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Hundeforum Der Hund
Shary

Auslastung

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Den Artikel fand ich ganz gut, bringt oftmals das Problem auf den Punkt. Kenne hier einige Kandidaten, wo ich denke irgendwann drehen die durch, weil sie sooo gestresst sind und anstatt mal zurück zu fahren kommt mehr und mehr drauf... 

 

https://hund.info/kolumnen/sigmund-wild/auslastung.html 

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Hm  nee, ich mag den Einsperrtrend nicht und der Tipp liest sich danach. Gassi gänge wwerden bis auf ein Minimalmass gekürzt, weil der Hund ja keine Ruhe fände, ist mittlerweile die Hype.

Dass man seinen ´Hund nicht in irgendelche Stereotypien schickt mit Dauertraining und -beschäftigung sollte klar sein. Aber das heisst nicht, dassman ihn ins Haus sperren muss , damit er gelassener wird.Die einseitige Überforderung gehört lediglich abgestellt und er braucht ausreichend Schlaf-  aber.nicht 20 Stunden.

Ruhe , Entstressung und Ausgleich kann der aufgedrehte Hund meiner Meinung nach besser in angepasster Reizkulisse unterwegs beim Schnüffeln/Schlendern/Schauen im selbstbestimmten Tempo finden. Nur so kann er draußen Resilienz aufbauen.

Dieses Wegreduzieren ist für manch einen Halter vielleicht praktisch, aber der Hund baut so weder Resilienz auf und wird belastbarer, noch tut es ihm gesundheitlich gut.

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Tja, eine Zeit lang war es Mode die zu geringe Beschäftigung mancher Hunde

zu kritisieren, nun wird es Mode die zu große Auslastung einiger Vierbeiner zu bekritteln.

 

Es muss einfach immer zum Hud passen, ganz egal wie der Trend gerade ist.

 

Zitat

Dabei ist – egal, welcher Rasse angehörig – ein Hund nichts anderes, als eben ein Hund.

 

Dieser aus dem Text zitierte Satz ist solch ein Mumpitz.

Ich hatte vor vielen Jahren mal den arg groß geratenen Hovawart X Schäferhund

eines Verwandten für eine Zeit lang hier. Mit dem Alltag von mir und meinem damaligen ACD

konnte der nichts anfangen, das war dem schlicht zuviel. Aber der Hund war auch schwer.

Schon rein körperlich unterscheiden sich viele Hunde doch gravierend.

 

Andererseits werden besonders Hütehunde oft mit viel zu viel Tempo-Sachen hibbelig gemacht,

dabei haben eigentlich gerade diese Hunde die Fähigkeit kurz Gas zu geben und dann ganz schell

runterzukommen und lange zu dösen.

 

Sebstverständlich gibt es Hunde mit denen zu viel gemacht wird,

ebenso wie es Hunde gibt, die allzuoft gelangweilt sind.

Aber ein für alle Hunde geltendes Maß an Beschäftigung und Ruhe gibt es aus meiner Sicht schlicht nicht,

wäre ja auch furchtbar langweilig.

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Das Problem liegt weniger darin, dass Hunde zu viel oder zu wenig Auslauf / Beschäftigung haben, sondern darin dass es immer mehr Halter gibt, die weder von ihrem eigenen noch von irgendwelchen anderen Hunden Ahnung haben. Und ihnen obendrein auch jede Empathie gegenüber dem/einen/ihrem Hund abgeht oder sie gar nicht bereit sind eine solche zu entwickeln. Das Ergebnis sind Verhaltensweisen gegenüber dem Hund, die sich stereotyp an irgendwelchen Verhaltensvorgaben aus irgendwelchen Büchern oder von Hundeschulen orientieren (Hunde müssen mindestens ... Stunden laufen, ein Hund braucht soundso viel Beschäftigung,... etc.) Und das alles völlig unabhängig von Rasse und Charakter. Die Leute wollen halt eine universelle Bedienungsanleitung für Hunde und keine individuelle Eigenverantwortung, bei der man womöglich noch Denken oder schlimmstenfalls sogar an sich selbst arbeiten muss. 

