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Hundeforum Der Hund
Fiona01

Zweithund, immer ein Wunsch oder irgendwann auch nicht mehr?

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Geht es hier um Zweithund oder um Kastration?
Könnt ihr bitte einen eigenen Fred dazu aufmachen?

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@benno0815 

Zitat

Geht es hier um Zweithund oder um Kastration?
Könnt ihr bitte einen eigenen Fred dazu aufmachen?

 

Im Prinzip hast du ja Recht: es geht um Zweithunde.

Doch im Zusammenhang damit ist man, wenn der Zweithund anderen Geschlechts ist als der Ersthund, recht schnell beim Thema Kastration.

Und den mit der Haltung eines verschieden geschlechtlichen Hundepaares verbundenen Vor- und Nachteilen der Kastration.

Und nicht anders ist es hier gelaufen.

 

Auch die TE scheint hier keine so strengen Maßstäbe anzulegen ;)

vor 5 Stunden schrieb Fiona01:

 

Ich verlinke hier mal den Artikel von Dr. Rückert zum Thema Kastration. Da werden auch Fallzahlen erwähnt. https://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details_1489_3_18951.html

 

 

Vielen Dank nochmal für diesen tollen Link. Für jeden, der sich Gedanken über den Zusammenhang Krebs und Kastration macht, eine Pflichtlektüre.

 

So, für mich ist dieser nicht so ganz zusammenhanglose Exkurs damit beendet.

Es kann weiter gehen mit den Zweithunden! :)

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Eigentlich wollte ich beim nächsten Mal nur einen Hund. Aber es sind wieder zwei draus geworden, was allerdings eher an meiner Ungeduld und dem dringenden Wunsch, wieder eine Fellnase um mich zu haben, gelegen hat.

 

Mein erster Hund, eine engl. Cockerhündin, hatte ich drei Jahre als Einzelhund. Dann kam der Wunsch nach einem Zweithund. Hatte mir dann, nach langem Schauen und Rassen studieren, einen kleinen Münsterländer dazu geholt. Meine Hündin war darüber nicht glücklich. Im Laufe der Zeit hatten sie sich dann arrangiert, mehr aber auch nicht. Sie ist (leider) nur 10 Jahre geworden und dann war Chico für die nächsten fast acht Jahre Einzelhund. Da wir ein super Team waren, war es sehr sehr angenehm. Ich konnte ihn halt überall mit hinnehmen, er war absolut gesellschaftsfähig, so dass ich mir schwor, in Zukunft wird es nur EINEN geben 😉. Wir haben diese Jahre sehr genossen. Als er dann mit fast 15 Jahren verstarb, habe ich es keine 3 Wochen ohne Hund ausgehalten und so kam Tinky ins Haus. Bei ihr hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass sie sozusagen eher ein Zweithund ist und da ich sowieso wieder einen Münsterländer wollte, kam Monti dazu. Wie bei den Beiden habe ich mir immer eine "Zwei-Hundehaltung" vorgestellt. Morgens Küsschen, bissl zusammen rumkaspern und sich wirklich gern haben.  Leider hat sie nicht unbedingt den allerbesten Einfluss auf Monte im Welpenalter gehabt, so dass ich mir vorstellen könnte, er wäre wesentlich entspannter und selbstsicherer, wenn es eher umgekehrt gewesen wäre - erst er da und dann Tinky. Ihr hingegen hat es sehr geholfen. Sie hat die "Ersthundrolle" liebend gern an Monte abgegeben und wenn ich an ihm "erzieherische Maßnahmen" ;) vornehme, ist sie der bravste Hund der Welt und schaut sich viel dabei einfach ab.

 

Nichtsdestotrotz sind sie vom Wesen her grundverschieden. Sie ist verschmust und manchmal denke ich, sie wäre ein optimaler "Oma-Hund", fressen, streicheln (ein Wunder, dass sie noch so viel Fell hat und nicht alles weggestreichelt ist), kuscheln und unter der Decke schlafen... lange Spaziergänge machen ihr nur Spaß, wenn die ganze Familie (sprich Freundin mit Tochter von Tinky, Monti, ich und gern noch weitere geliebte Zweibeiner) dabei sind. Fremde Hunde braucht sie eigentlich eher auch nicht mehr, seit Monte da ist. Aber die Bedürfnisse der Beiden sind sehr unterschiedlich. Wo er nicht genug bekommen kann, von gemeinsamen Unternehmungen, Beschäftigungen, ist sie recht genügsam mit ihrem Ball, den sie ausdauernd mit sich rumschleppt, Tricks üben oder lange Wanderungen - darauf kann sie gern verzichten, wenn sie nur genug Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit erhält.

