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Hundeforum Der Hund
Fiona01

Zweithund, immer ein Wunsch oder irgendwann auch nicht mehr?

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@KäptnKörk oversext und aggression bedingen einander aber auch oft andersrum - mehr Stresshormone = mehr Testosteron. Evtl würde eine Stressreduktion beides verbessern. 

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vor einer Stunde schrieb gebemeinensenfdazu:

 

Ich kenne etliche Leute, die nach dem Milztumor/Hämangiosarkom ihres Hundes Zweifel gekriegt haben, ob Kastration noch vertretbar ist- die meisten verneinen dies mittlerweile. Und ich bin mir sicher, dass auch diese Ersterfahrung keiner braucht. Ich könnte es mir nie verzeihen, daran schuld zu sein, dass mein Hund schwer erkrankt, egal wie gut er es bei mir hat, das kann gar kein grosses Los dann in meiner Betrachtung sein.

 

Entschuldigung, wenn ich noch einmal zum Thema Kastration Stellung nehme...

Ich habe bisher nur Hündinnen gehabt, zu Rüden kann ich daher "nur aus der Ferne" etwas sagen.

Allerdings habe ich  @KäptnKörks Beobachtung auch schon gemacht, nämlich dass Rüdenhalter in irgendeiner Art von "Betroffenheit" vor diesem Eingriff zurückschrecken, auch wenn er nötig erscheinen sollte.

 

@Zurimorhat Recht, wenn er hier das Tierschutzgesetz ins Spiel bringt. Es ist gesetzlich nun einmal genau geregelt, unter welchen Voraussetzungen (operative) Eingriffe am Tier gehen und wann nicht. Da können die Tierheime mMn eben nicht ihr eigenes Süppchen kochen.

Freilich wird o.g. Gesetz jeden Tag mit Füssen getreten, Stichwort Landwirtschaft, was aber am Wortlaut des Gesetzes nichts ändert.

 

Wozu ich definitiv etwas sagen kann, ist, dass RR Selma, die kastriert war, kurze Zeit nach dem Eingriff inkontinent wurde und ich - salopp gesagt - 10 Jahre lang die Hormone oral verabrechen durfte, die ihr operativ weggenommen worden waren.

Auch haben wir 3x Mastzellentumore bei ihr entfernen lassen müssen.

Noch heute bedrückt mich der Gedanke, dass ich ihr und auch uns diese Erfahrung hätte ersparen können.

Nein, ich werde, medizinische Gründe aussen vor, niemals mehr eine Hündin kastrieren lassen.

 

 

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Meine Hunde sind alle kastriert, ginge bei einer größeren Gruppe auch nicht anders. Die Hunde sind, trotz teilweise hohen Alters, sehr selten krank. Da lese ich hier ganz andere Probleme, auch bei jungen, intakten Hunden. Wenn ein Schäferhund-Mix, wie mein Alfred, mit 16 oder 18 Jahren einen Tumor bekommt mache ich da nicht mehr die Kastration dafür verantwortlich. Ich bin mir sicher der Stress den ein intakter Hund hier hätte wenn er 2x im Jahr ausquartiert würde wäre gesundheitlich deutlich problematischer als die Kastration. Für mich ist das seelische Gleichgewicht der Hunde, wie beim Menschen auch, extrem wichtig und das ist bei intakten Tieren manchmal schwieriger hinzubekommen. Ich bin nicht generell für Kastration, hätte ich nur einen Hund würde ich den auch nicht kastrieren. Im Tierschutz geht es aber nicht anders.    

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vor 1 Minute schrieb Zenta:

Im Tierschutz geht es aber nicht anders.

 

Diese Aussage mag ihre Berechtigung haben. In manchen Fällen.

Was mich allerdings immer aufs Neue erstaunt: ein TH setzt Vertrauen in einen neuen Halter, indem es ihm/ihr einen seiner Schützlinge anvertraut.

