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Hundeforum Der Hund
Caro73

Hibbel Hund Futter

Empfohlene Beiträge

Hallo liebes Forum,

 

nachdem unser Pyri-Mischlings-Mädchen immer sehr aufgedreht und hibbelig ist, hat uns die Hundetrainerin zu mehr Kohlehydraten geraten. Ängstlich ist sie überhaupt nicht - eher sehr selbstbewusst 😉 Momentan bekommt sie Loisachtaler Dose - ich würde aber gerne auf Trockenfutter umsteigen. Hat irgendjemand Erfahrungen, welches Futter tatsächlich dieses übersprudelnde Verhalten etwas dämpfen könnte?? Ich habe bei Meradog geschaut - aber ist das nicht wieder zu viel Kohlehydrat? Achso und tendenziell neigt sie zu weichem Output...

 

Danke für Tipps!

Caro

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Kohlenhydrate kannst du so zufüttern. Mir wurde das bei meiner stressigen Hündin auch empfohlen. Halbe Kartoffel am tag. Ob es das jetzt bringt... ich bin da ja immer skeptisch. Zumal man sich überlegen sollte, warum jemand den hund als hibbelig empfindet. Wenn ihr das auch so empfindet:

Vielleicht eher schauen warum sie denn so hibbelig ist (mal abgesehen davon, dass das bei jungen hunden ja nichts sonderlich ungewöhnliches ist, je nachdem wie alt sie ist).

Beim Futterwechsel würde ich einfach schauen, was  hund gut verträgt.

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Danke für die Antwort... naja wie gesagt - sie ist ein Hütemix und eben sehr aufgeregt, aufmerksam usw. Im Vergleich in der Junghundegruppe sieht man, dass sie einfach total am Beben ist vor Aufregung, Kontaktfreude und wahrscheinlich auch Arbeitswillen. Die anderen Junghunde sind WESENTLICH entspannter... 

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vor 7 Stunden schrieb Caro73:

Hat irgendjemand Erfahrungen, welches Futter tatsächlich dieses übersprudelnde Verhalten etwas dämpfen könnte??

 

Wahrscheinlich irgendwas mit Valium ...

 

Verhalten ändern durch die Futtersorte? Wieso sind da nicht schon alle Halter von problematischen Hunden drauf gekommen?

Wenn die Hundetrainerin das empfiehlt, macht sie sich dann nicht arbeitslos?

 

Wie "hibbelig" sind denn die dem Hund nahestehenden Menschen? Selbstkritisch und ehrlich betrachtet?

 

vor 3 Stunden schrieb Caro73:

Junghundegruppe [...] Die anderen Junghunde sind WESENTLICH entspannter.

 

Da sieht man, wo dieser Hundegruppen- und Hundeschul-Hype führt: Vergleich mit Hunden, deren momentanes Verhalten einem gerade besser gefällt ... Aber wie verhalten sich diese Hunde außerhalb der Gruppe? Haben die dann etwa ganz andere Probleme? 

 

vor 3 Stunden schrieb Caro73:

dass sie einfach total am Beben ist vor Aufregung, Kontaktfreude und wahrscheinlich auch Arbeitswillen

 

Wenn das zuviel Aufregung ist, wieso mutet man das dem Hund zu?

 

Wenn der Hund arbeiten will, wieso gibt man ihm keine geeignete Beschäftigung, die ihn glücklich, zufrieden und ausgeglichen macht?

 

Statt Vergleich mit anderen (viel tolleren) Hunden empfehle ich, den eigenen Hund so zu akzeptieren, wie er ist.

Statt nach Futter (nächster Schritt: Nahrungsergänzung?, übernächster Schritt: Pillen?) zu suchen, halte ich es für wichtiger, sich so intensiv mit dem persönlichen Wesen und Charakter des Hundes zu beschäftigen, dass man herausfindet, mit welcher Tagesablauf, mit welchen Aktivitäten (oder "Passivitäten"?) man es dem Hund ermöglicht, zu mehr Ausgeglichenheit zu kommen.

