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Hundeforum Der Hund
Hasenfrau

Ein rumänischer Zwicker...

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Gerade eben schrieb Hasenfrau:

War jetzt bezogen in seinem Kennel. Sorry.

 

Okay.

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Viele meiner Hunde in 30 Jahren HH haben gezwickt und tun das noch heute. Und wenn ein Trainer so stumpf ist, das als Unhöflichkeit abzutun (übrigens eine rein menschliche  Verhaltensweise und Definition), dann solltest Du ihn wechseln. Auch ist der Kennel keine Lösung sondern nur ein Workaround. Er "bekämpft" das Symptom und nicht die Ursache.

 

Und man kann es wohl nicht oft genug sagen: Hunde denken nicht über ihre Taten nach, wenn sie längere Zeit nach einer unerwünschten Handlung auf ihren Platz, in eine Wohnung oder eben einen Kennel"verbannt" werden. Für sie besteht da überhaupt kein Zusammenhang. Bestenfalls funktioniert das nacher nur deshalb,  weil er eine bestimmte  Handlung in der "auf den Platz Verbannen - Kette" (hingehe, abholen, wegbringen) zufällig so interpretiert dass es passt, schlimmstenfalls  wird er den Platz, den Kennel, oder die Wohnung "hassen" ohne zu begreifen, was dieser Blödsinn überhaupt soll.

 

Dazu kommt: Zwicken ist nicht gleich Zwicken. Manche Hunde Zwicken einfach um Auferksamkeit zu bekommen...."Hey ich bin auch noch DA." oder " Hey, warum hörst Du auf? Mach gefälligst weiter." Hunde haben schliessmuch keine Hände...

Kann auch heissen: 'Du bist zwar OK, aber soooo nah an mein Herrchen/Frauchen... nö. Achtung." Einige meiner Hunde haben so Spielfreude / -erwartung signalisiert. Unsere aktuelle Grosse zwickt nicht nur, sie "knabber-zwickt" (dabei zwickt sie quasi wie ein Maschinengewehr ). Und das ist bei ihr nicht unhöflich sondern höchster Ausdruck sozialen Wohlbefindens.... Fellpflege halt.

Dann gibt es noch Hütezwicker: Auf die Spur bringen ohne zu verletzen. Grundsätzlich ist Zwicken bei Hunden keine aggressive Handlung. 

 

Ich finde es seltsam, dass Du das selbst noch nie gesehen hast. Da Du aktuell der einzige bist, der erkennen könnte wie Dein Hund dabei wirkt, solltest Du solche Situationen bewusst herbeiführen, um sie entsprechend ihres tatsächlichen Hintergrunds bewerten zu können. 

 

 

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vor 20 Minuten schrieb Herdifreund:

Ich finde es seltsam, dass Du das selbst noch nie gesehen hast. 

 

Ein unbedingter Hinweis darauf, dass es sich nicht um soziales Komfortverhalten handelt. Meine machen das nur bei den engsten Vertrauten mit dem Knabbern-„Zwicken“. Akuma macht das erst seit einem Jahr, seit er mir komplett vertraut. Nicht mal bei seiner Hundesitterin, die er extrem mag und sich von ihr ziemlich viel anfassen lässt. Dennoch macht er deutliche Unterschiede.

 

Der Hund hier macht das gerne bei Fremden und bei zwar bekannten, aber nicht nahen Menschen.

Deshalb halte ich ein „Mach weiter!“ ebenso für unwahrscheinlich. 

Auch ist er ist oft nicht entspannt.

 

Ich glaube nach wie vor, der Hund ist im Konflikt: er weiß, wie man sich als Hund beim Menschen verhalten „sollte“ (geht aktiv hin und „spult“ das Verhalten ab), will das aber eigentlich nicht (und wehrt sich dann).

Ich habe das schon zu oft gesehen...

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@Herdifreund danke für deine Antwort. Es ist durchaus seltsam, dass ich das Zwicken direkt nie gesehen habe, ich habe es noch nicht provozieren können. Der Hundetrainer hat dies auch versucht, ohne Erfolg. Es passiert stets in meiner Nähe, also ich bin immer im Umkreis von einem meter.

