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Hundeforum Der Hund
Freefalling

Wieviel darf Hund im Freilauf allein regeln?

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Schmerzen sind natürlich ein Faktor der die Reizschwelle senkt im Umgang mit Artgenossen, würde aber beim Jagen nur bedingt Sinn machen ich würde da eher einen Hund vermuten der Spuren und so weniger nachgeht. Auf der anderen Seite laugen Schmerzen aber auch aus und senken die Konzentrationsfähigkeit und sicher auch den Willen zu gehorchen. Aber so lange hat er doch noch keine Schmerzen, der Kreuzbandverdacht ist doch eher frisch?  Oder meinst du wegen der Athrose in der Wirbelsäule?

 

Da das Problem schon "älter" ist, würde ich mal annehmen (achtung Glaskugel) das Schmerzen vielleicht mitwirken, aber das wohl nicht das einzige ist. Aber du kannst ja mal schauen wie es sich weiterentwickelt ohne Schmerzen, wenn es das Problem doch löst wäre es ja gut. 

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Die Wirkung lässt mit Ende des Verabreichungsintervalls nach, bei der Muskelzerrung neulich hätte es eigentlich noch wirken müssen. Das lässt schon darauf schliessen, dass die Schmerzen ausreichend gedämpft werden, aber zumindest ein Hintergrundschmerz verbleibt. Auf einem Foto in seinem Thread vom Wochenendeausflug sieht man, wie er im Stand links schont. So eine Muskelsache ist sehr langwierig, weil die Schonhaltung immer zu Verspannungen führt.

https://www.wuff.eu/wp/stress-beim-hund-reaktionstypen-und-stressfolgen/

Meine sucht bei jeglichem Stress aktie handlung/ Ablenkung,auch Schmerzen können das aktivieren - schieben alsoAdrenalin/Noradrenalin an. Starkzwang beim Hundesport macht sich diesen Effekt leider zunutze.

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vor einer Stunde schrieb Renegade:

 

Ich habe da wohl etwas nicht mitbekommen. Habt ihr denn inzwischen herausbekommen, woher die Schmerzen kommen? Irgendwie stand doch mal ein Kreuzbandriss zur Debatte.

Dieser große Muskel da war gezerrt... ich kann mir den Namen nicht merken. Er hat ja außerdem HD und Spondylose(?) im siebten Lendenwirbel. Das Kreuzband ist (erstmal) raus.

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Er läuft tatsächlich schon viel besser, auch jetzt aktuell, als noch vor ein paar Wochen. Ganz weg ist es natürlich nicht.

 

Er bekommt das Mittel heute Abend, ist dann erfahrungsgemäß morgen komplett durch den Wind, und sollte dann ab Mittwoch wieder besser drauf sein. Ich berichte.

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Mein alter Münsti hatte Arthrose. Bei Bedarf habe ich ihm Schmerzmittel gegeben. Es war aber definitiv so, dass er wesentlich unentspannter - auch in Sachen Hundebegegnungen - war, wenn er Schmerzen hatte. Sonst war er immer sehr souverän und stand über den Dingen, um nicht zu sagen, tiefenentspannt. 

 

Zum Thema wie viel darf ein Hund im Freilauf allein regeln: Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass der Hund auch mal sagen darf, wenn ihm etwas nicht passt, in vielerlei Hinsicht. 

 

Meine beiden können auch echte kleine A*löcher sein und meine Hündin (fast 9) hat den Rüden (fast 7) frühzeitig gern mal in den "Krieg geschickt", bis er gelernt hat, die jeweilige Situation selbst einzuschätzen. Da ist sie ne echte kleine Kröte und versucht das auch heute noch manchmal. Somit kommt sie bei Hunden, die ich für unsicher halte (auch liebevoll "Opfer" genannt) an die Leine und mein Großer darf laufen. Grundsätzlich ist er eh nicht so stark an anderen Hundekontakten interessiert (kleiner Münsterländer) und auch mein alter kleiner Münsterländer war nicht so Artgenossenaffin, dass er unbedingt andere Hunde zum Leben brauchte. Hier denke ich, muss man sich tatsächlich grundsätzlich den jeweiligen Rasse-/Hundetyp anschauen und sollte definitiv keine "Zwangssozialisierung" verordnen.

