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Hundeforum Der Hund
ZeldaZonk

Junghund: Erst Ruhe, dann alleinebleiben?

Empfohlene Beiträge

Hallihallo,

ich habe schon viel in diesem Forum mitgelesen und auch einiges umsetzen können, habe jetzt aber doch noch eine Frage, die etwas individuelles ist.

 

Wir haben einen 8 Monate jungen Labradormischling, den wir mit 4 1/2 Monaten aus dem Tierschutz bekommen haben. Es ist für mich und meinen Partner der erste Hund. Daher sind wir noch recht unerfahren, haben aber recht viel gelesen. 

Unser "Problem" ist folgendes:

Milo hat Schwierigkeiten wirklich zur Ruhe zu kommen und alleine zu bleiben. 

Unser Alltag ist, dass mein Partner bis nachmittags arbeitet und ich krankheitsbedingt mit dem Hund zuhause bin. Nun muss ich zugeben, dass wir den Fehler gemacht haben, ihn nicht von Anfang an, ans Alleinebleiben zu gewöhnen

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Das könnt ihr ihm auch jetzt noch schrittweise lernen.

Gib mal alleine bleiben bei der Suche ein.

Ich habe immer erwachsene Hunde übernommen, und mit keinem das alleinebleiben geübt.

Ich habe es einfach vorausgesetzt - und es hat immer funktioniert, aber warscheinlich konnten sie es schon vorher - keine Ahnung.

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vor einer Stunde schrieb ZeldaZonk:

dass wir den Fehler gemacht haben, ihn nicht von Anfang an, ans Alleinebleiben zu gewöhnen

 

Das Sprichwort "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!" stimmt nicht bei Hunden. Für Hunde kann jeder Tag ein neuer Anfang sein!

 

Einfach jetzt damit anfangen. In kleinen Schritten aufbauen, dazu ist viel im Forum nachzulesen.

 

vor einer Stunde schrieb ZeldaZonk:

den wir mit 4 1/2 Monaten aus dem Tierschutz bekommen haben

 

Vergiss es. Das war damals - heute ist heute.

 

Bei manchen Menschen führt die bemitleidenswerte Vergangenheit eines Hundes dazu, dass sie ihrem Hund nicht "auf Augenhöhe" begegnen. Immer steht "ach, der arme Hund ..." im Vordergrund. Für euren Hund war das Tierheim im Moment seines Einzugs bei euch längst Schnee von gestern.

 

 

Thema "Ruhe": Immer eine gute Idee bei Hunden. ;)

Versucht, herauszufinden, warum er nicht zur Ruhe kommt. Zu wenig Auslastung? Zu viel action, zu aufgedreht? Schmerzen? (beliebt bei Labbis: Gelenke) Oder Bauchweh? Seid ihr ruhig? Oder spiegelt er eure Unruhe? Es gibt viele Ursachen.

 

Ja, ein ruhiger Hund wird sich leichter mit dem Alleinbleiben abfinden als ein aufgeregter, der sich eventuell Sorgen macht. ob seine Menschen ohne seinen Schutz in der gefährlichen Welt alleine zurecht kommen. ;)

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Entschuldigung, ich hatte leider schon auf Absenden geklickt, bevor ich fertig war und kriege es jetzt nicht mehr bearbeitet. Hier nochmal die fertige Version:

Hallihallo

Hallihallo,

ich habe schon viel in diesem Forum mitgelesen und auch einiges umsetzen können, habe jetzt aber doch noch eine Frage, die etwas individuelles ist.

 

Wir haben einen 8 Monate jungen Labradormischling, den wir mit 4 1/2 Monaten aus dem Tierschutz bekommen haben. Es ist für mich und meinen Partner der erste Hund. Daher sind wir noch recht unerfahren, haben aber recht viel gelesen. 

Unser "Problem" ist folgendes:

Milo hat Schwierigkeiten in der Wohnung wirklich zur Ruhe zu kommen und alleine zu bleiben. 

