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Hundeforum Der Hund
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Woran man erkennen kann, dass ein Training Fortschritte macht

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An welchen Kriterien macht ihr das fest?

 

Ich finde bei ja, bei uns dass man das ganz gut daran erkennen kann, wie schnell der Hund von einem Auslöser wieder herunterfahren kann. Nicht, unbedingt daran, ob er seltener auslöst. Wann er wie ansprechbar ist. Manchmal auch, daran , dass man merkt, dass der Hund kurz überlegt. Auch daran dass er direkt den Keks will. Daran, dass er überhaupt Kekse auf einmal annimmt. An  der Intensität der Anspannung, Haltung,Beschwichtigungssignalen etc. (Bei uns zum Beispiel Backenaufblähen statt nach vorne zu gehen`)und möglicher Distanzverringerung zum Auslöser erkennt man es logischerweise auch.

Also-klar, wenn der Hund von sich aus das Alternativverhalten als Strategie wählt, dann hat es eindeutig geklappt, auch wenn es immer mal reizlageabhängig Rückfälle gibt. Mit denen muss man immer rechnen.

Manchmal erkennt man es vielleicht auch daran, dass es nicht schlimmer wird.

Ach- ich rede hier natürlich von belohnungsbasiertem Training mit Alternativverhaltensaufbau, nicht von irgendwelchen miesen Strategien, den Hund ins Meiden zu schicken und hoffen, dass das so auch hält.

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Ich mache es schlicht an den Erfolgen fest, an den Veränderungen. Manchmal riesengroße, manchmal winzig kleine.

 

Bei Linnie zum Beispiel:

 

Riesengroß binnen weniger Wochen:

- nicht mehr die komplette Strecke (!!!) ziehend und keuchend in der Leine hängen, sondern entspannt an lockerer Leine laufen und interessiert die Gegend beobachten 

- nicht mehr pauschal Angst vor kleinen Kindern haben

 

In kleinen Schritten:

- irgendwann ansprechbar sein bei Wildsichtung (von alleine, ohne wegtragen)

- schneller/früher ansprechbar sein bei Wildsichtung

- von alleine zu mir schauen bei Wildsichtung 

- gemeinsam mit uns längere Zeit das Wild beobachten (sowohl im Wildpark als auch in freier Wildbahn)

- sich, ohne dass die Leine gespannt war, kurz nach Wildsichtung, von uns zu Alternativ-Jagdspielen überreden lassen bei Wildsichtung (erst einmal passiert, muss noch ausgebaut werden)

(weiter sind wir noch nicht)

 

Gibt bestimmt noch ganz viele weitere kleine Dinge, aber vieles haben wir nicht wirklich trainiert, da hat sie sich einfach automatisch uns angepasst. Zum Beispiel hat sie gelernt, dass wir gern auf Bürgersteigen gehen statt auf Straßen und dass wir vor dem überqueren einer Straße gerne stehen bleiben - da macht sie einfach mit (In schmalen Straßen ohne Bürgersteig balanciert sie manchmal auf den Bordsteinkanten - wenn schon, denn schon :D)

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vor 31 Minuten schrieb Annali:

Gibt bestimmt noch ganz viele weitere kleine Dinge, aber vieles haben wir nicht wirklich trainiert, da hat sie sich einfach automatisch uns angepasst.

 

Genau, vieles passt sich einfach an. Man kennt sich besser, stimmt sich aufeinander ab, wird zum eingespielten Team. Außerdem wird der Hund älter und auch das spielt eine Rolle. Was Junghund noch spannend, ist für den ausgewachsenen Hund normal und eher belanglos.

 

Training, Fortschritt - für wen Fortschritt? Dieser Thread entstand ja aus dem Jagdersatz-Thread. Im Grunde ist es ja eine traurige Angelegenheit, dass wir HH das Jagen als problematisches Verhalten ansehen. Ist es ja nicht. Es ist ein ganz normales Verhalten und ist nur deshalb ein Problem, weil der Hund mit uns in der modernen Welt leben muss.

Für den Hund wird das Training bestimmt kein Fortschritt sein. Und der hoch jagdmotivierte Hund nicht mehr dem Hasen nachläuft - ist der Mensch stolz, aber für den Hund ist das ja nicht unbedingt der tolle Erfolg.

 

Jagdersatztraining o.ä. hat ja auch meistens nicht den 100 prozentigen Erfolg. Manchmal spurtet der Hund halt doch los. Das zeigt ja schon, dass jeder Trainingserfolg für den Hund nicht den gleichen Wert hat wie für den Halter.

 

Bei Emma ist es so, dass sie beim Wild nur guckt. Manchmal, wenn direkt vor ihren Pfoten ein Hase ausm Gebüsch flitzt oder ein Rothuhn hochfliegt, flitzt sie kurz los, lässt sich aber sehr gut abrufen. Sie kommt dann freudig zurück, mit ihrem Strahlegesicht. Trotzdem würde ich nicht behaupten, dass sie in diesem Moment lieber zu mir kommt, statt dem Hasen nachzulaufen. Es ist halt wie ein Spiel von uns: Rufen, kommen, freuen, loben und zum Schluss gemeinsam albern sein. Gefällt ihr gut - mir auch. Aber, ist das Fortschritt?