 

Eine Hundebegegnung werde ich wohl auch nie vergessen: Mein Münsti läuft frei und ich sehe von weitem zwei Rottweiler, ich weiß, dass er größere, massige und vor allem auch dunkle Hunde nicht mag bzw. tendenziell angst vor solchen Hunden hat, also versuche ich dieser Begegnung auszuweichen. Die beiden Hunde kamen dennoch zu uns (aus einer Entfernung von ca. 50-60 m). Mein Münsti bleibt stehen, macht sich steif und - ja - knurrt leise (nach dem Motto: verpisst euch). Bei den beiden Rottweilern handelte es sich um einen jungen Rüpel und ein älteres souveränes Model. Der Ältere sieht es gelassen, schnüffelt und dackelt ab. Der Jüngere bleibt umkreist Monti und zwar sehr eng, macht sich ebenfalls steif und bedrängt ihn, so nach dem Motto: Komm schon, wenn Du Dich traust. Da wir den beiden leider nicht ausweichen konnten, habe ich irgendwann, als es mir zu viel wurde, die Besitzerin gebeten, ihren Hund doch bitte ranzurufen, weil meiner sich in der Situation echt unwohl fühlte. Ihr Kommentar: Meine sind sehr gut sozialisiert, da ist noch nie was passiert, dann ist ihr Hund völlig unsozial - abgesehen davon, dass der junge Rüpel kein Stück auf die Rufe seiner Besitzerin reagiert hat... mir hat es die Sprache verschlagen.

 

Ich kenne unzählige solcher Geschichten.

 

Monti hört im Großen und Ganzen sehr gut 😉 - bei weitem nicht perfekt. Aber ich kann Leute nicht ausstehen, die meinen, einfach, weil sie nicht in der Lage sind, ihre Hunde abzurufen, dass das schon in Ordnung sei. Okay, junge Hunde, insbesondere in der Pubertät, die sich ausprobieren wollen, sind eine eigene Kategorie, dann gibt es noch Labradore, die offensichtlich nie aus der Pubertät herauskommen und ihre Menschen, die so absolut keine Ahnung von Hunden und oftmals auch von ihren eigenen Hunden haben. Wir wohnen in einer Ecke mit relativ hoher Hundedichte und - sorry, wenn ich das so direkt schreibe - ich finde, jeder Vollpfosten muss sich heutzutage einen Hund zulegen. Hunde sind keine Maschinen, die immer nur funktionieren. Ich finde es in Ordnung, wenn ein Hund einem penetranten um ihn herumhüpfenden Hund verklickern will, dass er sich verziehen soll, ich finde es in Ordnung, wenn ein junger Rüpel, mal kurz und knapp eins auf den Deckel bekommt, denn nur so lernt er auch, dass er nicht auf jeden zustürmen kann und alle Hunde Freunde sind. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass in der heutigen Zeit einiges schief läuft in der Hundehaltung bzw. besser gesagt im allgemeinen Hundeverständnis. Wenn einer knurrt ist er schon aggressiv, wenn er kurz rumkommt und Bescheid sagt, hat er schon gebissen. Wir haben doch keine Plüschtiere, die nur zum Knuddeln und Spielen da sind. Es handelt sich um Individuen mit eigenem Wesen und Charakter. Wobei ich hier einem der Vorposter in gewisser Weise Recht geben muss: Man kann durchaus den Eindruck gewinnen, dass die Hunde selbst teilweise kaum noch Hundesprache beherrschen. 

 

Zuguterletzt: Ich habe meine gelegentliche Hundegruppe und finde es immer wieder erstaunlich, wie gut die miteinander "funktionieren" 😉, obwohl sie sich relativ selten sehen, auch neue Hunde werden recht schnell integriert. Mein Münsti macht meist sein eigenes Ding und findet ab und zu einen, der sich an seinem Ungeselligsein beteiligt. Meine Hündin zickt auch hier gern mal bissl rum, was einer bekannten Hündin gelegentlich viel Spaß gibt und ihr ab und zu den Ball klaut. Ansonsten meide ich hundeangereicherte Gegenden eigentlich auch lieber. Ist für alle Beteiligten wesentlich entspannter und gott sei dank haben wir hier genügend Ecken in die man ausweichen kann.

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@Herdifreundvor allem wenn der andere, offenbar gut sozialisierte und freundliche Hund

 

Spät, aber loswerden möchte ich es dennoch, der beschriebene Hund ist aus meiner Sicht

zwar freundlich, aber wahrlich nicht  wirklich gut sozialisiert,  da ein richtig gut sozialisierter

Hund lesen kann, wenn ein anderer Vierbeiner keinen Kontakt möchte, sich genervt fühlt und in Frieden gelasse werden will.

 

Außerdem finde ich nach wie vor befremdlich,

dass von einigen Hunden verlangt wird, so eine Art Vorsitzender eines Tanzvereins,

Szene-Kneipenwirt oder Animateur zu sein. Ich finde es ja schon bei Menschen fragwürdig,

wenn jemand bei ALLEN beliebt ist, da muss doch mein Hund nicht den perfekt Stromlinien geformten Adalbert geben.

 

"Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, wird es Zeit sich zu besinen."

Mark Twain

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Ich muss dann doch nochmal was zu meiner Sozialstudie schreiben. ;)

 

Ich habe immer mehr die Vermutung, dass Femo im Freilauf nur auf Hunde so heftig reagiert, die von relativ weit weg auf uns zulaufen oder von denen er denkt sie täten es. Dann ist es auch egal, wie freundlich sie dabei sind. 

