Jump to content
Hundeforum Der Hund
Freefalling

Wieviel darf Hund im Freilauf allein regeln?

Empfohlene Beiträge

Nachtrag:

Ich habe den Eindruck, dass sich so für die Hundewiese versteift wird, damit Femo nicht als aggressiv und Freefalling nicht als rücksichtslos gewertet wird- beides halte ich für Quatsch , das ist nicht mein Anliegen. Ich habe nur versucht darzulegen, warum das meiner Ansicht nach mehr Stress als Freilauf ist und dass er momentan wegen erhöhten Grundstresses gerade den entspannten Freilauf so dringend braucht und ohne den sowiese zu gering aufnahmefähig für Training ist- ganz abgesehen davon, dass dieser Hundetyp selten etwas von Hundewiesen hat.

Das "Endlich mal Rennen" wird allein aufgrund der Limitiertheit und Viereckigkeit zu schnell zur Patrouillenrunde "will der Hund mir was, Moment, er hat sich gerade auf den Kinderwagen zu bewegt, ah wieder weg,nee, Moment, den Ball könnte ich klauen, na warte, ach nee schon wieder dieser Kerl" usw.

Eigentlich wundert es mich etwas, dass Leute so wenig Hundewiese von Freilaufspaziergang unterscheiden. Der Unterschied ist für mich genauso gross wie "Garten" und Freilaufspaziergang.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 1 Stunde schrieb gebemeinensenfdazu:

Nachtrag:

Ich habe den Eindruck, dass sich so für die Hundewiese versteift wird, damit Femo nicht als aggressiv und Freefalling nicht als rücksichtslos gewertet wird- beides halte ich für Quatsch , das ist nicht mein Anliegen. Ich habe nur versucht darzulegen, warum das meiner Ansicht nach mehr Stress als Freilauf ist und dass er momentan wegen erhöhten Grundstresses gerade den entspannten Freilauf so dringend braucht und ohne den sowiese zu gering aufnahmefähig für Training ist- ganz abgesehen davon, dass dieser Hundetyp selten etwas von Hundewiesen hat.

Das "Endlich mal Rennen" wird allein aufgrund der Limitiertheit und Viereckigkeit zu schnell zur Patrouillenrunde "will der Hund mir was, Moment, er hat sich gerade auf den Kinderwagen zu bewegt, ah wieder weg,nee, Moment, den Ball könnte ich klauen, na warte, ach nee schon wieder dieser Kerl" usw.

Eigentlich wundert es mich etwas, dass Leute so wenig Hundewiese von Freilaufspaziergang unterscheiden. Der Unterschied ist für mich genauso gross wie "Garten" und Freilaufspaziergang.

 

Ich kann das eigentlich nur unterstützen. Wir hatten ja selber noch in der Stadt gewohnt in Quintas wilden Jahren. 

Das Gebiet was zu Fuß für Freilauf erreichbar war, war ziemlich kacke, weil überall und nirgends Leute waren. Es war absolut unübersichtlich schon wegen x-tausend Kreuzungen, wo ja eventuell jemand lang gehen könnte.

Ich war unentspannt. Hund war unentspannt - Gehorchen war dann immer eher so ein "vielleicht, vielleicht auch nicht" einfach schon weil ich wenig Sicherheit ausgestrahlt hab. (Hut ab, dass das bei euch so gut klappt!)

Wir sind dann eher mit dem Auto um ziemlich gerade und überschaubare Strecken zu haben wo man dann entspannt Freilauf haben konnte. Den Unterschied hat man gemerkt. Aber richtig.

Sie hatte richtig Spaß, weil nicht ständig die Uschi im Hintergrund wieder gerufen hat. Weil sie wirklich mal ne Stunde am Stück ohne Leine ihres Weges gehen konnte. Und ich hab mich so viel sicherer gefühlt, weil ich Menschen so viel schneller sehen konnte.

 

Ich denke also auch, dass der Freilauf wenig Wert hat. Sowohl für Femo, als auch für dich. Unter so einem Faktor kann man auch ganz schlecht lernen. Für deinen beschriebenen Fall würde ich anleinen, ggf schon vorher, wenn du so ein junges Hundewesen oder Serientäter sehen kannst. Ein bisschen Ressourcen Verhalten im Bezug zu dir, dem Baby und eventuellen Leckerlies die du mitführst, sehe ich auch. Genauso wie das Rüdenkonkurrenz-Ding. Aber fern Diagnose.... Jedenfalls klingt es so, als könnte das gut hinkommen.