 

vor 8 Stunden schrieb Caro73:

Achso und tendenziell neigt sie zu weichem Output...

 

In welcher Art? 

Dosenfutter führt oft zu weichem Kot. (Gleiche Konsistenz wie in der Dose ..."

Ist der Kot aber breiig, und "gashaltig" (sieht aus wie aufgehender Kuchenteig), kann ein nervöser Magen die Ursache sein. Dann würde die Nahrung nicht ordentlich verdaut und halbvergoren wieder ausgeschieden werden.

Nervöser Magen würde zu aufgedrehtem Hund passen.

 

Daher: Durch Änderung des Verhaltens der beteiligten Menschen im Umgang mit dem Hund "Ruhe reinbringen". Was aufregt, wird gemieden, z.B. Hundegruppe.

Statt dessen wenige  "handverlesene" Tätigkeiten für den Hund, die ihn glücklich und ausgelastet machen.

 

Schläft der Hund 16-18 Stunden am Tag?

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@DerOlleHansen Dein Sarkasmus ist mehr als unangebracht... Nur weil Du davon keine Ahnung hast, musst Du Dich darüber lustig machen? Vielleicht mal besser ein paar Hundebücher lesen? Sich weiterbilden? Statt hier gleich wieder mit der Keule auf Hundetrainer und Hundeschulen zu hauen?

Kohlehydrate weisen einen hohen Anteil an Tryptophan auf (Aminosäuren für die Proteinsynthese). Diese begünstigt den Serotoninstoffwechsel im Gehirn, ein Mangel an Serotonin führt zu verändertem Verhalten, z. B. wechselnde Stimmungen, Depressionen, beim Hund Stressintoleranz, Antriebslosigkeit, Reizbarkeit, Übererregung, etc.
Durch Erhöhung des Anteils der Kohlehydrate wird die Tryptophanzufuhr erhöht, dies wiederum wirkt sich günstig auf die Serotoninsynthese aus, eine Verbesserung des Serotoninspiegels wirkt sich positiv auf das Verhalten aus. Nachzulesen bei James O`Heare (Das Agressionsverhalten des Hundes) u.a. im Humanbereich hier: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2908021/

 

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Gut, wieder was gelernt.

Wie spürbar sind denn solche Verhaltensänderungen in der Praxis des täglichen Lebens? Oder bleibt es bei einem "positiven Nebeneffekt"?

 

Ich mache mich nicht lustig.

Es gibt mir nur zu denken, dass viele Menschen das Verhalten ihrer Hunde so "formen" wollen, dass es ihnen in den Kram passt.

Wieso nicht das Wesen des Hundes akzeptieren und sich darauf einlassen und die dazu passenden Aktivitäten herausfinden?

 

Ich habe hier mal nicht gegen Hundeschulen im Allgemeinen gewettert, sondern die Sinnhaftigkeit irgendwelcher Hundebespaßungsgruppen in Frage gestellt.

Wenn der Hund dabei zu aufgeregt reagiert, wieso dann? Weil "man" das heute so macht?

Man könnte auch zu dem Schluß kommen: Für meinen Hund ist das nichts, der braucht andere Beschäftigungen.

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vor 5 Minuten schrieb DerOlleHansen:

Es gibt mir nur zu denken, dass viele Menschen das Verhalten ihrer Hunde so "formen" wollen, dass es ihnen in den Kram passt.

 

Ich sehe hier zuerst einmal nur eine Halterin, die ihrem Hund helfen will.

 

@Caro73

Guugel mal unter: Ganßloser Ernährung und Verhalten. Er hat sich mit dem Thema ausführlich beschäftigt.

Hier z.B. eine Mitschrift zu einem seiner Vorträge zu dem Thema

https://www.dghunde.de/images/pdf/ernaehrung_hund_dr_ganslosser.pdf

 

Oder dieses:

Verhaltenstherapie aus dem Futternapf?

von Sophie Strodtbeck

https://www.sitzplatzfuss.com/verhaltenstherapie-aus-dem-futternapf/

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vor einer Stunde schrieb DerOlleHansen:

Gut, wieder was gelernt.