Aber in der Frage der nicht gewollten Fortpflanzung endet dieses Vertrauen abrupt. :think:

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Die Frage stellt sich aber doch bloß wenn sehr junge Hunde vermittelt werden. Sind diese über einen längeren Zeit im TH funktioniert es einfach nicht wenn läufige Hunde dabei sind. Da reicht es auch nicht aus diese in den angrenzenden Zwinger oder Auslauf zu sperren.

 

Und dass einige (viele) Halter nicht in der Lage sind auf ihre läufige Hündin aufzupassen ist leider so. Kenne mehrere persönlich. Hier wird auch immer wieder davon berichtet. Dass da den TH das Vertrauen fehlt kann ich verstehen. 

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Gehen Pferdemenschen einfach anders mit dem Thema um ?

"Artgerechte "Hengsthaltung "ist schwer möglich also gibt es viele Wallache.

 

 

 

Ich  weiß es nicht. 

 

Spock kastriert  ,mit 9 an Krebs  gestorben  .

Nachbar BX Rüde auch vor kurzem  ,intakt  6 Jahre  ,statistischer Wert ....keiner.

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Sorry, ich bleib dann auch nochmal so halb Off-Topic, aber hier passt es eben grade auch hin.

 

Nicht zuletzt wegen der hier angestoßenen Diskussion - danke dafür an alle *lächelt* - denken wir grade nochmals (es ist definitiv nicht so, dass wir eine Kastration lapidar leichtfertig aus Faulheit oder Unwillen zum Management in Betracht ziehen) und sehr kritisch über unsere Situation nach. Noch ist es ja nicht zu spät, den geplanten Eingriff abzusagen oder wenigstens zunächst nochmal zu verschieben. Wir wissen aktuell noch nicht worauf es hinausläuft. Die Wochenendlektüre wird wohl aus dem empfohlenen Buch bestehen ;)

 

Ich fürchte schon, dass oft aus reiner Bequemlichkeit heraus kastriert wird. Aber ich möchte doch zu bedenken geben, dass sicher ebenso Leute gibt, die sich diese Entscheidung nicht leicht machen und sehr wohl sehr viel abwägen. Die von Zenta angesprochenen Faktoren Stress und seelisches Gleichgewicht, für Hund wie für Mensch, finde ich nämlich ebenso bedenkenswert wie einen Stapel Studien und Statistiken (von denen ich auch einige kenne, zumindest den Abstract). Statistiken sind letztlich immer abstrakt und sagen nicht zwingend was darüber aus, wie es im Einzelfall läuft - und zwar weder, wenn sie "negativ", noch wenn sie "positiv" für einen Sachverhalt ausfallen. Dass es im Grunde zu jeder Studie auch ne Gegenstudie gibt, die zu gänzlich anderen Ergebnissen kommt (traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast), lasse ich jetzt mal außen vor. Und man muss bedenken, dass manche relativ gesteigerten Risiken in absoluten Zahlen gesehen doch immer noch verhältnismäßig gering ausfallen (siehe zum Beispiel diese "Wurst-Krebs-Studie, die vor nicht allzulanger Zeit durchs Dorf getrieben wurde). Wenn ich da mal Rückert zitieren darf: "Wenn wir beispielsweise bei einer bestimmten Tumorart von einer Verdreifachung des Risikos sprechen, klingt das im ersten Moment wirklich übel. Wenn man sich aber klar macht, dass diese Tumorart an sich nur eine Wahrscheinlichkeit von 1,5 Prozent hat, dann bedeuten die aus einer Verdreifachung des Risikos resultierenden 4,5 Prozent immer noch, dass ein ganz bestimmter Hund diesen Tumor zu 95,5 Prozent NICHT bekommen wird." Dennoch: Wenn ausgerechnet Dein Hund dann zu den 4,5 Prozent gehört, ist das megascheiße. Und bei anderen Tumorarten sind es ja auch mehr als 1,5 beziehungsweise 4,5 Prozent. Und ich würde es mir auch nie verzeihen, wenn das bei uns passierte, obwohl ich ja gar nicht wüsste, ob es auch ohne Kastration passiert wäre, und das auch nie erfahren würde....

