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Hundeforum Der Hund
Florali

Gesäugetumor

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Hallo liebes Forum,
Bisher war ich immer nur stille Leserin, aber nun möchte ich gerne mal mein Herz ausschütten und hoffe auf ein paar Tipps. Vllt hat ja jemand ein offenes Ohr/Auge für mich?!
Ich habe eine im August 11 Jahre  alte Westie Hündin, meine zweite nachdem ich meine andere fast 16 stolze Jahre an meiner Seite hatte. 
Naja, meine Maus ist topfit, herzensgut, aufgeweckt, verfressen, verspielt, liebevoll, ach einfach mein Seelenhund. Richtig aufgeblüht ist sie, nachdem wir sie letztes Jahr im Sommer kastriert lassen haben. Es war höchste Eisenbahn, denn zwischen Läufigkeit und Scheinträchtigkeit gab es kaum noch Pausen. Soweit so gut, Operation gut überstanden und wie gesagt, sie war danach wie ein junger Hund, der immer raus wollte, toben, spielen, laufen... unsere Freude war riesig. Kurze Zeit später, entwickelte sich ein Knoten unter einer Ziste, weich, beweglich und nicht wirklich rund. Tierärztin riet uns es zu beobachten, danach kam der nächste Knoten weiter unten, hart, klein und kugelrund. Also entschlossen wir uns im Januar die beiden Geschwüre zu entfernen. Anfang Januar war die Operation. Hat sie auch ziemlich gut weggesteckt, Wundschmerzen waren allerdings schlimmer als bei der Kastration, wieso auch immer!? Naja, wir haben für beide Operationen unseren Urlaub so geplant, dass rund um die Uhr jemand bei ihr ist und sie da nicht allein durch muss. Freude war wieder riesig, wie gesagt dieser Hund ist das beste was mir je passiert ist und ich danke ihr für jede Sekunde die ich mit ihr verbringen darf. Das entfernte Geschwür haben wir nicht ins Labor schicken lassen, was ich im Nachhinein irgendwie bereue. Die Ärztin und mein Partner waren nicht dafür bzw haben für das Einschicken keinen Sinn gesehen. Und ich war vor der Operation so aufgeregt, so das ich einfach nur zugestimmt habe. 
Im März habe ich am Unterbauch wieder eine Beule entdeckt, ich dachte es wäre von der Narbe einfach nur verhärte, doch von Tag zu Tag wurde es größer. Es hat jetzt die Größe in etwa wie eine Kirsche, doch diesmal scheint es ihr bei Berührungen weh zu tun. Also habe ich mir am nächsten Tag meine Maus geschnappt bin wieder zur Tierärztin. Sie tastete sie ab und meine Maus jaulte einmal auf, tastete weiter vorsichtig und schüttelte nur den Kopf und sagte  immer wieder " oh nein oh nein das ist nicht gut, das ist überhaupt nicht gut!" Na toll, geht das auch genauer, dachte ich nur. Mein Herz raste wie verrückt und ohne zu wissen, schossen mir sofort die Tränen in die Augen. Naja, sie meint, der Bauchraum wäre voll mit den Geschwüren und hätte mit aller Wahrscheinlichkeit gestreut. Nur mit Abtasten so eine Diagnose? Als sie dann sagte, sie würde keine Operation empfehlen, weil sie dann ein riesen Loch im Bauch hätte und die Nähte in der Leistengegend sitzen und somit beim Laufen aufreissen würden?! Oh man ich bin so durch den Wind und nur beim Text schreiben, muss ich wieder weinen, entschuldigt eventuelle Schreibfehler. 😥 Meine Süße hat jetzt Schmerzmittel bekommen, wobei wie gesagt, sie macht nicht den Eindruck als hätte sie Schmerzen, sie tobt wie bisher rum und liebt lange Spaziergänge. Ausser man berührt sie dort, dann tut es scheinbar weh. Zu den Schmerzmittel bekam sie noch eine Flüssigkeit in Spritzen aufgezogen, die soll ich ihr alle 2 Tage ins Futter mengen. Das soll den Wachstum verlangsamen. Wenn ich die Schrift richtig gelesen habe und es im Internet eingebe, dann steht dort etwas von Spinnengift was wohl auch ein der Menschenmedizin eingesetzt wird und homöopathisch ist. 
Aber ich fühle mich gerade so hilflos und jetzt einen Tag später, nach durchgeweinter Nacht denke ich: das war's jetzt? Jetzt warte ich bis es ihr schlechter geht, bis sie stirbt? Kam mir beim Tierarzt vor wie, Stempel drauf und tschüss. Ohne Blutbild, ohne Röntgenaufnahmen einfach nach Hause schicken? Gestern haben wir kurzerhand bei einem anderen Tierarzt angerufen, der über moderne Geräte verfügt, jedoch erst kommenden Dienstag einen Termin bekommen. Oder hätte ich einfach jetzt gar nichts mehr machen sollen? Ne ne ich kann das nicht, ich bin das meinem Hund schuldig. Das hat sie nicht verdient. Ich kann doch jetzt nicht warten bis alles vorbei ist und woher weiß sie das es bösartig ist und gestreut hat? Jeder im Bekanntenkreis sagt, ich soll sie trotzdem operieren lassen, aber soll ich ihr solche Schmerzen zumuten? Das Geschwür wächst dieses mal viel schneller als beim letzten mal. Ich weiß gerade nicht mehr was richtig und was falsch ist. Was würdet ihr tun? Bin einfach nur noch fix und fertig und möchte nicht das meiner Maus auch nur irgendwas weh tut oder irgendwas unversucht lassen.
Liebe Grüße Florentina 