Bei Rehen übrigens klappt das nicht. Hier gibts keine und wenn wir in anderen Ländern welche sehen, leine ich an. Emma würde nämlich super gerne dahin laufen und auch nachlaufen.

Dieses Nur-Gucken und das Spiel von Rufen-kommen-etc. klappt also nur mit dem Wild, das es hier bei uns gibt. Arten, die Emma nicht kennt, sind für sie sehr spannend.

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Ich  widerspreche dir ungern,ich vermute jedes Tier das nicht gejagt wird empfindet es schon  als Fortschritt   🤗.

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Ich sehe den Fortschritt, wenn ich mich dabei ertappe von "Rückfall" zu sprechen. Es wäre kein Rückall, wenn nicht schon ein Fortschritt da gewesen wäre ;) 

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vor 3 Stunden schrieb black jack:

Ich  widerspreche dir ungern,ich vermute jedes Tier das nicht gejagt wird empfindet es schon  als Fortschritt   🤗.

 

Hier gehts ja um Trainingserfolge. Das Wildtier wird ja nicht trainiert.

 

Natürlich trainiere ich auch meinen Hund und sehe einiges als Erfolg an, wenns dann gut klappt. Dieser thread wurde im Jagdersatztraining-Thread angekündigt. Mir gings darum, dass der Fortschritt beim Ersatz nur für uns Hundehalter ein Fortschritt ist. Dem ein oder anderen Hund mag der vermeintliche Ersatz gefallen, aber es ist kein tatsächlicher Ersatz. Somit auch kein wahrer Erfolg -  für den Hund.

 

Puh, manchmal schwierig, das schriftlich zu erklären, was man so meint :)

 

In anderen Angelegenheiten ist es für mich dann ein Fortschritt, wenn mein Hund entspannt bleibt, also keinen Stress zeigt, keine Angst etc. Zum Beispiel Rückruf: Fortschritt/ Erfolg = Hund kommt freudig an. Kein Fortschritt/ Erfolg= Hund kommt zwar, aber vorsichtig, vielleicht sogar ängstlich - oder er kommt gar nicht, nimmt Abstand zum Rückrufer.

 

Mit Emma letzten Sommer: Aufgrund doofer Erlebnisse Schiss vor anderen Hunden. Fortschritt/ Erfolg in kleinen Schritten. Zuerst kein panisches Weglaufen mehr, sondern zu mir  kommen, aber noch angespannt. Später: Sich wieder trauen, anderen Hunde zu begrüßen, aber noch nicht ganz entspannt. Mittlerweile: Wieder locker und entspannt bei Hundebegegnungen. Bei Riesenhunden zwar vorsichtig, aber nicht ängstlich. Bei stürmischen Hunden - naaajaaa, keine Entspannung, sondern wollen, dass der Stürmling flott wieder verschwindet.

 

Emma als Welpe: Schiss vor Fahrzeugen. Sie flüchtete und versteckte sich im Gebüsch. Emma als Junghund: Laute Fahrzeuge waren immer noch doof - wurden aber jetzt verscheucht.

Training erfolgte. Fortschritt in kleinen Schritten: Zunächst noch angespanntes Verhalten, wenn sich Fahrzeuge näherten. Später entspannt sitzen oder stehen, wenn Fahrzeuge vorbei fuhren. Mittlerweile gehören Fahrzeuge zum Alltag. Sie geht von sich aus an die Seite  oder ich rufe, sie kommt und wir gehen gemeinsam an die Seite. Je älter sie wird, desto öfter geht sie von selbst an die Seite.

 

Emmas erste Tour mit Wohnmobil: uiii, Brücken, Tunnel, Fahrten im Dunkeln - schrecklich. Sie konnte nicht hingucken, obwohl sie sonst ausm Fenster gucken muss. Also: Tunnel, Brücke, Autos mit Licht im Dunkeln nahten: Decke hoch, Emma steckte den Kopf rein. Im Laufe der Tour: Immer weniger Kopf in die Decke stecken, sondern sich trauen zu gucken. Später: Fortschritt/ Erfolg: Entspannt liegen/ sitzen bleiben und sich alles in Ruhe anschauen.

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Bei Spock sehe ich es als Erfolg,

wenn er nur das eine gegebene Kommando ausführt.

Ich Vollhorst habe mitunter nicht lange genug bis zum nächsten Kommando gewartet,

mit dem fragwürdigen Erfolg, dass Spock sich bei Ansicht eines fremden Hundes

erst  hingesetzt hat, dann zu mir gerannt kam, sich wieder vor mir hinsetzte,

dann aufstand, um mich herumging, sich bei Fuß setzte und mich Belohnung heischend anstarrte.

Toll, wenn der Hund den Ablauf genau kennt, doof wenn er einem die eigene Beschränktheit

so vor Augen führt.

 

Man kann das wirklich ausnutzen, wenn man einen schnell lernenden

Hund hat, aber sooo unglaublich einfach machen diese Hunde es einem auch nicht.