 

Wir haben im Training versucht, dass er das Zwicken auslöst. Also hat sich der Trainer in meinem Bereich bewegt (zuhause), mich angerüpelt, Skali angerüpelt, bedrängt. Werde ich angerüpelt, fängt Skali auch an zu bellen. Toll findet er das nicht.

 

Auf der Couch hat der Trainer bewusst den Hund etwas bedrängt um ihn zum zwicken zu animieren, stattdessen hat sich Skali hinter meinen rücken verkrochen, er ist quasi in mich hinein gekrochen, ausgelöst hat er nicht, supergeil fand er alles auch nicht... Also wenn ich mich bewusst bemühe, den Auslöser zu finden, dann lässt er sich nicht dazu provozieren. Allerdings, wenn ich nicht drauf achte, passiert es, vielleicht kann man da einen Ansatz nehmen. Sobald ich unafmerksam bin. ABER immer im zusammenhang, dass es nach dem Streicheln passiert.

 

Bei Besuch bleiben beide Hunde auf Ihren Plätzen liegen, erst wenn ich beide Parteien freigebe dürfen Sie schauen wer gekommen ist. Ist es Skali zu viel, zieht er sich inis Schlafzimmer zurück. Darf er auch.

 

Beknabbert werde ich übrigens auch, sehr liebevoll. Ich habe ein Muttermal auf dem Arm, das hat er versucht weg zu knabbern meinte wohl gehört da nicht hin. Meine Ohren sind auch super super lecker 🤣 Ich kann Ihn hochheben, krallen schneidne, Ohren putzen - alles super top.

 

Im übrigen dürfen meine Hunde auf die Couch. Jolly liegt aber lieber auf Distanz  im Korb und Skali braucht die körperliche Nähe sehr, hier ist Kontaktliegen extrem groß geschrieben. Er schläft aber nicht im Bett sondern immer in seinem Körbchen, das macht er freiwillig. Wenn er sehr müde ist, Ruhe möchte, oder zu laut geht er auch ins Schlafzimmer.

 

Ich kann Ihn problemlos von der Couch entfernen, wegschicken o. ä..

 

 

 

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vor 13 Minuten schrieb Hoellenhunde:

Ich glaube nach wie vor, der Hund ist im Konflikt: er weiß, wie man sich als Hund beim Menschen verhalten „sollte“ (geht aktiv hin und „spult“ das Verhalten ab), will das aber eigentlich nicht (und wehrt sich dann).

Ich habe das schon zu oft gesehen...

 

Deshalb lässt es sich auch nicht provozieren...

 

Das Verhalten = sich steicheln zu lassen. Das würde ich einfach per Regel an alle Menschen abschaffen. Niemand muss den Hund streicheln und dann mit dem Hund üben, dass er nicht prophylaktisch hingegen muss. Aber bitte ohne Verbannung oder Befehlen, @Hasenfrau, sondern mit Alternativverhaltung und Belohnungen. Das dauert. 

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Mhhh... wenn ich das richtig lese, wurde immer versucht, das Zwicken durch eine provokative, sogar bedrohliche  Handlung zu "erzeugen". Immer davon ausgehend, dass das Zwicken eine negative, aversive Handlung seitens des Hundes ist. Wenn es aber tatsächlich eher dazu dient Aufmerksamkeit zu erhalten ("nach weiter", 'krault oder bespaßt mich"), wird das natürlich nie zu einem Ergebnis führen. Der Auslöser fehlt. Und Du schreibst ja auch: Alle Massnahmen haben zu völlig anderen Handlungen seitens des Hundes geführt. Bellen bis verstecken. 

 

@Hoellenhunde

 

Im letzten Post von Hasenfrau wird ziemlich deutlich, dass sie das Verhalten durchaus kennt. Und zwar sehr augenscheinlich als soziales Verhalten. 