 

Heute und letzte Woche gab es mehrere Situationen, in denen er neutral bis bemüht war und sein gesamtes Repertoire abgespult hat inkl. Fiddeln, Rennaufforderung, Freeze, evtl doch aufreiten wollen, dann doch abwenden. In allen Situationen war der Fremdhund “plötzlich da“, also hat sich ohne Femos Wissen genähert und ihm am Hintern geschnuppert oder stand plötzlich vor ihm. Da reagiert er zwar nicht souverän, aber auch keinesfalls direkt mit Abwehr. Er arrangiert sich dann irgendwie, so scheint es. Es gibt auch irgendwie einen Zusammenhang, ob wir allein sind oder mit anderen Hunden unterwegs, ob er dann sein Ding machen darf oder ich ihn oft zu mir rufe, ob Kind dabei ist oder nicht. Ist er entspannt, sowieso im Hundemodus und vielleicht sogar schon etwas ausgepowert, kann ruhig ein Hund mehr dabei stehen, kein Problem. Das erklärt auch, wieso die Forentreffen bisher relativ unproblematisch für ihn waren. Da geht man ja zusammen los. Ich bleibe mit ihm dann zu Beginn ein wenig auf Abstand, aber nach ein paar Metern kommt er eigentlich immer klar und ich kann ableinen. 

 

Heute (im Brachland) kam ein junger Rüde, der zuvor problemlos akzeptiert wurde, nach zwei Minuten Pause wieder zu uns zurückgerannt - wurde abgewehrt und in den Hintern gezwickt. :(

 

Edit: Da fällt mir ein... das mag er auch bei befreundeten Hunden nicht. Ich dachte bisher immer, die kriegen einen auf den Deckel, wenn sie sich zu weit von der Gruppe entfernt haben und zurückkommen. Vielleicht will er sie aber auch nur stoppen. Er fängt sie dann mit sehr wildem Spiel ab.

 

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Am 15.2.2019 um 11:08 schrieb Freefalling:

wo wäre eure Grenze? Was lasst ihr zu bzw wo leint ihr an? Mein Ziel ist es, dass Femo mehr ohne Leine laufen kann.

 

Ich bin mir nicht sicher ob du es jetzt allgemein meinst oder auf das spezielle Verhalten deines Hundes? 

Meiner muss sich grundsätzlich drauf verlassen, dass ICH Dinge kläre. Also vermeintliche Gefahren. Nachts darf er generell anschlagen, wenn jemand und zu nahe kommt. Den Rest kläre ich. 

Wenn andere Hunde kommen, Leine ich immer an bzw. Er soll kurz vorsitzen. ICH entscheide dann ob er hin darf. Will der Hund nicht, gehen wir weiter.

Mein Collie glaubt alles klären zu müssen und diszipliniert andere Menschen echt viel, wenn ich ihn lasse. Er ist entspannter, wenn er nicht glaubt das für mich machen zu müssen, sondern darauf vertrauen kann, dass ich es für uns regle.

 

Ich würde an deiner Stelle nicht so viel an den Hund abgeben. Aber das ist meine persönliche Einstellung. 

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Interessanter Thread.

Bei uns ist das so: Mein Hund läuft meistens frei im Wald und am Kanal. Manchmal auch im ruhigen Wohngebiet ( also Wohnsiedlungen, keine Straßen). Bei Fremdhunden leine ich an, und weiche auch etwas aus, wenn ich merke, es wird spannig. Das habe ich ihm beigebracht: Ausweichen können. Signalwort: "Komm schön ausweichen". Jetzt bietet er es mir oft von selbst an.

Er hat viele Kumpels und Freunde, mit diesen Hunden lasse ich viel zu: Rennspiele, Zerrspiele, Aufsteigen, auch mal einen Konflikt haben. Trotzdem immer ein Auge auf die Umgebung. Kommt ein neuer Hund hinzu, wird angeleint.Und dann, je nach Sympathie Interaktion.

 Wenn fremde intakte Rüden ungebremst in uns reinknallen, leine ich ab, und sie werden ziemlich deutlich vertrieben. Mal sehn, wie lange er das so cool löst, er ist ja im Kopf noch nicht hundertprozentig erwachsen. Sollte er sich entscheiden, dann doch die Zähne einzusetzen: Muss ich eben wieder einsame Strecken gehen, da doch viele Leute ihre Hunde null in der Impulskontrolle haben. Mit jungen Rüden, Kastraten und Hündinnen spielt er oft. Auch das kann sich noch ändern.

Mit erwachsenen intakten Fremdrüden lasse ich ihn nicht zusammen, da das außer Verspannungen eh nichts gibt. Was haben intakte Fremdrüden miteinander zu schaffen?

Verglichen mit meinem letzten Hund ist der hier Puppenstube.

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vor 2 Stunden schrieb Lele:

Mit erwachsenen intakten Fremdrüden lasse ich ihn nicht zusammen, da das außer Verspannungen eh nichts gibt. Was haben intakte Fremdrüden miteinander zu schaffen?

 

Je nach Rüde durchaus so einiges. Es gibt auch Freundschaften unter erwachsenen intakten Rüden.

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