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Hundeforum Der Hund
dasBO

Bitte um Hilfe - Hund schnappt nach Kind

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Ich kann mir auch gut vorstellen das es aus Unsicherheit passiert. Das mit der Dominanz halte ich für Quatsch.

Was in meinem Bekanntenkreis manche machen, je länger sie streicheln desto mehr beugen sie sich unterbewusst/aus Versehen über den Hund. Was für ein so kleines Tier dann irgendwann doch als bedrohlich gewertet wird. Das wäre das einzige was mir zusätzlich noch einfällt. 

 

Ansonsten würde ich mich anschließen. Gibt der Sache Zeit. Involviert den Sohnemann in die schönen Beschäftigungen und achtet auf die Körpersprache. 

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Habt Ihr mal beobachtet wie oder wo der Sohn streichelt ? Das erste was mir auch noch so einfiel ist was gesundheitliches..
Kann ja sein das sie es erst genießt und dann kommt er zu einem Punkt der ihr weh tut ?
KÖNNTE ja auch sein ?

Und sonst ist der Hund vielleicht überfordert gewesen, das gleich so viele an ihn rumgetüddelt haben ? Habt Ihr dem Hund sein Tempo, zum kennenlernen, überlassen ?
Wir haben schon Hunde gehabt, die mussten wir total in Ruhe lassen, bis sie auf uns zu kamen, so konnten wir erst richtig was aufbauen und die Bindung die dadurch entstand war echt groß. Hätten wir den Hund in irgendwas "reingezwungen" (z.B.) ständig gekrault oder um ihn rum gewesen, etc.), wäre es entweder nach hinten los gegangen oder die Beziehung aufbauen hätte ewig gedauert.

Und sonst könnte der Sohn ja auch Suchspiele machen, da braucht es keine Nähe, aber man geht ja sozusagen gemeinschaftlich "jagen", das zeigt dem Hund vielleicht das es sich lohnt in der Nähe von dem Sohn zu sein, weil da ja was leckeres bei rum kommt !? 

Zu dem Thema "Dominanz", wenn da Trainer mit anfangen könnte ich aggro werden, die haben in meinen Augen gar keine Ahnung.
https://www.spass-mit-hund.de/mehr-wissen/die-sache-mit-der-dominanz/dominanz-das-alte-schreckgespenst/

>
Ein letzter Punkt: es ist für sozial lebende Wesen unabdingbar, die Regeln des Zusammenlebens in einer Gruppe zu lernen. Dazu gehört auch, dass ein Hund austestet, was sich für ihn lohnt und welches Vorgehen für ihn welche Konsequenzen hat. Dies tut er nicht, um die Rudelführung zu übernehmen, sondern es gehört dazu, wenn er sich in seiner Umwelt zurecht finden will. Wichtig ist, dem Hund eine verlässliche Führung zu geben, ihm aber auch seine Grenzen aufzuzeigen.<
https://www.tierfreund.de/dominanz-und-problemverhalten/

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@dasBO 

 

Hallo und willkommen hier im Forum.

 

Kannst du das erste Zusammentreffen deines Sohn mit dem Hund aufzeigen. Oft ist es ja so, dass sich die Menschen sehr freuen, ist menschlich für den Hund aber eine kleine Katastrophe. Ist dein Sohn rein gekommen, hat sich über den Hund gefreut, daduruch Aufregung rein gebracht, ihn erst mal wild gestreichelt etc. Dann hat es dein Hund verknüpft, ach der wilde Kerl, den muss ich mir etwas auf Abstand halten.

 

Ich würde auch hier wieder raten, weniger ist mehr, dein Sohn soll mit ihm jeden Tag mal eine Runde gehen oder zumindest mitgehen. Wenn die Futtergabe gut klappt, kann er es ihm auch mal in aller Ruhe geben. Irgendwann wird der Hund zu ihm kommen und ihm signalisieren, hey, du bist ja echt o.K. streichel mich doch mal ein bisschen. Hier aber auch der Hinweis, nicht so von oben über den Kopf und über den Hund gebeugt. Dein Sohn soll sich mal auf den Boden setzen und den Hund kommen lassen.

 

Vertrauen gegenseitig, Respekt gegenseitig und Regeln gegenseitig sollten aufgebaut werden.

 

Meine Sicht aus der Ferne auf das Thema.