 

Während die Statistik also irgendwo doch relativ abstrakt bleibt und niemals eine Gewissheit schaffen kann, sondern immer nur mathematische Korrelationen, ist aber der Stress und die seelische Belastung, die da in etwa zweimal im Jahr auf einen zukommen, alles andere als abstrakt und sehr gut greifbar. Vor allem, wenn man es schon versucht hat und die Praxis wirklich nicht so schick war, wie es vom hohen theoretischen Ross herunter den Anschein hat. Wenn Du siehst und hörst, wie Deine Hunde leiden, weil sie sich vermissen, ist das richtig Kacke. Und auch die Menschen sind rund zwei Wochen lang extrem angespannt und gestresst. Das ist auch für keinen gut, auch nicht für die Hunde. Ich kann daher JEDEN verstehen, der sich für eine Kastration entscheidet, wenn er Mädels und Jungs haben möchte - was auch eindeutig Vorteile hat, weil zumindest bei uns eine unfassbare Harmonie und Zuwendung zwischen den beiden herrscht. Die habe ich bei unseren zwei Mädels so nie gesehen und auch die beiden hatten sich sehr gern und haben das auch gezeigt. Und bei zwei Mädels wären wir höchstens aus gesundheitlichen Gründen auf die Idee gekommen zu kastrieren.

 

Wie dem auch sei.... bei uns ist wie gesagt noch nicht sicher, aber gut möglich, dass wir uns doch "einfach" *hust* nochmal ein oder zwei Läufigkeiten anschauen und dann sehen, wie wir ALLE mit dem Stress und dem Management zurande kommen. Auf jeden Fall nochmals danke für die Denkanstöße.

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vor 42 Minuten schrieb Silverhaze:

Dass es im Grunde zu jeder Studie auch ne Gegenstudie gibt, die zu gänzlich anderen Ergebnissen kommt (traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast), lasse ich jetzt mal außen vor.

Das ist sicher so, nur bezog sich Rückert auf Metastudien, die alle bisherigen Studienergebnisse auswerten.

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vor 7 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Das ist sicher so, nur bezog sich Rückert auf Metastudien, die alle bisherigen Studienergebnisse auswerten.

jep - die sind grundsätzlich schonmal aussagekräftiger, zumindest wenn die Ein- bzw. Ausschlusskriterien vernünftig gewählt werden. Man kann auch Metastudien versauen ;) Aber das führt jetzt echt vom Thema weg.

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Für alle, die es interessiert:

Unser Termin ist abgesagt.

 

Manche Dinge regeln sich von selbst bzw. manche Entscheidungen werden einem abgenommen. Madame hat kurzfristig beschlossen, alle Anzeichen von "ich geh mal langsam auf die Läufigkeit zu uns benehme mich wie ein durchgedrehter verknallter Junghund" zu entwickeln. So wie sie sich grade aufführt, ist das definitiv nicht die Anöstrus-Phase des Zyklus. Die letzte Läufigkeit ist zwar noch gar nicht so lange her, die war kurz vor Weihnachten, aber die war dafür auch reichlich verspätet. Gut möglich, dass sie jetzt einfach wieder in ihren normalen Rhythmus fällt, zumal in der Gegend schon einige Hündinnen läufig waren/sind. Oder sie hat den Braten gerochen und mag nicht ;)

So oder so, in dieser Phase fällt Kastration auf jeden Fall aus - es sei denn, man hätte absolute medizinische Notwendigkeit für einen sofortigen Eingriff.

Das soll grade nicht sein. Und wir dürfen alle nochmal schauen, ob es sich doch noch einspielt und ohne geht. 🤪

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