Als aggressiv sehe ich ihn nicht. Man mzsste halt schauen ob man seinen Wohlfühlradius etwas verringern kann. Stelle ich mir aber sehr schwierig vor. Gerade als ehemaliger Straßenhund, hatten die ihre Augen vermutlich überall.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 21 Stunden schrieb Freefalling:

Hallo,

ich weiß, das ist der xte Thread, aber alle anderen waren so alt und leider sind einige User nicht mehr im Forum, sodass es viele "Gast"-Beiträge gibt, was ich dann schwierig finde, wenn man sich darauf beziehen will... Ich finde auch nicht wirklich einen guten Threadtitel.

Aber ihr kennt ja grundsätzlich unser Problem: Ich ärgere mich ja regelmäßig über Tutnixe, die in uns reinrennen, wenn Femo an der Leine ist und ich irgendwie das Kind dabei habe. Da Femo dann wirklich böse wird, lasse ich die Leine dran (Versicherungsschutz), wenn es geht. Ansonsten lasse ich los, gehe schnell weiter und rufe ab, was ganz gut funktioniert.

 

Jetzt geht es mir aber um den Freilauf, weil ich da wirklich unsicher bin. Da Femo grundsätzlich unfreundlich ist, wenn ein unbekannter Hund in unsere Nähe kommt, halte ich ihn immer bei mir. "Nähe" können dann auch schonmal 30m sein. An der Leine sind es nur ca. 3-5m. Ich halte ihn also bei mir und entscheide situativ, ob ich anleine oder ihn fußgehen lasse. Manchmal reicht auch ein "hier lang", wenn wir eh abbiegen oder "hier bleiben". Er hört da mittlerweile immer besser und ich kann ihn auch abrufen, wenn er startet. Ich bin sehr vorsichtig und leine eher einmal zuviel an.

 

Gestern folgende Situation:

Wir kamen in den Park. Da sind eine Freilauffläche und eben Wege drumherum. Ein mittelgroßer Rüde rannte gerade in einen angeleinten Hund rein und ich hab geschaut, dass wir schnell die Biege machen. Nach ein paar Metern habe ich Femo von er Leine gemacht und ihn weiter geradeaus geschickt (funktioniert ganz gut). Nach ein paar Metern kam der Rüde hinter uns hergerannt (freundlich, aber schnell). Femo hat sich umgedreht und ist gestartet, ich hab ihn notfall-abgerufen und ein bisschen mit ihm gespielt und ihn dann weitergeschickt. Der Rüde blieb erstmal auf Abstand bzw lief zur Besitzerin, kam dann aber wieder näher. Wir sind die ganze Zeit zügig weitergegangen. Femo wollte wieder los, ich hab ihn bei mir behalten und er hat das wirklich toll gemacht. ("Hinten ist alles in Ordnung, Engelchen" ;)).

Natürlich kam der Hund nochmal an und ich hab Femo ihn dann abwehren lassen. Das hat er sehr deutlich getan, kam dann wieder zu mir zurück. Der Hund kam aber noch mehrfach an und jedes Mal wurde Femo wütender und "aggressiver" (nicht mit Beschädigungsabsicht, aber er hatte halt keinen Bock mehr) und - das finde ich wirklich problematisch - sein Radius, in dem er den Hund verjagt hat - wurde immer größer, was ich logisch finde. Ich möchte ihm aber eigentlich vermitteln, dass diese Präventivschläge nicht notwendig sind. Dass er 5-10m um den Kinderwagen herum keinen anderen Hund duldet, ist für mich ok. Ich hab dann angeleint, als Femo zu heftig wurde bzw anfing, den Hund zu mobben. Der Rüde war übrigens die ganze Zeit freundlich, aber ziemlich penetrant und frech. Hätte er Angst bekommen, hätte ich sofort angeleint, klar.

 

Mal davon abgesehen, dass die Halterin ihren Hund ja mal hätte bei sich halten können.... wo wäre eure Grenze? Was lasst ihr zu bzw wo leint ihr an? Mein Ziel ist es, dass Femo mehr ohne Leine laufen kann.

Was bedeutet denn unfreundlich? 

1). Ich finde nicht, dass Femo präventiv gehandelt hat. Der andere Hund ist ja zuerst ( und immer wieder angekommen).

2) Mich würde mal interessieren wie das bei Femo genau aussieht. Ich pers finde seine Steigerung nicht schlimm, eben solange sie nicht in Fellfetzen oder Löchern beim anderen Hudn endet. Er scheint ja doch sehr dosiert zu agieren, wenn du eine mehrfache Steigerung beobachten kannst. Ich finde das eigentlich ein Zeichen dafür, dass Femo sehr wohl "verträglich" ist. Dafür spricht auch die Abrufbarkeit und der sich erweiternde Radius.