Das daraus solche Gegenbewegungen entstehen, liegt in der Natur der Sache und sie sind, in vielen Fällen durchaus berechtigt. Nur leider werden sie dann genau so undifferenziert und  ungefiltert weitergegeben und gelesen/verstanden, wie die "Anleitungen" aus denen sie entstanden sind. 

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Es ist bei der Auslastung des Hundes wie bei so fast allen Bereichen.

Man hält sich mehr an das was irgendwelche selbsternannten Gurus in ihren Pamphleten mit ihren selbsterfundenen Methoden propagieren, anstatt an den gesunden Menschenverstand.

Die Leute schwanken zwischen zwei Extremen unmotiviert hin und her, heute 20 Stunden Bespaßung morgen erzwungene Dauerruhe, den gesunden Mittelweg basierend auf dem Individuum Hund findet kaum noch jemand. Diese Form der Eigenverantwortung, selbst zu erkennen und zu entscheiden, wo die Grenze in beide Richtungen verläuft, wagen immer weniger Hundeführer.

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Die Leute - meiner Meinung nach - gewähren ihren Hunden zu wenig olfaktorische Stimulation und unterbrechen Ruhephasen (und doch, 20 Stunden in der Gesamtheit ist für viele Hunde genau richtig!) zu oft, dafür wollen sie das mit Geschwindigkeit und zurückgelegter Strecke ausgleichen.

 

Auch den „Muskelwahn“ beim Hund finde ich langsam bedenklich. Hauptsache vor den Drahtesel (sooooo gesuuuuund!!!) gespannt, damit der Hund fit aussieht, im Kopf aber verkümmert. Traurig. 

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Ich bin persönlich jemand der diesen Satz der zitiert wurde teilweise "befürwortet" und auch selber mal nutzt.

Manche Halter schießen sich so auf die rassetypischen Besonderheiten in der Auslastung ein, das sie auch mal dazu neigen jedes Maß zu verlieren.

Das ist ein Husky der muss laufen. Das ist ein Border, den muss man auslasten. Das ist ein Mops, der will doch gar nicht raus. 

Ich interpretiere den Satz eher so, dass man neben der Rasse niemals vergessen sollte das da ein Lebewesen vom Typ Hund vor einem sitzt. Und der hat neben den Rassebedürfnissen die zugegeben sehr unterschiedlich sind, eben auch Hundebedürfnisse wie der Rest. 

 

Beispielsweise kenne ich jemanden der Huskies hatte für den Rennsport. Die lebten im Zwinger, der zugegeben schöner hergerichtet war als die meisten die man sonst so kennt, aber raus ging es dann täglich nur zum Training und zu den Rennen. Der gute Mann war der festen Überzeugung das ein Husky bei ihm sehr viel glücklicher lebt als ein Husky in irgendeinem Privathaushalt, dabei wäre da meiner Meinung nach schon zu differenzieren. 

 

Das sind ja keine Sportgeräte/Arbeitsgeräte die man so und so viel Stunden laufen lassen muss, damit sie nicht einrosten und langlebig sind, sondern immer noch Hunde die auch spielen und schnüffeln und schlafen und kuscheln und und und wollen. Deshalb sage ich den Neuhundehaltern die ich kenne (Husky und Border sind beides dabei), vergiss bitte nicht das ist auch einfach nur ein Hund nicht nur ein Husky. Ein bisschen umschauen was die ganzen anderen Hunde an täglicher Beschäftigung/Ruhe machen ist sicher nicht verkehrt um so ein bisschen Orientierung zu bekommen wo man sich selbst ungefähr befindet.

Klar sollte man sich nicht gerade mit dem Hundehalter vergleichen der seinen nur dreimal täglich in den Garten lässt und sich dann auf die Schulter klopfen weil man selbst sogar noch 10 Minuten um den Block läuft, aber ihr wisst denke ich was ich meine. ;) 

 

In dem Artikel wird da meines Empfindens nach ein bisschen zu viel Ruhe empfohlen, als müsse man am besten gar nichts tun das finde ich auch nicht richtig. Ein Aussie möchte schon auch gefördert werden. Mit Maß und Ziel eben. 

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Zitat:

"Dabei ist – egal, welcher Rasse angehörig – ein Hund nichts anderes, als eben ein Hund.

