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Hundeforum Der Hund
Gast

Cane Corso - welche Hundeschule oder Trainer hatte ihn in gemischter Gruppe?

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vor 6 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

hat doch gar nichts gegen die rassetypischen Eigenschaften und weiss auch damit umzugehen, er will sie doch gar nicht wegerziehen.

 

ich glaube das ist evtl. der Kern. Ich habe diese noch nicht wirklich kennen gelernt.

 

Mein Sohn kam vor zwei Jahren mit dieser Rasse, die ich nicht kannte und ich gestehen muss, eine Menge Vorurteile hatte. Mein Sohn ist von Baby Alter mit Hunden unterwegs, wir haben recht viele Hunde auch in der Familie. Er hatte sich einen CC Verein gesucht und ist dort einige male hin gefahren, irgendwann sagte er, fahr doch mal mit, gesagt getan. gelesen hatte ich schon sehr viel.

 

Ich kam dann zu diesem Gelände, recht groß mit Vereinsheim. An dem Tag hat es geregnet und viele waren drin, Hunde Kinder, HH. Die Leiterin kam auf mich zu und sagte, hey, dass ist ja schön, komm rein. Da kam mir dieser Gedanke zum ersten mal so, ähh, euere Hunde, kleiner Raum, Schutzverhalten was ist damit so. Wie gesagt, dachte ich es so eher mit Vorurteil behaftet, dann dachte ich, na gut, eingeladen, sie wird wissen das es gut geht. Ich ging also in den recht kleinen Raum und mich begrüssten 8 CC freudig, eher genau so, als wenn es eine Beagle Gruppe oder was auch immer gewesen wäre. Ich fühlte mich direkt wohl, einige Rüden kamen eher kurz, kurze Kontaktaufnahme, kurz gerochen, o.K. der ist jetzt auch hier, andere kamen eher fast verschmust an, stubsten mich an, hey, nicht so schüchtern hier, streichel mich mal. Es liefen Kinder im Alter 4-12 da rum, spileten, untereinander, kuschelten mit Ihren Hunden.

 

Unterm Strich, damit hatte ich nicht gerechnet. Ich kenne halt auch Schäfi Clubs wo die Hunde in Anhängern sind und bellen wie verrückt, hier war Ruhe und Ausgeglichenheit zu spüren

 

Mir wurde von vielen, sehr viel über die Hunde erzählt, halt nur positives und sie sind recht sportlich aktiv. Ich schaute wohl verdutzt, gedacht habe ich schon, die schwerfälligen Hunde, sportlich aktiv...... ich wurde eines bessern belehrt. Untereinander spielten sie schon recht körperaktiv, aber bei den Kindern z.B. oder drei mittelgrosse Hunde hatten einige dabei, spielten sie völlig anders. Das habe ich an dem Tag so erlebt, nette Hunde, nette Menschen, sie gaben mir noch viele Tips wegen  Knochenaufbau, ins Auto etc, da müsste man etwas aufpassen, da die Masse sich schneller entwickelt als die Knochen, viele hatten Rampen fürs Auto, Ernährungsthemen und vieles mehr. Ich fühlte mich rundum wohl.

 

Die Begegnungen dann hier oder im Urlaub mit CC HH waren alle positiv, ich bin hin, fragte ob dies ein CC ist und ob ich ein paar Fragen stellen kann, alle waren sie redebereit und bedankten sich, da wohl nur wenige fragen, viele hätten eher Angst oder respekt. Dies alles war sehr deckungsgleich und auffällig war, es waren fast immer Kinder dabei.

 

Das so auf die Schnelle. Wenn dem alles so ist, ist es ja gut, aber jemanden zu treffen der halt auch eher negativ oder diese Eigenschaften als Problem schildert, wird es auch geben. Ich habe persönlich halt noch niemanden so gesprochen. Klar ist natürlich, kauft man sich mal eben so diesen Hund da er gerade gefällt und hat keinen Plan, gibt es später Probeme, aber das trifft für mich mehr oder weniger auf jeden Hund zu.

 

Noch zu meinem Sohn, er ist mit Hunden schon recht erfahren, die ganz genaue Eindeutigkeit müssen sie, also er und seine Freundin, noch verbessern. Wir arbeiten aber zusammen und sind fast den ganzen Tag zusammen, meine Dame und der CC wären auch dabei. Dazu gibt es noch etliche Hunde hier im Umfeld,

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Am 19.2.2019 um 21:34 schrieb Juline:

Ich kenne einen und sehe zwei immer wieder im Nachbargrundstück eines Bekannten -alle würde ich als mürrisch, extrem territorialaggressiv und artgenossenunverträglich bezeichnen, allerdings weiß ich nichts über den Werdegang der Hunde.

