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Hundeforum Der Hund
Mica

Beschwerde von Gemeindeverwaltung.. wie kann man sich wehren?

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Hallo alle miteinander,  ich braeuchte einen Rat wie ich mich im folgenden Fall verhalten soll.  

Kurze Situationsbeschreibung: ich wohne seit 20 Jahren in einem Wohnblock mit 10 ETW (selbst Eigentuemer), mit relativ grossen Hof, angrenzenden Garagen und hinter den Garagen ist eine brach-liegende Wiese. Die Wiese wird 2mal im Jahr gemaeht, Gras bleibt liegen, und neben der Wiese, ist ein Gehweg und dann gleich eine vielbefahrene Strasse. Die Wiese wird von den Passanten scheinbar als Muellhalde benutze (Kaffeebecher, Papier, Muell, etc.)  Seit 20 Jahren (hab schon immer einen Hund) geht mein Hund (vorher ne kleinere Mischlingshuendin, jetzt eine etwas groessere aber immer noch unterhalb Knie-hoehe, Mischlingshuendin) fruehmorgens und abends auf die Wiese und macht ihr Geschaeft. Tagsueber sind wir nicht hier. Da die Wiese brach liegt, und sie nicht der einzige Hund ist, der sie benutzt, gab es auch noch nie Probleme. Meine alte und auch die jetzige Huendin wurden trainiert, nicht auf die Strasse zu laufen. (macht sie auch, sogar wenn drueben ein anderer Hund ist, sie setzt keinen Fuss auf die Strasse).  Also die Strasse ist nicht das Thema.  

Meine jetzige Huendin ist 14,5 Jahre alt, hat Arthrose, HD, Kreuzbandriss, und ist froh wenn sie im Schneckentempo vom Haus zur Wiese kommt, und dann ins Auto gehoben wird. 

Jetzt kommts:

Heute fand ich einen Brief von der Gemeine im Briefkasten!! Es waeren Beschwerden eingegangen, dass mein Hund unbeaufsichtigt (stimmt nicht, ich steh am Eck und kuck zu!) rumlaeuft und Personen belaestigt!!! (meine Huendin ist froh, wenn sie ihre Ruhe hat!!!), und dass ich dafuer sorgen muss, dass mein Hund "...niemanden anfaellt, verletzt oder Sachschaden verursacht..."

aehm.. ich dacht ich bin im falschen Film!!!   Anfallen, verletzen, Sachschaden, Belaestigung????  Dann kam gleich die Drohung zwecks Anordnung, mit etlichen Artikeln (Art 6 LStVG, Art 18 Abs 2, Art 7 Abs 2 LStVG usw..)  mit Zwangsgeld (????) und Ueberwachung der Polizei!

 

Wie kann ich mich hier wehren?? Das einzige Verschulden, das ich einraeume ist dass sie auf der Wiese ihr Geschaeft verrichtet. Aber das machen wir seit 20 Jahren, und die Wiese liegt brach!  Wie kann man eine alte Huendin, die sich kaum bewegt, schlecht sieht, schlecht hoert, die jedem anderen Menschen und Hund aus dem Weg geht, als "grossen, gefaehrlichen Kampfhund"  darstellen??

Welche Optionen habe ich? ich habe hier am Ort mit nur einem kleinen Kreis Leuten zu tun, kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, wer das sein koennte, der sich beschwert! (Habe ich ein Recht zu erfahren, wer sich beschwert hat?) Habe aber Angst um meinen Hund, und vor irgendwelchen Verrueckten, die Koeder auslegen (gab es hier schon!), auch was die Konsequenzen sein koennten, wenn sie mal wieder alleine schnell auf die Wiese geht...  "Die Ueberwachung der Anordnung erfolgt durch die Polizei...."  hat die nix besseres zu tun als nen Seniorenhund zu ueberwachen??

Hat jemand mit sowas schon mal zu tun gehabt?  was ist ein "Zwangsgeld"??

vielen Dank an Euch

Mica

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Was für eine miese Nummer. Irgend jemand Neues zugezogen oder irgendwelche alte Nachbarn, die zu Ekligkeiten neigen? Wirklich weiterhelfen kann ich dir nicht, aber ich würde Widerspruch einlegen und mich vom Anwalt beraten lassen.

Es gibt leider mittlerweile scheinbar häufig Leute, die Hundehalter gezielt verleumden und die Ordnungsämter nehmen nur auf und prüfen nicht genauer.

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Also das mit der Polizeiüberwachung würde ich nicht ernst nehmen. Denn wie Du schon bemerkt hast, haben die besseres zu tun und ich denke so etwas albernes machen die eh nicht. Und überhaupt, die stellen sich doch nicht tagelang vor Dein Grundstück um zu sehen wann dein Hund raus geht... das glaubt eure Gemeinde doch selbst nicht.

 

Ich persönlich würde einfach ein schreiben aufsetzten und die Vorwürfe zurückweisen. Selbstverständlich auch schildern das Dein Hund IMMER unter Aufsicht war und ist. Das mit der Wiese würde ich garnicht erwähnen. Und dann würde ich mir da gar keinen Kopf mehr drüber machen. Die müssen Dir erstmal was nachweisen können. Können sie aber nicht da es ja nie so war und auch nicht so sein wird wie sie geschrieben haben.

