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Hundeforum Der Hund
schnawel

sterbenskrank nach Cauda Equina Op

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Hallo,

vor acht Wochen wurde mein Hund an Cauda Equina operiert. Anfänglich

machte Fly sehr gute Genesungsvortschritte, doch dann kam das Unfassbare,

Sie sprang in einem unachtsamen Moment auf die Couch. Seitdem verschlechtert sich ihr

Zustand rapide.

Eine, letzten Montag gemachte CT zeigte, daß sich Keime gebildet haben und der Knochen der Wirbelkörper

entzündet ist. Eine Antibiotikabehandlung blieb ohne Erfolg. Kortison brachte

nur kurzfristig Besserung.

Jetzt ist mein Hund nicht mehr in der Lage, auch nur einen Schritt zu laufen.

Sie winselt und schreit.

Der Tierarzt hat mir geraten, sie einschläfern zu lassen.

Was würdet Ihr machen, wenn der Hund der einzige Halt und einzige Gesellschaft ist?

die man noch hat.

Ich weiß, es klingt blöd und furchtbar egoistisch, aber wie kann man etwas töten,

das zwar Schmerzen hat, aber an der Welt noch interessiert ist. Sie schnuppert nach allen Dingen

und hebt immer das Köpfchen, wenn ich nach ihr sehe. Gestern konnte sie sogar, wenn auch nur für

Sekunden zweimal aufstehen und heute - ein Bild des Jammers. Sie liegt, wie seit den letzten Wochen auch,

wieder nur noch da. Das ist doch auch kein Leben.

Was soll ich tun? Ich würde durch den Tod des Hundes zerbrechen. Ich könnte die Schuld, den

Hund getötet zu haben niemals überwinden. Erdrückend genug ist die Tatsache, daß ich durch

meine Unachtsamkeit an diesem Zustand schuld bin.

Gibt es jemanden mit ähnlichen Erfahrungen? Über eure Erfahrungsberichte würde ich

mich sehr freuen.

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Uff, sehr emotionales und schwieriges Thema 😞
Erst mal tut es mir sehr leid, dass die OP offenbar schief gegangen ist und Dein Hund so leidet (und Du ja mit) 😞

Wenn der Tierarzt sagt, dass sich -resistente- Keime gebildet haben, hat die Verschlechterung der Symptome ja gar nichts mit diesem Sprung zu tun, da brauchst Du Dir also keine Vorwürfe zu machen.

Hat die Klinik denn eine Bestimmung des Keimes gemacht? Ist es ein multiresitenter Keim?

Das die Klinik jetzt eine Euthanasie empfiehlt, ohne weitere Behandlungen zu versuchen, finde ich schon sehr merkwürdig. Der Zustand des Hundes geht allerdings so auch gar nicht. Bekommt sie wenigstens Schmerzmittel?

Ich würde mir an Deiner Stelle alle Befunde, OP-Bericht, Blutuntersuchungen, CT-MRT-Aufnahmen, etc. aushändigen lassen und sofort in einer guten Tierklinik eine fundierte Zweitmeinung einholen. Davon würde ich das weitere Vorgehen abhängig machen. Vielleicht stehen noch andere Behandlungsmöglichkeiten im Raum.

 

So, wie es jetzt ist, ist das kein Zustand, für den Hund nicht und auch nicht für Dich. 😞
Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du fachmännische Hilfe bekommst und Deinem Hund geholfen wird. Lass Dich von einem Freund, Familie unterstützen, hole Dir Hilfe, wenn Du das allein nicht schaffst.

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Wenn Deine Hündin sich gar nicht mehr bewegen kann, ist das wirklich kein Leben mehr. Die Tatsache, dass sie noch Anteil an ihrer Umgebung nimmt, finde ich nicht unbedingt einen Grund, sie noch nicht zu erlösen. Man könnte es auch so sehen, dass sie ihre Situation voll mitbekommt, was sicherlich auch nicht so schön für sie ist. Das Einzige, was Du tun könntest, wäre eventuell eine weitere Untersuchung z.B. in einer Tierklinik. Falls aber auch dort die schlimme Empfehlung gegeben wird, bist Du es ihr schuldig, dass Du ihr diesen letzten größten Liebesbeweis erteilst und sie von ihrem Leiden befreist. Wenn Dein Tierarzt sich aber ganz sicher ist, ist vielleicht auch eine weitere Untersuchung nur die Verlängerung ihrer Qual.

