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Hundeforum Der Hund
Gast

Cane Corso - welche Hundeschule oder Trainer hatte ihn in gemischter Gruppe?

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vor einer Stunde schrieb BVBTom:

der andere halt die problematischen, für mich wie immer das Thema am anderen Ende der Leine.

 

 

vor einer Stunde schrieb BVBTom:

Klar können sie sehr beschützend sein, wenn ich da nicht gegen wirke  bzw mit Ihnen von Beginn an arbeite

 

Oh oh. Ich halte es für einen schwerwiegenden Irrtum, zu glauben, durch die geeignete Erziehung könne man Hunden ein genetisch stabil verankertes Verhalten problemlos "abgewöhnen" oder, veraltet: "austreiben". Dieser Trugschluss hat schon viele Mensch-Hund-Gespanne unglücklich gemacht oder getrennt.

 

Es mag mit Geschick, Beharrlichkeit, Konsequenz oder auch Druck und Gewalt "funktionieren", aber ich sollte mir doch eher vorher überlegen, ob ich einen Hund dauerhaft deckeln und verbiegen will -zu meinem Wunschhund formen- oder mir im Vorfeld die genau zu mir passende Rasse auswähle -wenn`s denn schon ein Rassehund sein soll.

 

Ich weiß, wovon ich spreche, habe selbst einen Hund mit all diesen Eigenschaften (Schutzverhalten, Territorialität, Artgenossenunverträglichkeit -ja, auch die kann genetisch bedingt sein) und habe es mit Geschick und Beharrlichkeit nicht geschafft, sie zu verändern. Du machst aus einer Kuh kein Pferd.

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vor 1 Stunde schrieb BVBTom:

Vielen Dank, auch wenn es jetzt nicht wirklich eine Antwort auf meine Frage war, aber man sieht schön, der eine kennt diese Hunde, der andere halt die problematischen, für mich wie immer das Thema am anderen Ende der Leine. 

 

Klar können sie sehr beschützend sein, wenn ich da nicht gegen wirke  bzw mit Ihnen von Beginn an arbeite, genau wie ein Ridge, ein Schäferhund, ein Dobermann, ein Rotti etc.

Kenne leider auch recht viele Ridgeback die so erzogen sind, lassen kaum einen ins Haus.

 

Ich werden bestimmt noch jemanden finden hier in der Gegend.

Ich finde die tatsächlich sehr doggenartig, extrem molosserig gechillt- keinesfalls vergleichbar mit einem LZ DSH oder gar Dobi, viel weniger reaktiv. Ridgebacks sind auch eher wuchtig, langsamer was die Reaktionsschnelligkeit angeht, Cane Corsos  ähnlich aber die haben eine noch höhere Reizschwelle- zumindest unterwegs, zuhause wachen die vermutlich molossermäßig pflichtbewusst. Wahrscheinlich kommt es da auch sehr auf die Linien an, aber die, die ich getroffen habe sind wirklich sehr umweltkompatibel.

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@Juline hmm

 

Druck und Gewalt, austreiben, schreibst du....... da muss ich mir mal intensive Gedanken machen, wer macht so etwas?

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vor 47 Minuten schrieb Freefalling:

Erstaunlicherweise kenne ich nur völlig entspannte und gut hörende RRs. 

 

Das finde ich super, schön das dies so ist.

 

Ich kenne einige, da darf keiner so ins Haus und näher als 3 m an sein Herrchen, leider auch Familienmitglieder nicht. Ist aber hier eher OT

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Ich werde dann mal hier im Feld weiter schauen un die Augen auf halten.

 

Danke euch für die Infos.

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vor 20 Minuten schrieb BVBTom:

Druck und Gewalt, austreiben, schreibst du....... da muss ich mir mal intensive Gedanken machen, wer macht so etwas?

 

Leider ist das doch immer noch üblich in der Hundererziehung, auch heutzutage, wo es eigentlich genügend Wissen über faire und hundefreundliche Alternativen gibt. Schau dich in Hundevereinen um, in Hundeschulen, draußen im Feld... es ist bis auf wenige erholsame Ausnahmen überall ähnlich. Solange der Hund schön macht, was er soll, wird gequietscht, gefreut, gelobt, gekekst, positiv gearbeitet.  Aber wehe, er zeigt "FEHL"-Verhalten -meistens ganz normales Hundeverhalten- da wird gestupst, geboxt, abgedrängt, geschimpft, geruckt, geschnauzgrifft, gealphawurft,... und Schlimmeres, viel Schlimmeres. Es ist teiweise erschütternd.

 

Ich fasse den Begriff Druck sehr weit, Gewalt ebenso.