Unser Alltag ist, dass mein Partner bis nachmittags arbeitet und ich krankheitsbedingt mit dem Hund zuhause bin. Nun muss ich zugeben, dass wir den Fehler gemacht haben, ihn nicht von Anfang an, ans Alleinebleiben zu gewöhnen. Er war von Tag 1 gewöhnt, dass mein Partner geht und wiederkommt, ich bin allerdings mindestens den ersten Monat immer bei ihm geblieben (großer Fehler, ich weiß). Das führte dazu, dass Milo mir 1. dauernd in der Wohnung hinterherlief und 2. nicht nur nicht alleine bleiben konnte, sondern dass er auch winselte und weinte, wenn ICH mal weg Einkaufen war, aber mein Partner bei ihm war. Am 2. Punkt konnten wir ihn nun langsam gewöhnen, sodass er jetzt zwar anfangs noch weint, wenn ich weg bin, sich aber dann ganz gut beruhigt. Bezüglich des 1. Punkts habe ich angefangen öfter mal einfach durch die Wohnung zu gehen, die Türen hinter mir zu schließen und so weiter. Das akzeptiert er auch mittlerweile, das heißt er folgt mir jetzt nicht immer sofort, sondern erst mit etwa einer Minute Verzögerung, aber legt er sich halt dann vor die Tür und wartet, bis ich wieder herauskomme (fiept aber nicht). Aber so richtig entspannen kann er sich deshalb nicht, da er mir ja trotzdem folgt. Oder? Dadurch schläft er auch sehr wenig. Er legt sich zwar immer wieder hin und döst, ist aber immer halb auf Hab-Acht-Stellung um mitzubekommen, wohin ich gehen könnte.

Ich habe mir jetzt eine Box geholt an die ich ihn gewöhnen möchte und werde auch weiterhin mit ihm üben im Körbchen zu BLEIBEN. 

Habt ihr sonst noch Ideen?

Meine Frage ist nun: Soll ich trotzdem schon das Verlassen der Wohnung üben, oder erstmal dafür sorgen, dass er in der Wohnung noch mehr zur Ruhe kommt? Beim Rütter habe ich gelesen, dass man das aus der Wohnung gehen erst beginnen soll, wenn der Hund alleine bleiben in einem anderen Raum entspannt hinnimmt und dass er einfach auch mal "freiwillig" eine halbe Stunde in einem anderen Raum bleibt. Manchmal schläft er bei mir im Wohnzimmer und ich denke darüber nach jetzt mal aus der Wohnungstür zu gehen um das Alleinbleiben zu üben aber denke dann, dass wenn ich jetzt gehe, er halt wieder "aufgeregt" wird und somit ja nie zur Ruhe kommt, weil es ja wenn jemand durch die Wohnungstür kommt, durchaus natürlich ist, dass er ihn begrüßen möchte. Was würdet ihr tun? Alleinbleiben erst üben, wenn er in der Wohnung vollkommen entspannt ist?

Andererseits habe ich Angst, dass dann das Alleinebleiben umso länger dauern wird, weil er sich ja immer mehr daran gewöhnt, dass ich immer Zuhause bin.

Ich hoffe, ich habe das Problem halbwegs verständlich dargestellt.

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Das man einen Hund, zumal einen solch jungen, in der Anfangszeit nicht alleine lässt und das sie einem hinterherlaufen, ist völlig normal. Da habt ihr nichts falsch gemacht. Ruhe findet er, wenn er Sicherheit hat. Das baut sich erst langsam auf.

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vor 11 Minuten schrieb ZeldaZonk:

Habt ihr sonst noch Ideen?

Ja, Box sofort in den Müll!

 

Beim Hinterherlaufen in der Wohnung kann man auch "den Spieß umdrehen": Fordere deinen Hund auf, dir zu folgen. Manchen Hunden wird das mit der Zeit zu blöd und finden dann liegenbleiben und warten besser. Ansonsten kann man dem Hund Alternativen aufzeigen. Eine Alternative hat dein Hund ja schon selbst herausgefunden: Er wartet vor der Tür, hinter der du verschwunden bist. Das kannst du auch aktiv beeinflussen mit "Platz" und "Warten"/"Bleib". Liegt der Hund dann immer noch brav vor der Tür, wenn du sie wieder öffnest, hat er ein Lob verdient. Dieses Ablegen und Warten kann man dann immer weiter von der Tür weg verlagern, bis der Hund schließlich an seinem Platz wartet und dir gar nicht mehr folgt.