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Oh, das tut mir sehr leid.

Das du nun Unsicher und Verzweifelt bist, kann ich gut verstehen.

Ich würde mir auch eine Zweit Meinung einholen, wenigstens ein Röntgenbild würde ich ja schon erwarten.

Ich drücke euch die Daumen das es doch kein Krebs ist und man eurer Maus nochmal helfen kann.

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Das hört sich wirklich nicht gut an... 😔

Ich würde aber auf jeden Fall eine zweite Meinung anhören, vielleicht sogar in einer Tierklinik, die besser ausgestattet ist und wo es meistens mehr Erfahrung mit Operationen gibt.

Blutbild und Röntgenaufnahmen oder auch Ultraschall würde ich auf jeden Fall machen lassen, um genauer zu wissen, inwieweit eine OP sinnvoll ist.

Ich kann mir vorstellen, dass Dir die Zeit bis Dienstag sehr lang erscheint, aber wenn sie keine Schmerzen hat, ist das vertretbar, sie hat ja eine Erstversorgung erhalten. Wenn es eine Tierklinik bei Euch in der Nähe gibt, kannst Du ja eventuell schon am Montag versuchen, dort eine Untersuchung machen zu lassen. Neben einer OP sind ja auch bei Hunden Strahlentherapie und eventuell auch Chemo möglich. Darüber kann Dich gut eine Tierklinik aufklären. Auch hier im Forum gibt es einige User, die Erfahrung mit Krebstherapien haben. Ich gucke gleich mal, ob ich auf die Schnelle was finde, sonst müsstets Du auch mal bei Krankheiten gucken.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Euren weiteren Untersuchungen und viel Kraft für die nächste Zeit!

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Hier ist ein hoffnungsvoller Bericht einer Userin, deren Hund Krebs hatte. Jeder Krebs ist zwar anders, aber Du kannst da vieles über die Behandlung von Krebs erfahren:

 

 

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Ich würde auch eine zweite Meinung einholen, nur von Abstasten wäre mir zuwenig.. meine Maus hat z.B. auf die "selbstauflösenden" Fäden stark reagiert..

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Ich denke auch, dass du dir so bald wie möglich eine Zweitmeinung einholen solltest. Am besten in einer Tierklinik. Gib sie noch nicht auf. Die Verzweiflung ist ganz sicher groß, dennoch gilt es jetzt einen kühlen Kopf zu bewahren. Ich wünsche der Maus gute Besserung.

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Wurde denn vor der ersten OP ein Röntgenbild gemacht? 