Man sollte sich vor Augen führen, dass ein Hund – abstammend vom Wolf – ein Jagdraubtier ist. Ein Jagdraubtier hat keinerlei Ambitionen, sich geistig oder körperlich auszulasten. Dies wird schlicht als Energieverschwendung angesehen. Was gibt es denn auch Schöneres, als sich nach erfolgreicher Jagd mit vollgeschlagenem Magen irgendwo unter einen Baum zu legen und zu dösen.

Ließen wir auch heute unsere Hunde einfach mehr Hund sein, dann hätten wir keine völlig überdrehten Aussis, keine rutenfangende Borders und Co. All das sind Folgen eines Zuviel an Auslastung. Seltsamerweise waren früher unsere Hunde völlig zufrieden damit, einfach Hund sein zu dürfen und seinem Menschen ein Sozialpartner. Auslastungsangebote sind Erfindungen der neuen Zeit. Gab es früher schlicht nicht."

 

Die Aussage "Hund ist Hund - egal welche Rasse" hat @KäptnKörk ja schon zu Recht kritisiert, natürlich gibt es eklatante Rasseunterschiede!

 

Dass ein Jagdraubtier keinerlei Ambitionen hat sich auszulasten ist logisch: Der Nahrungserwerb etc. sorgt ja schon für genug Auslastung!

Den Eindruck zu erwecken, dass ein Hund der nicht jagen muss - sondern das Futter in den Napf kriegt - glücklich ist, wenn er dann praktisch gar nix mehr tun muss, finde ich eine sehr fragwürdige Schlussfolgerung!

 

Was haben die Leute früher anders gemacht?

Meines Wissens haben sie sich keine (bzw. seltener) richtige Arbeitshunde als reine "Familien-Schmuser" angeschafft.

Ich finde, es ist ein Modetrend geworden sich leistungsstarke Hütehunde, Jagdhunde & Co anzuschaffen, ohne sie für einen entsprechenden Job zu benötigen!

 

Würden die vielen Menschen die im Grunde nur einen Familienhund wollen (incl. gelegentlich Wandern, Joggen etc....) sich endlich wieder auf passendere Rassen besinnen, gäbe es viel weniger Probleme mit der Frage der "artgerechten Auslastung"!

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Ich glaube dieses Gurugerenne ist auch der allg. Verunsicherung geschuldet, selbst ( oder grade ) hier, irgendwer meint immer, daß man grade ALLES falsch macht, weil es für seinen Hund Hundetypus garnicht so funktionieren würde. Verführerisch, sich dann einen "großen/bekannten" Namen zu suchen, der einem "beisteht" und ggf dazu herhalten muss andere abzukanzeln. Schwierig. Die Wahrheit liegt vermutlich meistens irgendwo in der Ecke und interessiert niemanden wirklich, sobald sie nicht der jeweiligen Ideologie dient.

 

Zum Thema: Auslastung den Anlagen entsprechend (was nicht nur pushen- sondern eben auch mal bremsen bedeuten kann, weil ja auch runterfahren "arbeit" für Hund wie Halter ist ;) ). 

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vor einer Stunde schrieb Schnüffelmaus:

Jagdraubtier

Stösst sich eigentlich niemand an diesem etwas tautologischen Begriff?

Seltsame Auffasung vom Hund und seinen Interessen hat die Frau da.

Die Jagd spielt für viele Hunde keine bedeutende Rolle für den Nahrungserwerb. Genug Strassenhunde verbringen viel Zeit, sich Nahrungsreste zu suchen, ggf. gegen Konkurrenten durchzusetzen, zu klauen ,solche Hunde sind länger und anders unterwegs so als Kulturfolger. Dann gibt es noch so Sachen wie Revier verteidigen, Familie beschützen, Feinde verjagen...stufen unterschiedliche Hunde anders wichtig ein - aber den Hund aufs Beute erlegen und Fressen zu reduzieren ist schon sehr arm.... dann gibt es unmotivierte Hunde und motiviertere, entsprechend mehr oder weniger Energie wird investiert- beim Menschen ist das doch genauso. Der unmotiviertere Hund schläft 20h, der andere schläft nur 16 h und beide sind trotzdem ausgeschlafen.

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