3) Solange der Hund und der andere Besitzer das Verhalten okay finden, würde ich es laufen lassen. Anscheinend haben die beiden dann eher das Distanzproblem. Und nicht dein Hund. 

 

Ich würde vll versuchen ein wenig an seiner Ressourcenverteidigung zu arbeiten. Einfach auch, weil ich durchaus selber die Wahl haben möchte, ob ich vll. doch mal mit einem anderen Menschen etwas mehr Kontakt haben möchte als mein Hund im Beisein eines anderen Hundes. Außerdem hat Ressorcenverteidigung manchmal den Nachteil das sie sich verselbständigt. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 34 Minuten schrieb Eifelkater:

Dafür spricht auch die Abrufbarkeit

Was hat Gehorsam mit Verträglichkeit zu tun? (Ausser dass ein wirklich unverträglicher Hund, der keine Hemmungen mitbringt, unbedingt gehorsam sein sollte oder eine Leine tragen). Nochmal zur Erinnerung: Aggression ist eine Reaktionsnorm. Ein Hund ist nicht aggressiv, er reagiert aggressiv auf verschiedene Auslöser, bei ihm der Beschreibung nach wahrscheinlich hauptsächlich konkurrenz- , frust- und ressourcenmotivierte (und je nach Phase auch Selbstschutz wegen Schmerzen).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Wie gesagt kenne ich Femo nicht. Mir kommt es aber immer noch so vor, als wäre er nicht aggressiv, sondern einfach unsicher. Wenn er im Shelter aggressiv war (ich kenne seine Geschichte nicht): Da sitzen oft so viele Hunde und es ist für die meisten Insassen ein verdammter Stress. Wer weiß, wie gestresst er war und sich nicht mehr anders zu helfen wusste. Vom Verhalten im Shelter einen Hund einschätzen zu wollen - schwierig. Das ist ja keine normale Situation.

 

Mir kommt es so vor, als hätte er noch nicht die passende Taktik gefunden, um sich Hunde vom Hals zu halten. Klare Worte scheint er für andere Hunde nicht zu sprechen. Sonst würde der Beispielhund nicht weiter hinterher kommen.

 

Wenn das so ist, würde ich auch erstmal eine andere Strecke suchen, wo man weniger Hunde trifft.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Warum wird davon ausgegangen, daß Femo nicht klar kommuniziert? Könnte so sein, es gibt aber auch genug Hunde, die komplett ignorant sind und auf die Kommunikation anderer Hunde nicht reagieren. 

Soweit ich mich erinnere hat Suhna Femo schon verstanden. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 6 Minuten schrieb Zurimor:

Warum wird davon ausgegangen, daß Femo nicht klar kommuniziert? Könnte so sein, es gibt aber auch genug Hunde, die komplett ignorant sind und auf die Kommunikation anderer Hunde nicht reagieren. 

Soweit ich mich erinnere hat Suhna Femo schon verstanden. 

Weil ich nachgefragt hatte wie er dem anderen Hund sein "hau ab" klar machen möchte.

Und freefalling hatte geantwortet.

Du hast natürlich Recht, dass es genug Hunde gibt, die nicht verstehen.

 

Aber Femo scheint mir relativ häufig in solche Situationen zu kommen.

Dass alle außer er Analphabeten sind, halte ich für eher unwahrscheinlich :)

Für mich ist er weder ein Hund, der nicht mehr abgeleint werden sollte, noch ein aggressiver, noch ein unverträglicher.

Rein von dem, was ich so lese.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Mitten in der Stadt halte ich das gar nicht mal für so unwahrscheinlich, da gibt es meinem Eindruck nach schon mehr "Analphabeten" als im ländlichen Bereich. 

Es gibt auch genug Situationen, die Femo gut löst, die werden hier meist bloß nicht erwähnt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Natürlich ist Mobben eine aggressive Reaktion eine gehemmte , deswegen darf er auch on der Leine. das ist,Das klingt sehr viel nach Wettbewerbsaggression und würde zum typischen Schäferhund passen (Ressourcen: da passt sein Fremdballklauen und nicht Hergeben dazu, das Futter-und Sozialressourcenverteidigen am Kinderwagen/am Halter,Futtersuche draussen und das nicht Abgeben Konkurrenz :das Kommentverhalten bei Rüden , die Reaktion auf den potentiellen Zweithund, etc).