Da liegt vielleicht der Unterschied.

Wenn man die Hunde vom Sehen auf dem Nachbargrundstück kennt. Logisch sind das dann erstmal immer Hunde mit territorialer Aggression, wenn es da keine ordentliche Vorstellung gab oder der Besitzer nicht da ist. Wenn die Hunde noch dazu wenig rauskommen sollten, umso mehr. Diese Hunde müssen häufigen Kontakt als normal betrachten und das können die auch. Bei uns sind die extrem häufig zu sehen.

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Aber was für Informationen suchst du denn jetzt genau? Erfahrungen im Verein hast du ja schon gesammelt, Halter befragt etc. 

Machst du dir bestimmte Sorgen oder ... ? 

Oder mal anders gefragt: Würde dein Sohn sich einen Labrador oder Pudel holen, wärst du dann auch so? Ich meine das nicht als Kritik. Ich hab nur den Eindruck, dass dir trotz der positiven Erfahrungen mit der Rasse noch etwas unwohl damit ist. Oder ist der Sohn dir doch etwas zu sorglos?

 

Was mir übrigens bei der ganzen Sache fehlt, ist die Info, ob der Sohn schon Kontakt zu Züchtern aufgenommen hat etc. Das wäre für mich nämlich der erste Anlaufpunkt. Und ich würde möglichst zu Besitzern von Hunden der ausgewählten Zucht Kontakt aufnehmen um die Hunde kennenzulernen, die Halter zu befragen etc. Ich glaube, WENN kriegst du da am ehesten gesicherte Infos, denn das ist ja immerhin dieselbe Linie dann. 

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@Freefalling da hast du ja recht.

 

warum ich was negatives suche, hmm, schwer.

 

Das Bild von dieser Rasse und auch die Rassenbeschreibung passt irgendwie nicht zu meinen Erfahrungen. Ich habe bis jetzt noch absolut nichts negatives kennen gelernt, evtl. liegt es daran.

vor 27 Minuten schrieb Freefalling:

Oder mal anders gefragt: Würde dein Sohn sich einen Labrador oder Pudel holen, wärst du dann auch so? Ich meine das nicht als Kritik. Ich hab nur den Eindruck, dass dir trotz der positiven Erfahrungen mit der Rasse noch etwas unwohl damit ist

 

Nein, auch da hast du recht, daran wird es liegen, ich kannte die Rasse vorher nicht. Hab gestern noch viel überlegt, in der Familie sind Aussie, Flat Coatetd RR, Jack R, Goldis, Beagle, Labbi, Doberman, auf dem Platz wo ich so die Woche bin viele Mixe, Weimeraner, RR, EBD, etliche Labbi, Schäfi, Rodweiler, Boxer, Vizsla, Podenco etc.

 

Aber halt kein CC. Du wirst recht haben, warum suche ich dann den Haken. Wollte im Vorfeld nur alles abklopfen.

 

Die Elterntiere sind bekannt und wir sind in engem Kontakt, also mit der Züchterin und mit den Hunden.

 

Ich werde dann mal berichten, wenn es soweit ist und der Nachwuchs einzieht. Wird ja noch etwas dauern.

 

Noch mal vielen Dank an euch alle für eure Erfahrungen.

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So. Ich hab die ganze Zeit still und heimlich mitgelesen und wollte dann anhand der Fragen und Antworten, die schon gegeben wurde, irgendwann auf den Thread eingehen. Bei uns in der Verwandschaft ist nämlich dieses Jahr ein Cane Corso eingezogen. Aber auf den beziehe ich mich Stück für Stück:

 

vor einer Stunde schrieb Freefalling:

Was mir übrigens bei der ganzen Sache fehlt, ist die Info, ob der Sohn schon Kontakt zu Züchtern aufgenommen hat etc. Das wäre für mich nämlich der erste Anlaufpunkt. Und ich würde möglichst zu Besitzern von Hunden der ausgewählten Zucht Kontakt aufnehmen um die Hunde kennenzulernen, die Halter zu befragen etc. Ich glaube, WENN kriegst du da am ehesten gesicherte Infos, denn das ist ja immerhin dieselbe Linie dann. 

 

Das ist meiner Meinung nach das wichtigste an der ganzen Geschichte. Züchter. Definitiv Züchter. Wenn man bei uns in der Gegend mal in Ebay Kleinanzeigen rumwühlt, gibt es x-tausend verschiedene Cane Corso Würfe. Und gefühlt sind das immer die gleichen Elterntiere. Und wenn man nun unter den Züchtern schaut, fällt ganz zackig auf, das es bei uns in der Nähe keinen Züchter gibt. Der Corso aus der Verwandschaft kommt also mal wieder vom Vermehrer.