Wie spürbar sind denn solche Verhaltensänderungen in der Praxis des täglichen Lebens? Oder bleibt es bei einem "positiven Nebeneffekt"?

 

Ich mache mich nicht lustig.

Es gibt mir nur zu denken, dass viele Menschen das Verhalten ihrer Hunde so "formen" wollen, dass es ihnen in den Kram passt.

Wieso nicht das Wesen des Hundes akzeptieren und sich darauf einlassen und die dazu passenden Aktivitäten herausfinden?

 

Ich habe hier mal nicht gegen Hundeschulen im Allgemeinen gewettert, sondern die Sinnhaftigkeit irgendwelcher Hundebespaßungsgruppen in Frage gestellt.

Wenn der Hund dabei zu aufgeregt reagiert, wieso dann? Weil "man" das heute so macht?

Man könnte auch zu dem Schluß kommen: Für meinen Hund ist das nichts, der braucht andere Beschäftigungen.

Da ist mal ein Trainer/in, die sich offenbar gut fortgebildet hat, oder eine gute Ausbildung hatte und über den Tellerrand schaut, wie man u.a. auch durch die Ernährung das Verhalten eines Hundes positiv beeinflussen kann und glaub mir, das macht sehr viel Sinn.
Es geht hier nicht darum, das Verhalten eines Hundes zu formen, wie es einem in den Kram passt, sondern ganz im Gegenteil, es geht darum, ein abweichendes Verhalten an der Ursache zu bekämpfen. Genau wie beim Menschen sind viele Faktoren daran beteiligt, ein "unangemessenes" Verhalten zu begünstigen. Eine der somatischen Ursachen für viele Angst- und Aggressionsprobleme sind Schmerzen beim Hund, es gibt aber auch andere, wie z.B. Störungen im Serotoninhaushalt, die führen eben auch dazu, dass Tiere wie Menschen abweichendes Verhalten entwickeln.
Nicht immer lässt sich das so einfach durch die Ernährung beeinflussen, aber es ist immer einen Versuch wert!

Ich habe meine eigene Hündin, Fengari, die ein fettes Angstproblem hatte jahrelang durch reine Kohlehydratmahlzeiten positiv -nachweisbar- beeinflußen können. Sie verlor dadurch nicht ihre Angst, konnte aber ein Training besser annehmen, die Impulskontrolle stieg, die Panikattacken wurden schwächer und sie konnte sich allgemein besser konzentrieren.
Dadurch hat sie eine riesengroße Entwicklung gemacht. Ich bin immer noch sehr dankbar, dies in meiner Ausbildung gelernt zu haben und ich freue mich sehr darüber, dass dies offenbar auch andere tun.

Warum soll man das Wesen eines Hundes akzeptieren, wenn es offenbar durch ein Störung so manifestiert? Würdest Du dann eine Schilddrüsenunterfunktion auch nicht behandeln lassen, sondern es als Wesen eines Hundes abstempeln?

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vor 1 Stunde schrieb Juline:

Da sind Cashewkerne als Serotoninquelle genannt, die allerdings zuwenig wirksam sei. Was dabei nicht berücksichtigt wird: Cashewkerne sind sehr tryptophanreich. Einen Unterschied inder Psyche glaube ich schon feststellen zu können.  Ich gebe Cashews gerne mit Mais zusammen, um dessen Tryptophanmangel etwas auszugleichen.

 

vor 2 Stunden schrieb benno0815:

Kohlehydrate weisen einen hohen Anteil an Tryptophan auf

 

Ich glaube, du meinst, dass Kohlenhydrate essentiell zurBildung von Serotonin aus Tryptophan sind...Kohlehydrate sind ja Kohlenhydrate und keine Eiweisse;)

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Veggie Dog Grainfree würde ich mal über 2-4 Wochen testen. Knabberkram kann fleischhaltig sein. 

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