 

Ein Recht zu erfahren wer sich beschwert hat hast Du leider nicht. Es sei denn es kommt zur Anzeige dann wird derjenige zur Beweislage genannt (dies allerdings auch nur wenn die Behörden wissen wer es war, wenn er z.b. einen Brief ans Ordnungsamt ohne Absender, Namen etc. gesendet hat, dann erfährt man es wohl nie) 

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Wahrscheinlich haben alle Hundehalter aus eurem Wohnblock einen gleichlautenden Brief bekommen. 

Ich würde zur Gemeindeverwaltung gehen, am Besten mit Hund, wenn er mit rein darf und denen genau  das erzählen, was du hier geschrieben hast.

Dann ist die Sache bestimmt nach einem kurzen Gespräch vom Tisch.

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Grade in kleinen Gemeinden lohnt sich der Weg (mit tattrigem) Hund zum Ordnungsamt :) Vielleicht ist es ja auch eine Verwechslung. Und zukünftig die Haufen einsammeln trägt enorm zum Dorffrieden bei, wir haben hier im Ort vom Ortverein aus z.B. an den "relevanten" Stellen Kotbeutelspender aufgestellt, tolle Sache !

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Kann man sich eigentlich vom Tierarzt attestieren lassen, dass der Hund alt, krank und gebrechlich ist? Das würde ich mal versuchen, dann soll nochmal jemand auf die Idee kommen, sie fällt jemanden an :Oo 

 

Vielleicht wäre es auch am besten, Du stellst Dich in Zukunft für alle sichtbar in ihre Nähe, wenn Du sie auf diese Wiese lässt. 

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vor 3 Stunden schrieb Mica:

Heute fand ich einen Brief von der Gemeine im Briefkasten!! Es waeren Beschwerden eingegangen, dass mein Hund unbeaufsichtigt (stimmt nicht, ich steh am Eck und kuck zu!) rumlaeuft und Personen belaestigt!!! (meine Huendin ist froh, wenn sie ihre Ruhe hat!!!), und dass ich dafuer sorgen muss, dass mein Hund "...niemanden anfaellt, verletzt oder Sachschaden verursacht..."


Ich würde mich an deiner Stelle sehr gut sichtbar hinstellen, bzw. mit zur Wiese gehen und dafür sorgen, dass dein Hund an niemandem schnüffelt und keinen anbettelt oder anspringt.

Habt ihr denn neue Nachbarn? Ich hatte mal neue Nachbarn, die meinen alten Hund absolut bedrohlich fanden. Der war immer angeleint direkt neben mir, aber sie wollten mit diesem Tier in keiner Form irgendetwas zu tun haben. Selbst wenn wir im Haus saßen, konnte ich sie draußen panisch rufen hören: Wo ist der Hund? Ich wohnte da auch seit zig Jahren, weil ich die Erlaubnis zur Hundehaltung schriftlich im Mietvertrag zugesichert bekam. Sie sind dann weggezogen. Das hätte auch mit meinem Auszug enden können, wenn es zusammen in einem Haus einfach nicht geht. Wenn es neue Leute sind, die sich beschweren, würde ich da nur bis zu einem gewissen Punkt Kompromisse machen und auch einen Anwalt befragen, denn wir Hundehalter haben auch das Recht unser Leben zu leben - inklusive Haustier.

 

Wenn du dann noch die Haufen wegräumst, wüsste ich nicht, was das Problem sein soll. Über die Haufen hat sich aber keiner aufgeregt, oder doch? Bei uns gibt es Geldstrafen, wenn man den Kot nicht von Gemeindeflächen wegräumt. Allgemein muss man sich als Hundehalter ein dickes Fell wachsen lassen und dafür sorgen, dass die anderen einem nichts können. Man wird aber trotzdem regelmäßig beschimpft, zurechtgewiesen, beobachtet und verleumdet: Da hat ein Hund den ganzen Tag auf dem Balkon gebellt, das war doch bestimmt Ihrer! Ich: Ich hab gar keinen Balkon. :):rolleyes:.

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".....alleine schnell auf die Wiese....."

Das sollte dein Hund nun besser nicht mehr tun.

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vor 10 Stunden schrieb Mica:

(stimmt nicht, ich steh am Eck und kuck zu!)

Sie ist doch gar nicht alleine da und die Wiese liegt hinter den Garagen- erst nach der Wiese kommt der Gehweg. Ob da überhaupt Haufen anfallen frühmorgens und spätabends (tagsüber sind beide ja woanders) oder ob die weggeräumt werden wurde doch gar nicht erwähnt.

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Bist du dir sicher, dass der Brief von der Gemeinde stammt?

Dass der Hund niemanden "anfällt" klingt für mich jetzt nicht nach dem typischen Beamtenjargon, den man aus solchen Schreiben gewohnt ist.

 

Erkundige dich bei der Gemeindeverwaltung wegen dem Schreiben und wenn es wirklich von dort stammt, kannst du vor Ort persönlich den Widerspruch zu Protokoll geben und die Situation aus deiner Sicht schildern.

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