 

Wir haben den Zwerg recht früh kennengelernt und er litt unter übelster Trennungsangst. Und es ist nicht besonders lustig, wenn der Hund draußen gegen die Scheiben springt, weil er unbedingt rein will. Ging aber nicht, da der einfach zu wild, schon zu groß und mit Kleinkind und Neugeborenen einfach nicht dazu passend war.

An diesem Tag kam auch das Thema Hundeschule auf den Tisch. Die waren am Suchen, weil es Ersthundehalter sind, ich hab dann noch ein paar Hinweise gegeben, worauf man denn achten müsse bei einer Hundeschule. Nunja, eingeständnisse, dass ganz viele Hundeschulen diese Rasse einfach nicht nehmen, weil sie eben so massig ist und mit den ganzen (Vermehrer)-Hunden wohl schon Unfälle mit den kleineren Hunden passiert sind. Sie sind dann mit dem Cane Corso in den Schäferhundverein gegangen.

Ich hab den Hund eine ganze Weile nicht gesehen und jetzt mit 6 Monaten dann wieder bei einer Familienfeier mit vielen Kindern. Der wurde ungefragt mitgebracht. Man muss dazu sagen, dass eigentlich immer alle Hunde mit dürfen udn wir zu Bestzeiten einen Mix aus: Hovawart, Quinta, Welsh-Terrier und Berner-Sennen-Hund, auf den Familienfeiern vertreten hatten. Mit Kindern und mit ohne hat das immer gut geklappt. Wenn also dann mal etwas gegen einen gewissen Hund gesagt wird, hat das seine Gründe, die ich später dann auch erfragt habe.

Die halbe Stunde, die der Cane Corso allerdings angeleint da war, bevor er nach Hause gebracht wurde, tat er mir einfach nur verdammt Leid. Die Rute war permanent zwischen den Beinen, er war unruhig, fiepte und anstelle darauf Rücksicht zu nehmen, musste der Hund dann auch noch Kommandos ausführen, und wurde bei Alternativverhalten direkt korrigiert. Ich habe diesem Hund durchaus zugetraut, Drohzuschnappen, wenn ein Kind ihm zu nahe kam.

Die Gründe, warum der Große nicht teilnehmen durfte, waren aber auch andere, außer, dass er nicht auf Kinder achtete. Er hatte sich mal mit dem Hovi der Familie angelegt und das war nicht ganz unblutig ausgegangen. Der Konflikt ging dabei vom Cane Corso aus.

Warum man nun also mit dem Wissen, den Hudn trotzdem mitbringt, ist dann schon ziemlich fraglich, nachdem wohl ausdrücklich gesagt wurde, dass sie den Hund dort nicht mehr auf Feiern haben wollen.

 

Was wir uns alle gefragt haben: Warum muss es diese Rasse sein? Warum holt man sich einen Welpen, während man gerade mit Schwangerschaft der Partnerin auch noch voll dabei ist. Und dann eben diese Rasse als Ersthunde-Halter ohne Erfahrung und ohne Einlass in vernünftige Hundeschulen.

Ich sehe da zwei Sachen kommen: a) kurze Zeit nachdem das Kind da ist, muss der Hund weg.

b) langfristig, wird es hier zu Zeitungsartikeln u.ä von aggressiven Cane Corsos kommen und mit etwas Pech, kommt nach den "bösen Pittbulls", der "böse Cane Corso".

 

Was ich auch sehe: Wenn ich bei den zertifizierten VDH-Züchtern gucke und mir die Banner der Seiten ansehe, dann sehe ich verdammt viele kupierte Cane Corsos.

 

Meiner Meinung nach, dient diese Rasse derzeit nur als Prestige-Objekt, um Dinge zu manifestieren, die man anderweitig nicht zur Schau stellen kann. Bestätigen die Banner der Züchter für mich auch. Mit Rasse-Liebe hat das was derzeit, zumindest hier in der Umgebung passiert, nichts zu tun.

Es gibt viele große und massige Hunde die durchaus auch Anfängergeeigneter sind. Derzeit wird aber zumindest hier nur nach Optik gegangen und die Hintergründe, Charaktereigenschaften oder aber die einstige Aufgabe der Rasse wird einfach wegignoriert. Eine sehr gesunde Rasse ist das zudem auch nicht.

