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Hundeforum Der Hund
Waldelfe

Ressourcenverteidigung durch neuen Hund

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Hallo, ich bräuchte mal eure Meinung!

Seit gestern Nacht haben wir wieder einen zweiten Hund- 2 Jahre aus dem Auslands-Tierschutz. Sie wurde bis zu ihrer Rettung durch die Pflegestelle im November letzten Jahres an der Kette gehalten, sicher auch misshandelt ubd wurde ohne Wasser an einem Tank festgebunden gefunden.

Auf der Pflegestelle hat sie schon einiges gelernt, ist aber sehr unsicher und unterwürfig. Sonst aber total lieb und anhänglich.

Das erste Treffen von ihr mit unserem Zweithund draußen verlief unspektakulär.

Dann aber nach der ersten Fütterung ist sie zu ihm hin, hat geschnüffelt und dann geknurrt.

Mit Futterneid kann man recht gut umgehen finde ich. Gerade am Anfang wahrscheinlich auch völlig normal aus ihrer Sicht.

Aber heute hat sie mehrmal geknurrt als unser Alter zum Wassernapf wollte.

Er traut sich dann nicht mehr hin....

Hab sie erstmal "geschimpft" weil ich dachte "das geht ja so nicht", aber nachdem das jetzt mehrmals vorkam u d sie auch mich als Ressource betrachtet, frag ich mich wie ich das handeln soll.

Vorallem das mit dem Wasser.

Da kann ich ja nicht den Napf wegräumen usw. wie beim Futter.

Gibt sich das vielleicht, wenn sie merkt es ist genug für alle da?

Draußen hat sie kein Problem mit ihm und er reagiert auch gelassen auf sie.

 

 

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Edit:

Für Hunde ist das ja völlig normales Verhalten ihre Ressource zu verteidigen. 
(Vorallem wenn sie gelernt hat dass sie oft nix hat.)
Ich kenn das von Futter, Spielzeug usw. Da wüsste ich dann auch Ansätze...

Aber Wasser zu verteidigen ist mir neu und ich weiß nicht so wirklich wie ich damit umgehen soll.

Weiterhin klarstellen dass sie nicht darüber bestimmt oder ist das eher kontraproduktiv und schürt nur den Konflikt?

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So ganz simpel gedacht....

was passiert denn, wenn man mehrere Wassernäpfe hinstellt. Für´s Erste mal.

 

Reklamiert sie dann alle für sich oder ist sie mit z.B. zwei von dreien zufrieden?

 

Bei Futterneid heisst es ja: nichts wegnehmen sondern bis zum Überdruss mehr geben.

 

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Überall Wasserpötte aufstellen ;) Überflussprinzip

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Jupp, das hab ich jetzt auch mal gemacht. Momentan mangelt es noch an ausreichend Pötten aber im Schlafzimmer stehen schon mal zwei jetzt. Den kann ich dann auch runter nehmen morgen ins Wohnzimmer.

Wenn s hell ist, such ich mal noch nach n paar Übertöpfem usw im Keller.

Würdet ihr das ansich kommentieren wenn sie ihn anknurrt deswegen?

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Ich habe mir angewöhnt, und damit die beste Erfahrung, solch ein Verhalten schon zu kommentieren, aber nicht schimpfend sondern in beruhigendem, netten Tonfall. So quasi, dass das doch gar nicht nötig ist darum zu knurren...  Wenn der Hund dann nicht mehr knurrt sage ich auch wie toll ich das finde wenn alle freundlich miteinander umgehen.

 

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vor 32 Minuten schrieb Waldelfe:

Würdet ihr das ansich kommentieren wenn sie ihn anknurrt deswegen?

 

Ich würde nicht kommentieren (und schon gar nicht tadeln oder maßregeln), mich aber freundlich und bestimmt dazwischenschieben und der Hündin damit  vermitteln, dass ich das Verhalten nicht dulde und den Rüden schütze. Dann mit freundlichen Worten zum anderen Wassernapf geleiten.

 

So kommt keine negative Stimmung auf, der Rüde wird nicht mit Schimpeferei verknüpft, ein zarter Anfang von Vertrauen wird nicht beschädigt.

 

Gibst du Trockenfutter?

Ich würde versuchen, ihr über die Nahrung möglichst viel Wasser zukommen zu lassen (einweichen, wenn TroFu), und sie zwischendurch aktiv zum Trinken animieren, auch unterwegs, so dass ein stärkeres Durstgefühl, was wahrscheinlich mit-auslösend war oder immer noch ist für ihr Verhalten, erst gar nicht entsteht.

 

Zitat

Mit Futterneid kann man recht gut umgehen finde ich.

 

Wie gehst du da vor?

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vor 30 Minuten schrieb Juline:

Wie gehst du da vor?

Vor 10 Jahren mit unserer Zweithündin hab ich erstens in getrennten Räumen aber mit Blickkontakt gefüttert, war immer dazwischen gestanden und hab sie blockiert wenn sie am Anfang zu ihm hinstürmen wollte sobald sie fertig war (bei ihr ähnliche Situation wie jetzt mit der Hündin- nur bekam sie zu wenig zu fressen, Wasser war kein Problem). Habe ihr immer richtig große Portionen gegeben, hab die Näpfe später abgeräumt,... wenn wir gegessen haben hat sie ihn auch mal geschnappt als was runter gefallen ist und er auch hinwollte, also war das ganz klar Tabu dass die Hunde beim Essen um uns rumstreunern.. ich hab ihr den Kauknochen gegen was Tolleres getauscht und wieder zurück gegeben (wobei sich der Futterneid nie gegen uns gerichtet hat) etc.

Mit der Zeit hat sich das auch gelegt und sie haben ohne Aufsicht gefressen und die Näpfe sind stehen geblieben (leer) und auch am Tisch hat sie dann dieses Verhalten ihm gegenüber abgelegt. Sie hat glaube ich einfach gemerkt es gibt genug...

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Ich würde davon ausgehen, dass, so wie du ihr früheres Leben geschildert hast, auch Wasser eine knappe Ressource für sie war und sie es deshalb verteidigt. Ich würde deshalb auch mehrere Näpfe aufstellen, und ich gehe davon aus, dass sich das Verhalten legt, sobald sie verinnerlicht, dass immer genug Wasser zur Verfügung steht.

Sollte sie alle Näpfe verteidigen wollen, würde ich allerdings reagieren, und zwar indem ich einen bestimmten Wassernapf klar dem Ersthund zuordne und ihm den Zugang zu diesem Napf aktiv ermögliche und gegen die Neue abschirme. So dass sie jederzeit Zugang zu einem Napf hat und den meinetwegen auch verteidigen darf, aber der andere eben nicht ihrer ist. 

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Danke für eure Tipps, es stehen jetzt überall Wassernäpfe und ich achte darauf dass sie nicht leer gehen.

Ich zeige Luna auch immer wenn sie dran vorbei geht "ihren" Napf.

Heute waren wir viel draußen im Garten, aber beim Trinken im Haus gab es kein Geknurre mehr.

Mal abwarten wie es ist, wenn wir wieder die meiste Zeit drin sind.

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