichtigste, ich habe gelernt ihn zu verstehen, d.h. ich beobachte seine Haltung, seine Mimik, Ohren, Rücken, Lefzen, alles und lenke ihn rechtzeitig um, wenn ich merke, dass er unsicher ist und sich "blöd" verhalten könnte, alles, was er entspannt macht, wird gelobt.

 

Also, mein Tipp wäre: Hund lesen lernen, akzeptieren, dass er nicht sofort - vielleicht auch nie - ein Tutnix wird, ihm Sicherheit geben ohne viel "Getue", Besuch "erziehen" - nicht jeder Hund mag Knuddeln und Kraulen von jedem Menschen, für einen ruhigen Ort sorgen, mit hundeerfahrenem (und selbstsicherem und erwartungsfreien) Besuch üben, Hund nicht zwingen, sondern Tempo und Nähe selbst bestimmen lassen.

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