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vor 58 Minuten schrieb BVBTom:

Irgendwann wird der Hund zu ihm kommen und ihm signalisieren, hey, du bist ja echt o.K. streichel mich doch mal ein bisschen.

Hunde, die nicht gestreichelt werden wollen, mögen das auch später nicht und darauf kann man doch Rücksicht nehmen. Es ist gut möglich, dass sie auch von den anderen nicht gestreichelt werden will und es nur duldet und dabei fiddlet. Dass Hunde Streicheln nicht toll finden, aber es irgendwie tolerieren , ist häufiger, als dass sie es toll finden.

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vor 2 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Hunde, die nicht gestreichelt werden wollen, mögen das auch später nicht und darauf kann man doch Rücksicht nehmen. Es ist gut möglich, dass sie auch von den anderen nicht gestreichelt werden will und es nur duldet und dabei fiddlet. Dass Hunde Streicheln nicht toll finden, aber es irgendwie tolerieren , ist häufiger, als dass sie es toll finden.

 

Diese Pauschalaussage stimmt nicht. Es KANN sein, dass sie es nie mögen. Es KANN aber genauso sein, dass sie bisher Menschenhänden nicht vertrauen konnten oder es einfach nicht kannten, gestreichelt zu werden - und es später genießen.

Ein Beispiel dafür habe ich hier Zuhause sitzen: Milo. Der geht mittlerweile zu allen Besuchern und holt sich Streicheleinheiten ab.

 

Ansonsten sehe ich es so, wie einige Schreiber hier: Schauen, was der Hund JETZT mag und nicht mag. Will er nicht berührt/ gestreichelt werden, dann hält man sich damit zurück. Bei diesem Hund scheint es ja nicht notwendig zu sein, ihn zu berühren.

 

Bei Milo war und ist es so, dass er keine Treppen gehen kann (Rücken) und deshalb getragen werden muss. Wäre das nicht gegangen, hätte er draußen leben müssen. Vielleicht hat er dadurch auch gemerkt, dass Menschenhände auch Gutes tun können.

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vor 4 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Hunde, die nicht gestreichelt werden wollen,

 

da gebe ich dir völlig recht. Deshalb dachte ich wäre der Hinweis gut, dass der Hund, wenn überhaupt,von sich kommen soll.

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Ja verstehe schon:)-nur ist das eben auch nicht eindeutig bei diesem Hund, weil er offensichtlich zu  Fiddle- Beschwichtigen neigt.

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Ich habe zum ersten Mal einen Hund aus dem Auslandstierschutz und bin sicher kein Experte, ich möchte nur eine kleine Begebenheit von uns hier aufschreiben, vielleicht hilft es ja, eure Situation besser zu verstehen.

Meine Nala ist ein ruhiger zurückhaltender Hund. Sie ist jetzt 1,5 Jahre bei mir und unser Zusammenleben klappt, nach vielen Schwierigkeiten, die aus ihrer Angst entstanden, jetzt richtig gut. Neulich hatten wir Besuch, meine Tochter mit Mann. Die Beiden kennt sie natürlich, sieht sie aber nicht so oft. Meine Tochter saß auf der Couch neben ihr und hat sie die ganze Zeit gekrault. Nala hat das genossen, bis sich meine Tochter mit dem Gesicht zu ihr runtergebeugt hat, da hat sie plötzlich nach ihr geschnappt. Da hatte meine Tochter eine Grenze überschritten und ich habe mir sagen lassen, dass es gut ist, wenn ein Hund auf diese Weise reagiert. Wenn man das Knurren oder Abschnappen unterbindet, kann es passieren, dass sie zubeißen, weil sie nicht wissen, wie sie sich sonst wehren sollen.

Wir waren natürlich im ersten Moment erschrocken, klar. Ich habe es einige Tage später mal versucht, ich darf ihr mit dem Gesicht gaaaanz nahe kommen. Das ist also eine Sache des Vertrauens.

Vielleicht macht dein Sohn ja unbewusst auch irgendwas, das ihre Grenzen überschreitet, wo ihr Vertrauen zu ihm einfach noch nicht ausreicht.?

 

Und vier Wochen sind für so einen Hund noch gar keine Zeit, habt Geduld, lasst ihn erstmal richtig ankommen, überfordert ihn nicht

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