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Hundeforum Der Hund
Seelenhaus

Unsicherheit beim Gassi gehen, komsequentes Üben hilflos

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Ich würde ihm weniger Tricks und Übungen abverlangen und mehr Freilauf und Hundekontakt ermöglichen. Zusätzlich solltet ihr zuhause üben das er wirklich entspannt und nicht in Habachtstellung beobachtet was passiert.   Ich hab meine dazu immer neben mich gesetzt und gestreichelt und sonst ist halt gar nichts passiert, bis sie eingeschlafen ist. 

 

Stöckchen werden würde ich persönlich mit so einem Hund niemals, aber das müsst ihr selber entscheiden.

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vor 2 Minuten schrieb Ivy:

Ich habe zwei Ideen, die ihr versuchen könntet.

1. Geh ein paar Mal die Woche nicht mit ihm spazieren, sondern setzt euch zusammen an einen zunächst eher ruhigen Platz und "guckt Leute" (auch wenn keine da sind). Ich würde mir eine lange Leine mitnehmen, mich hinsetzen und ihn dann machen lassen, was er möchte. Bei Dir sitzen, die Gegend abschnüffeln, Leute/Tiere/Wolken/wasauchimmer beobachten. Das kann ihm helfen, sich einfach besser zurechtzufinden. Er kann alles in seinem eigenen Tempo machen und ist nicht immer unter Strom, alles richtig zu machen und Deine Kommandos zu befolgen. Kommandos üben ist auch wichtig, aber das kann man später immer noch machen. Wenn das gut klappt, könnt ihr die Orte auch anspruchsvoller wählen, z.B. mit mehr Leuten/Autos/Hunden oder was auch immer.

2. Es klingt so, als ob er meistens an der Leine ist? Dann würde ich ihn auch noch ein paar Mal pro Woche körperlich auspowern. Für mich wäre das vor allem am Rad laufen, wobei immer der Hund das Tempo vorgibt. Mit dem Rad kann man aber einfach besser für eine Geschwindigkeit sorgen, die für den Hund angenehm ist. Gesunde junge Hunde können genauso locker traben wie sie schlafen können - das ist kaum anstrengend für sie, aber lastet trotzdem gut aus und lenkt die Energie in die richtige Bahn. Man kann natürlich auch joggen, wandern usw. Ich finde aber das Rad optimal, was die Anpassung der Geschwindigkeit und die Konzentration auf die Bewegung betrifft.

Das mag jetzt auf den ersten Blick nicht viel mit eurem Problem zu tun haben, aber ich hab hier auch so eine Granate und habe bei ihr ganz gute Erfahrungen mit der Mischung aus alles-in-Ruhe-erkunden und der körperlichen Auslastung gemacht.

Spielen mit anderen Hunden ist natürlich auch noch eine tolle Sache. Dass Hunde nicht spielen ist Unsinn. Natürlich mag nicht jeder Hund jeden anderen gleich gern, aber meine Hunde haben und hatten immer ihre guten Kumpels und Freunde. Es gibt Hundefreundschaften, die halten ein Leben lang! Meine genießen es sehr, wenn wir mit den Leuten vom Hundeverein unterwegs sind und sie viele bekannte und auch neue Hunde treffen. Klar, kann es auch mal Zoff geben, aber das gehört zum normalen Hundeverhalten dazu. Man selber hat ja auch nicht immer gute Laune und mag auch nicht jeden.

 

Finde die Fahrrad fahren Idee zwar prinzipiell gut, aber möchte anmerken, dass auch "in seinem Tempo" in die Hose gehen kann. Hunde mit viel Will to please, wie eben Border oder Australien Shepherd, laufen auch, bis sie keine Fußballen mehr haben. Überspitzt formuliert. Kontrolliere du, ob es noch geht oder nicht, diese Hunde zeigen eben oft nicht, wann genug ist oder sie Schmerzen haben.

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Wie  @Holo schon andeutete: Diese Hunde sind prädestinierte Balljunkies, insofern ist das mit dem Stöckewerfen wirklich zu überdenken. Lieber Freiraum, in dem er machen kann, was er will.

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vor 3 Minuten schrieb Shyruka:

 

Finde die Fahrrad fahren Idee zwar prinzipiell gut, aber möchte anmerken, dass auch "in seinem Tempo" in die Hose gehen kann. Hunde mit viel Will to please, wie eben Border oder Australien Shepherd, laufen auch, bis sie keine Fußballen mehr haben. Überspitzt formuliert. Kontrolliere du, ob es noch geht oder nicht, diese Hunde zeigen eben oft nicht, wann genug ist oder sie Schmerzen haben.


