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Hundeforum Der Hund
gebemeinensenfdazu

Anzeigebellen, Anbellen,Verbellen

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Im anderen Thread wurde da ziemlich viel vermischt, dabei gibt es eindeutige Unterschiede.

Bei uns ist das z.B. folgendermassen:

Hunde werden extrem selten bellend angezeigt, manchmal angebellt, (als Massregelung oder Spielaufforderung) und verbellt noch viel seltener, nur dann, wenn der andere Hund offensichtlich beschädigen will.

Ich denke kommunikativ läuft da mehr über Gerüche und Körpersprache,es ist für sie leicht einschätzbar.

 

Bei Menschen ist die Situation komplexer.

Die kommunizieren ständig verbal, entsprechend ist sie da gesprächiger.

Die mit Abstand allermeisten Lautäußerungen sind primär an den HF gerichtet- am meisten an mich. Egal was ist- ich soll informiert werden.

Dann ist es auch rassebedingt, inwiefern ein Hund aus einem Reflex heraus bellt-  die Neigung hat sie jedenfalls.

  • überraschende Situation: Bellreflex- ein-drei Beller "Achtung!" "Huch!"
  • wenn ich nicht vorher auf Verharren/Schauen reagiere: Anzeigebellen, damit ich über den Auslöser informiert bin 1-4 Beller - nur wenn ich nicht reagiere, würde anhaltend gerufen "Ey hast du den immer noch nicht gesehen!"
  • im Territorium oder vereinzelt bei Bekannten mit denen man unterwegs kurz quatscht: Begrüßungsanbellen- je nach Bekanntheitsgrad 1-4 Beller  "Hallo", "Ey, was geht ab ""Stop- mal Hallo"
  • bei  Fremden im Territorium (ohne dass ich die kommentiere oder wenn sie allein mit denen wäre): verbellt "Keine Bewegung- kommt mal endlich wer, um das zu regeln" "Passierschein?")
  • bei verdächtigen Personen unterwegs (ohne dass ich die kommentiere oder wenn sie allein mit denen wäre): verbellt "Keinen Schritt weiter, komm schnell, der hat blöde Absichten"

 

Klar lasse ich sie damit nicht alleine und kommentiere Auffälliges.

Aber ich habe mit einem "Ey was geht ab!" genausowenig Probleme, wie mit einem "Achtung" oder einem "Ey hast du den immer noch nicht gesehen!"

Verbellen würde ich nur zulassen, wenn uns jemand tatsächlich bedroht.

 

 

 

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Was ich noch erwähnen wollte ist, dass ein Hund von Emotionen viel überrollter wird, als ein Mensch. Die Empfindungen sind um Einiges stärker und er braucht auch deshalb ein paar Momente länger um sich zu sortieren. Deswegen ist das Verbieten oder das übermäßig sich über ein paar Beller aufzuregen meiner Ansicht nach ziemlich ungerecht und manchmal auch richtig fies.

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Ich hab das so nebenbei mitverfolgt, also den Seitenstrang... und ja, was soll ich sagen. Mein Hund ist sehr vokal und der bellt situativ wenn er sich z.B. erschreckt und dann ist das aber kein normaler Beller, das ist ein Schrei Kreisch Brüllen und das erschreckt alle Leute um uns herum so massiv und bis ins Mark, manche sind dann direkt danach belustigt, andere haben echt zu viel!

Aber dagegen kann ich tatsächlich nichts machen. Das passiert plötzlich, unvorhergesehen und ich erschreck mich genau so übel!

 

Anzeigen im Sinne von Aufpassen macht er auch, wenn er was merkwürdiges hört. Ich tu einen Teufel ihm das abzugewöhnen, er ist meine kleine Alarmanlage und ich möchte, dass er laut wird, wenn er was hört. Ich wohne in einem EFH und wenn mein Mann weg ist mag ich noch zehn Mal lieber, dass der Hund anzeigt. Die Nachbarn müssen da durch, ich ertrag schließlich auch den ganzen Tag das Kinder Geschrei ohne doof zu werden.

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vor einer Stunde schrieb gebemeinensenfdazu:

Was ich noch erwähnen wollte ist, dass ein Hund von Emotionen viel überrollter wird, als ein Mensch. Die Empfindungen sind um Einiges stärker und er braucht auch deshalb ein paar Momente länger um sich zu sortieren. Deswegen ist das Verbieten oder das übermäßig sich über ein paar Beller aufzuregen meiner Ansicht nach ziemlich ungerecht und manchmal auch richtig fies.

 

Ist das so? 

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Das ist bei mir hängengeblieben, ich müsste die Quelle wiederfinden- sie schien glaubhaft. Irgendwas mit "Pegel baut sich langsamer ab".

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Kitty bellt selten und nur bei ungeliebten Hunden. Ich kann da zwei Arten unterscheiden. Ehr tiefe Laute, die ich als bleib mir bloß vom Leib, sonst passiert was, interpretiere. Ein hohes abgehacktes Bellen, das ich als Unsicherheit deute. Je nach Situation  versuche ich ihre Befindlichkeit mit Worten zu spiegeln. Ich vermute, das Bellen dient ihr auch als Stressabbau, können wir ausweichen und der andere Hund entfernt sich, beruhigt sie sich rasch. 

