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Hundeforum Der Hund
ShiraMom

Hund hat Angst vor uns

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Hallo 

Ich bin grad ziemlich verunsichert. Unsere 11 Monate alte Labradordame hat öfters Probleme mit den Ohren, genau wie ihre Mutter. Deshalb mussten wir ihr gerade wieder ein Medikament in die Ohren verabreichen. Dies war vor einer Woche. Danach war alles ok. Nun seit 2 Tagen plötzlich reagiert sie tagsüber öfters verängstigt und springt in die Box, wenn sie fälschlicherweise meint, wir würden ihr wieder dieses Medikament geben. Nach einer Weile, wenn dann doch gar nichts passiert , kommt sie wieder raus. 

Ich kann das ja verstehn, aber das Problem ist, wie soll ich ihr da das nächste Mal was verabreichen ? Ich müsste sie ja dann zwingen. Aber ich möchte ja das Vertrauen von ihr zu mir nicht kaputt machen. Jetzt weiss ich nicht wie ich das sonst machen soll. Habt ihr mir da einen Tipp ?

Sandra

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Ich würde dir raten das medizinisch genau abklären zu lassen. Gerne auch eine zweite Meinung einholen.

Vielleicht brennt das Mittel oder sie hat immer noch Schmerzen. 

 

Ich würde nach Absprache mit dem Arzt auch ein medizisches Training machen das positiv aufgebaut wird. Also mit einem trockenen Tuch oder nur in Wasser getunkt eine Behandlung nachahmen und viel loben dabei. Gerne auch mit Leckerchen.

Damit das positive das negative überdeckt.

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vor 14 Minuten schrieb Michelle003:

auch ein medizisches Training machen das positiv aufgebaut wird. Also mit einem trockenen Tuch oder nur in Wasser getunkt eine Behandlung nachahmen und viel loben dabei. Gerne auch mit Leckerchen.

 

Hunde machen gerne alles nach, was ihre Menschen tun. Daher habe ich die Neugier immer ausgenutzt:

  • Nach dem Duschen trockne ich mir die Ohren meist mit einem Wattestäbchen. Hund guckt neugierig? Also "fummle" ich am Hundeohr ein wenig mit dem Wattestäbchen herum, nach langsamer Gewöhnung auch im Ohr.
  • Ich setze meine Kontaktlinsen ein und Hund schaut neugierig? Also säubere ich ihm die Augenwinkel.

Und aus dem Streicheln kann eine simulierte "Ganzkörperuntersuchung" werden, wenn der Hund gerade sehr entspannt ist.

Alles ganz ungezwungen und spielerisch. Im Ernstfall ist dann vieles einfacher.

Nun ist bei dir bereits "Ernstfall" und der Hund hat schon eine Abneigung gegen die Ohrentropfen - das macht es schwerer.

 

Oft hilft ein wenig Geduld bei der Behandlung. Hund kommen lassen, ihm das Medikament zeigen (dran schnuppern lassen) und ihn auffordern, sich in die "Behandlungsposition" zu begeben (liegen oder sitzen, wie du es halt machst) Abwarten, bis der Hund bereit ist für den nächsten Schritt. Wenn er sich der Behandlung entziehen will, geduldig neu anfangen. Gut zureden und viel Geduld.

So habe ich es geschafft, einen bei den Vorbesitzern geprügelten Hund am Hinterlauf zu verarzten (Wundspray, Pflaster, kleiner Verband), obwohl man seinen hinteren Körper eigentlich nicht anfassen durfte. Hunde verstehen, dass man pflegen, heilen möchte und können lernen, die dazu notwendige Geduld aufzubringen und kleine Unannehmlichkeiten zu ertragen. Man muss nur bei jeder Bewegung ganz ruhig und vorsichtig sein und auf die Reaktionen des Hundes eingehen.

Beim Tierarzt soll es oft ruck-zuck gehen und den Hunden wird viel aufgenötigt - sehr kontraproduktiv. Meist braucht man nur wenige Sekunden Geduld und der Hund zeigt seine Bereitschaft für den nächsten Behandlungsschritt.

 

vor 38 Minuten schrieb ShiraMom:

Ich müsste sie ja dann zwingen.

 

Nein, nie zwingen! Das ist - außer in extremsten Ausnahmefällen - nicht nötig. Nur Geduld und gutes Zureden. Ist doch egal, wie lange es dauert, oder?

Und nach der Behandlung: "Hundeparty"! Lob, Leckerli.

 

Wenn ich es richtig verstanden habe, wird der Hund die Ohrenbehandlung sein Leben lang brauchen. Umso wichtiger ist es, dass du eine Routine mit immer gleichem Ablauf daraus machst, die der Hund zu ertragen lernt, weil es eigentlich gar nicht schlimm ist.

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Es kommt vor, daß nach bestimmten Ohrentropfen der Hund taub wird, schau mal in den Beipackzettel.

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Ich danke euch für eure Tipps. Eigentlich habe ich es immer genau so gemacht. Mit viel Zeit, gutem Zureden und Leckerli. Ich massiere ihr auch beim streicheln oft die Ohren. 

Sie musste einmal an der Pfote operiert werden um einen Tumor zu entfernen. Als wir das Zuhause jeweils verbinden mussten, legte sie sich mit der Zeit selbst in Position und wartete ruhig ab, als wüsste sie ganz genau dass wir ihr helfen möchten. 

Umso verwirrter bin ich jetzt, dass sie nun plötzlich abspringt obwohl wir gerade nicht mal was verabreichen wollen. 

Nun ich werde versuchen es weiterhin ruhig und geduldig zu machen, bis sie das Vertrauen wieder gefunden hat.

Danke euch 😊

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