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Oder man hat ein kleines pfiffiges Kerlchen beim Scheisse bauen erwischt, was aber auch noch lustig ist. 

 

Bitte dann nicht lachen, das Kerlchen reproduziert diesen Blödsinn auf der Stelle und bis in alle Ewigkeit. 

 

Ist auch eine Art von Lernerfolg. Man weiß, dass das Kerlchen zuhört und man daher mit ihm arbeiten kann.

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Das ist so ein Hütehundding, oder? :D

Es gibt ja auch die BCs, die unaufgefordert alle Tricks abspulen, die sie können. Ich will jetzt hier keinen Vergleich aufmachen. Fiel mir nur dazu ein.

Wie gehst du dann damit um? Konsequent nur dann bestätigen, wenn du das Kommando gegeben hast?

Femo neigt dazu, schnell zu generalisieren, weshalb ich nicht das eine Kommando bei Hundesichtung habe, sondern je nach Situation entscheide, ob Sitz oder Weiter o.ä. 

Und deshalb üben wir den Seitenwechsel und das Fußgehen getrennt. Ich muss dann immer an Yerom denken, der agatha die Elle gebrochen hat, weil er routinemäßig um sie herumgegangen ist bei einer plötzlichen Hundebegegnung. 

 

Zur Ausgangsfrage.... (keine bestimmte Reihenfolge)

 

- Schnelleres Runterfahren und die Aufmerksamkeit ist schneller wieder bei mir bzw. Alternativverhalten wird nach dem Auslösen von selbst gezeigt (Fuß laufen oder Sitz). Das ist für mich eine reine Trainingsfrage, was Rituale angeht. Hund spult Gelerntes ab, sobald der Reiz geringer eingestuft wird als der primäre Verstärker (Futter z.B.). 

- geringere Distanz zum Auslöser wird toleriert. 

- Ein verzögertes Auslösen (finde ich am wichtigsten, weil es a) zeigt, dass er sein Hirn benutzt und abwägt und es b) damit Gelegenheit zur Kooperation schafft).

- Auslösen wird nach und nach schwächer und durch ein Melden ersetzt. (Ziel erreicht)

 

Am Faszinierendsten finde ich aber: 

Obwohl es bei dem eigentlichen Auslöser sichtbar noch keine Veränderung gibt, werden erlernte Strukturen woanders abgerufen. Ich finde, man merkt richtig, wie sich das beim Hund nach und nach zu einem Ganzen zusammensetzt. Das zeigt m.E., dass Hunde zwar situativ lernen (wie immer wieder betont wird), aber dass “Situation“ von ihnen anders ausgelegt wird als von uns. 

 

Woran merkt ihr denn an euch, dass das Training erfolgreich ist? :D

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vor 33 Minuten schrieb Freefalling:

Es gibt ja auch die BCs, die unaufgefordert alle Tricks abspulen, die sie können. Ich will jetzt hier keinen Vergleich aufmachen. Fiel mir nur dazu ein.

Wie gehst du dann damit um? Konsequent nur dann bestätigen, wenn du das Kommando gegeben hast?

 

Meine Hündin macht manchmal Tricks auch wenn ich nicht frage. 

Einmal stand ich mit Hund im Wohnzimmer und Freunde saßen am Tisch und haben eine ziemlich haarsträubende Geschichte erzählt. Ihre Geschichte war ziemlich unglaublich/witzig und ich meinte irgendwann aus lauter Inbrunst "Oh Schande!" So heißt bei uns auch ein Kommando (was aber normalerweise mit sehr deutlichem Handzeichen + Körperhaltung + Sprachkommando gemacht wird -  sie wusste also im Grund das sie nicht gemeint war wollte aber wohl gern was zeigen) und schon setzte sich mein Hund hin, neigte den Kopf und hob die Pfote vor die Augen. Zusätzlich hat sie noch selbst hörbar ausgeatmet als wäre sie selbst fassungslos. Es war in dem Moment so witzig von ihr, alle haben gelacht und natürlich gab es Lob dafür. :D 

 

Ich finde es nicht schlimm wenn ein Hund mal einen Trick anbietet, um Aufmerksamkeit zu bekommen (darum geht es denke ich meistens, jedenfalls bei meiner). Tricks ziehen einfach super, da ist jeder begeistert. Würde es regelmäßig vorkommen würde ich aber anfangen mir Gedanken zu machen. Manchmal verweigert sie auch Dinge wenn ich was vergesse, wie aus dem Auto hopsen ohne das sie vorher nochmal sitzen muss. Dann steht sie erstmal irritiert und erinnert mich daran das ich sie erst sitzen lassen muss. Bei dem Beispiel ist das nicht schlimm, es kann aber schon mal unpassend sein. 

 

Wenn ein Hund alle Tricks abspult die er kennt, dann kenne ich das auch aus Unsicherheit/Verständnisschwierigkeit. Der Hund weiß in dem Moment nicht was er machen soll und bietet eben sein Sortiment an bis er das richtige findet. Da merke ich dann, das ich zu schnell zu viel wollte und im Training ein paar Schritte zurück muss. 

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