 

Dass Deine Fly in einem unachtsamen Moment gesprungen ist, heißt nicht, dass Du Schuld an ihrem Zustand hast. Es hätte auch nichts passieren können. Ursächlich ist alleine ihre  Krankheit, und dagegen hast Du mit allen Mitteln gekämpft. Leider kann man nicht jeden Kampf gewinnen, auch wenn man sich noch so sehr anstrengt...

 

Der Tod eines Hundes ist wirklich etwas ganz, ganz Schlimmes, und wenn er für Dich eine so große Bedeutung hast, wie Du schreibst, sicherlich kaum zu ertragen. Aber dennoch musst Du die Verantwortung für sie tragen, das bist Du ihr leider schuldig. Es ist aber dann kein Töten, sonden ein Erlösen.
 

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, damit Du die richtige Entscheidung triffst.

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Hallo Benno,

vielen Dank für deine Nachricht. Es wurde keine Untersuchung

der Keime gemacht, da es nicht wirklich erwiesen ist, ob Keime zu

der Wirbelknochenentzündung geführt haben. Ich habe mich da ein bisschen falsch ausgedrückt.

Keime sind eine der möglichen Optionen. Die Wirbelkörper sind entzündet und ...

Na - es hat alles nichts geholfen. Das einzige, was noch möglich wäre, ist eine

aggressive dreitägige Antibiotikabehandlung, deren Ausgang fraglich bleibt und zudem die

Organe belastet und extrem teuer ist. Auch wenn diese anschlagen würde, so wäre der Hund sein Leben

lang ein Pflegefall. Ich weiß nicht, ob dies im Sinne des Hundes ist.

Leider wird in den Kliniken eine aufwändige Apparatemedizin betrieben, die nicht immer mit dem

Nutzen korreliert. Sämtliche Befunde und Bilder sind bei meinem Haustierarzt und ich möchte den

Mann mit einer Bitte um Herausgabe der Unterlagen nicht vor den Kopf stoßen. Sind die denn

überhaupt verpflichtet, Unterlagen heraus zu geben?

 

 

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Natürlich sind sie das, und jeder vernünftige Haustierarzt arbeitet mit der Klinik zusammen und tauscht Untersuchungsergebnisse aus. Dadurch ist er nicht vor den Kopf gestoßen. 

 

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Hallo Karlotte,

vielen Dank für Deine Worte. Und im Grunde genommen gebe ich Dir recht.

Doch zu wissen, was rechtens ist und es umzusetzen ist ein großer Unterschied.

Du solltest Fly´s Augen sehen. In Ihnen steht der Wunsch zu leben. Auch die

Tierarzthelferinnen sehen das so. Fly ist nicht bereit zu gehen, auch wenn dies

jetzt wie eine menschliche Interpretation anmutet.

Und jemand schlaues sagte einmal: " Gib nicht auf, fünf Minuten bevor das Wunder geschieht.

Sie war ja anfänglich sehr fit. Und vielleicht verbessert sich dieser Zustand ja doch noch,

weil sie nur durch diese Dummheit in ihrem Heilprozess zurück geworfen wurde.

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Ja, sie sind verpflichtet die Unterlagen herauszugeben, Du hast es ja bezahlt.
Das ist auch normale und gängige Praxis.
Bitte mach das schnell und hole Dir Hilfe. Wenn eine Antibiotikabehandlung noch im Raum steht, würde ich sie machen, wieso sollte der Hund dann ein Pflegefall werden?
Das erschließt sich mir nicht.
Ich würde alle Anstrenungen unternehmen eine Zweitmeinung zu bekommen und erst wenn mir glaubhaft versichert wird, dass keine Aussicht auf Besserung besteht, dann würde ich meinen Hund gehen lassen.

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Hallo Siobhan,

vielen Dank für die Information.

Aber ich könnte mir vorstellen, falls ich zu einem anderen Arzt ginge,

dies ihn und sein Bemühen doch etwas kompromittieren würde. Mir

zumindest ginge es so.

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Es ist durchaus üblich, sich eine Zweit- oder Drittmeinung zu holen.

 

 

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Hallo Benno,

bei einer Cauda Equina Op wird, wie bei uns Menschen auch,

der Nervenkanal im Rücken aufgefräst. Eine Vernarbung in diesem Bereich,

wie bei einem entzündlichen Prozess üblich hat dann schwerwiegende Folgen

auf die Nervenaktivität in diesem Bereich. Lähmungen oder Lähmungserscheinungen sind die Folge.

Ich selbst habe etwas sehr ähnliches und bin seitdem nicht mehr fähig ein normales Leben zu führen.

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