Kein Hund IST aggressiv- das ist kein Charakterzug, das ist eine  Abwehrreaktion auf bestimmte Auslöser.  So fürchterlich unsicher dürfte er auch mittlerweile nicht mehr sein, dazu kann er zu gut einschätzen, ob es wirklich Ärger geben würde- dem geht er nämlich aus dem Weg, während er ängstliche und unerfahrene Hunde gerne mobbt. Dass Frust aufkommt, weil er wenig ernstgenommen wird, kommt noch dazu.

 

Ich finde die Hunde in der Stadt tendenziell sozialverträglicher und kommunikationssicherer, solange man sich nicht primär auf Hundewiesen bewegt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Wir könnten ja jetzt erstmal auseinander klamüsern, was Aggression ist. Was Mobben ist.

Wieviele Hunde gebemeinensenfdazu tatsächlich hatte, weil eigentlich hat sie ihren ersten, spricht aber in einem post hier von "all den Hunden die ich bisher hatte..."

 

🤪

 

Wir könnten das aber auch alles mal ganz praktisch sehen und schlicht und einfach sagen:

Femo scheint ein unsicherer Hund zu sein, der nicht souverän genug ist, seine Bedürfnisse anderen Hunden zu kommunizieren.

Freefalling sollte ihn deswegen mal machen lassen und mal unterstützen, je nachdem, wie sie die Situation einschätzt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Freilauf bei neuen/fremden Hunden

      Ich möchte noch mal etwas zum Freilauf bei einem übernommen TS-Hund sagen, weil das hier ja offenbar ankam, als traue ich Juline nichts zu und sei hier die allgemeine Spaßbremse... Zunächst einmal: ich mag Juline sehr gern und ich bin sicher, dass Juline eine hohe Kompetenz in Sachen Hund besitzt. Warum ich gegen ein -zu- frühes Ableinen bin, hat rationale Gründe. Ich habe zig Mal erlebt, dass Besitzer einen gerade erst übernommen Hund verloren, weil sie ihn zu früh von der Leine ließen,

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Grundsätzliche Regeln

      Hallo schon wieder,   ich hab mal wieder eine blöde Frage.. gibt es nicht irgendwann einen Punkt an dem dieser Erziehungskampf aufhört?   Also wann hat der halbwegs intelligente Junghund die Grundregeln verinnerlicht? Er muss doch irgendwann merken, dass Ziehen an der Leine unangenehm ist und der Zug nachlässt wenn er anständig nebenher läuft... Oder dass man nicht bellen muss, wenn der Mensch mal 2 h alleine weggeht, weil er die letzten 100 Male auch immer wiedergekommen ist

      in Junghunde

    • Freilauf + Gassi (beim Junghund)

      Hallo,    Ich habe eine jetzt schon sechs Monate alte Pinscher-Bulldoggen Dame. Als sie zu mir kam, war ich erst einmal überrascht wie aufmerksam die Kleine war.    Sie war so aufmerksam, dass ich sie mit 13 Wochen schon von der Leine lassen konnte. Sie war auch immer, mit einem Enthusiasmus beim ersten Hier da, dass ich der Zukunft sehr entspannt entgegen blickte.    Jetzt ist sie ein halbes Jahr alt, ich kann sie momentan nur mit der Schleppleine frei laufen lasse

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Wieviel Freilauf?

      Mich beschäftigt zur Zeit die Frage nach der Länge von Mottes Freilauf.    Auf Grund einer gesundheitlichen Zwangspause von 3 Tagen war Motte beim Gassi gehen wieder in alte Verhaltensweisen verfallen. Sprich sie ist wieder an uns hoch gesprungen, hat in die Leine gebissen und wie wild dran rum gezerrt und geschüttelt. Dank unserer Erfahrung in so einer Situation sind wir recht schnell wieder da raus gekommen und wissen das ganze mittlerweile deutlich besser einzuschätzen.   

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Von der Schleppleine zum Freilauf ...

      Hallo ,    amgeregt durch unseren "Hundekumpelthread" & die angesprochene Schleppleinenfalle versuche ich Johnny gerade von der Schleppleine zu entwöhnen .     Er läuft wenn wir mit anderen Hunden unterwegs sind gut ohne Leine ( hält einen für mich angemessenen Radius & ist abrufbar )  . Sind wir alleine unterwegs war er bisher immer an der schleifenden Schlepp & das lief gut .   Nunja ich habe es jetzt 3 mal ohne Schleppleine in ganz einsamen Gebieten v

      in Hundeerziehung & Probleme

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.