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Hundeforum Der Hund
Karpatenpferd

Ersthund plötzlich vermehrt aggressiv gegenüber Zweithund

Empfohlene Beiträge

vor 20 Stunden schrieb Juline:

 

 

Vielleicht mal ein anderer Denkansatz. Ist sie gestresster, belasteter in letzter Zeit? Ihre Zündschnur scheint sich ja verkürzt zu haben, überleg mal was die Ursache sein könnte. Belastungen im Alltag /Veränderungen? Zu wenig Schlaf? Höhere nervliche Belastungen durch irgendetwas?

Nachlassende Sinnesorgane, Unsicherheit?

Veränderter Tagesablauf? Veränderungen bei den Bezugspersonen?

Was könnte ihrem Nervenkostüm zusetzen?

 

 

 

Es hat sich zuhause nichts verändert (Tagesablauf, Konstellation etc.). 

 

Eigentlich habe ich sie grade die letzten Wochen als eher relaxed und "fröhlich" wahrgenommen. 

Wind, Gewitter, unklare laute Geräusche stressen sie seit eh und je. Der Sturm der letzten Tage hat definitiv ihren Stress-Pegel erhöht, das ist klar. 

Nachlassende Sinnesorgane, wenn dann eher die Augen als die Ohren. Aber das würde auch nicht erklären, warum es nach so langer Pause wieder losgeht.

 

vor 19 Stunden schrieb DerOlleHansen:

 

Lass einen Hund im Zimmer, den anderen nimmst du mit. Damit es gerecht bleib, abwechselnd. ;)

Aber vielleicht mag ja einer sowieso lieber dableiben, wenn du in ein anderes Zimmer gehst.

 

 

Einer bei dir, einer bei deinem Mann? Habt ihr getrennte Matratzen? Dann steck irgendwas zum Trennen in die "Besucherritze", ein Tablett oder ähnliches, was von der Größe her euch nicht stört, aber die Hunde trennt.

 

 

Das wäre für mich Grund genug, dass die Hunde neben dem Bett im Körbchen schlafen - jeder auf einer Seite.

 

 

Dann muss der oder die wohl mal eine Nacht auch am Fußende eures Bettes schlafen, was? :clown

Nein, Spaß beiseite ... kannst du Situationen herbeiführen, in denen es nach kurzer Zeit eine Attacke geben wird? Das sollte einem guten Trainer doch zur Beurteilung reichen.

Oder bist du in der Situation schnell genug mit einem Handy-Video?

 

 

Versuche, dir das zu verkneifen. Es bringt eh nichts und ist eventuell sogar kontraproduktiv. Bleibe sachlich dabei und trenne die Hunde.

 

 

Mit Sicherheit ist da vorher irgendeine Kommunikation zwischen den Hunden gelaufen ... das sind ja oft ganz minimale Gesten und Blicke, die man als Mensch entweder gar nicht wahrnimmt oder als viel harmloser beurteilt. Ein guter Trainer muss das sehen, sonst ist er nicht gut genug. Wenn dem so ist, muss er/sie euch zeigen, wie ihr die ersten Signale erkennt und wie ihr rechtzeitig (Timing ist alles!) dagegensteuern könnt.

Nacht ist das natürlich nicht möglich, da geht nur Management zur Konfliktvermeidung.

 

Und bitte kritisch überprüfen: Ist wirklich die Hündin die "Böse"? Oder wird sie vom Rüden provoziert, ohne dass ihr das erkennt? Mir fallen da verschiedene Folgen unterschiedlicher TV-Hundesendungen ein, wo am Ende das vermeintliche Opfer der "Bösewicht" war.

 

Also, eine Art optische Trennung im Bett ist in Form von Kissen vorhanden. Das Bett ist 2,60m breit, sie liegen als auch nicht wirklich dicht beieinander. 

 

Ich werde aber wohl die Hunde aus dem Bett ausquartieren und nachts im Schlafzimmer in Boxen schlafen lassen. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. 

 

Wobei die nächtlichen Attacken mich gar nicht so sehr stressen, wie die am Tag. Einfach weil ich wirklich glaube, dass sie nachts nicht wirklich zurechnungsfähig ist. 

 

Herbeiführen lässt sich die Situation nicht. Es kommt wirklich unvorbereitet und auch aus unterschiedlichen Ausgangslagen. 

Filmen kann ich in der Situation auch schlecht, ich muss dann ja schlimmeres verhindern. 

 

Er ist definitiv nicht der "Bösewicht". Ich denke schon, dass mir eventuelle Feinzeichen ihrerseits vor der Attacke entgehen, einfach weil ich nicht permanent auf die Hunde fokussiert bin. Provokation seinerseits schließe ich aber wirklich aus. 

 

vor 19 Stunden schrieb Sockensucher:

Die Beziehung muss sich insgesamt angekuckt werden. Das sind sicher nicht nur die Attacken, sondern Blicke, Raum einnehmen, Gefechte, die du gar nicht so wahrnimmst. Schwierige Verteilung von Ressourcen (die auch deine Gefühle sein können), algemeiner Umgang und daswas du schreibst, dass sie Stress hat, den er abbekommt.

Also würde ich videos machen, die länger laufen, die du dir selber unvoreingenommen ankucken musst. Und dann ihren Stress reduzieren und nicht schimpfen, das macht den Rüden nur noch vertrimmenswerter.