 

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vor 3 Minuten schrieb palisander:

Bellen dient ihr auch als Stressabbau,

Als Stressventil kenne ich das nur in verlängerter Form:).

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Linnie bellt eher selten.

 

Sie meldet, wenn sich jemand unserem Grundstück nähert und das finde ich gut und lobe sie dafür. Im Garten (wir haben einen hinteren, eingezäunten Garten, der nur an Nachbargrundstücke aber an keine Straße grenzt) meldet sie auch, wenn Unbekannte bei den Nachbarn sind, also Leute, die da normalerweise nicht hingehören. Finden die Nachbarn eigentlich auch ganz gut und haben sich angewöhnt, mit ihrem Besuch kurz an den Zaun zu kommen und ihn Linnie "vorzustellen" (im Grunde machen die dann auch Zeigen und Benennen, läuft super).

 

Draußen bellt sie Hunde eigentlich nie an - jedenfalls ist es bisher in knapp zwei Jahren noch nie passiert. Auch dann nicht, wenn der andere Hund bellend in der Leine hängt, sie guckt dann nur. Menschen werden angebellt, wenn sie ihr suspekt sind. Ist sehr selten, kommt manchmal vor, hauptsächlich bei (für sie) komisch aussehenden Männern, die allein unterwegs sind (mit Mantel und Hut findet sie suspekt). Ich merke das schon frühzeitig an ihrer Körperhaltung und wir machen das dann halt auch über Zeigen und Benennen (und natürlich habe ich sie dann auch bereits an der Leine gesichert, sie kann also nicht zu der Person hin). Ich sage dann "Habe ich auch gesehen. Alles in Ordnung, der darf hier sein." und je nachdem wie rechtzeitig ich ihr das sage, bleibt das Bellen manchmal aus und verpufft zu einem kurzen/leisen "Wuff" oder einem Schnauber oder sie bellt halt doch, hört aber nach meiner Ansage eigentlich immer sehr schnell wieder auf. Finde ich aber auch in Ordnung, sie darf melden/bellen, wenn ihr etwas komisch vorkommt. Wenn mir jemand komisch vorkommt, dann merkt sie das übrigens sofort und so jemand wird dann auch verbellt.

 

Ein Sonderfall ist die Dunkelheit, da ist sie insgesamt wachsamer, misstrauischer, meldet/bellt auch schneller mal. Dann kann es auch sein, dass sie mal einen anderen Hund anbellt. Das ist aber nur, wenn es so richtig stockfinster ist und da sind wir (abgesehen von ganz kurz Pipi-Machen) nicht draußen unterwegs. Dämmerung und "normale Dunkelheit" (also mit ein bissl Sternen/Mond und so) bellt sie nicht mehr als bei Tageslicht.

 

Die übrige "Kommunikation" bei Linnie läuft über Schnauber und Pruster in verschiedenen Ausführungen (ich weiß dann schon, was sie meint :D). Kreischen und Quieken kann sie auch (das klingt wirklich fies :ph34r:), aber nur wenn es irgendwo zwickt/wehtut (zum "zwicken" reicht aber auch ein Grashüpfer, der das heilige Ohr berührt - sie ist ne echte Drama-Queen).

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vor 5 Minuten schrieb Annali:

Finden die Nachbarn eigentlich auch ganz gut und haben sich angewöhnt, mit ihrem Besuch kurz an den Zaun zu kommen und ihn Linnie "vorzustellen" (im Grunde machen die dann auch Zeigen und Benennen, läuft super). 

Traumnachbarn!🤩

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vor 1 Stunde schrieb Tyrshand:

manche sind dann direkt danach belustigt, andere haben echt zu viel!

das Problem ist mir leider auch bekannt.

Kosmi mag keine dunkel gekleideten Menschen, da bellt sie schon durchaus kräftiger und ausdauernder. Mit Kindern hat sie andersherum überhaupt keine Probleme. 

Leider sind dann oft Personen dabei die dann durch Ihr Verhalten das ganze noch steigern, sodas sich Kosmi so gut wie gar nicht mehr beruhigt. In der Regel erfolgen dann Kommentare wie z.B. ".. der Hund ist agressiv.." oder "gehört an die Leine..." oder " ...ein Maulkorb...". Auch Versuche mit den betroffenen die Situation zu erklären scheitern meistens daran das sich die betreffenden Personen "im Recht fühlen".

Ich vermute einfach mal, da sie ja aus Griechenland kommt, das sie schlechte Erfahrung gesammelt hat. Wir arbeiten intensiv an diesem "Problem" und kommen aber langsam aber sicher voran, wobei es immer wieder zu "Rückfällen" kommt.

Nun ich hab sie mittlerweile ca 1,5 Jahre und wir haben schon wirklich riesen Fortschritte gemacht.

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