Mache aus dem passiven Alleingelassenwerden eine aktive Aufgabe für deinen Hund: "Komm mit", "Warte", etc. Dann gibt es jedesmal etwas, das er richtig gemacht hat. Dafür kannst du ihn belohnen anstatt ihn wegzusperren und seiner Freiheit zu berauben.

Lob ist die beste Motivation zum Lernen!

 

vor 29 Minuten schrieb ZeldaZonk:

Beim Rütter habe ich gelesen, dass man das aus der Wohnung gehen erst beginnen soll, wenn der Hund alleine bleiben in einem anderen Raum entspannt hinnimmt und dass er einfach auch mal "freiwillig" eine halbe Stunde in einem anderen Raum bleibt.

 

Rütter & Co. sind ja manchmal ganz unterhaltsam und haben gelegentlich auch mal etwas Wesentliches zum Thema beizutragen, aber du solltest das nur als 1 Beispiel für seine Art der Hundeerziehung betrachten. Kann für dich und deinen Hund hilfreich sein, kann auch nicht ...

 

Der Hund kann auch in der Wohnung kurz allein bleiben, wenn er verstehen lernt, was passiert. Beispiel: Müll rausbringen.

Hund ein paar mal mitnehmen. 2-3 Meter vor der Mülltonne ablegen und warten lassen, während du den Müll einwirfst.

Dann den Hund so vor der Haustür warten lassen, dass er noch sehen kann, wie du den Müll in die Tonne wirfst.

Dann Hund in der Wohnung warten lassen. E sieht ja, dass du wieder die Mülltüte in der Hand hast.

Du kannst parallel dazu ein "Markerwort" aufbauen, z.B. "Müll wegbringen". Sagst du später das Markerwort, weiß der Hund, was du machen wirst und dass du gleich wieder da bist.

 

vor 32 Minuten schrieb ZeldaZonk:

Manchmal schläft er bei mir im Wohnzimmer und ich denke darüber nach jetzt mal aus der Wohnungstür zu gehen um das Alleinbleiben zu üben

 

Keine gute Idee. Hund wacht auf und du bist weg ... Was ist passiert? Wo ist mein Mensch?

Beziehe ihn aktiv in deine Handlungen ein und zeige dem Hund, wie er sich dabei verhalten soll.

 

vor 36 Minuten schrieb ZeldaZonk:

weil es ja wenn jemand durch die Wohnungstür kommt, durchaus natürlich ist, dass er ihn begrüßen möchte.

 

Wer sagt das? 

Und was ist mit "begrüßen" gemeint?

Wem gehört die Wohnung? Wer entscheidet, wer zu Besuch kommt? Wer begrüßt Gäste?

 

Typische Begrüßung unter Hunden, die sich kennen (im übertragenen Sinne): "Ach, du bist's. Tach auch. Ich geh dann mal weiter." Dauert ca. 5 Sekunden.

Das geht unter "Kumpels" natürlich anders und mündet oft im Spiel.

In der Wohnung riecht und hört dein Hund schon auf große Entfernung, wer gerade hereingekommen ist, noch bevor er die Person sehen kann. Eine Begrüßung ist nicht notwendig. Hund kann an seinem Platz warten. Oder außerhalb des Flures so, dass er den Eingang sehen kann. Er gehört nicht an die Wohnungstür.

Man kann sich begrüßen, falls der Gast das möchte. Wenn der Gast nicht ein sehr guter Freund des Hundes ist, reicht ein kurzes "Hallo, Hund." Fertig.

Sehr gute Freunde des Hundes können kurz mit dem Hund am Boden (in der Hocke oder auf Knien) spielen, kuscheln, was auch immer. Springen ist nicht!

 

Beispiel: Begegnung mit Nachbarn und Labbi. Die Hunde mögen sich sehr. Nach der Begrüßung unter Hunden schaut mich der Labbi kurz an. Wenn ich ihn dann mit Namen grüße, kommt er kurz zu mir, stupst mir ganz sanft die Nase ans Bein und "fragt", ob ich Leckerlis habe. (Labbi eben ...) Wenn nicht, trottet er wieder zu meinem Hund. Dauer der Begrüßung 10-15 Sekunden.