 

Von daher nehme ich mir wieder vor: Beim nächsten Mal wird es definitiv nur EINER... wir werden sehen 😆 Aber bis dahin bleiben ja hoffentlich noch ein paar Jahre.

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Ich hatte zwei unkastrierte Rüden zusammen, Altersabstand 3 Jahre und leider mochten sie sich nicht besonders. Das fing an als der Zweite in die Pubertät kam und gab über die folgenden 9 Jahre immer wieder Keilereien. Beide waren über 35 kg schwer und wenn die das hinter einem starten dann ist das nicht lustig. Als der erste dann 12 Jahre wurde haben wir sie komplett getrennt. Das waren 9 anstrengend Jahre, weil man ständig aufpassen musste um nichts auszulösen. Der Zweite war nach dem Tod des ersten viel glücklicher und ich hätte ihm gewünscht das er Einzelhund gewesen wäre.

 

Über die Zeit mit den Beiden ging das bei mir soweit, dass ich garkeinen Hund mehr wollte, vorallem wenn sie sich wieder gebissen hatten. (keiner musste je zum TA und mehr als Löcher in den Ohren gabs auch nicht, lustig ist aber anders)

 

Nun hab ich wieder einen Hund und das ist viel entspannter, weil man den auch überall mitnehmen kann. Ich bewundere immer größere Rudel, auch weil meine jetztige Rasse ziemlich verträglich ist. Hin und wieder kommt schon der Gedanken ob man nicht doch einen weiteren ... aber ich denke eher nicht. Ich muss das nicht wiederholen und ob der Hund dann glücklicher wäre, ich denke es eher nicht.

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Bei Aragorn war klar, daß ich ihm keinen anderen Rüden ins Haus setze würde. Da für mich Kastration nur in Frage kommt wenn es medizinisch notwendig ist hab ich lange hin und her überlegt, ob ich ein intaktes Paar halten kann, vorher verschiedene Schwierigkeiten durchgespielt etc.

Dann ist Brienne eingezogen, und ich habe es geliebt mit zwei Hunden. Aragorn hätte es nicht unbedingt gebraucht, aber ich denke, es hat ihm auch gut getan. Er hat geholfen, die verrückte Nudel zu erziehen, und die Interaktion zwischen den beiden war einfach toll.

Ja, die Läufigkeiten waren nicht einfach, aber er hat gelernt damit umzugehen. Viel Management, aber machbar.

Aragorn ist vor einem Jahr gestorben und es war natürlich die Frage, ob Brienne alleine bleibt oder nicht. Ich bin da immer noch unentschlossen. Im letzten Jahr ging das für mich nicht, und ich fand es auch wichtig, daß sie und ich uns erstmal alleine zusammenraufen. Jetzt ist ein Wurf gefallen der für mich durchaus interessant ist - aber ich habe dann doch verzichtet. Im Moment paßt es nicht wirklich. Brienne würde Gesellschaft sicher gut tun, aber ich genieße im Moment doch, daß mit einem Hund organisatorisch vieles einfacher ist. Und ich muß noch so viel anderen Krams machen, daß mir so eine Veränderung im Moment nicht paßt.

Auf der anderen Seite (und das klingt jetzt irgendwie gemein): als Aragorn gestorben ist war ich sehr froh, daß Brienne da war. EIn ganz leeres Haus wäre da noch schlimmer gewesen. Und wenn Brienne irgendwann in vielen Jahren geht...

Und ich werde auch nicht jünger. Noch kann ich es wuppen mit zwei Hunden, aber die Zeit läuft dann auch irgendwann ab.

 

Im Moment also für mich ein klares Jein.

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Ich finde dieses Thema sehr interessant. Auch die unterschiedlichen Ansichten und Blickwinkel. Als Linnie einzog hatten wir irgendwie schon die Vorstellung, dass irgendwann, so nach einem Jahr oder so, ein zweiter Shiba dazukommt. Wir haben allerdings recht schnell gemerkt, dass sie keine anderen Götter ... äh Hunde ... neben sich duldet. Sie ist wirklich ein absoluter Einzelhund und wir würden sie mit einem zweiten Hund unglücklich machen. Einige haben ja hier von ihren Erfahrungen berichtet und dass ihr erster Hund sich mit dem Zuwachs zwar arrangiert hat, aber nicht wirklich glücklich damit war. So wäre das bei Linnie auch, aber das war für uns auch gar nicht so leicht, sich das einzugestehen, obwohl die Anzeichen von Anfang an überdeutlich waren. Aber naja, wir haben es ja noch rechtzeitig gemerkt und Linnie wird eine Einzelprinzessin bleiben, definitiv!