 

Ich weiß, dass das ein extrem kritischer Beitrag zu dieser Hunderasse ist, aber ich sehe das mit der Erziehung genauso wie @Juline von dem was ich sehe. Und zusätzlich fehlen mir einfach die Alternativen die genannt werden. Hier wird sich auch nur auf den Cane Corso versteift. Warum eigentlich? In Niedersachsen haben wir keine Rasseliste. In vielen anderen Bundesländern muss man die Sachkunde zur Haltung von Cane Corso durchführen und zusätzlich den Wesenstest. Manchmal denke ich, dass das gar nicht sooo verkehrt ist, da dann zumindest Anfänger sich möglicherweise gut überlegen, ob sie sihc das zutrauen oder eben nicht. Ich bin mir relativ sicher, dass zumindest der Teil der Verwandschaft dann keinen Cane geholt hätte, und auch die Vermehrerei hier deutlich kleiner wäre, also zu diesem Zeitpunkt.

(Und nein, ich will keine Rasselisten für Niedersachsen oder erhöhte steuerliche Beiträge. Ich denke nur, dass Sachkunde kein falscher Ansatz ist.)

 

Zur Eingangsfrage also: Wenn ihr in der Umgebung auch ein Vermehrerproblem habt, ist es durchaus möglich, dass die Hundeschulen sich quer stellen, sofern es Vorfälle gab.

 

 

 

 

 

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Ich denke, man sollte ganz klar unterscheiden 1. Menschen- oder Hundebegegnung 2. Familie/Bekannte und Fremde. Alle CCs die ich kenne, sind in ihrer eigenen Familie super! Auch mit den Kindern und anderen Hunden, zum Teil auch super freundelich fremden Menschen ggü. Es ist aber etwas ganz anderes, wenn zwei fremde Rüden sich auf ner Hundewiese begegnen!

Und wie schon geschrieben wurde, was der Hund genetisch mitbringt, bringt er eben mit. Das bleibt auch und kann zwar durch Training sicherlich in vielen Fällen kanalisiert werden, aber der Hund bringt das Potential halt trotzdem mit. Das erzieht man ihm auch nicht ab. Natürlich kann es auch alles unkompliziert werden. Dennoch würde ich mich immer fragen (egal um welche Rasse/welchen Hundetyp es geht) - wäre ich auch mit diesem Hundetyp glücklich bzw wäre es machbar ihn zu halten, wenn es eben blöd läuft und er das Verhalten zeigt, welches mir nicht so gut gefällt. Und nur wenn ich das mit "ja" beantworten kann, zieht so ein Hund auch ein.

 

Verstehe allerdings auch nicht so recht, wieso Du solchen Hunden ggü so misstrauisch bist. Es sind einfach Hunde - und nachdem Du selber einen RR hast, finde ich das etwas "befremdlich". Hätte gerade von Dir nicht mit Vorurteilen ggü Listenhunden/Molossern gerechnet.

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gut informiert hat nichts mit Vorurteilen zu tun. Über Molossern wollte ich mich informieren, da habe ich wenig Kontakt. Das habe ich genau so gemacht, als meine Wahl auf einen RR kam, da habe ich mich vorher sehr gut informiert, denn hier gibt es auch viele Probleme, wie man bei RR in Not immer gut verfolgen kann. und war sehr lange unterwegs. Durch Zufall ist es dann ein Mix geworden, die wollte zu mir, sie hat mich gefunden 😉

 

Ich denke viele sind hier noch recht jung und glaube mir, ich habe keine Vorurteile gegen Listenhunde. Ganz im Gegenteil.

 

Ich selber komme aus einer Zeit, wo die sogenannten Listenhunde entstanden sind bzw. auf dem Höhepunkt im negativen Sinn angekommen sind, jeder Rapper und jeder Rocker sich damit "schmückte" , danach die Tierheime voll mit den Hunden, die Problematiken hoch kochten und Hundekämpfe puplik wurden. Die vielen Videos gerade aus der Rapper Szene sind fast alle gelöscht, es waren schlimme Dinge darunter. Erst danach kamen die ganzen Verordnungen etc, . Aber das ist ein eigenes Thema und völlig OT.

 

Wollte hier keinen Thread pro und contra dieser Rasse aufkommen lassen.

 

Ich selber kenne halt hier viele problematische Hunde aber es sind darunter keine Molossen, sie sind hier recht wenig vertreten, Dies wollte ich mal nachfragen, was ja auch gut geklappt hat wie man an den Fall Beispielen sehen kann.

 

Für meine persönlichen Fragen und Meinungsbildung genügt es und sage noch mal Danke.

 

 

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