Dass sie es (wenn es sich tatsächlich um den Versuch Aufmerksamkeit zu bekommen handelt) nicht mitbekommt, liegt doch in der Natur der Sache: Wenn man den Hund gerade nicht beachtet (z.B. ein intensives Gespräch) weiss und sieht man auch nicht, was er gerade macht. Die Aufmerksamkeit liegt ja erst dann wieder beim Hund, wenn sein Zwicken Erfolg hatte. Es also vorbei ist. Ist die Haltern mit dem Hund allein, gibt es ja niemand anderen, der die Aufmerksamkeit vom Hund ablenkt. Es gibt dann also kaum einen Grund zu zwicken, bzw. nimmt es die Halterin, wenn  wenn der Hund zwickt naturgemäß völlig anders wahr, als ein "Fremder". Und sorry: Das ist nur EINE Möglichkeit. Aber Hunde die aus Unsicherheit aggressiv sind, zwicken nicht, sie schnappen. Oder sie zerren. Zumindest sieht man einem Hund Unsicherheit an. Und es wird ja auch beschrieben: Er bellt oder versteckt sich. ICH hatte schon einige Hunde, die Leute durch Zwicken begrüssen. Meine Komondorok nehmen dafür sogar die ganze Hand in die Schnauze und kauen darauf rum. Haben bisher alle gemacht.  Unsere Mioritic Dame "stupst"wenn sie jemanden mag. Stupsen heisst da: Sie drückt ihren Kopf mit vollem Körpereinsatz gegen das Bein, bzw. Aufgrund ihrer Grösse meist in den Schritt. WIR wissen was das heisst.... ein eigentlich "Fremder" nicht. Wir haben in all den Jahren die wir sie haben, aber nie herausgefunden, warum sie manche Leute so besonders mag.

 

Was ich damit sagen will: Aus SPEZIELLEM Verhalten meiner Hunde (egal wie Viele das waren) darauf zu schliessen, dass das bei anderen Hunden genau gleich ist, halte ich für falsch. Solche Verhaltensweisen müssen erst analysiert werden, bevor man die richtigen Gegenmassnahmem ergreifen kann. Und in dem Fall hier, ist die Spanne der möglichen Interpretationen riesig. Was nicht bedeutet das Du falsch liegen musst. Für MICH ist die Wahrscheinlichkeit in diesem Fall aber hoch.

 

 

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vor 45 Minuten schrieb Herdifreund:

Im letzten Post von Hasenfrau wird ziemlich deutlich, dass sie das Verhalten durchaus kennt. Und zwar sehr augenscheinlich als soziales Verhalten. 

 

Es wird doch eine ganz anderer Funktionskreis bedient. 

 

Demnach gäbe es keinen Unterschied zwischen Abwehrschnappen und sozialem Komfortverhalten, das ist doch mit Verlaub Unsinn. Alleine sie Motivation ist eine ganz andere. 

 

Und doch. Auch unsichere Hunde „zwicken“. Also bitte. Bisse haben Abstufungen. 

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@Herdifreund Danke für die beiden Beiträge,

denn bei meinen beide Cattle Dogs und einem Dutzend weiterer ACDs, die ich kenne,

gehört das Zwicken zur Ausdrucksweise und wird mal fordernd,

aber durchaus auch bei totalem Wohlgefühl eingesetzt.

 

Mein Spock kann  total  fröhlich auf dem Rücken liegen,

mit sich und der Welt zufrieden sein, und einem vor lauter Glück in den unbeschuhten, kleinen Zeh zwicken.

(Der gefühlt dann zum Zeige-Zeh anschwillt.)

 

 

 

Unbenannt.PNG.d9c3d1791023e41507bebf3708ca39e6.PNG

 

 

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Das es dauert weiß ich, Zeit ist ja nun kein Faktor den man komprimieren sollte. Ich versuche mal ein Video zu machen, wie er sich hier mit den Kollegen verhält. Das "dupsen" macht er mit der Nase, wenn man nicht reagiert "dupst" er noch stärker.

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vor 4 Minuten schrieb Hasenfrau:

Das es dauert weiß ich, Zeit ist ja nun kein Faktor den man komprimieren sollte. Ich versuche mal ein Video zu machen, wie er sich hier mit den Kollegen verhält. Das "dupsen" macht er mit der Nase, wenn man nicht reagiert "dupst" er noch stärker.

 

Und aus diesem Verhalten würde ich ihm helfen.

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