 

Tatsächlich wäre das für mich auch immer das oberste Kriterium: Der erste Hund "entscheidet", ob ein zweiter einzieht. Und danach würde ich erst das Finanzielle, die Umstände, den Platz, Betreuung usw. einbeziehen.

 

Die Dynamik mit mehreren Hunden in der Familie würde mich auf jeden Fall reizen, aber da Linnie noch jung ist und selbstverständlich uralt werden wird, ist das Thema auf lange, lange Zeit vom Tisch!

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vor 44 Minuten schrieb Annali:

atsächlich wäre das für mich auch immer das oberste Kriterium: Der erste Hund "entscheidet", ob ein zweiter einzieht.

 

Das sehe ich auch so.

 

Als wir Emma fanden, schlugen meine Emotionen direkt Purzelbäume. Das war mein Hund, ganz klar. Und ich stehe sonst wirklich nicht auf Welpen.

Aber: Da waren ja noch der Lucky und die Kimba. Lucky war völlig unproblematisch, was andere tierische Mitbewohner anging. Kimba aber, die mochte ja nur ganz wenige Hunde - auf Anhieb fällt mir da nur ein Hund ein.

Zu unserer mehr als großen Verwunderung nahm Kimba die Emma direkt an. Das war so unglaublich und jeder, der Kimba kannte, staunte mit uns. 

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vor 59 Minuten schrieb Annali:

Die Dynamik mit mehreren Hunden in der Familie würde mich auf jeden Fall reizen, aber da Linnie noch jung ist und selbstverständlich uralt werden wird, ist das Thema auf lange, lange Zeit vom Tisch!

 

Da fällt mir noch ein Punkt zum klaren Nein für Zweithund ein. Die Dynamik ist zum k*****

Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch und freue mich immer über Gassibekanntschaften. Die hörten dann mit zwei Hunden schlagartig auf weil einer der beiden immer was gegen den fremden Hund hatte. Mit drei Hunden habe ich dann einen großen Bogen um alle fremden Hunde gemacht. Wenn ich zwei Nukas hätte wäre das denke ich mal kein Problem, der liebt einfach alle Hunde. Aber die Chancen sind doch sehr gering zwei so unkomplizierte Hunde in dieser Hinsicht zu bekommen.

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vor 30 Minuten schrieb sampower:

 

Da fällt mir noch ein Punkt zum klaren Nein für Zweithund ein. Die Dynamik ist zum k*****

Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch und freue mich immer über Gassibekanntschaften. Die hörten dann mit zwei Hunden schlagartig auf weil einer der beiden immer was gegen den fremden Hund hatte. Mit drei Hunden habe ich dann einen großen Bogen um alle fremden Hunde gemacht. Wenn ich zwei Nukas hätte wäre das denke ich mal kein Problem, der liebt einfach alle Hunde. Aber die Chancen sind doch sehr gering zwei so unkomplizierte Hunde in dieser Hinsicht zu bekommen.

 

 ja, das ist auch so ein Punkt. Wenn Tinky sich für einen anderen interessiert, brummelt Monti oder aber man macht einen auf Familienmobbing gegen den Fremden, vor allem wenn Tinky erkennt, dass es sich um ein potenzielles Opfer handeln könnte. Du musst halt Deine Augen wirklich ständig überall haben, auf den eigenen Vierbeinern, wie auch auf möglichen "potenziellen Opfern", die sich leichtsinnigerweise zu lebensfroh ranwagen… Manchmal geht es so: "Boah, guck mal, der hat Spaß, los, den machen wir fertig" - Also "fertigmachen" bedeutet aber "nur" ausbremsen und stellen. Einzeln genommen, sind sie "unkompliziert".

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Naja, die Dynamik oder ob ein Hund das Verhalten des anderen nachahmt und sich anstecken lässt - das ist auch wieder von Hund zu Hund verschieden. Das Doofe ist: Man weiß es vorher nicht.

 

Kimba war Jägerin durch und durch. Hat Lucky kein bisschen interessiert. Kimba mochte keine fremden Hunde - auch davon hat Lucky sich nicht anstecken lassen. 

 

Emma hat Jagdmotivation, aber nicht so doll. Bei Hunden, die per Spur jagen - interessiert sie nicht die Bohne. Ist aber ein Sichtjäger anwesend - huiii, da ist Emma sofort dabei. 

 

 

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