Ähnlich mit einer sehr jungen und völlig "aufgekratzen" Colliehündin: wenn ich in die Hocke gehe und sie rufe, kommt so kurz angesprungen und stupst mich an "Hallo, du Mensch von meinem Freud!" und schon ist sie wieder weg.

 

Dein Beitrag ist voller Angst und Sorgen. Völlig unbegründet und kontraproduktiv, denn es überträgt sich auf deinen Hund.

vor 57 Minuten schrieb ZeldaZonk:

Milo hat Schwierigkeiten in der Wohnung wirklich zur Ruhe zu kommen

 

Kannst du denn "wirklich zur Ruhe kommen"? ;)

 

vor 59 Minuten schrieb ZeldaZonk:

Nun muss ich zugeben, dass wir den Fehler gemacht haben

Na und? Dann machst du es eben jetzt besser.

 

Und überhaupt:

vor einer Stunde schrieb ZeldaZonk:

Nun muss ich zugeben, dass wir den Fehler gemacht haben, ihn nicht von Anfang an, ans Alleinebleiben zu gewöhnen.

 

vor einer Stunde schrieb ZeldaZonk:

ich bin allerdings mindestens den ersten Monat immer bei ihm geblieben (großer Fehler, ich weiß).

 

Wer sagt, dass das "Fehler" sind???

 

Mach dich frei von irgendwelchen Aussagen, die irgendwer über irgendwas bezüglich der Hundehaltung macht.

Selbst diesen Beitrag kannst du sofort "in die Tonne hauen", wenn er dir nicht gefällt. Ist nur meine unmaßgebliche Meinung.

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Danke für deine ausführliche Antwort. 

Du hast Recht, dass ich völlig in Sorge und Angst bin. Für mich ist das der erste Hund und ich lese hunderte von Herangehensweisen einen Hund zu erziehen von denen mindestens die Hälfte beanspruchen die einzig richtige zu sein. Mittlerweile weiß ich gar nichts mehr. Hund verabschieden, wenn man geht? Hund ignorieren? Jeder sagt etwas anderes und egal wie ich es mache, nachdem ich 10 Sekunden aus der Tür bin, fiept er.

Sorge bereitet mir einfach, dass ich seit November mehr oder weniger an die Wohnung und oft sogar die Couch gefesselt bin bzw. mich so fühle, weil ich weiß, dass sobald ich aufstehe, Milo wieder unruhig wird. Oft reicht es schon, wenn ich meine Sitzposition ändere. Sofort schnellt Milo aus dem Schlaf hoch und guckt mich an. Ich gucke dann nicht zurück, da ich gelesen habe, man sollte einen Hund in solchen Fällen eher ignorieren. Da hieß es sinngemäß auch, dass man den Hund in der Wohnung überwiegend ignorieren soll, da das für den Hund "Entspann dich, es gibt aktuell nichts spannendes" bedeutet. Ich möchte sobald ich wieder gesund bin natürlich auch wieder arbeiten gehen, aber ich sehe das so so meilenweit entfernt, wenn ich bedenke, dass ich nicht mal den Müll runterbringen kann ohne dass Milo winselt und bellt (er bellt dann wieder in ganz hohem Ton wie ein Baby). Dein Tipp mit dem Müll kann ich leider nicht 1 zu 1 umsetzen, da wir im dritten Stock wohnen, aber ich werde schauen, ob ich das etwas abwandeln kann. 

Das Merkwürdige ist, dass er sich manchmal abends freiwillig in den Flur legt. Und er geht ja auch alleine mit meinem Partner spazieren. Dass ER von mir weggeht, scheint also kein Problem zu sein. Nur wenn ICH gehe, scheint das ein Problem für ihn zu sein. Ich bin ja froh, dass er sich mittlerweile wenn ich die Tür hinter mir schließe einfach vor die Tür legt, aber das kann doch nicht gesund sein, wenn er mir andauernd hinterherlaufen muss und daher kaum schläft. 