Druck ist ein psychisches Phänomen... oft sind es ganz subtile Einschüchterungen, Verunsicherungen, die dann geschickt genutzt werden, um dem Hund ein Verhalten aufzuzwingen, mit dem er der negativen Einwirkung entgeht. Ich habe sogar erlebt, dass Leute das sehr gekonnt taten, Meister der Manipulation, ohne dass es ihnen bewusst war! Sie dachten, sie hätten den Hund mal wieder davon "überzeugt", welches Verhalten das Bessere ist. Wie naiv.

Auch Gewalt fängt bei mir nicht erst beim immer noch allseits beliebten Leinenruck an -ach, sorry, das heißt ja heute anders. Leinenimpuls glaube ich, wie nett :(

 

Das ist aber typisch für unsere Zeit: die alten Einschüchterungen bekommen schöne, neue Namen. Korrektur, früher Strafe. Impuls, früher Ruck. Box /Kennel, früher Käfig.

 

 

 

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@BVBTom ich hab gesehen, dass du den "Verwirrt"-Smilie unter meinem ersten Beitrag gedrückt hast.

Ich habe nicht dir persönlich unterstellen wollen, dass du es so tust.

 

Mir klang nur beim Lesen deines Beitrags durch, dass du offenbar vieles für machbar hältst, mit guter Erziehung, welches ich in vielen Fällen als nicht machbar einschätze.

Das Wort "gegenwirken" hat mich -geb ich zu- voll getriggert.

 

Aber Tatsache ist halt... was genau machen die meisten Besitzer, wenn ihr 50-Kilo-Kälbchen mit 3 Jahren anfängt zu beschützen?

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@Juline ich verstehe dich, aber ich möchte mir den Schuh hier nicht anziehen, auch wenn ich dir recht gebe mit deiner Einschätzung in vielen Fällen, möchte es aber nicht auf meine Person übertragen.

 

Ich habe bis jetzt halt noch keine CC kennen gelernt, inzwischen kenne ich ca. 25 Hunde, wo ich das von dir geschrieben gesehen habe. Deshalb informiere ich mich nun seit 1 1/2 Jahren und nutze jede Gelegenheit, halt auch hier im Forum, mein Wissen zu erweiteren.

 

Leider helfen da so Formulierungen, ich kenne da einen oder ich sehe da immer einen nicht so wirklich weiter, weil man die Geschichten und Entwicklungen dahinter nicht kennt. Weder vom Hund noch von der Einstellung des HH.

 

Ferner glaube ich, dass man mehr die wenigen Probleme schildert als die vielen positiven Teams, die tauchen ja auch eher nicht so auf.

 

Nochmals vielen Dank für deine Einschätzung.

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Der Hund wird ja deinem Sohn gehören.

 

Will der denn einen Hund mit Schutzverhalten?

 

Das wäre für mich die alles entscheidende Frage, denn der CC ist nun mal vom Ursprung her ein Schutzhund und es wäre blauäugig zu hoffen, dass sich dieses Verhalten bei genau eurem Exemplar nicht zeigen wird  oder lockerleicht händelbar ist.

 

 

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Erzähle doch noch mal mehr von deinen Begegnungen!:12_slight_smile: Um dich bzw. deinen Sohn geht es ja auch.

Waren das auch mehr "urbane" Cane Corsos? Ich kenne die nur aus der Grossstadt und mit entsprechender Reizdichte sozialisiert. Halter waren bislang allesamt sehr offen und ich muss BVBTom Recht geben, dass das tatsächlich das Entscheidende ist.

Sicher gibt es Hunde, die trotzdem noch schwierig sind-keine Frage- aber sie wären definitiv extremer wenn sie keine offenen, aufgeschlossenen, unängstlichen Halter hätten. Beim Beschützen spielt das nun einmal die tragende Rolle. Über meinen Hund wurde auch schon gesagt, dass sie ein anderer Hund sei, wenn sie mit dem Partner unterwegs ist. Das ist sie zwar nicht, aber sie tut so, und oberflächlich könnte man das dann glauben.

@BVBTom hat doch gar nichts gegen die rassetypischen Eigenschaften und weiss auch damit umzugehen, er will sie doch gar nicht wegerziehen.

Bisher habe ich einige RR Rüden kennengelernt, die problematisch waren, CCs noch keinen, darunter ist wie schon erwähnt sogar einer aus dem Tierschutz vom Hinterhofvermehrer- trotz schlechtmöglichster Aufzucht ist das ein völlig gelassener Hund.

 

Ausserdem ist die Rasse tatsächlich nicht zu vergleichen mit einer Rasse, bei der das Schutzverhalten per Arbeitsprüfung noch züchterisch verankert ist.

Und: es sind Molosser. So richtige. Keine reaktiven, enorm schnellen, zur Nervosität neigenden Hunde. Das ist ein Unterschied im Schutzverhalten.

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