Naja, ich meinte jetzt eigentlich keine 100 km-Touren. Aber so 10-15 km sind für einen gesunden jungen Hund wirklich kein Problem. Das läuft auch meine inzwischen etwas ältere Fusseldame noch ganz ohne Sorgen. Ich hab das mit allen meinen Hunden gemacht und hab bis heute den Eindruck, dass sie nach so einer Tour viel ausgeglichener sind, der Rotti genauso wie die Sibse. Für uns ist das gar nicht so was besonderes, eher die "einmal-um-den-Block-Runde". :)

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@Ivy sehe ich auch so, die ruhige, gleichmässige Bewegung tut gut. Der Hund ist erst 1 Jahr alt, ich würde daher nicht gleich voll rein, also erst kürzere Distanzen und nicht zu schnell, dass der Hund in einem lockeren Trab läuft.

(lockerer Trab ist zb bei meiner 47cm grossen BC-Mix Hündin, etwa zwischen 9 und ca 13km/h wenn es flach ist, bei Steigungen und Gefälle weniger)

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Freilauf , guter Artgenossenkontakt, klare Trennung von Beschäftigungsphasen und Nichtbeschäftigungsphasen, ausreichend Schlaf, weniger Leinenführigkeitstraining und weniger Verkrampftheit des Halters dürften helfen. Zu früh am Rad kann bei reizoffenen Hunden mit Stereotypieneigung zum "am Rad drehen" führen- da wäre ich vorsichtig, insbesondere bei mangelnder Umweltresilienz- die würde ich zuerst aufbauen (auch weil der Australian Shepherd Schutzverhalten in die Kombi reinbringt..) Schrittweise und im Freilauf. Erst dann die potentiellen Suchtfaktoren. Die Chance, dass Auslastung mit Müdekriegen verwechselt wird, ist ziemlich hoch.

Mehr Tips dürftest du kriegen, wenn du detailliert beschreibst, wann ihr wie und wo rausgeht,was ihr währenddessen alles macht und wie der Alltag sonst aussieht.

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vor 1 Stunde schrieb gebemeinensenfdazu:

Freilauf , guter Artgenossenkontakt, klare Trennung von Beschäftigungsphasen und Nichtbeschäftigungsphasen, ausreichend Schlaf, weniger Leinenführigkeitstraining und weniger Verkrampftheit des Halters dürften helfen. 

Ja, finde ich auch Übungen nur minutenweise

 

vor 1 Stunde schrieb gebemeinensenfdazu:

Zu früh am Rad kann bei reizoffenen Hunden mit Stereotypieneigung zum "am Rad drehen" führen- da wäre ich vorsichtig,

 

Deshalb habe ich geschrieben

vor 13 Stunden schrieb Nebelfrei:

also erst kürzere Distanzen und nicht zu schnell, dass der Hund in einem lockeren Trab läuft.

Es ist halt meine Erfahrung, dass gleichmässige Bewegung beruhigt, muss nicht Radfahren sein, auch Joggen oder so ist ok. 

Ein Hund (und auch Menschen) muss auch körperlich etwas ausgelastet werden, dann ist der Kopf frei um zu lernen.

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@Seelenhaus du hast ja von den anderen hier schon so viele gute Tips bekommen, probier mal die vielen Tipps nach und nach mal und findet "euren" guten Weg.

 

Ein " so macht man das" gibt es bei Hunden nicht.

 

Für mich ist Freilauf, gepart mit viel Ruhe danach  und wo immer es geht Freilauf mit anderen Hunden meist der Schlüssel. Dein Hund wird lernen, draußen ist cool, mein Teampartner zeigt mir immer was tolles, Löcher, Baumstämme zum klettern, wir machen Spielchen, ab und zu kommen andere Hundekumpels und wir können rennen, Energie abbauen, danch gehe ich wieder mit meinem Partner ins tolle zuhause, da kann ich jetzt endlich mal dösen und ruhen. So in der Art.

 

Die anderen Hunde sollten natürlich passen. Für mich ist es enorm wichtig, Hunde lernen untereinander so viel. dass kann der Mensch und Trainer nur anstazweise kompensieren.

 

Auch wenn man so oft hört, mein Hund braucht keine anderen Hunde, ich sehe das anders, zumindest in den meisten Fällen, Ausnahmen gibt es immer. Parallel wirst du für dich selber daraus viel mitnehmen, deine Angst wird sich abbauen, ihr werdet Vertrauen gegenseitig aufbauen, ganz viele Themen erledigen sich hier dann oft von selbst.

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