Ich versuche wirklich besonnen mit der Situation umzugehen, aber langsam verzweifel ich wirklich.

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vor 54 Minuten schrieb ZeldaZonk:

sobald ich aufstehe, Milo wieder unruhig wird. Oft reicht es schon, wenn ich meine Sitzposition ändere. Sofort schnellt Milo aus dem Schlaf hoch und guckt mich an

das hatten wir bei Rosi auch. Ihr fehlte die eigene innere Ruhe und sich einfach mal zu entspannen ohne immer auf habt-acht-Stellung zu sein, was bei ihrer Herkunft völlig logisch war. Wir suchten nach einer vorübergehenden Lösung, ihre innere Ruhe herzustellen um gleichzeitig Vertauen aufbauen zu können. Dabei haben uns enorm eine Bachblütenmischung geholfen. Nach 3 Tagen konnte ich eine kleine Verbesserung bemerken. Mittlerweile bekommt sie die Tropfen 3 Wochen und ich muss sagen, sie kann sich entspannt auf die Couch legen und auch mal liegen bleiben, wenn wir den Raum verlassen und z.B. in die Küche gehen. Sie schaut zwar in welche Richtung wir gehen, aber sie bleibt liegen und schläft weiter. Ich bin der Meinung, das das Zusammenspiel von Bachblüten und der Arbeit am Vertrauen diesen Fortschritt gebracht hat. Denn in dem Moment wo sie liegen bleibt, vetraut sie uns auch und bleibt somit entspannt.

Vielleicht beliest du dich mal über Bachblüten. Ich habe viel darüber gelernt und benutze sie derzeit auch selbst, um in so manchen Situationen mit Rosi stark und souverän zu bleiben. Wenn du Fragen hast, dann frag mich einfach.

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vor einer Stunde schrieb ZeldaZonk:

Du hast Recht, dass ich völlig in Sorge und Angst bin

 

Das musst du nicht, hör hier auch auf dein Bauchgefühl.

 

Blöd ist diese Spirale: du bist unsicher und hast Angst, das überträgt sich auf dn Hund, er merkt die Unsicherheit, muss evtl. selber Entscheidungen jetzt treffen, dadurch wird dein Hund unsicher, du dann noch mehr, es klappt nicht, die Spirale ist einfach blöd.

 

Sei cool, mach einfach mal, weniger denken, einfach die Rolle des Teamplayers übernehmen, du wirst dann sicherer, dein Hund merkt es, er wird ruhiger, die Spirale läuft dann in die richtige Richtung.

 

Evtl. findest du jemanden mit Erfahrung und ausgeglichenem Hund für kleine Runden zusammen, dies ist immer nett, man lernt andere Hunde und HH kennen und kann sich evtl. etwas orientieren, auch der Hund.

 

Positiv denken und machen, Angst ist wirklich der schlechteste Ratgeber.

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vor 58 Minuten schrieb ZeldaZonk:

Sofort schnellt Milo aus dem Schlaf hoch und guckt mich an. Ich gucke dann nicht zurück, da ich gelesen habe, man sollte einen Hund in solchen Fällen eher ignorieren. Da hieß es sinngemäß auch, dass man den Hund in der Wohnung überwiegend ignorieren soll, da das für den Hund "Entspann dich, es gibt aktuell nichts spannendes" bedeutet.

 

Hund ignorieren ist nur in seltenen Fällen ein guter Rat (kann aber durchaus mal kurz angebracht sein).

"Beziehung" ist doch eigentlich, wenn man sich nicht gegenseitig ignoriert, oder? ;)

Sprich mit ihm: "Alles gut!" und warte die paar Sekunden, bis er sich wieder entspannt, dann "so ist brav".

 

vor einer Stunde schrieb ZeldaZonk:

ich lese hunderte von Herangehensweisen einen Hund zu erziehen von denen mindestens die Hälfte beanspruchen die einzig richtige zu sein.

 

Alle haben recht ... auf die eine oder andere Weise ... ;)

Such' dir raus, was für dich und deinen Hund passt.

 

Die meisten Autoren verallgemeinern zu stark, anstatt zu sagen "bei diesem Hund mit diesem Wesen/Charakter in genau dieser Situation" ...