Wenn er auftaucht ist super, dann wird sie gelobt, kriegen beide Kekse. Ist sie alleine bleibts neutral, taucht der Rüde auf wird immer schöner. Jede Nichtaggression, dichtes nebeneinandersein wird sanft gelobt. Aggressionen ernst genommen, das kann schon unwohlsein sein, wenn er ihr zu nahe kommt, was dann vielleicht erst eine Stunde später in einem Ausbruch endet. Also, generell mehr Abstand freundlich zwischen den Hunden herstellen. Es gibt Auslöser, die sind nicht so offensichtlich, aber es wird sie geben. Das Verhalten beider nochmal genau ankucken.

Wenn ihr nicht beide aus dem Bett verbannen wollt zumindest ein Kissen zwischen beide Schlafplätze legen, so dass auch da mehr Druck rausgenommen wird.

Viel Erfolg beim analysieren und verbessern der Situation!

 

Er geht ihr tatsächlich oft aus dem Weg. Sprich er liegt beispielsweise oben, sie unten. Er sucht ihren Kontakt nicht wirklich. 

 

Das ich nicht alles wahrnehme, da bin ich sicher. Daher ist die Idee mit den Videos richtig gut. Da muss ich mir mal was überlegen. 

 

Die Idee die Anwesenheit des Rüden positiv zu verstärken werde ich ebenfalls versuchen umzusetzen. 

 

 

DANKE an alle! 

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vor 2 Stunden schrieb Karpatenpferd:

Das ich nicht alles wahrnehme, da bin ich sicher. Daher ist die Idee mit den Videos richtig gut. Da muss ich mir mal was überlegen.

 

Einfach mal eine Aufzeichnung laufen lassen, auch wenn du nicht dabei bist (so aufgestellt, dass du möglichst viel sehen kannst).

Andere Variante: alle 15 Sekunden (o.ä.) automatisch ein Foto machen (Blitz aus), je nachdem, welche technischen Möglichkeiten und welche Aufzeichnungsdauer deine Kamera oder dein Handy bietet. Auch wenn dann "nichts passiert" ist, sieh die Aufzeichnung/Fotos an und schau, ob dir etwas auffällt. 

Erstaunlicherweise sieht man dabei mehr, als wenn man live dabei ist.

 

vor 2 Stunden schrieb Karpatenpferd:

Ich werde aber wohl die Hunde aus dem Bett ausquartieren und nachts im Schlafzimmer in Boxen schlafen lassen.

 

Reicht es nicht, jeder Hund auf einer Seite des Bettes am Kopfende im Körbchen? Das ginge ja sofort. Und dann wären die Hunde fast 3 m auseinander. Ggf. etwas Trennendes unters Bett legen (ich habe da sowieso solche Aufbewahrungstaschen liegen für zusätzliche Decken, Kissen, Schlafsäcke etc.), dann wäre die Hündin gezwungen, einmal um das ganze Bett zu laufen. "Versehentliche" Angriffe aus dem Schlaf/Traum heraus sollten dann ausgeschlossen sein.

 

vor 3 Stunden schrieb Karpatenpferd:

Herbeiführen lässt sich die Situation nicht. Es kommt wirklich unvorbereitet und auch aus unterschiedlichen Ausgangslagen.

 

Dann wird es schwierig mit einem Trainer. Führt dann bestimmt zu solchen Situationen, dass ein/e Trainer/in den ganzen Nachmittag gegen Bezahlung bei euch Kaffee trinkt und die Hunde beobachtet und absolut nichts passiert ... Aber kaum, dass er/sie 5 Minuten aus dem Haus ist, geht es los ... ;)

 

vor 3 Stunden schrieb Karpatenpferd:

Das ich nicht alles wahrnehme, da bin ich sicher.

 

Aber das kann man üben. Und da du dich jetzt intensiv mit der Situation beschäftigst, wirst du automatisch aufmerksamer beobachten.

Es kann vielleicht auch hilfreich sein, (kommentierte) Videos auf Youtube zu schauen, um deinen Blick zu schulen. Allerdings ist da auch viel Mist dabei ...

Wenn du dann tatsächlich bei deinen Hunden mehr erkennst, greife so früh wie möglich ein, damit sich nichts "hochschaukeln" kann. Und je früher, desto weniger heftig musst du eingreifen. Wäre doch schön, wenn ein freundliches, aber bestimmtes "nein" reicht, damit es friedlich bleibt.

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vor 10 Stunden schrieb Karpatenpferd:

Nachlassende Sinnesorgane, wenn dann eher die Augen als die Ohren. Aber das würde auch nicht erklären, warum es nach so langer Pause wieder losgeht.

 

Doch dass kann es schon erklären. Meine Hündin ist im Alter auch eher wieder zu ihren schlechten Gewohnheiten zurück gekehrt. Zumindest bis wir mit dem jeweiligen "Zipperlein" besser umgehen konnten. 

 

Auf jedenfall hatten wir, als es los ging,  eine leichte Arthrose  (Diagnose vom Tierarzt) und eine Einschränkung im Peripheren Sehen und eine beginnende Nachtblindheit (Diagnose vom Augenarzt) vorliegen. In ihrer Wahrnehmung, tauchte ich Nachts nach dem aufwachen, als Schatten irgendwo auf.  Es hat etwas gedauert bis sie mich erkannt hat. Und da sie Menschen eher blöd fand, hat sie halt mal auf Verdacht angegriffen. 

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