Ich nachhinein wäre es vielleicht besser gewesen, die Knubbel drin zu lassen. So habe ich es bei meiner damals 12-jährigen Hündin gemacht, die noch 3 gute Jahre trotz Mammatumoren hatte. Einer war sogar aufgebrochen, mit Pflege und zeitweise AB/ Schmerzmittel hatte sie eine gute Zeit. Gestorben ist sie an was anderem. 

Wenn man schnibbelt, besteht immer die Gefahr, dass es danach erst richtig los geht. 

Was eure Tierärztin empfahl, finde ich ein bißchen wenig und traurig, dass sie es sich jetzt so leicht macht. Da hätte sie vorher besser beraten sollen. 

Ich würde eine Zweitmeinung einholen und das tun, was nötig ist, um ihr ne gute Zeit zu machen, die hoffentlich noch laaaange anhält. 

 

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Am 4.4.2019 um 21:05 schrieb Florali:

Gestern haben wir kurzerhand bei einem anderen Tierarzt angerufen, der über moderne Geräte verfügt, jedoch erst kommenden Dienstag einen Termin bekommen.

 

Der Schritt war genau richtig. Ansonsten eine gute Tierklinik aufsuchen.

 

Ohne genaue Untersuchung kann niemand genau sagen ob es Neoplasie  (benigne / maligne) oder z.B. eine gekapselte Entzündung (Post Op) ist.

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Hallo ihr Lieben,

 

es tut so gut eure Nachrichten zu lesen. Ich schreibe jetzt erst, weil wir wirklich mit den Nerven am Ende sind. Selbst mein Mann, der von aussen immer so hart tut, hat etliche Tränen vergossen. Die letzten Tage waren wir viel mit meiner süßen unterwegs, wir haben hier einen tollen Hundestrand und haben das super Wetter ausgenutzt. Sie ist recht gut drauf, obwohl ich das Gefühl habe, die Schmerzmittel machen sie eher schlapp und müde und ich überlege, ob ich ihr die Tablette besser zum Abend hin geben sollte?! 

 

Habe mich etwas eingelesen was den Krebs betrifft und werde nun auch etwas die Ernährung bei ihr einstellen, sprich; weniger bis keine Kohlenhydrate und keinen Zucker mehr.

 

Habe versucht eher einen Termin zu bekommen, aber ausser eine Stunde früher war nichts zu machen. Morgen um 19 Uhr sollen wir kommen und mit den ganzen Ergebnissen die wir hoffentlich bekommen, werden wir uns mehrere Meinungen einholen. Ich stehe permanent unter Strom und um so näher der Termin rückt, desto unruhiger werde ich. Ich versuche mir natürlich nichts anmerken zu lassen, aber ich denke das sie spürt dass wir so angespannt sind. 

 

Röntgenaufnahmen wurden nie gemacht. Lediglich ein Blutbild und beim ersten hatte sie vermehrt weiße Blutkörperchen, wo sie vermutet hat, das etwas mit ihrer Blutgerinnung nicht in Ordnung ist. Nach einem halben Jahr war ihr Blut wieder ok.

Ich hoffe dass man ihr helfen kann, ohne mein Wauzi werde ich ja wahnsinnig.  

Habe gleich erstmal einen Zahnarzt Termin und es fällt mir echt schwer mich auf irgendwas zu konzentrieren.

Ich werde mich morgen Abend zurück melden, sobald ich was weiß 

Viele viele Grüße aus dem Norden 

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vor einer Stunde schrieb Florali:

 

Röntgenaufnahmen wurden nie gemacht.

 

Wie ich solche Pfuschärzte liebe 🙄

Sorry ein TA, der da rumschneidet ohne abzuklären, ob sich irgendwo Metastasen befinden (gerade Gesäugetumore streuen gern), geht gar nicht.

Gerade weil die OP eine große Belastung ist und es die Lage - falls man Metastasen übersehen hat - meist schlimmer als besser macht.

 

Hol eine Zweitmeinung von einem vernünftigen Arzt mit einer umfassenden Diagnostik ein, das was du aus der bisherigen Praxis schilderst hat mit kompetenter Beratung und Behandlung nichts zu tun.

 

 

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