Alles, was du liest oder im TV und auf Youtube siehst, kannst du nicht 1:1 auf deinen Hund anwenden!

Es sind sicher viele gute Anregungen und Beispiele dabei, aber du solltest immer überlegen, ob das überhaupt zu deinem Hund passt und wie du es variieren musst, damit es bei euch funktionieren kann. Nehmen wir als Beispiel Cesar Millan: Der steht zumindest im deutschsprachigen Raum ziemlich unter Kritik. Aber in seinen Gesprächen mit den Hundehaltern hat er einige Gedanken formuliert, die einen kleinen "Aha-Effekt" bei mir auslösten, sodass ich überlegt habe, wie ich das auf meinen Hund übertragen könnte.

 

 

vor einer Stunde schrieb ZeldaZonk:

Dein Tipp mit dem Müll kann ich leider nicht 1 zu 1 umsetzen, da wir im dritten Stock wohnen,

 

Ich wohne im 2.Stock und habe es genauso gemacht. Also warum sollte das bei euch nicht klappen?

Allerdings vergaß ich zu sagen, dass es schon ein paar Monate gedauert hat. ;)

 

vor einer Stunde schrieb ZeldaZonk:

Oft reicht es schon, wenn ich meine Sitzposition ändere. Sofort schnellt Milo aus dem Schlaf hoch und guckt mich an.

 

Warum sieht er dich an? Ich vermute, er will wissen, was los ist. Sag es ihm.

Ihr habt den Hund jetzt seit 3 1/2 Monaten ... Da kennt er euch noch nicht so genau, dass er immer genau weiss, was mit euch los ist oder wie du dich gerad fühlst.

Wenn es dir nicht gut geht, würde ich ihn zu dir rufen und ihm das sagen und ihn loben, dass er so gut auf dich aufpasst.

Wenn alles ok ist, sag es ihm auch und sag ihm, dass er weiterschlafen kann.

Nur so kann er lernen, wann alles gut ist und er schlafen kann und wann du seine Unterstützung brauchst, z.B. durch Streicheleinheiten.

 

Mein Hund ist ziemlich entspannt, aber trotzdem schläft er selten so tief, dass er nicht jede meiner Bewegungen mitbekommen würde. Er registriert es einfach nur.

Aber er würde mir auch jedesmal ins Bad folgen, wenn ich ihm nicht sagen würde, dass er liegen bleiben kann. Ganz normal ruhig, nicht als Kommando.

 

vor 1 Stunde schrieb ZeldaZonk:

weil ich weiß, dass sobald ich aufstehe, Milo wieder unruhig wird.

 

Eigentlich normal, er weiß noch nicht, was passieren wird.

Beziehe ihn doch ein: "Komm mit, wir gehen in die Küche" oder was du grad vorhast.

Aber ab und zu auch mal "Bleib liegen, ich gehe nur zum Klo."

 

Kann es sein, dass dein Hund merkt, dass es dir nicht gut geht und dass er deswegen so stark auf dich achtet?

 

Mein Hund merkt sofort, wenn ich mal "Rücken" habe oder Migräne und er beobachtet mich dann besonders intensiv. Ich sage ihm in solchen Situationen, wie es mir geht. Beim Spaziergang sage ich dann auch "Warte, ich kann nicht so schnell." und er achtet dann darauf, dass ich folgen kann (ich kann ihn hier fast immer ohne Leine laufen lassen)

 

Ich habe meinen Hund jetzt seit 3 Jahren und so langsam fällt bei ihm der eine oder andere Groschen ... ;)

Endlich hat er z.B. begriffen, dass ich aus dem Supermarkt auch immer ganz bestimmt wieder herauskomme.

(ich habe sowieso den Eindruck, er lernt eher langsam)

 

Ich denke, du brauchst viel mehr Geduld mit dem Hund, er ist ja noch gar nicht so lange bei euch.

 

vor 2 Stunden schrieb ZeldaZonk:

Ich versuche wirklich besonnen mit der Situation umzugehen, aber langsam verzweifel ich wirklich.

 

Tief durchatmen hilft. Wirklich.

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